Nanotechnologie: Gaaaanz alte Sache ...

Da haben die doch tatsächlich im alten Damaskus schon die Produktion von Stahl mit eingebettetem Nanoröhrchen drauf gehabt. Nicht schlecht!

Der "Damaszener Stahl" wurde wegen seiner Härte zur Legende, vor allem nachdem das Wissen um seine Herstellung verloren ging.

Wissenschaftler der TU Dresden durften jetzt eines der wenigen erhaltenen Messer mal auseinandernehmen und kamen dabei zu dem Ergebnis, dass Kohlenstoff-Nanoröhrchen dem Stahl ungekannte Härte geben. Ein Artikel mit noch mehr Details steht in der FAZ.

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Neues iPhone Fake Video (aber ich würd's kaufen)

Video.

Jetzt müsste das a) so rauskommen und b) ich die 800 Euro haben, die das Teil dann kostet ...

Vielleicht doch besser das Nokia N80.

Arbeitslosengeld I zeitgestaffelt

Das ist mal wieder eine der Diskussionen, die ich überhaupt nicht verstehe ...

Ja, das Arbeitslosengeld ist eine Versicherung. Und da bekomme ich nur was raus, wenn der Versicherungsfall eintritt. Und wenn er nicht eintritt, bekomme ich nichts. Gut.

ABER:

Eine Rentenversicherung ist eine Versicherung. Und wenn ich viel und lange einzahle, bekomme ich auch viel raus. Sofern ich das erlebe. Warum kann also die Arbeitslosenversicherung nicht auch länger auszahlen, wenn man länger eingezahlt hat? Natürlich kann sie das. Wenn es politisch gewollt ist. Und wenn Wirtschaftler dagegen wettern und der Versicherungscharakter das einzige Argument ist, ist das armselig und borniert.

Ganz nebenbei ist das Geld auch heute schon gestaffelt, denn wer nicht lang genug eingezahlt hat, bekommt überhaupt kein ALG I. Frag mal einen Studenten, der nach dem Studium keinen Job findet. Nix eingezahlt, nix kommt raus. Finde ich ziemlich logisch.

Ich könnte mir auch gut vorstellen, das ganze System aus Kündigungsschutz und ALG neu zu sortieren. Kündigungsschutz abschaffen, staatlichen Schutz erhöhen. Für politisch sinnvoll halte ich das allerdings nicht, weil die Gewerkschaften und die SPD im Kreis springen würden ... Und dafür lohnt sich das Ganze nicht.

Brüder, zur Börse, zur Freiheit

Tja, manche checken es immer erst später ...

Der DGB unterstützt auf einmal die Forderung nach einem Investivlohn.

Auf einmal? Besser spät als nie. Vielleicht hat auch der DGB inzwischen mitbekommen, dass in den USA die Altersvorsorgefonds der Gewerkschaften zu den größten gehören. Und dass diese Fonds dadurch Macht besitzen. Dass diese durchaus mal einen Kleinfeld bei Siemens nicht entlasten könnten. Aber vielleicht scheuen sich die Gewerkschaftsfunktionäre genau davor. Mal Öffentlich Verantwortung tragen zu müssen. Wo das hinführt, sieht man ja bei Mannesmann. Da kam der Zwickel (auch wenn er niedrigste Buße zahlen muss) nicht ungeschoren davon.

Dass die Gewerkschaft in Deutschland doof ist, sieht man ja schon daran, dass die bei der Riesterrente einen Vertrag mit der Dresdner Bank einstielen und dann meinen, sie hätten einen guten Deal gemacht, weil es 5 % Rabatt gibt. Wie wäre es gewesen, das Geld selber zu verwalten und auf das Abstimmungsverhalten bei der Hauptversammlung Einfluss zu nehmen?

Aber wer weiss, vielleicht in 10 Jahren. Wenn's dann noch jemanden interessiert.

Ein Volk von Gleichmachern!

Zeigt sich immer wieder. Die Deutschen wollen lieber alle gleich sein. Vielleicht hatten die im Osten doch Recht?!?

