7,3 Milliarden gehen durch Steuerverlagerung deutscher AGs verloren

Diese Zahl muss mal archiviert werden. Wenn man die öffentliche Diskussion über die bösen Kapitalisten verfolgt, bekommt man schnell das Gefühl, dass alleine die Deutsche Bank und Daimler-Chrysler den deutschen Staat um diese Summe besch****en. Der durchschnittliche Steuersatz beträgt übrigens statt etwa 38 % so etwa 28 Prozent. Es ist auch bezeichnend, dass jedes Jahr ein anderer Konzern an die Wand gestellt wird. Wo bleibt aber die Nachricht, dass DaimlerChrysler 2005 wieder Steuern gezahlt hat? Naja, interessiert halt keinen.
Die Summe beträgt ungefähr die Hälfte des Betrags, den der Staat jedes Jahr durch Mehrwertsteuerbetrug verliert und auch nur in etwa so viel, wie der normale Bürger durch Schwarzarbeit an der Steuer vorbeibeauftragt.
Das alleinige Schimpfen auf die multinationalen Konzerne ist zwar einfach und darauf kann man sich einigen (der Konzern sitzt ja eher selten mit am Tisch und kann sich wehren), greift aber offenbar viel zu kurz.

Handelsblatt Firmencheck - Konzerne bremsen den Fiskus aus - Handelsblatt.com: Unternehmen: Firmen-Rankings

Ursache und Wirkung

Schönes Beispiel, dass manche Sachen komplexer sind als angenommen ...

In bewaldeten Gegenden rechnet es mehr. Klar, sagt jetzt jeder, deshalb ist da ja auch Wald und keine Wüste. ABER es ist wirklich ein Feedback: Wenn es grün ist, wird das Wasser besser gespeichert, mehr verdunstet und daher regnet es auch mehr. So positiv sich das anhört, ist es dann leider aber auch nicht. Denn diese Selbstverstärkung läuft auch in die Gegenrichtung. Ist der Wald erstmal weg, sinken auch die Niederschläge.

Klimaforschung: Bäume sind gute Regenmacher - Wissenschaft - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten

Wenn ich mal etwas Zeit habe, beschreibe ich auch nochmal eine andere Sache, die spannend ist. Denn bei Jägern und Gejagten bestimmt auch nicht die Anzahl der Jäger die Anzahl der Gejagten, sondern andersherum. Der treibende Faktor ist die Anzahl der Hasen, nicht der Füchse.

Die vernebelte Republik

Wunderbares Essay bei Spiegel Online.

Erklärt wunderbar, warum man von der Politik nichts mehr erwarten kann. Weil direkt in 5 Schichten vernebelt wird. Beim Politiker, beim Wähler, und auch bei den Medien dazwischen.

Essay: Die vernebelte Republik - Politik - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten

Man konnte das auch wunderbar bei der angeblich muslimkritischen Rede des Papstes sehen. Hier wurde aus einer langen, an ein wissenschaftlich gebildetes Publikum gerichteten Rede ein Zitat herausgerissen, dass der Papst selber nur zitiert. Dabei hat der Papst dieses Zitat auseinander genommen, reflektiert und widerspricht der Aussage eigentlich ziemlich deutlich. Trotzdem erfolgt ein lauter Aufschrei. Völlig unreflektiert und eigentlich jeden politischen und journalistischen Sachverstand verletztend.

Kein Wunder, dass wir in der Öffentlichkeit nur noch Phrasendrescher haben. Nichtssagendes Blabla, tausendmal gehört. Jeden Sonntagabend bei Christiansen. In der Sendung, in der die Moderator jeden unterbricht, der einen Gedanken über drei Sätze formulieren möchte.

Reine Elektro-Autos mit Batterien werden machbar

Schön seltsam. Jahrelang setzen die Automobilhersteller eigentlich fast alle auf die Brennstoffzelle (weil Batterien nicht leistungsfähig genug sind), dann kommt ein Problem nach dem anderen und auf einmal scheint die blöde Batterie doch wieder spannend zu sein.

