Ein wenig Windows-Bashing ...

"windows in general has been like a confused and slow person. vista is like a person who lost their meds and is trying their best to ignore the voices"

Wunderbar!

Im Artikel beschreibt ein Programmierer wie er den Javascript-Debugger für den IE 7 installieren will. 53 Klicks später und etliche sinnlose Texte in Dialogboxen später ist er dann am Ziel. Das ganze als Video: 10 MB. Nun unter Mac OS X: 4 Klicks und ein Drag'n'Drop. Fertisch. Das ganze als Video: 1 MB.

Aber über das Zitat musste ich herzhaft lachen. Windows ist langsam und leicht verwirrt. Vista ist nun das Gleiche, nur ohne Medikamente und die ganze Zeit versuchend, die Stimmen zu ignorieren. Harhar.


Web developers: Microsoft has no idea what's going on

Analysten und ihre Prognosen ...

Es gehörte zu meinen Lieblingslästereien (ich hatte damals nur noch kein Blog) zu behaupten, dass man jeden Analysten durch einen semintelligenten Durchschnitt ersetzen kann. Also wenn man die Aktienkurse für's nächste Jahr prognostiziert, nimmt man einfach die durchschnittliche Steigerung der letzten 10 Jahre und rechnet die auf den aktuellen Kurs drauf. Oder beim BIP nimmt man einfach den Wert vom aktuellen Jahr. Denn auch beim BIP schaffen es die Volkswirte nie, eine Rezession oder ein Überschießen wie 2000 richtig vorauszusagen. Auch dieses Jahr wird immer weiter heraufgesetzt.

Jetzt haben zwei Wissenschaftler die Zinsprognosen von 700 Analysten mit einem dummen Fortschreiben des aktuellen Zinssatzes verglichen. Und die Durchschnittsprognose der Analysten ist sowohl für eine 3-Monats- als auch die 12-Monatsvorhersage schlechter als einfach der aktuellen Wert fortzuschreiben. Autsch. Da fragt man sich wirklich, wofür die ihr Geld bekommen.

Naivität als Prognoseverfahren

Zur Armuts/Unterschichtendebatte

Auch wenn ich die Meinung nicht teile, dass beides aus der Überschrift unbedingt zusamengehört, fasse ich das mal so zusammen. Denn IMHO wird zwar mit der Armut oft argumentiert, aber das eigentlich Problem ist, dass wir einen Haufen Leute haben, die nichts können und nichts wollen (OK, wenn man es geschenkt bekommt, nimmt man es schon). Dass die nichts können, liegt zum großen Teil nicht an denen selber, denn hier hat unser Bildungssystem versagt. Dass die Unterschicht nicht mehr will, ist aber schon deren Schuld. Denn sich nach geschmissener Schule, zwei abgebrochenen Lehren und 3 Umschulungen hinzustellen und zu behaupten, dass Hartz IV (345 Euro + Warmmiete) zu wenig sei, ist schon frech. Denn irgendjemand muss schließlich dafür arbeiten und das Geld abgeben.

Aber das nur am Rande. Geld kann nicht das Problem sein, denn die Ausgaben (26 Milliarden) betragen fast das Doppelte von dem, was ursprünglich geplant war (und es gibt sogar noch eine ganze Reihe Leute, die das Geld nicht beantragen, obwohl sie einen Anspruch hätten). Nein! Das Geld entmündigt. Es ist falsch, Geld für's Nichstun zu geben. Das ist für mich auch immer der Hauptgrund für den Kombilohn gewesen. Das Geld fürs Nichtstun muss weg, es muss Geld für's Arbeiten geben. Und wenn der Lohn nicht genug ist, packt der Staat oben drauf.

Ausgeschlossen aus dem Ganzen

Ein Artikel aus der FAZ, der schön zeigt, dass die Politik mehr über den Begriff als das Problem nachdenkt und vor allem ganz schnell wieder dabei ist, dem "anderen" die Schuld in die Schuhe zu schieben. Dabei ist das Problem nicht neu, es ist weder unter Rot-Grün entstanden, noch durch Hartz IV, noch in den letzten 3 Wochen. Das zeigen die Zahlen der Tagesschau
sehr schön.

Erschreckend aus meiner Sicht vor allem eins: Das höchste Armutsrisiko haben nach wie vor Alleinerziehende. Und das fast unabhängig davon, ob sie arbeiten oder nicht. In dieser Gruppe beantragt nur die Hälfte der Anspruchsberechtigten Hartz IV, sprich Sie verdienen weniger, als man nach Hartz IV bekommen würde. Sage mir da nochmal jemand, unser Sozialstaat wäre fair. Das System ist inzwischen so kompliziert, dass es keiner mehr kapiert und die Leute, die wirklich einen Anspruch haben, das Geld nicht bekommen. Ich meine mal ernsthaft: Jemand der Vollzeit arbeitet und nicht genügend Geld verdient, das ist doch genau der, über den niemand diskutieren wird, dass er ein Sozialschmarotzer ist. Siehe hier bei der FAZ oder bei der FTD.

Und dann noch etwas böser ... Wir wollen der Unterschicht nicht das Geld wegnehmen, sondern den Fernseher. Brot ja, Spiele nein. jaja, die Kommentare in der FTD.

Auch noch thematisch verwandt, ein Artikel in der FAZ, der die Situation bei einer Gebäudereinigungsfirma beschreibt, die ihre Stellen zu 8 Euro die Stunde nicht besetzen kann. Aber zum Thema Kombilohn muss ich eh nochmal wieder was schreiben.

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Arnie: Irgendwie doch Deutsch ;-)

Nachdem ich schon einen Artikel über die Ösis geschrieben habe, die sich manchmal genau so dumm anstellen wie die Deutschen, kann man das ruhig noch ein bisschen weiter ziehen ...

Denn der Arnie ist ja Ösi. Und der will Kalifornien jetzt grün machen. So mit weniger CO2, weniger Umweltverschmutzung, etc. pp. Also mehr Energie aus Wind und Sonne und weniger aus Kohle und Öl. Soweit auch alles gut.

Dazu gibt es dann ein Gesetz, dass bestimmte Sachen besteuert und die dann neu für bestimmte andere ausgibt. In Deutschland heisst das ganze Ökosteuer.

Eins der Elemente auf der Einnahmenseite ist eine Steuer auf Öl. Aber nicht auf den Verbrauch von Öl, sondern auf die Förderung. Da das ganze nur in Kalifornien gilt, gilt das auch nur für die kalifornische Ölförderung. Öl aus Texas oder dem Iran wird nicht einen Cent teurer. Arnie zwackt was von den Gewinnen kalifornischer Ölförderer ab und lässt die anderen ungeschoren. Damit schadet er natürlich direkt den kalifornischen Ölförderern. Hmmm. Ist das seine Aufgabe als Gouverneur von Kalifornien?