Auf die Frage, ob man zusätzliche Finanzmittel lieber schlechten oder guten Unis geben sollten, sagt die klare Mehrheit: den schlechten.

Hier sieht man exemplarisch, warum in Deutschland keine Elite entsteht. Hier sieht man, warum die Mehrheit meint, denen die viel verdienen, muss man extra viel abnehmen und das denen geben, die wenig verdienen (oder gar nichts, weil sie nicht einmal arbeiten gehen). Den Deutschen sind Leute, die schlauer, besser oder intelligenter sind, suspekt. Aber richtig kritisch wird es, wenn jemand richtig viel verdient. Dann muss man dem an das Portmonee. Das kann ja irgendwie nicht.

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Der Staat als Arbeitsplatzvernichter

Tja, so kann's gehen.

10% aller Erntehelfer müssen deutsch sein. Die Deutschen wollen aber nicht. Also werden Arbeitslose zwangsverpflichtet. Die wollen aber auch nicht (lohnt nicht, zu anstrengend, keine Ahnung davon). Konsequenz: Der deutsche Bauer darf auch die Polen nicht mehr anstellen. Also kauft er ne Erntemaschine. Und: Keine einziger deutscher Arbeitsplatz geschaffen und noch einen Haufen europäischer vernichtet. Riesig!

gefunden bei der FAZ.

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Finanzamtsauskünfte kosten demnächst

Geile Idee: Erst Gesetze machen, die keiner versteht und dann die Hilfe kostenpflichtig machen (hört sich ein bisschen wie Elektronik oder Software plus 0900-Nummer an). Also der Staat sollte an die Börse gehen. Das Prinzip kann man beliebig weiterdrehen, eine Konkurrenz für den Staat gibt es ja nicht.

Nachdem man Steuerberaterkosten (teilweise) nicht mehr absetzen darf, damit nun der nächste Hammer. Man kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Aber was soll man sagen? Die Auskunft ist natürlich aufwändig. Die Gesetze sind halt kompliziert. Und die Beamten blicken doch selber nicht mehr durch. Da dauert's. Und dafür muss man kassieren. Die Kosten, die auf der anderen Seite anfallen (bei den Bürgern) interessieren ja keinen, weil die nicht in Heller und Pfennig gemessen werden. Sind halt nur ein paar Stunden/Tage Freizeit weniger.

Naja, Kirchhoff und Merz hat man in Deutschland ja zur Hölle gejagt. Der Deutsche liebt scheinbar seine "gerechte" Steuergesetzgebung, in der es für alles eine Ausnahme geben muss. So dass nur noch 2 Prozent der Bevölkerung das raffen. Komisch, an der Schule ist der Unterricht schon ungerecht, wenn 2% der Schüler das nicht kapieren. Es sollte mal jemand Unterricht machen, der so verständlich ist wie unsere Steuergesetze ...

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Die billigste Lösung: Einfach 1 Milliarde Menschen verrecken lassen

Sehr treffender Artikel bei der FAZ. Darin geht der Autor Guillaume Paoli der Frage nach, warum eigentlich angesichts der drohenden Katastrophe durch die Klimaerwärmung nichts passiert und warum sich niemand Sorgen macht. Ihm fällt z.B. auf, wie shizophren allein die Aussage ist, dass das Weltwirtschaftswachstum durch die Klimaerwärmung gefährdet sei. Schließlich werden bei dieser Aussage Ursache und Wirkung komplett vertauscht.
Dass man die Klimaerwärmung auch nicht nur unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten betrachten darf, wie es Nicholas Stern gemacht hat, ist unstrittig. Allerdings halte ich es durchaus für legitim, es auch zu machen. Immerhin macht es wohl manchem klar, dass die Auswirkungen der Klimaerwärmung auch ans eigene Portmonee gehen. Die Aussage von Paoli, der kurz anmerkt, dass am billigsten sei, die 1 Milliarde betroffener Armer vor allem in Afrika einfach verrecken zu lassen, ist zwar derbe, rüttelt aber auf und bringt einiges auf den Punkt: Auf wessen Kosten es geht und welche dramatischen Auswirkungen das ganze haben wird.