Wer die Entwicklung bei den Konsumelektronik-Akkus (Handy, MP3-Player, Laptop) verfolgt hat, weiss welche Fortschritte dort gemacht wurden. Vor 2000 waren NiCd Akkus (mit dem Memory-Effekt) durchaus noch üblich. Dann kam NiMh (die kann man heute auch schon bei Aldi bekommen), dann LiIo (lithiumIonen) und dann LiPo (LithiumPolymer). Die Akkus haben dabei immer einen deutlichen Sprung gemacht. Vor knapp drei Jahren haben ich noch 6 Euro für einen 1600 mAh Sanyo Akku bezahlt, heute bekommt man für 1,99 bei Aldi zwei 2100 mAh Akkus. Und wenn man etwas sucht, bekommt man schon problemlos 2500 mAh Akkus.
So wird klar, warum manche wieder vom reinen Elektorantrieb im Auto träumen. In den USA kann man so eine Kiste bereits vorbestellen.

Technology Review | Verkehr | Auto | Volle Ladung

Batterietechnik wäre natürlich auch generell für die Speicherung von Solarenergie spannend, denn da haben wir ja das Problem, dass damit die Energie in der Nacht nicht zur Verfügung steht.

Wie weit sich das entwickelt hat, kann man auch an meinem neuesten Spielzeug sehen. Dieses kleine Modellflugzeug hätte vor 5 Jahren wahrscheinlich eine Flugzeit von weniger als 2 Minuten gehabt (oder wäre so schwer geworden, dass es erst gar nicht abgehoben hätte), heute reicht der Lithium Akku darin locker für mehr als 10 Minuten.

Yes! That's fun. Für nur 30 Euro ...

Bevor der Sommer sich endgültig dem Ende zuneigt, musste ich mir noch ein wenig Spaß an der frische Luft gönnen.

Nach irgendeinem Artikel bei Digg (weiss nicht mehr welcher) bin ich auf eine Liste mit den 5 besten ferngesteuerten Flugzeugen unter 100 Dollar gestoßen. Wunderbar. Platz eins kostet nur 30 Dollar. Bei dem Preis konnte ich nicht nein sagen. Außerdem stehen Papas ja bekanntlicherweise in hartem Wettbewerb mit anderen Vätern (die Chinesen sind ja so billig) und da musste ich mal wieder nachlegen ;-)

Das Teil heisst in Deutschland X-Twin. Ich habe das ADAC Modell (alles andere war nicht sofort lieferbar).

Das Teil rockt. Ernsthaft.

Das Teil ist aus so einer Art Styropor, wiegt also nix. Daher kann man das Fliegen bei Wind auch direkt knicken. Die Steuerung läuft über die beiden Motoren am Flügel. Es gibt also kein Höhenruder oder Seitenruder. Mit dem einem Hebel gibt man Gas (oder auch nicht), mit demsteuert man (drückt man nach links und dann fliegt das Teil nach links). Das funktioniert über den Drehzahlunterschied der beiden Propeller. Daraus ergibt sich der nächste Schwachpunkt der Konstruktion. Wenn der Motor nicht läuft, kann man nicht steuern. Da man für den Sinkflug den Motor langsamer bis gar nicht laufen lässt, kann man auch nicht mehr steuern. Das hört sich jetzt wahrscheinlich schlimmer an als es ist. Der Sinkflug geht ziemlich steil, daher fängt man das Flugzeug sowieso mittendrin immer ab (und dann kann man ja wieder steuern).

Durch die Konstruktion mit den Propellern hinten am oberen Flügel ist das Flugzeug ziemlich robust. Der Propeller ist das empdindlichste Teil am Gerät. Probleme drohen nur, wenn das Flugzeug auf dem Kopf landet. Da die Nase das Flugzeug aber ziemlich kräftig nach unten zieht, ist das fast unmöglich. Ich habe bestimmt 100 mehr oder wenige schlimme Bruchlandungen hinter mir und nur einer führte zum Überschlag.