Richtig lustig wird das ganze an der Stelle, wo den Ölförderern per Gesetz verboten wird, die Preise zu erhöhen. Also erstmal möchte ich den Staat sehen, der die Kalkulation von Ölfirmen überprüft, und zweitens geht sowas natürlich gar nicht. Denn da man das Öl auch aus Texas steuerfrei holen kann, können die kaliformischen Ölförderer den Preis auch gar nicht erhöhen. Dann würden die Raffinerien direkt in Texas kaufen.

Trotzdem ist der Versuch, die Weitergabe der Steuern zu verbieten, schon drollig. Wenn rot-grün die Idee bei der Mehrwertsteuererhöhung gehabt hätte, naja, dann wären die direkt auf 25% gegangen und hätten dem Einzelhandel einfach jede Preiserhöhung untersagt. Peng!

Irgendwie erscheint mir die Wirtschaftslegasthenie eine weltweit verbreitete Krankheit zu sein. Es kümmert sich auch offenbar keiner um die Heilung.

Wer fordert, der fördert auch.

Das gilt aber nicht nur für die Schüler, sondern auch für die Arbeitslosen.

Wir müssen die Kuschelpolitik beenden. Leistung gibt es nur gegen Leistung.

Aber zum Artikel: Es gab vor ein paar Tagen bereits einen anderen Artikel, der zeigte, dass allein die Unterstellung bestimmter Probleme diese Probleme auch wirklich hervorruft. Dabei ging es um einen zweiteiligen Mathetest, unterbrochen von entweder einer Vorlesung über angeblich genetisch bedingte Probleme von Frauen mit der Mathematik oder einer neutralen Vorlesung. Und die Frauen, die die Vorlesung über die angeblichen Probleme gehört hatte, schnitt im zweiten Teil des Test signifikant schlechter ab als die Testgruppe. Die Ergebnisse im ersten Teil unterschieden sich nicht maßgeblich.

Was hier ausschließlich beim Schüler wirkt, verstärkt sich offenbar in der Schule noch weiter. Denn wenn der Lehrer den gleichen Fehler begeht und z.B. Migrantenkinder schwächer einordnet und schwächer fordert, geht das Kind darauf dann ein. Es wird wirklich schwächer, landet dann an einer Hauptschule, wird auch dort wieder zu wenig gefordert und ruft dann nicht einmal ansatzweise das wahre Leistungsvermögen ab. Die Aufteilung der Schüler nach bereits 4 Jahren auf direkt 3 Schularten verschärft das Problem noch weiter.

TP: Geringe Erwartungen senken das Leistungsvermögen

Hat Microsoft Baystar (SCO) gestützt?

Hintergrund: Baystar investierte 50 Mio. in SCO. SCO behauptet, der alleinige Rechteinhaber von Unix zu sein. Linux habe diese rechte verletzt und nicht zuletzt Source Code aus Unix geklaut. Verklagt wurden z.B. IBM. Eine Lizenz kauften Sun und Microsoft und irgendein Hoster von Webservern.

Beweise konnte SCO bis heute nicht wirklich liefern; im Endeffekt war das Ganze nur peinlich.

Als die Klage bekannt wurde, kam direkt die Idee aus, dass dahinter Microsoft stecken könnte. Mit weniger Aufwand kann Microsoft sonst nie schaden. Einfach etwas rechtliche Unsicherheit streuen (keiner weiss genau, wer betroffen sein könnte und was es kostet). Dann doch lieber die sichere Alternative Windows wählen. Naja, war damals halt nur eine Verschwörungstheorie.

Nun hat aber ein Baystar Mitarbeiter behauptet, dass genau das passiert sei. Microsoft habe vor dem Einstielen des Geschäfts Baystar mündlich die Sicherheit für das investierte Geld gegeben. Natürlich gibt es darüber nichts Schriftliches. So doof ist MS  ja nicht. Microsoft dementiert natürlich auch alles. Aber immerhin gibt es jetzt eine Aussage zum Thema.

Das Ganze könnte natürlich auch nur ein billiger Versuch von Baystar sein, sich das verlorene Geld von Microsoft zurückzuholen. Einfach mal MS unter Druck setzen und schauen ... Vielleicht findet das ja auch ein Richter plausibel.

GROKLAW

Kleines Update (07.11.2006): Der Ex-Chef von SCO hat jetzt unter Eid ausgesagt, dass bei SCO niemand Linux als Unix Derivat gesehen hat. Wenn jetzt schon Insider sagen, dass SCO nie das geglaubt hat, was die im Verfahren behaupten, wird's langsam eng.

Groklaw zur SCO Aussage

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Die Gesundheitsreform - Es ändert sich viel ...

... nur nützt es wahrscheinlich nicht viel.

Sehr ausführlicher Artikel der FAZ.

Ich befürchte, der Frust in der Bevölkerung wächst durch die seit 15 Jahre anhaltenden Salamireformen immer weiter, ohne dass die Reformen etwas Entscheidendes bewirken.

Gesundheitsreform: Was auf die Krankenversicherten zukommt - FAZ.NET - Wirtschaft

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Interview mit dem Erfinder des Gesundheitsfonds

Interessant! In den Medien breitgetreten bis zum Gehtnichtmehr, aber trotzdem hat es keiner wirklich geschafft, die Idee zu vermitteln. Deshalb hier mal richtig ausfürhlich zitiert:

Gesundheitsfonds-Erfinder: "Viele Kassen werden den Wettbewerb nicht überleben" - Wirtschaft - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten


SPIEGEL ONLINE: Abseits der Kritik: Welchen Vorteil bietet denn nun der Fonds?
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Richter: Er beseitigt entscheidende Steuerungsdefizite in der gesetzlichen Krankenversicherung. Diese wurzeln darin, dass sich die Beiträge der Versicherten nach dem Lohn richten - die Leistungen dagegen nicht. Wer wenig verdient, zahlt geringe Beiträge und bekommt die Kassenleistungen preiswert. Also wird er grundsätzlich Leistungsausweitungen begrüßen. Wer ein hohes Einkommen hat, bezahlt dagegen mehr, als das Leistungspaket wert ist. Er müsste eher an Leistungseinschränkungen interessiert sein. Andererseits lehrt das Leben, dass man mit hohem Einkommen weniger genau auf den Pfennig schaut. Im Ergebnis verhalten sich die Kassen nur rational, wenn sie unterstellen, dass die Versicherten an Leistungseinschränkungen nicht wirklich interessiert sind. Mit Leistungseinschränkungen lässt sich im derzeitigen System kein Vorteil gegenüber der Konkurrenz erzielen.

SPIEGEL ONLINE: Und der Fonds löst dieses Problem?