Ich hätte für den Autor übrigens noch eine These, die erklären kann, warum die öffentliche Verdrängung bei diesem Thema so groß ist: Es betrifft jeden. Jeden einzelnen. Alle sind schuld (siehe dazu: privater Energieverbrauch steigt weiter). Um etwas zu ändern, muss sich jeder einzelne ändern. Und das will keiner. Den weiter in den Urlaub fahren, weiter in den Urlaub fliegen, weiter die billigsten Sachen aus China kaufen, tja, darauf will keiner verzichten. Umweltschutz ist nur dann beliebt, wenn man auf die böse Stromwirtschaft schimpfen kann, die böse Chemieindustrie, die Amerikaner oder was weiss ich. Hauptsache, man muss selber nichts ändern. Das "selber was ändern müssen" in Kombination mit "ich alleine kann eh nichts ändern" reicht als Ausrede zum (frei nach Herbert Grönemeyer) gemütlich weitergrasen.

Die FAZ hat auch ein Special zum Thema, allerdings sind die anderen Artikel nicht so spannend, wenn auch nicht schlecht. Ein paar interessante Fakten zum Überblick findet man auch noch im Telepolis-Schlussartikel zur Nairobi-Konferenz, der unter dem bezeichnenden Titel: "Der Fortschritt ist eine Schnecke" steht.

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Wunderbarer Artikel über Softwareergonomie bei Joelonsoftware

Herrlich: Microsoft hat's tatsächlich geschafft, den Lock/Auslogg/Ausschalt-Prozess noch weiter zu verkomplizieren. Mit den Tasten am Notebook kommt man auf 14(!) Möglichkeiten, den Rechner zu locken/auszuschalten/sich abzumelden.

Man braucht aber eigentlich nur zwei:
1) Ich bin weg
2) Ich bin weg und will, dass der Rechner aus ist.

Ob der Computer in Suspend oder Sleep geht, kann der Computer selber entscheiden (z.B. zeitgesteuert). Ob sich der gleiche User wieder anmeldet oder ein anderer, reicht aus, um zwischen Lock und Fast User Switching zu unterscheiden. Wenn man neu starten will, schaltet man den Rechner aus (b) und danach wieder an. Braucht man dafür wirklich einen eigenen Eintrag (wie oft benutzt man den? Bei Softwareinstallation macht das die Installationsroutine eh automatisch). Etc. pp.

Ich will Apple nicht in den Himmel loben und Microsoft bashen, aber der Artikel erwähnt, dass der iPod überhaupt keinen An-/Ausschalter hat. Man hat bei Apple immerhin das Gefühl, dass die sich manchmal die richtigen Gedanken machen, auch wenn bei weitem nicht alles perfekt und bis zu Ende gedacht ist.

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Wieder ein Doping-Geständnis mehr

Diesmal ist das Geständnis von Jesper Skibby, Ex-Rad-Profi. Leider sagt er nichts über seine Ex-Kollegen, sportlichen Leiter, Mediziner. Ist zwar ehrenhaft, niemanden anzuschwärzen, allerdings ist der Radsport auch so derbe im Dopingsumpf abgesoffen, dass es eigentlich keiner weiteren Geständnisse mehr braucht, um festzustellen, dass die eh *alle* dopen wie Sau.

Und im Fall der deutschen Leichtathleten hat sich jetzt Nils Schumann gemeldet und gesagt, dass er nie "die Grenzen des Erlaubten überschritten habe". (Warum sagt er eigentlich nicht klar: Ich habe nie gedopt? Naja, die eigentliche Formulierung ist komplett Banane: „Ich habe immer gesagt, daß ich die Grenze des Erlaubten nie überschritten habe und das hat sich bis zum heutigen Tag nicht geändert.“ Das sagt sagt eigentlich nur, dass er das immer "gesagt" hat, nicht, dass er es nicht gemacht hat.) Und zur Breuer muss man eh nichts sagen. Mal ehrlich, die ist unglaubwürdig bis zum Gehtnichtmehr und man sieht doch schon, dass die dopt ...