Schwieriger ist es, das Flugzeug zu steuern. Das Dach des Nachbarhauses, einen zum Glück ziemlich niedrigen Busch und unser eigenes Dach haben wir schon als Landepiste missbraucht ....

Jetzt mal schauen, wieviel Spaß das langfristig macht. Aber der Heli auf Platz drei der Liste für dunkle Winterabende (rein indoor, wiegt nur 10 Gramm, fliegt also bei jedem Windstoß weg) verlockend aus. Und der Stormlauncher befürchte ich, wird mein Portmonee auch nochmal um 100 Euro erleichtern. Aber so ein Boot, dass dann auf einmal auch abheben kann, dürfte für ziemlich coole Blicke der Beobachter sorgen ... (Vids von YouTube Insbesondere das hier ).


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Unsystematische Besteuerung führt immer zum Chaos

Tausendmal probiert - Tausendmal hat's nicht funktioniert.

Und jetzt mal wieder. Man führt einen Reichensteuer (allein der Begriff ...) ein und weil man sich der negativen Ausnahmen bewusst ist, führt man für unternehmerische Einnahmen direkt wieder eine Ausnahme ein. Juuhuuh! Dann deklariert man seine Einkünfte einfach als "unternehmerisch" um und aus. Klar, wird das im Zweifelsfall wieder zu Streitigkeiten mit dem Finanzamt führen, die Steuergesetzgebung wird ein paar Bücher länger, klar macht das keinen Sinn (Aufwand, Bürokratie, etc. vs. Einnahmen), aber Hauptsache die Sozis haben wieder ein Feigenblatt für die nächste Runde bei Christiansen und für den nächsten Wahlkampf.

Ich mag den Satz, "Das aber kann niemals funktionieren", sagt Ökonom Hechtner, "das lässt sich anhand von mathematischen Modellen leicht nachweisen." Wunderbar!

Das wäre das Schöne an Kirchhoff gewesen. 25% auf alles. Keine Tricksereien, keine Mitnahmeeffekte mehr, keine Verschiebereien von A nach B. Und es hätte für die meisten (gerade die viel zu hoch belasteten niedrig und durchschnittlich verdienenden Familien) weniger Steuern bedeutet. Es hätte gut ausgesehen und wäre ein echter Standortvorteil für Deutschland gewesen.

FTD - Reichensteuer trifft die Falschen - Deutschland

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Core 2 Duo vs. Athlon 64 X2 EE SFF: Wer ist der beste Stromsparer?

Also irgendwie ist der Name der Intel CPU schon schöner ...

Der Athlon, um den es hier geht, ist ein Zweikern (X2) Energy Efficient (EE) für Small Form Factor (SFF). Die EE Versionen sind wie der Core 2 Duo mit 65 Watt spezifiziert, die EE SFF Versionen mit 35 Watt. Damit kommen die in die gleiche Größenordnung wie die alten Athlon für Thin und Mobile PCs (ich glaube die hießen so). Waren schwierig zu bekommen, aber die passten in ein normales Board. Und wenn das BIOS die richtig erkannte, liefen die sehr schön und wahren über Software Tools perfekt steuerbar. Meine CPU (Mobile Sempron 2800) in meinem Board (DFI nf3) läuft im normalen Betrieb (bisschen tippen, bisschen surfen) mit stehendem Lüfter. Verdammt leise also.

Interessant ist nun, dass die AMD das Wunder wiederholt hat. Der verlinkte Testbericht gibt ähnlich tolle Ergebnisse. Beim Nichtstun verbraucht die CPU weniger als 10 Watt. Auch unter Vollast mit beiden Kernen reichen 25 Watt.