Richter: Der Fonds wandelt die unterschiedlich hohen Beiträge der Versicherten quasi in Pauschalbeträge um. Dadurch stehen den Kassen plötzlich Kunden mit gleichgerichteten Interessen gegenüber. Wenn eine einzelne Kasse es beispielsweise durch organisatorische Maßnahmen schafft, zehn Euro pro Versichertem einzusparen, dann spart auch der Versicherte mit kleinem Beitrag volle zehn Euro. Denn die Kassen sollen ja zukünftig eingesparte Ausgaben als Einnahmeüberschüsse an ihre Mitglieder ausschütten dürfen. Durch diese Möglichkeit werden die Versicherten zukünftig öfters vor der Frage stehen: Wollen sie lieber alle Leistungen wie bisher - oder verzichten sie auf bestimmte, medizinisch nicht notwendige Extras und erhalten dafür bares Geld zurück? Der Gesundheitsfonds setzt also Anreize für die Kassen, nicht länger nur über eine Leistungsausweitung zu konkurrieren, sondern stärker als bisher zu überlegen, wie sich das medizinisch Notwendige kostensparend erbringen lässt. Und bei alledem bleibt das System der solidarischen Finanzierung unangetastet.

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Interessant! Die Kasse können in Zukunft selber die Leistungen steuern. Das war mir neu. Das ist eines der entscheidenden Elemente, die für den Wettbewerb im Gesundheitssystem wichtig sind. Offenbar können die Kassen nun selber Leistungen einschränken und die gesparten Beiträge zurückzahlen. Oder das gesparte Geld in bessere Leistungen (zum Beispiel bessere Vorsorgeuntersuchungen) stecken.

Das ganze funktioniert nur, wenn genügend Geld im Gesundheitsfonds ist. Reicht das Geld darin nicht aus, kann natürlich keine Kasse die Leistungen rauffahren. Dann bekämen wir nur einen Wettbewerb nach unten.

Man muss jetzt mal schauen, wie weit die Freiheit der Kassen in der Praxis wirklich geht. Und am Ende steht natürlich auch die Frage, ob das überhaupt so kommt. Denn es kann ja auch gut sein, dass das System nach dem Platzen der großen Koalition gar nicht erst eingeführt wird. Oder rechnet jemand damit, dass dieses Gewurschtel noch bis zum bitteren Ende weitergeht? Man sieht, ich bin immer noch Optimist ...


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FR zum Thema Auswanderung

Huch, die Deutschen wandern aus und Schuld ist die deutsche Wirtschaft. Ja klar. Die globalisiert nämlich, verlegt Arbeitsplätze inis Ausland (und nimmt dabei auch gleich ein paar Deutsche mit), hat sich unter das Diktat der Kapitalmärkte gestellt, schafft keine Ausbildungsplätze, etc. pp. Also: Wenn Deutsche ins Ausland gehen, liegt der Grund bei der Wirtschaft. Nicht bei Bürokratie, nicht bei einem Gesundheitssystem, dass partout nicht reformiert wird, nicht bei einem Steuersystem, durch das keiner mehr durchblickt, nicht bei einem Rentensystem, dass für Besserverdiener eine negative Rendite bringt, nicht ein Arbeitsmarkt, der so viele Regeln hat, dass der Arbeitgeber im Zweifelsfall halt nicht einstellt. Nöh, damit hat das nichts zu tun. Gar nichts.

Die Frage, die sich der Kommentator mal stellen sollte, ist eine einfache: Hat sich die Wirtschaft im Ausland etwa NICHT unter das Diktat der Kapitalmärkte gestellt? Doch, natürlich hat die das. Sogar zum großen Teil noch mehr und noch viel früher. Mannomann. Das ist das, was man Globalisierung nennt! Und wenn man erstmal verstanden und akzeptiert hat, dass die Firmen im Ausland genauso unter dem Diktat der Finanzmärkte stehen wie in Deutschland auch, wird es ziemlich schwierig den deutschen Firmen die Schuld in die Schuhe zu schieben. Denn offenbar gibt es im Ausland, trotz des gleichen Globalisierungsdrucks, Arbeitsplätze. Und dann bleibt einem nichts anderes übrig, als sich über die wirklichen Unterschiede Gedanken zu machen. Aber das muss man als linkes Blatt wohl vermeiden.

FR online - Politik - Scheinheiliges Gejammer

Update: Wenn der FR was taugen würde, hätten sich die "Journalisten" mal die Mühe gemacht, die Zahlen zu recherchieren. Und dann wäre man wie die FTD darauf gekommen, dass die Differenz aus Ein- und Auswanderung nur 17.000 beträgt. OK, auch diese Zahl muss man wieder relativieren, denn natürlich verlassen eher gut ausgebildete dieses Land und natürlich kommen eher "Auslandsdeutsche" hierher, die dann erstmal (mit der bekannt tollen Unterstützung durch den Staat) Deutsch lernen müssen.

Es besteht weder Grund zur Panik, aber auch kein Grund zur Beruhigung. Denn der Frust sitzt tief, vor allem in bestimmten Berufen wie z.B. Ärzten.

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Deutschland nur noch auf Platz 23 (-5) in der internationalen Pressefreiheit

Keine schöne Zahl. Aber nach den Hausdurchsuchungen bei Cicero unter Schily und der Überwachung von Journalisten durch den BND nicht so überraschend. Erschreckend!

Weltweites Ranking: Mehr Pressefreiheit in Bolivien als in Deutschland - Politik - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten


Update: Noch ein interessanter Artikel vom Spiegel, der auch deutlich macht, dass die große Manipulation der Presse subtiler erfolgt. Und vor allem, dass Dementis und Aussagen von Behörden und Politikern heute noch weniger wert sind als je zuvor. Es wird einfach nur noch unverblümt gelogen.

Wie die deutsche Politik trickst, tarnt und täuscht



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Das nichtzertifizierte Kind

Wunderschöne Geschichte.

Nie aufhören beim Nachdenken über den Einsatz von Technik und nie Aufhören beim Nachdenken über Datenschutz. Denn das machen viel zu wenige.


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Pendler schalten den Verstand aus


Verkehrsforschung: Pendler schalten den Verstand aus - Auto - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten

Sowas dachte ich mir schon ... Entweder kennen sich die Fahrer nicht aus und schleichen mit 30 durch die Stadt, halten unvermittelt an oder biegen ohne zu blinken an der nächsten Ecke ab. Oder die Fahrer sind Pendler und vergessen bei der kleinsten Änderung der Strecke darauf zu reagieren. Huch, da war auf einmal so eine Baustelle. Gestern war die noch nicht da. Schade, dass der Schreckenberg nicht rausgefunden hat, was jetzt wirklich gefährlicher ist ...


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GEZ Gebühren auch für Computer - für ein Jahr

Schwachsinn zum Quadrat!

Jetzt gibt es 5,52 Euro für alle die noch keinen Fernseher oder Radio haben, aber einen Computer. Betrifft im wesentlichen so gut wie niemanden, aber ...