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75 Gründe auszuwandern

findet Telepolis.

Ein paar davon sind aber extraschwach. Vor allem der letzte, weil es woanders eh besser ist. In Argentinien gibt es z.B. weniger Gewalt, in Brasilien weniger Slums, in Indien das bessere Sozialsystem, in China mehr Freiheit, in Australien weniger Hautkrebs und in Neuseeland stinkt's nicht so oft nach Schafmist. Haha. Manchen wird erst auffallen, wie gut es doch in Deutschland ist, wenn die weg sind.

Das Problem an Deutschland ist weniger, dass man hier so viel ändern muss, damit alles besser wird. Nein, das Frustrierende ist, dass man eigentlich nur Details ändern muss und das keiner auf die Kette bekommt.

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Spaß mit der Mikrowelle

Best-Of-Video von microwavecam.com bei Google Video. Wer schon immer mal wissen wollte, was ein Stück Seife in der Mikrowelle macht, kann es jetzt sehen (komisch aufquellen, wer keine Zeit zum Schauen hat).

Interessant auch, dass man in der Mikrowelle selber ein Plasma herstellen kann. Wuuhuu, ich hab's nicht gesagt. Video hier .


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Jetzt zittern auch die Über-20-Jährigen ...

Der PISA Test für Erwachsene ...

Jetzt werden wir mal sehen, ob das viel gelobte, zweigliedrige Ausbildungssystem in Deutschland wirklich was bringt. Also lernen die Deutschen noch was nachdem die Schule zuende ist? Das behaupten heute noch alle, ich befürchte aber, dass diese Illusion genauso platzen wird, wie die Illusion, dass das deutsche Schulsystem was taugt. Auch das Gerücht haben unsere Alt-68er lange hochgehalten. Sie würden keine sturen Wissensauswendiglerner heranzüchten, sondern gute Demokraten. Gut, der Nazimob auf den Straßen sagt was anderes, aber wenn man sich erstmal ein Weltbild mit Illusionen gebastelt hat, wirft man das ungerne wieder um. Einmal links, immer links.

Artikel beim Spiegel.

Immerhin haben letzte Erkenntnisse der 2003er-PISA-Studie ergeben, dass 40% der Realschüler und Gymnasiasten im 10. Schuljahr nichts in Mathe dazulernen. Die Hauptschüler fehlen in der Untersuchung noch, weil die 10. Klasse keine Pflicht ist. Aber unabhängig davon sind 40% die in einem gesamten NICHTS lernen (der Lernerfolg ist teilweise sogar negativ!) schon ziemlich erschreckend. Ziemlich. Da müssen sich auch die Lehrer mal fragen lassen (und das war ein Grund für die Studie), was die da eigentlich so treiben ...

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Der Radsport im Sumpf des Dopings - Immer noch

Letztes Jahr vor der Tour de France platzte die Bombe, haufenweise Topfavoriten durfte erst gar nicht antreten. Aber der Sensationen nicht genug, kurz nach Ende der Tour de France wurde der Sieger wegen Dopings disqualifiziert.

Den ganzen Skandalen konnten selbst Optimisten aber nur eine positive Seite abgewinnen: Endlich würde der Doping Sumpf trockengelegt. Pustekuchen! Fast alle betroffenen Fahrer dürfen inzwischen wieder antreten, die beschuldigten sportlichen Leiter ebenfalls. Und nach all den Entwicklungen macht sich auch Jan Ullrich wieder berechtigte Hoffnungen auf einen Tour-Start im nächsten Jahr. Eine Zusammenfassnung des ganzen bei der FAZ.