LostCircuits, CPU Guide

Das einzige Problem: Die EE SSF CPUS sind in der letzten großen Peissenkung nicht dabei gewesen und sind deutlich teurer als die normale Version (als ich meinen Sempron gekauft habe, lag der Unterschied bei etwa 20%) . Außerdem sind die defakto nirgends lieferbar. Wer doch eine findet, bitte Quelle unter den Kommentaren hinterlassen.

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US Immobilienmarkt vor dem Crash?

Warnende Stimmen sehen den US-Immobilienmarkt schon lange als große Gefahr für die US-Wirtschaft an. Bis vor etwa 1 Jahr nach der Nachzünder für die US-Konjunktur (Hausbesitzer beleihen ihre Häuser mit den steigenden Immobilienpreisen immer weiter und pumpen das geliehene Geld direkt wieder in die Wirtschaft), droht jetzt nach den Zinserhöhungen das böse Erwachen.

Das kritische sind dabei weniger die gestiegenen Preise (auch wenn die jenseits von Gut und Böse sind wie der housing affordibilty index zeigt), sondern die extrem wacklige Finanzierung. So wurden bei erstmaligen Hauskäufern 43 % der Hypothekenkredite komplett ohne Eigenanteil abgeschlossen. Der Anteil der Neukredite ohne Tilgung (also nur mit Zinszahlung) ist von 0,6% im Jahr 2000 auf erschreckende 32,6% 2005 gestiegen. Das ist natürlich extrem ungesund, denn man kann sich an einer Hand abzählen, dass diese Keine-Tilgungs-Kredite nur von Leuten abgeschlossen werden, die sich die Tilgung schlicht nicht leisten können, weil der Hauspreis so hoch ist.

Ich befürchte, dass sich das kaum mit einer weichen Landung abfangen lässt. Wenn die Preise erstmal ins Rutschen kommen, wird ein größerer Teil der Hausbesitzer verkaufen müssen als je zuvor, weil noch nie ein so großer Anteil der Finanzierungen so extrem auf Kante genäht war. Und bis das bereinigt ist, werden ein paar Jahre vergehen. Die robuste Konfunktur in den USA wird übrigens kaum helfen, denn Ex-Immobilienpreise ist das Wachstum gar nicht so dolle wie es beim reinen Blick auf die Zahl aussieht.

Schöne Charts zum Absturz finden sich übrigens hier:

Watching Housing

The Big Picture: Housing by the Numbers


Econbrowser ist übrigens ein tolles Blog für jeden, der sich für Makroökonomie interssiert. Bigpicture ist neu für mich, scheint aber ebenfalls sehr spannend zu sein.

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Die 10 größten Täuschungen der Wissenschaftsgeschichte

Immer schön skeptisch bleiben. Nach dem Skandal um den südkoreanischen Klonforscher ist das mal wieder ins Rampenlicht gerückt. Aber das ganze war nichts Neues, wie der Artikel schön zeigt.

Erschreckend finde ich, dass ich die Sache mit den Motten für wahr gehalten habe. Die Motten sollten sich bei erhöhter Umweltverschmutzung angeblich in wenigen Generationen durch dunklere Färbung ihre Tarnung bewahrt haben. War aber nur ein Fake. Ich hatte die Geschichte von jemandem, der mir auch Marx andrehen wollte. Das hätte mich auch direkt skeptisch machen sollen ...

Neatorama » Blog Archive » 10 Scientific Frauds that Rocked the World.

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Höhere Steuern schaffen mehr Arbeit!

Ok ok, kommt im Artikel über die 10 größten, nicht aussterbenden Irrtümer über die Wirtschaft ....

Aber ich bin mir sicher, dass kann man manchem Attaccie, manchem IG-Metaller oder Oskar L. und seiner Truppe auch heute noch verkaufen.