Heise berichtete mal, dass die GEZ mittelfristig mit 20 Mio. Euro Einnahmen rechne

"Ein Potenzial von 10 Millionen Euro im ersten Jahr sieht WDR-Verwaltungschef Norbert Seidel durch die GEZ-Gebühr für internetfähige PCs, die ab dem 1. Januar 2007 fällig werden soll. Die ARD rechnet aber mit einer längeren Anlaufzeit: Die tatsächlichen Einnahmen schätzt Seidel nur auf zwei Millionen Euro, erklärte er gegenüber dem Focus. Im Jahr 2007 rechne die ARD anscheinend damit, dass nur wenige Nutzer, die noch kein Fernsehgerät angemeldet haben, aber einen internetfähigen PC besitzen, die Rundfunkgebühren für den PC überweisen. Bis Ende 2008 erwartet Seidel dann aber ein Gebührenpotenzial von 20 Millionen Euro."

 (Link.)

Also erst langsam steigend, bis man alle "erwischt" hat. Nur ging es damals noch um 17,03 Euro, also die Fernsehgebühr. Wenn man das jetzt mal drittelt (es werden ja jetzt nur noch 5,52 Euro), bleiben da  etwa 6,5 Mio. pro Jahr übrig. Mittelfristig. Im ersten Jahr sind's nur gut 3 Mio. Das rettet das öffentlich-rechtliche-Fernsehen natürlich nicht einmal ansatzweise.

Oft wird das Argument gebracht, dass das ja alles nicht so schlimm sein könne, denn es ginge ja nicht um viel Geld. Das ist aber ein übliches Totschlagargument, denn das kann man ja auch umdrehen (wenn's um wenig Geld geht, warum macht man das überhaupt). Viel entscheidender: Das System soll in 2008 bereits wieder geändert werden. Dann soll nur noch pro Haushalt (und wenn's Firmen betrifft pro Betriebsstätte) gezahlt werden.

Was macht man also jetzt? Man verlängert ein System, das irgendwie fast alle für kompletten Murks halten, um ein Jahr. Dann macht man was Sinnvolles (ob ÖR-Rundfunk sinnvoll ist, ist eine andere Sache, hier geht's ausschließlich um die Gebührenerhebung). Jetzt wirft man die ganze Einzugsmaschine an; die GEZ Stasi wird wieder an die Haustüren klingeln, es werden Einzugsermächtigungen geschrieben, Mahnungen geschrieben, etc. pp. Es ist jetzt nicht schwierig zu prognostizieren, dass nächstes Jahr die Verwaltungsausgaben der GEZ wahrscheinlich genau so stark steigen wie die Einnahmen. Unter dem Strich bleibt für die Sender nichts übrig.

Und man hat auf typisch deutsche Art bewiesen, wie man nötige Reformen aufschiebt, Murksreformen macht, die nicht einmal ihr Ziel erreichen, einen Haufen Bürokratie schaffen und gleichzeitig die Bürger zu Tode nerven. Fragt sich da noch jemand, wieso hier einige so frustriert sind, dass sie auswandern? Und nachher nur eines sagen: Nie wieder zurück.

TP: Selbstläufer in Sachen Rundfunkgebühren



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Wasserstofffwirtschaft - Zu spät, zu teuer?

Ähnlich wie beim Kampf ICE gegen Transrapid wird womöglich eine weitere Technologie verlieren, die lange die Träume beflügelte: Die Umstellung auf eine wasserstoffbasierte Wirtschaft. Statt Erdöl also Wasserstoff. Verbrennt sauber, kann relativ einfach hergestellt werden (man braucht nur Strom und Wasser). Aber die Probleme sind andere. Wasserstoff ist nur ein Energiespeicher, also wie eine Batterie. Wasserstoff lässt sich schlecht speichern, weil es ein Gas ist, das mit allem und jedem reagiert. Man muss es also getrennt aufbewahren. Und da die Energiedichte sehr niedrig ist, muss man den Wasserstoff unter Druck setzen oder verflüssigen. Beides kostet Energie und macht die Speicherung aufwändig. Selbst dann beträgt die Energiedichte nur etwa 20 bis 25 % von Benzin (man braucht also dementsprechend größere Tanks). Auch die Specherung in Feststoffen hat keine wesentlichen Verbesserungen in den letzten Jahren gebracht; die Tanks sind immer noch sehr schwer.

Interessanterweise scheinen jetzt die blöden alten Akkus dem Wasserstoff das Leben schwer zu machen. Wer die Energiedichte moderner Akkus kennt (in einem 100 Gramm-Handy steckt heute ein vielleicht 25 Gramm schwerer Akku, der für 7 Tage Erreichbarkeit ausreicht), kann sich vorstellen, dass man heute durchaus ein Auto mit Akkus betrieben kann. Vor 10 Jahren war das völlig utopisch. Die Energiedichte betrug höchstens ein Fünftel und das Gewicht war höher. Man bekommt heute also gleichzeitig weniger Slashdot | Crunching the Numbers on a Hydrogen Economy
Volumen, weniger Gewicht und wesentlich mehr Leistung. Nichtzuletzt Toyota hat das früh erkannt und mit der Hybridtechnologie auf das richtige Pferd gesetzt. Toyota profitiert von jedem Fortschritt der Akkutechnologie, da jedes Mal das Auto etwas leichter wird und etwas mehr Energie in den Elektroteil des Motors verlagern kann.

Neben den oben schon genannten Nachteilen von Wasserstoff kommt noch ein weiterer, möglicherweise entscheidender hinzu: Wasserstoff benötigt eine komplett neue Infrastruktur. Und hier gewinnt der Akku klar: Die Infrastruktur, sprich das Stromnetz, ist schon da. Da der Aufbau einer solchen Infrastruktur sehr viel Geld kostet, muss man sich das ganze sehr gut überlegen. Und wenn man die Fortschritte in der Wasserstofftechnologie und der Akkutechnologie in den letzten 10 Jahren vergleicht, spricht im Moment nicht mehr viel für den Wasserstoff.

Interview with Ulf Bossel - Hydrogen vs Electron Economy



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Fußball zum Reichwerden

Wusste ich doch schon immer. Leider stehe ich auf der Seite, die die Leute unten auf dem Rasen reich machen. Aber jetzt habe ich ja einen Sohn, dem ich ein besseres Leben ermöglichen möchte.

Und ich befürchte, deutsche Fußballschulen sind besser als deutsche Grundschulen.

Einkommen: Wie man als Profisportler reich wird - FAZ.NET - Rhein-Main-Zeitung

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Schweizer Bankgeheimnis löchrig wie ein Schweizer Käse?

will der verlinkte Artikel auf jeden Fall bejahen.

ABER: Wenn eine Schweizer Bank Geld ins Ausland überweist, gilt logischerweise auch das Recht des Auslands. Deshalb überweist man sein Schwarzgeld ja auch nicht in die Schweiz, sondern bringt es in bar dorthin.