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Bildung, Bueb und die Probleme mit der Logik

Tja und ich glaube eben nicht, dass Bueb die Probleme hat, sondern zum Teil die Journalisten, die gerne in die "reaktionären" Aussagen von Bueb etwas reininterpetieren wollen, dass gar nicht da ist. So wie oft Disziplin ein böses Wort ist. Oder auch Autorität (und die fachliche Autorität, die ja durchaus positiv ist, außen vor gelassen wird).

Das kann man auch sehr gut mit (falscher) Logik machen. Ein schönes Beispiel liefert Telepolis:

"Bernhard Bueb hat seine Thesen mit verheißungsvollen und mit unangenehmen Nebentönen in den Medien begleitet, als er behauptete, Kinder könne man nicht dadurch zur Freiheit erziehen, "dass man ihnen frühzeitig Freiheiten gewährt. Freiheit ist eine spät erworbene Tugend, die viel Disziplin erfordert und die man nach vielen Stadien der Selbstüberwindung erwirbt. Der Weg zur Selbstdisziplin und damit zur Freiheit führt über Disziplin." Es sei, so Bueb weiter "auch nicht notwendig, mit 15 Jahren regelmäßig zu trinken, um den Umgang mit Alkohol zu erlernen [...]. Das Gleiche gilt eben auch für die Demokratie".

Diese reaktionäre Gleichsetzung von gelebter Demokratie mit einem Rauschmittel, das es mit allen Mitteln von Verbot und Strafe aus dem Leben der Jugendlichen zu verbannen gilt, überspielt die machtvolle Wirkung der Droge Autorität und des Betäubungsmittels Disziplin.
"

Erstens schmeißt der Artikel in diesem Abschnitt die Begriffe Autorität und Disziplin wieder unreflektiert in die Aussage. Zweitens, und schlimmer, macht der Schreiber einen dicken logischen Fehler. Bueb bemüht zwei Vergleiche. Um eine Aussage zu untermauern. Die Aussage ist "wer Freiheit lernen will, kann das nicht mit beliebig viel Freiheit erreichen". Nicht umsonst gibt es in Deutschland eine Schul*pflicht*, weil sonst ein Teil der Schüler nicht kommen würde. Dann macht Bueb zwei Vergleiche: a) mit dem Alkoholtrinken
b) mit der Demokratie

Der Autor macht dann den dummer Fehler, Bueb zu unterstellen, er würde die Demokratie mit dem Saufen vergleichen. Das ist aber falsch. Denn Bueb vergleicht die Erziehung zur Freiheit mit dem Alkoholtrinken und er vergleicht die Freiheit mit der Demokratie. Und daraus folgt eben nicht, dass er Alkoholtrinken mit der Demokratie vergleicht.
Wenn man das mal grafisch denken möchte: Das sind drei Punkte. Der Punkt Freiheit ist mit den beiden anderen verbunden. Aber daraus ergibt sich dann eben kein Dreieck. Das ist eine weitere Linie, die Bueb nicht eingezeichnet hat und die sich auch logisch nicht ergibt.

Solche logischen Fehler sieht man allerdings sehr oft. Auch im Zusammenhang mit Statistik. Wenn man Logik und Statistik miteinander verknüpft, sind die Möglichkeiten der Fehlinterpretation noch viel weit gehender.

Zurück zum Artikel: Mir erscheint der Versuch misslungen, Bueb als reaktionären Preussenlehrer darzustellen, der aus den letzten 30 Jahren nichts gelernt hat. Der Artikel ist im Mittelteil lesenswert und durchaus differenziert, auch wenn er unterschwellig dem Bueb etwas unterschieben möchte (man beachte die tendenziöse Sub-Unterschrift! (Bueb==Provinz)) und am Ende den gravierenden logischen Fehler macht und danach nochmal richtig draufhaut.

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Deutschlands Bildungssystem bremst

wobei ich mir nicht sicher bin, ob wirklich das Bildungssystem die Ursache ist und nicht die Auswirkung einer schon immer fortschrittsskeptischen Bevölkerung. Dass die Deutschen im Zweifelsfall immer skeptisch sind, ist ja bekannt. Und dass sie gerne jammern. Warum sollte das gerade bei neuer Technologie aufhören?