"Höhere Steuern sind gut für die Wirtschaft, denn bei höheren Steuern muss man mehr arbeiten, um seinen Lebensstandard zu halten." Wow, geile These (kommt ganz am Ende von Punkt 9).

Der Artikel ist zwar sehr US-lastig, aber das Problem ist international. Die Mechanismen von freier Wirtschaftund freiem Handel sind in der Masse der Bevölkerung immer noch nicht angekommen. Und bei den Politikern auch nicht. Ansonsten würde nicht bei jedem vermeintlichen Scheitern der Wirtschaft wieder nach mehr Einfluss des Staates, nach mehr Regeln, nach mehr Steuern gerufen. Ja, theoretisch könnte das das Problem vielleicht sogar beheben, aber es gibt immer an vielen anderen Stellen Kollateralschaden. Und meistens habe ich dann 100 Arbeitsplätze irgendwo gesichert, nur um gleichzeitig woanders 100 andere zu vernichten. Und die Abwicklung und Kontrolle der Aktion hat 3 Beamten gebraucht. Und da die auch bezahlt werden müssen, hatte ich viel Kosten, aber keinen Nutzen.

Ten Recurring Economic Fallacies, 1774–2004 - Mises Institute

Globalisierung drückt NICHT die Löhne

Lieber Attacler, liebe Gewerkschaftler, liebe Angstmacher, liebe Ideologen,

ich weiss, ihr könnt mir alles besser erklären als die Wissenschaftler, aber ich schreibe es trotzdem mal auf; man weiss ja nie:

Die Internationalisierung lässt die Produkitivität insgesamt so stark steigen, dass auch die niedrigen Lohngruppen in reichen Ländern davon profitieren. Also genau die, die angeblich immer die Verlierer der Globalisierung sind. Zwar nicht so dolle, aber eben doch.

Es ist halt schizo über die Globalisierung zu mosern, aber gleichzeitig bei Aldi drei T-Shirts für 5 Euro kaufen zu wollen. Man kann die Dinger auch in Deutschland produzieren, aber dann kosten die halt 15 Euro. Das schafft dann 10.00 Arbeitsplätze in der Textilindustrie und 12.000 fallen woanders weg, weil die Leute jetzt alle 10 Euro weniger in der Tasche haben.

Unser Problem in Deutschland ist nicht, dass durch die Globalisierung zu viele Arbeitsplätze wegfallen, sondern dass wir zu wenig neue schaffen. Denn jeder neue Arbeitsplatz schafft weitere. Auch für Niedrigqualifizierte.


FTD - Auch Ungelernte profitieren von Globalisierung - International

Standortrankings Schwachsinn?

Man denke an das Gejaule der einschlägigen Interessensverbände, wenn eines der vielen Rankings der Wirtschaftsstandorte weltweit veröffentlicht wird. Deutschland ist wieder ein Platz zurückgefallen. Die Steuern müssen runter. Der Sozialstaat zurückgefahren werden. Das Übliche halt.

Nun hat das Ifo-Institut mal die Rankings und das anschließende Wirtschaftswachstum statistisch unter die Lupe genommen. Und siehe da: Bei zwei Ranking (Lausanne Institute for Management Development, Heritage Foundation) ist die Korrelation sogar negativ. Sprich: Länder mit einer guten Platzierung wachsen langsamer. Welche Aussagekraft die Rankings dann noch haben sollen, bleibt schleierhaft.

Auch wenn ich die Studie nicht gelesen habe, sondern nur den Artikel in der FTD, erlaube ich mir folgende Frage: Reiche Volkswirtschaften erlauben sich viel Geld für den Sozialstaat und Bürokratie. Sie haben's ja schließlich auch. Reiche Volkswirtschaften wachsen aber langsamer als Emerging Markets. Auch das ist klar. Von daher kann es auch einfach sein, dass die Schweiz trotz guter Rankings deshalb langsam wächst, weil die Schweiz halt schon reich ist. Und was das Wirtschaftswachstum in den USA und Großbrittannien wert ist, wird man sehen, wenn die Immobilienhausse dort zu Ende geht (was zumindest in den USA jetzt klar der Fall ist). Denn das Wachstum in beiden Ländern besteht nach Schätzungen von Analysten bis zur Hälfte aus dem Wachstum des Immobilienmarkts. Zurück zur Schweiz: Vielleicht würde diese viel schlechter wachsen, wenn sie nicht ein so gutes Ranking hätte?