Somit bleibt die Frage, was der Artikel uns sagen will. Es ist zwar unschön, dass die USA alle SWIFT Überweisungen mitlesen konnte, aber dass niemand mitliest, wenn man Geld in bzw. aus der Schweiz überweist, ist ja eh illusorisch. Das heisst ja auch "Schweizer" Bankgeheimnis, nicht internationales Bankgeheimnis. Oder haben sich die Amis an ihre komische imperealistische Rechtsauslegung schon so gewöhnt, dass die immer davon ausgehen, dass eigene Gesetze immer auch im Ausland gelten?!? Und das in diesem Fall auch einfach mal den Schweizer Gesetzen unterstellt haben?!?

Swiss banks broke law, chief says / Illegally gave data to U.S., privacy official reveals

Wirtschaftsweise zur schwarz-roten Politik: Setzen Sechs.

"Deutlich und scharf formuliert, bekommt die Bundesregierung das denkbar
schlechteste Zeugnis ausgestellt: In den Sektoren Gesundheit,
Arbeitsmarkt und Unternehmenssteuern fehlten schlüssige Konzepte, [...]
Gleiches gelte für die Bemühungen zur Haushaltskonsolidierung [...]"

Kann ich hundertprozentig unterschreiben. Das einzige, was die auf die Kette bekommen haben, war die Föderalismusreform. Danach hätte man diese unsägliche große Stillstandskoalition wieder auflösen sollen.

FTD - Wirtschaftsforscher schelten Schwarz-Rot - Deutschland



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Armut trotz Sozialsystem - Doch besser Kombilohn?

Tja, mal wieder eine Nachricht zum Thema.

Mal wieder wird ein verkappter Kombilohn gefordert, einen richtigen einzuführen traut sich die Politik offenbar nicht. Der alberne Grund: Das würde zu teuer. Als wenn das jetzige Sozialsystem billig wäre ... Die Politik hat nur Angst davor, die Kosten offensichtlich zu machen und nimmt lieber in Kauf, dass ein großer Teil der Anspruchsberechtigten sich nicht meldet.

Es geht kein Weg an einem Kombilohn vorbei. Für alle.

Mein Vorschlag: Es gibt einen Mindestlohn, z.B. 5 Euro. So wird verhindert, dass Lauschepper runter den Unternehmern Leute für 1 Euro einstellen. Dieser wird vom Staat auf etwas Sinnvolles aufgestockt, z.B. 7,50. Jeder muss arbeiten, der kann. Erziehende bekommen Frei"beträge". Wer ein Kind unter 3 Jahren hat, muss gar nicht arbeiten. Danach muss (mind.) eine halbe Stelle angenommen werden. Für den Freibetrag übernimmt der Staat das Gehalt. Eine alleinerziehende Mutter mit einem Kind im Alter von 4 Jahren würde also bei angenommenen 160 Stunden pro Monat Vollzeitarbeit 80 * 7,50 vom Staat bekommen. Sind 600 Euro. Für die restliche Zeit muss sie sich einen Job suchen. Der Arbeitgeber (der auch gut privat sein kann) muss mind. 5 Euro zahlen. Macht also 80 * 5 --> 400 Euro. Der Staat legt nochmal 200 Euro drauf. Ingesamt hat die alleinerziehende Mutter dann 1200 Euro.


Ich halte das für ein gutes Modell auch wenn es negative Nachrichten gibt. Wie z.B. in Hamburg, wo das Modell nicht abhebt. Ich glaube aber auch, dass man einen Kombilohn für alle und vor allem auch überall einführen muss (und das nicht mit Prüfungen, Bewilligungen und ähnlichem belasten darf, das nur in Hamburg machen und aus 2 Jahre begrenzen).

Und was mich auch stört: Wieso betrachtet keiner den Nutzen, der dadurch entsteht? Immerhin bekommt man so zwei bis drei Millionen Menschen in einen Job und die schaffen doch auch was! Wieso rechnet niemand den Nutzen der zusätzlichen Arbeit durch die Kombilöhner aus? Natürlich ist das was die dann zusätzlich machen sinnvoll (sonst würde keiner die 5 Euro dafür bezahlen). Das erhöht die Lebensqualität, das gibt mehr Freizeit und nicht zuletzt mehr Selbstwertgefühl für die Beschäftigten.
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Sozialtransfers in Deutschland ineffzient

Wundert es eigentlich jemanden? Dass der Staat, nach dem in Deutschland immer gerufen wird, auch bei dieser Aufgabe versagt? So wie er auch in der Bildungspolitik versagt hat. So wie er in der Rentenpolitik versagt hat. Wo wie er in der Gesundheitspolitik versagt hat.

Auch im Sozialsystem wird viel Geld ausgewiesen. Und bei vielen Hilfsbedürftigen kommt nicht genug an. Vor allem bei Alleinerziehenden.

Aber ich bleibe bei meiner alten Meinung. Wir haben in Deutschland die ungünstige Kombination aus zu wenig Bildung (weil der Staat zu wenig und zu ineffizient arbeitet) und zu hohen Löhnen, vor allem am unteren Ende. Wir haben heute fast eine ganze Generation auf der Straße stehen, die weder Rechnen noch Deutsch kann. Ruhig gehalten hat man die, die man jetzt Unterschicht nennt, mit Geld für's Nichtstun. Man hätte das Geld aber für Bildung ausgeben müssen. Für Ganztagsschulen (um die Kinder aus diesen Problemschulen zu holen und ihnen zu zeigen, dass die sehr wohl zu was taugen). Man hätte die für's Arbeiten bezahlen sollen und nicht für's Nichtstun bzw. das Rumsitzen auf dem Arbeitsamt. Man darf ein Loch in der Rentenkasse nicht immer weiter steigenden Zuschüssen aus dem Bundeshaushalt stopfen und das Problem immer weiter vertagen. Denn das sind die Gelder, die für die Zukunftsausgaben (Bildung, Forschung, Infrastruktur) fehlen.

Der Staat in Deutschland denkt halt fast nie an Effizienz. Er denkt nie daran, dass man mit seinen Ausgaben möglichst viel erreichen muss. Und dann wird Geld verteilt ohne Gegenleistung. Und wer mir jetzt sagen möchte, dass man sehr wohl Gegenleistung bringen muss. Ja, inzwischen. Nach den Reformen. Aber ist das, mal ehrlich, nicht selbstverständlich?!? Für manche offenbar nicht. Für die ist es offenbar normal, für's Nichstun Geld zu bekommen. Für mich nicht. Denn die Rechnung muss schließlich jemand bezahlen. Und der ist nicht anonym. Sondern möglicherweise die alleinerziehende Krankenschwester von nebenan.


Sozialranking: Deutschland in der Schlussgruppe - Politik - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten

Noch ein paar Zahlen zur Armut, einem angeblich neuen Phänomen, gibt es von der Tagesschau:Zahlen und Fakten zur Armutsdebatte
Wie arm ist Deutschland?