Aber trotzdem interessanter Artikel bei der FTD zum Thema. Das Bildungssystem in Deutschland, dass bis in die 80er Jahre ein Standortvorteil, wenn nicht gar *DER* Standortvorteil Deutschlands war, wird zunehmend und immer mehr zum Problem. U.a. sind die Rahmenbedingungen für gut ausgebildete Frauen in Deutschland sehr schlecht. Das Elterngeld wird vielleicht finanziell war dran ändern, aber mir schwant, dass die wirklichen Gründe, warum Frauen z.B. in der Forschung Probleme haben, andere sind und tiefer sitzen. Und da sind z.B. die Skandinavier viel weiter als wir.

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Auch Wasserkraft nicht CO2-neutral?

Ist Wasserkraft, zumindest die aus großen Staudämmen, auch klimaschädlich?

Diese These stellt jetzt eine neue Untersuchung auf (Quelle). Dabei geht es nicht um den einmalige Energieaufwand für den Bau der Staumauer und des Kraftwerks. Das Problem ist der Stausee dahinter. In einem normalen Fluss ist das Wasser in Bewegung und damit gut durchlüftet. In einem Stausee hingegen steht das Wasser und zwar durch die Tiefe unter hohem Druck. In der Konsequenz ist das Wasser (vor allem unten) ziemlich sauerstoffarm. Und das ist schlecht für die Bakterien und anderen Tiere, die die dauernd im Fluss mitgetragenen Pflanzenteilchen normalerweise fressen. Im Stausee fängt der ganze Schmodder an zu faulen und dabei entsteht Methan. Und Methan ist um ein Mehrfaches klimaschädlicher als CO2 (auf die gleiche Menge bezogen).

Die Gegenthese von Skeptikern ist dass die Pflanzenstoffe auch so zu Methan geworden wären. Erforscht ist das aber nicht und die These deckt das auch nicht. Aber auf jeden Fall ein interessantes Gebiet, das weiter untersucht werden muss.

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Bald nochmals bessere Wettermodelle

Dank eines neuen Satelliten, der sehr genau u.a. die Feuchtigkeit der Erdoberfläche messen kann. Die Feuchtigkeit bestimmt die Verdunstung und hat damit einen großen Einfluss auf's Klima.

Artikel bei Telepolis.

Sag einfach NEIN zu Universal Music

Seinen Kunden immer und immer wieder vorzuhalten, Sie seien Diebe, ist irgendwie ziemlich dreist. Deshalb: Einfach mal eine Woche keine Musik von Universal mehr kaufen. Keine Scissor Sisters, kein Level 42, kein Take That, keine Sugarbabes, kein Cure, kein PJ Harvey. Mehr Platten, die man nicht kaufen sollte, findet man hier.

Den Aufruf habe ich hier gefunden. Finde ich sehr unterstützenswert. Sehr gut ist übrigens auch die Idee, jede Platte mit Kopierschutz sofort wieder umzutauschen oder wem das zu aufwändig ist, direkt wieder bei ebay zu vertickern. Das tut den Plattenfirmen auch weh. Und wenn die merken, dass sich Platten ohne Kopierschutz genau so gut verkaufen wie mit, werden die vielleicht mal wach (vielleicht kleiner gleich 5% Wahrscheinlichkeit, denn die sind zieeeeeemlich dämlich).

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Wasser im Weltall ...

Coole Videos von Versuchen mit großen Wasser"tropfen" in der Schwerelosigkeit. Sehr schön die sprudelnde Tablette am Ende des kurzen Videos. Es gibt auch eine lange Version des Videos, diese ist aber leider nicht mehr online.

Klimaerwärmung wird teuer!

Hab's zwar vor Monaten geschrieben, aber jetzt kocht das Thema gerade wieder hoch.