FTD - Ifo-Institut zerpflückt Standortrankings - International



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Faulenzen, Saufen und Zocken für Dein (Bundes-)Land!

<p>Ziemlich unglaublich!</p>


<p>Es gibt eine Reihe Bundesländer, bei denen sich die Schaffung eines neuen Arbeitsplatzes mit einem Jahresverdienst von 20.000 Euro nicht lohnt. Der Grund: Die Länder bekommen teilweise über 800 Euro vom Bund für jeden Arbeitslosen. Diese 800 Euro fallen nun weg, wenn der Job entsteht. Dafür bekommt das Land jetzt einen Teil der etwa 2000 Euro Einkommenssteuer, allerdings nur max. 20%. Dazu kommt dann nochmal der Risikostrukturausgleich der Länder, der diese Einnahmen dann umverteilt. Gegengerechnet werden muss aber noch, dass jemand der 20.000 Euro verdient auch mehr ausgibt als jemand der 10.000 Euro ALG2 bekommt. Aber das IW hat das durchgerechnet und vor allem für die Länder, die vom Risikostrukturausgleich profitieren, lohnt sich das Schaffen von neuen Jobs nicht.</p>

<p>Wer seinem Bundesland etwas Gutes tun will: Großes Auto fahren, viel Bier saufen (in der Reihenfolge) und viel Lotto spielen: Von den Steuern geht der größte Teil ans Bundesland.</p>

<p>Natürlich wird auch diese Nachricht nur unwesentlich dazu beitragen, das föderale Umverteilungschaos abzubauen, das an nicht wenigen Stellen völlig schwachsinnige Anreize schafft (und dazu noch Unmengen für die Verteilungsbürokratie kostet),<br />

</p>

<br />

<a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,435232,00.html">Absurde Subventionen: Bier bringt mehr als neue Jobs - Wirtschaft - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten</a> <br />

<br />

<p/>


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Wir sterben gar nicht aus sagt der Spiegel

Der Spiegel tut unter der Überschrift
Die Mär von den aussterbenden Deutschen als würden die Deutschen gar nicht aussterben. Zwar sei die Geburtenquote niedrig, aber das sei sie schon lange. Also alles kein Problem.

Das ist natürlich kompletter Quark. Denn wenn die Geburtenquote zu niedrig ist, ist das nicht nur dann ein Problem, wenn das erst seit Kurzem so ist, sondern eigentlich sogar erst recht, wenn das schon seit 30 Jahren so ist.

Der Artikel enthält trotz der ziemlich irreführenden Überschrift eine Reihe interessanter Fakten, darunter, dass die Anzahl der Kinder pro Frau niedrig, aber eben stabil niedrig ist. Auch dass der Anteil der kinderlosen Akademikerinnen nicht so hoch ist wie oft berichtet, weil das bestimmte Faktoren reinlaufen, die die Statistik massiv verfälschen. So werden u.a. Akademikerinnern, bei denen die Kinder das Haus bereits verlassen haben (weil sie selber schon erwachsen sind oder wegen einer Trennung), nicht mehr als Mütter gezählt. Wobei man sich bei solchen systematischen Fehlern fragt, welcher bekiffte Soziologe diese Statistik errechnet hat ....

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Bluevex: Vertrösten vertrösten vertrösten

Ich mal jetzt mal einen neuen Post auf, weil die Updates auf den alten Artikel wohl manche Suchmaschine und Verlinkung irritieren ...