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US Immobilien-Hypotheken-Blase

Eine Thema, das mich schon seit längerem interessiert, ist die US-Immobilienblase. In den Medien relativ häufig behandelt, aber selten gut. Denn sobald einer über die US-immobilienblase schreibt, kommt direkt ein Dementi. Und das geht ungefähr so: Man schaut nur auf die Immobilienpreise. Sind die stark gestiegen, gibt es (möglicherweise) eine Blase. In großen Teilen der USA sind die Immobilienpreise aber nicht so stark gestiegen, dass man unbedingt von einer Blase sprechen muss  (wenn über die letzten 5 Jahre die Einkommen 20 Prozent gestiegen sind, ist z.B. alles jeder Immobilienpreisanstieg bis 20% völlig unkritisch). Also, so die Optimisten, bestünde keine Gefahr, es seien allenfalls lokale Übertreibungen sichtbar.

Aber was den Immobilienmarkt in der USA so anfällig macht, ist die Finanzierungsseite. Ein großer Teil der Immobilien ist über variabel verzinste Kredite finanziert. Bei den aktuellen Zinssteigerungen sehr gefährlich. Wenn die Summe im verlinkten Artikel stimmt, geht es hierbei um 3 Billionen(!). Ganz konservativ: Wenn der Zins von 3 % auf 4,5% steigt, sind das 50%. Wenn man bisher 1.000 Dollar im Monat Zinsen gezahlt hat, muss man jetzt 1.500 zahlen. Das ist eine heftige Belastung für jeden Haushalt.

Aber noch schlimmer: In den letzten 2 Jahren wurden zunehmend Hypotheken aufgenommen, die (optional) ohne Tilgung waren. Diese gingen an Hauskäufer, die sich ein Haus bei einem Kredit mit Tilgung schlicht nicht hätten leisten können. Dass diese Familien den Zinsanstieg nicht verkraften können, liegt auf der Hand.

Und damit ist immer noch nicht Ende. Eine weitere Zahl ist auf Rekordhoch: Erstimmobilienkäufer, die ohne Eigenanteil die Immobilie finanzieren. Auch diese werden die Zinssteigerung kaum stemmen können.

Die US-Immobilienblase nur an den Preissteigerungen festzumachen, greift also viel zu kurz. Die Gefahr liegt auch (oder sogar mehr) auf der Finanzierungsseite.

Diese spekulativen und Auf-kante-genähten"-Finanzierungen können sogar kritisch werden, wenn die Preise nicht steigen. Denn es reicht völlig aus, dass sich die Käufer hoch genug verschuldet haben (sieht danach aus) und die Zinserhöhungen schnell genug greifen (und auch danach sieht es aus). Ob der Preis vorher 30, 50 oder 80% gestiegen ist, tut dann eigentlich nichts mehr zur Sache.

Und darüber nachdenken, was passiert, wenn die Preise ins Rutschen kommen und auf einmal die Sicherheiten für die Hypotheken fehlen, möchte ich gar nicht.

Die Situation ist schon bedrohlich genug.

Dream Homes and Mortgage-Debt Nightmares by Eric Englund



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Verdi kürzt eigenen Mitarbeitern die Altersvorsorge

Ohne Worte

Klamme Gewerkschaft: Verdi kürzt eigenen Mitarbeitern die Altersvorsorge - Wirtschaft - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten

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Warum es immer Musik geben wird ...

auch wenn die Musikindustrie irgendwann mal Pleite sein sollte.
Der Hauptgrund ist natürlich ein ganz trivialer: Weil es schon immer Musik gab. Und es gibt keinen Grund, warum es irgendwann keine Musik mehr geben sollte.
Aber auch wegen solcher Momente wie im verlinkten Video. Ist ein Ausschnitt aus einem Flaming Lips Konzert, bei dem am Eingang alle Besucher ein Laserpointer bekommen haben. Schöne interaktive Sache. Toller Effekt. Wer die Musik nicht mag, einfach etwa zwei Minuten vorspulen.
YouTube - User Generated Light Show - Vein Of Stars


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Ausbildungsplatzlücke = Bildungslücke

Auch wenn's keiner wahrhaben will. Wir bekommen heute die Quittung für die verfehlte Politik der letzten 30 Jahre. Zu wenig Geld für Bildung, zu wenig Geld für Forschung, kein lebenslanges Lernen, keine vernünftigen Ganztagsschulen, kein Geld für Kindergärten. Alles bestenfallls Mittelmaß. Aber bei den Löhnen Weltklasse. Das passt nicht zusammen. Wir lassen zu viele schlecht ausgebildete Menschen auf den Arbeitsmarkt los (und schlecht ausgebildet heisst: kann keine Flächenberechnung, kann keinen Dreisatz und über Rechtschreibung will ich erst gar nicht reden) und die wollen dann dank Lohnkartell zu viel Geld. Das ist aber keiner bereits zu zahlen. Und dann bleiben die halt arbeitslos.

Glosse Wirtschaft: Bildungslücke - FAZ.NET - Wirtschaft

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600 Milliarden Kosten durch EU Bürokratie

Wow! Das ist mal eine Summe. Der große Teil davon ist wie üblich unsichtbar, weil er auf Seite der Unternehmen anfällt.

Gut, dass mal einer mit Einfluss dagegen angeht und das versucht anzugehen, was die Holländer schon erreicht haben: Senkung der Kosten um 25%.

FTD - Verheugen sieht Milliarden-Entlastungen - Europa

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Die Unterschicht braucht Omega 3 Fettsäuren

Fettich ;-)

Ernsthaft. Die Ergebnisse sind sehr spannend. Der Grad der Aggressivität von Menschen geht mit der Einnahme von Omega3-Fettsäuren zurück. Ich habe eine ähnliche Studie schonmal früher gelesen, bei der man die im Fisch vorkommenden Omega3-Fettsäuren auffälligen Kindern gegeben hat. Das Ergebnis war auffällig gut: Besseres Sozialverhalten, bessere Konzentrationsfähigkeit, bessere Lernergebnisse.

Du bist, was du ist. Iste Junk, wirste Junk

Guardian Unlimited | Special reports | Omega-3, junk food and the link between violence and what we eat



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Warum bekommen Spechte keine Kopfschmerzen?

Tja, nichts worüber sich die Wissenschaftler nicht schon Gedanken gemacht hätten ...

Die Untersuchungsergebnisse über die Anziehungskraft von Limburger Käse im Vergleich zu Schweissmauken ist sicherlich auch von weltverändernder Wirkung.

Improbable Research

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Pendler schalten den Verstand aus


Verkehrsforschung: Pendler schalten den Verstand aus - Auto - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten

Sowas dachte ich mir schon ... Entweder kennen sich die Fahrer nicht aus und schleichen mit 30 durch die Stadt, halten unvermittelt an oder biegen ohne zu blinken an der nächsten Ecke ab. Oder die Fahrer sind Pendler und vergessen bei der kleinsten Änderung der Strecke darauf zu reagieren. Huch, da war auf einmal so eine Baustelle. Gestern war die noch nicht da. Schade, dass der Schreckenberg nicht rausgefunden hat, was jetzt wirklich gefährlicher ist ...