Der frühere Weltbank-Ökonom Nicholas Stern hat versucht, die wirtschaftlichen Effekte der Klimaerwärmung zu berechnen und ist zum Ergebnis gekommen, dass es - ohne weitere Maßnahmen - zur größten Weltwirtschaftskrise seit 1929 kommen wird.

Telepolis hat einen Artikel dazu, in dem zwar irgendwie unterschwellig die linke Angst
vor einer rein wirtschaftlichen Betrachtungsweise des Themas mitschwingt, aber solange die Aussage stimmt, nimmt man das halt doch wahr. Als jemand (bin zu faul zu recherchieren) mal gefordert hat Bangladesch einfach umzusiedeln (wäre billiger als der Kampf gegen die Klimaerwärmung, der sich für Bangladesch wahrscheinlich eh nicht mehr lohnt, weil ja die großen Länder nicht mit machen und es aktuell nur um eine Reduzierung der zusätzlichen Emissionen geht und noch lange nicht um eine absolute Senkung des CO2 in der Atmosphäre), war das natürlich anders ...

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Die Mythen der Arbeitgeber

mal überprüft von der Tagessschau. Na ja, etwas mit einem Beispiel zu widerlegen, ist immer etwas haarig. Beim Kündigungsschutz könnte ich genauso gut sagen, dass Dänemark fast keinen Kündigungsschutz hat und eine Arbeitslosenquote, die weniger als die Hälfte der Deutschen beträgt. Und? Ist das ein Beweis? (Wobei ich allerdings aus einem anderen Grund den Kündigungsschutz erhalten würde: Es ist einfach relativ egal, ob der so bleibt oder nicht, der Ärger mit den Gewerkschaften lohnt nicht).

Nichtsdestotrotz ein lesenswerter Artikel, der auch klar machen sollte, dass die Arbeitgeberverbände eine Interessensvertretung der Arbeitgeber ist und kein unabhängiges Wirtschaftsforschungsinstitut. Letzteren kann man etwas glauben, aber bei Arbeitgeberverbänden oder Gewerkschaften sollte man immer skeptisch sein.

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Zum Kombilohn

Ich hab's ja schon angekündigt in meinem Unterschichtenartikel.

Die FTD hat einen schönen Artikel zum Thema. Darin werden die vielen kleinen Bausteinchen beschrieben, von denen die Politiker überzeugt sind, dass die was bringen (oder die Gegenseite überzeugt ist, dass das garantiert nichts bringt; bekanntlich wissen Politiker ja immer alles und haben zu allem eine Meinung). Das ist aber alles Stückwerk.

Das ist das einzige, was der Kommentar in der FR richtig erkennt. Es hilft kein Stückwerk. Nicht Kombilohn für über 50-Jährige, die mindestens 2 Jahre arbeitslos sind und die dann auch nur mindestens zwei Jahre gefördert werden. Es helfen keine drei unterschiedlichen Eingliederungsprogramme für Frauen, die wieder in den Beruf zurückwollen. Und 4 weitere für Jugendliche, die keine Ausbildungsstelle gefunden haben. Und und und. Am Ende läuft ein Heer von Arbeitsamt- und IHK-Leuten durch Deutschland und versucht die Programme zu erklären. Raffen tut's keiner. Und Einstellen wird auch keiner.