So, wie angekündigt gab es am Montag neue Informationen von Bluevex. Seltsamerweise nur auf Anfrage per Mail, aber ich poste den Text jetzt hier einfach mal. Dann können sich meine Leser das Schrieben einer Mail sparen ...

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Sehr geehrte BLUEVEX User,

1) Die Geschäftsleitung der Bluevest GmbH hat am 9.8. Insolvenzantrag
gestellt. Das Aktenzeichen lautet 1502 IN 2684/06.



2) Als Gutachter wurde die Rechtsanwaltskanzlei Ott & Kollegen aus München
bestellt. Diese werden sich voraussichtlich nach Erstellung eines Gutachtens
zum Insolvenzverwalter erklären.

Gutachter ist Herr Ott.



3) Aufgrund eines am 22.8.2006 erlassen allgemeinen Verfügungsverbotes
wurden die Konten eingefroren.



4) BLUEVEX wurde in Kooperation von Herrn Bernd Hobiger, der digibet
wetten.de AG sowie der Bluevest GmbH betrieben. Aus Sicht des Managements
sind die Zahlungsansprüche der User von Deckungs- und Finanzierungszusagen
sowie Ansprüche aus einem Beteiligungsvertrag gedeckt. Die Ansprüche können
entsprechend vom zukünftigen Insolvenzverwalter geprüft und eingefordert
werden.



5) Es ist geplant, die Handelsplattform für Finanzwetten und ähnliche
Derivate neu aufzusetzen. Eine Gruppe von Finanzinvestoren prüft derzeit die
Möglichkeiten einer Umsetzung und werden diesbezüglich Gespräche mit dem
Insolvenzverwalter führen. Es wird erwogen, dass User, die ehemals mit
Finanzwetten gehandelt haben, in diesem Falle unabhängig von Punkt 3 ihre
Accounts mit den entsprechenden Guthaben wiederfinden.



6) Wie uns bekannt geworden ist werden derzeit Auszahlungsansprüche, die aus
Gewinnen von Standardsportwetten resultieren, von der digibet wetten.de AG
beglichen.



Wir bedauern außerordentlich, dass das Projekt BLUEVEX nicht in der
bisherigen Form fortgesetzt werden konnte. Das gesamte Team hat unter großen
Anstrengungen versucht, die Gesellschaft und das Projekt zu retten. Die
Bemühungen werden jedoch weiter andauern. Wir werden Sie weiterhin auf dem
Laufenden halten.



Ihr BLUEVEX-Team

-------------

Gut, damit ist auf jeden Fall einiges klarer. Die Standardwetten werden offenbar von digibet beglichen. Mit nützt das herzlich wenig, denn ich habe ja Wettscheine wie an der Börse gehandelt. An das Geld kommt man nicht ran, da die Konten zum 22.8. eingefroren wurden. Es wird erwogen, die Plattform neu zu starten und evtl. findet man dort sein Geld wieder. Es kann aber auch sein, dass die Plattform nie mehr gestartet wird, und selbst wenn sie neu gestartet wird, heisst das nicht, dass man dort sein altes Geld wiederfindet.

Es war schon gut, dass ich mich realistisch darauf eingestellt haben, dass ich das Geld nicht wiederbekomme. Die Chancen sinken IMHO täglich.

Ich überlege jetzt, ob es sinnvoller ist, seine Ansprüche beim Insolvenzverwalter anzumelden und dann den Lauf der Dinge abzuwarten. Wobei hier die Frage ist, ob das lohnt, denn wenn die Insolvenz normal läuft, bleibt eh nichts über, nachdem sich Banken und Finanzamt bedient haben.

Übrigens: Ich wundere mich, dass keiner Kommentare schreibt. Ich sehe an den Statistiken, dass hier jeden Tag potentielle Bluevex-Geschädigte vorbeischauen. Hat davon keiner was interessantes zu berichten oder zu fragen?

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