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FTD - DGB für neue Zuverdienstregeln - Deutschland

Ausnahmsweise stimme ich mal Herrn Sommer zu ...

Die ganze Diskussion um den Kombilohn ist albern und wie üblich in der Politik vernebelt er die eigentliche Situation. Weil wir defakto schon längst einen Kombilohn haben.

Und der setzt sich zusammen aus Hartz 4 plus Zuverdienst. Dieser hat (wie üblich völlig unsystematisch) erstmal einen Freibetrag, von dem man viel behalten darf und dann wird es wieder weniger und zwar deutlich. Quasi eine extrem progressive Besteuerung für Hartz4-Empfänger. Und das gibt das Ergebnis, was man bei extrem hoher Besteuerung erwarten würde. Es wird halt nur so viel dazu verdient, wie in den Augen der Verdiener Sinn macht. Bei Hartz 4 ist das dummerweise sehr wenig (von den ersten 100 Euro dürfen 80 beahlten werden und danach setzt der "Steuer"-Hammer ein). Und wieviel verdienen die Leute dann dazu? Genau, die 100 Euro, die Sinn machen.

Nebenbeigesagt find ich es bemerkenswert, dass sich der Hartz 4 Empfänger bei 50% Steuerlast genauso verhält wie der Besserverdiener. Aber bei Besserverdiener ist der Effekt natürlich ein anderer. Der arbeitet gerne 55 statt 50 Stunden. Vor allem, wenn man dem dann 2,5 Stunden wegbesteuert ...

FTD - DGB für neue Zuverdienstregeln - Deutschland

Toller Friedensnobelpreis!

Weil Mikrokredite eine so viel bessere Möglichkeit sind, großen Teilen der Bevölkerung zu helfen als die klassischen Entwicklungshilfeprogramme. Und die Idee zu Unrecht in Deutschland sehr unbekannt ist.

Denn Mikrokredite funktionieren so: Die Mikrokreditbank vergibt den Kredit nach den üblichen Kriterien

Empfänger
Verwendung
Chance auf Rückzahlung

Diese Parameter werden aber etwas anders beurteilt. Zum Beispiel kümmern sich Mikrokredite speziell um die Sachen, um die sich Banken nicht kümmern. Weil z.B. die Summe zu klein ist. Weil der Kreditnehmer eine Frau ist. Oder weil es in dem Land einfach keine funktionierenden Banken gibt.
Und der Erfolg ist enorm. Die Kreditausfallrate (also die Kredite, die nicht zurückgezahlt werden können) ist sogar geringer als bei klassischen Krediten!

Das Schöne an Krediten ist, dass das Geld nicht weg ist. Sondern im Normalfall zurückkommt. Und daher steht ein Vielfaches an Geld zur Verfügung. Kurzes Rechenbeispiel: Angenommen die Ausfallquote sei 5%. Dies ist ein realistischer Wert. Wenn die Bank nun 20 * 3000 Euro verleiht und diese über 100 Monate zurückgezahlt werden müssen, fliessen der Bank im ersten Monat wieder 600 Euro zu. OK, da wir 5% Ausfallquote annehmen, nur 550 (obwohl ein Ausfall im ersten Monat unwahrscheinlich ist). So besteht bereits nach gut 6 Monaten wieder die Chance einen 3000 Euro Kredit zu vergeben. Das Geld verpufft also nicht, sondern wird in der Wirtschaft gehalten. Und da die Kreditnehmer das Geld zurückzahlen müssen, wird das auch nicht verballert, sondern im Normalfall für sinnvolle und rentable Geschäfte eingesetzt.

Ganz nebenbei kann die Bank das übliche Spiel machen, das Banken bei der Kreditvergabe machen: Man verleiht das Geld (=Eigenkapital) mehrfach. Bei einer Ausfallquote von 5% kann die Mikrokreditbank das Zwanzigfache der ursprünglichen Summe verleihen. Das ist auch kein Problem, solange die Ausfallquote nicht über 5% steigt. In der Praxis wird die Bank vielleicht nur das Zehnfache verleihen. Wichtig aber: 3000 Euro Eigenkapital setzen ein Mehrfaches an Geld in Bewegung. Und das macht diese Art von Hilfe zur Selbsthilfe so ungeheuer effektiv!

Wer mehr wissen will (und vielleicht sogar Geld geben will; das Geld ist nicht einmal weg, man kann es zurück fordern): Oikocredit ist so ein Vermittler, der auch in Deutschland sitzt. SEHR sinnvolle Unterstützungsmöglichkeit.

Update: Die FAZ hat ein lesenswertes Friedensnobelpreis: Special zum Thema.

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Deutsche Steuern sind nicht hoch

Schöne Studie der OECD, die die Steuerbelastung der OECD Staaten vergleicht.

Danach hat Deutschland keine hohen Steuern (mehr). Sowohl die Steuern auf Privateinkommen, die Unternehmenssteuern als auch die Vermögenssteuern sind unterhalb des OECD Schnitts. Allerdings sind die Sozialabgaben *deutlich* darüber. Während die Einkommensteuer 2 Prozentpunkte unterhalb des Durchschnitts ist, die Unternehmenssteuern 1,8 Prozentpunkte und die Steuern auf Vermögen 1 Prozentpunkt unter dem Schnitt ist (zusammen 4,8 Punkte), ist die Last der Sozialabgaben satte 6,8 Prozentpunkte höher. Der Vorteil wird also komplett aufgefressen.

Und die Belastung läuft über die Löhne. Und das verteuert die Löhne und das vernichtet Arbeitsplätze. Die Diskussion über Sozialabgaben gegen Steuern kann man mit mir gerne führen. Ich glaube nämlich, dass man da durchaus noch weiter tunen kann. Im Moment (ach ne, eigentlich seit 20 Jahren) wird da leider nur darum rumgedoktert. Weil jede radikale Idee (egal ob Bürgerversicherung oder Kopfpauschale) eh in den Diskussionen zermalmt wird. Und dann wird so'n unsystematischer Murks wie Tabaksteuererhöhung für die Rente gemacht.

Wenn man z.B. die Arbeitslosigkeitsversicherung abschafft (Arbeitnehmeranteil wird ausgezahlt und der kann sich das selber zurücklegen), könnte ich mir eine stärker steuerfinanziertes Gesundheitssystem vorstellen. Dass die beiden Modelle von CDU und SPD überhaupt nicht weit auseinanderliegen, haben die Wirtschaftsweisen (in einem übrigens sehr selten erscheinenden) Sondergutachten schon vorgestellt: Denn im Endeffekt geht es beides Mal um eine Steuerfinanzierung und damit die Verbreiterung der Einnahmen. Denn die Kopfpauschale sollte ja auch bei allen mit Beiträgen von mehr als 10 Prozent über Steuern finanziert werden. Aber das führt jetzt auch zu weit. Zur Gesundheits(nicht)reform schreibe ich später nochmal was ...

FTD - Deutsche senken Steuern gegen den Trend - Deutschland

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Professor aus Bangladesch geehrt: Mohammad Yunus und die Grameen-Bank erhalten Friedensnobelpreis - FAZ.NET - Politik
ige Friedensnobelpreis geht überraschend an den Wirtschaftsprofessor Mohammad Yunus aus Bangladesch und die von ihm gegründ


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Iranische Öl-Börse NICHT in Euro

nur mal für die Chronik. Mal wieder eines des Mosaiksteinchen in gängigen Verschwörungstheorien gekippt ...

Die Theorie ging so: Jedes Land, das anfängt Öl nicht in Dollar zu verkaufen, wird von den USA angegriffen. Weil die Macht der USA am US-Dollar hängt und die Macht des US-Dollars an den Rohstoffmärkten, die alle in US-Dollar gehandelt werden. Und wenn der Dollar seine Macht verlöre, verlöre die USA anschließend auch, denn dann würde keiner mehr die Defizite der USA finanzieren.

Dann hat der Iran angekündigt, eine eigene Ölbörse zu öffnen. Laut Spekulation war dabei eine Notiz in Euro angestrebt. Und die USA begannen natürlich sofort zu bibber. Jaja, und wie es bei Verschwörungstheorien so ist, die Argumentationsketten sind lang. Jedes Element hat einen unüblich hohen spekulativen Anteil. Und meistens kippt dann eben ein Element um. Und am Ende bleibt von den meisten Verschwörungstheorien nichts übrig. Außer dass an den Stammtischen auch in 10 Jahren noch darüber diskutiert wird. Weil ein solches Faktum wie "die Ölbörse ist jetzt in Real" keiner mitbekommt ...


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Disziplin == Autorität == Härte

Auf diese einfache Formel scheinen mir manche die aktuelle Diskussion um das Buch des Ex-Schloss-Salem-Leiters Bueb bringen zu wollen. Dass die Bild das macht: OK, die verkürzen alles zu sinnlosen Phrasen. Aber dass dann auch Telepolis offenbar mehr auf die Bild-Verkürzung reagiert als auf das was Bueb sagt, ist schon schlecht. Ein bisschern mehr Differenzierung tät der Debatte gut. Aber scheinbar ist sind Disziplin und Autorität in Deutschland Wörter die in der gleichen Schublade stecken wie Stolz.

Zum Artikel: Er macht aus meiner Sicht die falsche Unterstellung, die ich in der Überschrift andeute. Also Disziplin verlangt Autorität und diese kommt durch Härte (sprich preussische Zucht). Auf der anderen Seite stehen dann Erziehung wie z.B. nach Montessori. Hier wird (wie so häufig üblich) eine Gegensatz konstruiert, den es so gar nicht gibt. Denn ich möchte mal die Montessori-Schule sehen, in der der Unterricht ohne Autorität funktioniert. Die gibt es nicht. Natürlich hat auch dort der Lehrer eine Autorität, die aber im guten Fall auf Verständnis, Vertrauen und Sich-Kümmern beruht als in klassischen Schulen. Aber natürlich gibt es dort Autorität. Und natürlich gibt es auch dort Disziplin.

Und da es das eben auch an Montessori-Schulen Autorität gibt und da es auch an Montessori-Schulen Disziplin gibt, ist die Frage nicht, ob Diszplin gut ist und ob Autorität gut ist, sondern wie man das erreicht.

Sehnsucht nach Härte - Telepolis-Artikelforum

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Das erinnert schon etwas an die Geister die ich rief ...

Da kommt ein Entwickler eines Sicherheitsscanners für Flughäfen nicht mehr in die USA, weil das vom ihm entwickelte Gerät bei seiner Einreise einen Fehlalarm produziert.

Eine gewisse Häme kann ich mir angesichts des grassierenden Überwachungswahns nicht verkneifen ...

heise online - Fall Processor Forum: Elektronisches Auge im Übereifer

Irakkrieg kostet die USA 2006 doppelt so viel wie 2003

Schon hart wie sich George W. verkalkuliert hat. Dummerweise sinken die Kosten nach dem erklärten Ende des Kriegs nicht, sondern die steigen sogar noch ...


Der Econbrowser-Artikel zum Thema enthält noch ein paar andere interessante Zahlen.

Transrapid nicht (mehr) gut genug?

Der Artikel ist sehr gut. Er zeigt nochmal gut die Probleme des Transrapids auf. Zu teuer, zu wenig Mut der Politiker; gnadenlos falsche Rechnungen.

Aber nicht zuletzt: Die Rad-Scheine-Technologie ist heute auf einem Niveau (330KM/h), das sich keiner zu Beginn der Siebziger vorstellen konnte. Klar, ist der Transrapid immer noch etwas besser, aber eben nicht so viel besser, dass er die Nachteile überwinden kann. Für einen ICE von Köln nach Frankfurt muss man "nur" 200 KM neue Strecke bauen. Aber dieser ICE kann doch trotzdem weiter nach Nürnberg oder Dortmund fahren. Ohne Probleme, halt nur langsamer. Kein Umsteigen, genug Ersatzzüge da, etc.
Daher hat der Transrapid eigentlich nur noch eine Chance, wenn die Strecke vom Rest des Netzes unabhängig ist. Weil z.B. eh eine spezielle S-Bahn zwischen Flughafen und Hauptbahnhof pendelt. Daher bleibe ich bei meiner alten Meinung: Die sinnvollste Strecke in Deutschland wäre folgende gewesen:
Düsseldorf-Flughafen, D-Hbf, Köln Hbf, K-Flughafen gewesen. In beiden Richtungen hätte man (bei Erfolg) verlängern können, z.B. nach Frankfurt-Flughafen und F-Hbf. Oder nach Essen, Dortmund und Dortmund Flughafen. (Oder nach Weeze, Schiphol  und Amsterdam)

Wunder ohne Wirklichkeit: Der wahre Fluch des Transrapid - FAZ.NET - Gesellschaft

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Cool. Dreidimensionales Drucken für Alle!

Vielleicht werde ich doch noch zum Rodin des 21. Jahrhunderts ;-) OK, wohl kaum, denn mein dreidimensonales Denken ist ziemlich aeh bescheiden.

Aber die Idee ist cool. Man schickt ein Modell hin und die Drucken das aus. Wie ein Printshop. Direkt mit Partnerprogramm. Man kann also selbst Modelle hochladen, die tauchen dann im Shop auf und von jedem Ausdruck bekommt man Geld ab. Es wird da wohl einiges kommen. Jetzt kann quasi jeder z.B. seinen eigenen Schlüsselanhänger designen.  Kleinstserien  in 3D werden möglich.

Eine nette Ergänzung wäre die Erweiterungen auf einen Copyshop. Modell hinschicken, die scannen und drucken es nochmal aus.


rapidobject | Ideen zum Anfassen

   

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