Nein, wir brauchen eine einfache Lösung. Einen Kombilohn für alle(!). Keine Ausnahmen. Keine Besonderheiten. Und ja, das wird teuer. Verdammt teuer. Aber wir haben dann Hundertausende von Leuten, die wieder was zu tun haben. Wir haben Tausende von Kindern, die wieder wissen, war arbeitende Eltern sind. Wir machen Hunderte von Dienstleistungen (wieder) bezahlbar, die bei 10 Euro Stundenlohn schlicht zu teuer sind. Und das wird in der Diskussion oft vergessen. Die Kombilöhner schaffen dann ja etwas. Irgendwie steckt in der Diskussion gegen den Kombilohn oft die Annahme, dass die Arbeit nicht da ist. Das ist aber ein Gerücht. Mir fallen Tausende Sachen ein, die Leute heute selber machen, die auch gut ein anderer machen könnte. Wohnungsumzug, Rasenmähen, Tapezieren, Einkaufen, Fernseher anschließen, Auto waschen, Altenpflege, etc. pp., die *sehr* viele Leute lieber jemand Anderes machen lassen würden. Sie können es sich aber nicht leisten. Weil heute keiner realistisch billiger als 30 Euro pro Stunde sein kann. Gäbe es aber 5-Euro-Kombilöhner, könnte man das für maximal 15 Euro die Stunde anbieten. Und die Nachfrage würde explodieren. Ganz sicher! Es würden die Jobs geschaffen, die in vielen anderen Ländern da sind. Und die Aufgabe eines Sozialsystems sollte es sein, diesen Leuten ein lebenswertes Einkommen zu verschaffen. Und nicht über unbezahlte Arbeit das Entstehen dieser Jobs verhindern.

Eigentlich müsste ich mir mehr Zeit nehmen und auch noch was über das bedingungslose Grundeinkommen schreiben. Da muss ich aber erst noch etwas lesen.

Ich kann mir aber gut vorstellen, dass man das bedingungslose Grundeinkommen und den Kombilohn kombiniert. Warum sollte ich einem Single Geld für's Nichtstun geben? Seh ich nicht ein, macht eigentlich auch keinen Sinn. Aber ebenso macht es keinen Sinn, eine alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern zum Arbeiten zu zwingen. Also warum nicht z.B. einen "Freibetrag von 15 Stunden" pro Kind pro Woche? Ausgehend von 40 Stunden muss die Mutter von oben nur noch 10 Stunden arbeiten, um den vollen Anspruch auf das Grundeinkommen zu haben.

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Zum Thema Auswanderung mal was von Einwanderern

Der Spiegel sorgt mal für einen anderen Blick. Nämlich den aus England. Von wo trotz der grandios niedrigen Arbeitslosigkeit mehr Leute auswandern als aus Deutschland. Und ein paar wandern sogar nach Deutschland aus und denen gefällt es gar nicht schlecht hier. Vor allem kann man hier abends einen heben gehen, ohne dabei jedes zweite Mal eins auf die Fr****e zu kriegen. Sind wir nicht nett?

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Der Lachs als Dünger für Kanada ...

... doofe Überschrift ...

Mal wieder im Spiegel: Ein interessanter Artikel über einen Zusammenhang im Ökosystem, der mal wieder klar macht, wie wenig wir da bisher verstanden haben ...

Wenn Lachse zurück an ihren Geburtsort kommen, legen sie dort ihre Eier ab, es werden neue Lachse geboren, die dann ins Meer schwimmen und irgendwann zurückkommen, Eier legen, etc. pp.

Aber das ist nur der bekannte Teil der Geschichte. Interessant ist, wie stark dieser Prozess die Umwelt beeinflusst. So leben die jungen Lachse direkt und indirekt von Ihren Eltern. Direkt, weil die teilweise ihre Geschwister(eier) fressen, indirekt, weil durch die sterbenden Eltern jede Menge lachsleichenfressende Viecher im Wasser rumschwimmen. Die die jungen Lachse dann gerne fressen. Selbst die Bären könnten ohne die zusätzlichen Nährstoffe des Lachses kaum überleben. Und die Bäume in den Lachsregionen wachsen stärker als normal und man kann in ihnen Kohlenstoff aus dem Meer nachweisen.

Ein großer Teil des ökologischen Systems in z.B. Kanada hängt also massiv davon ab, dass jedes Jahr Lachse zurückkommen und dort sterben. Und dann meinen wir, dass man durch die simple Manipulation eines Gens in der Baumwolle ein Problem lösen können. Klar, dass eine Problem wird gelöst, aber die anderen werden alle schlimmer...

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Batterie, die mit Wasser funktioniert ...

... Schmarrn!

Die Batterie wird mit Wasser *aktiviert*.

Siehe hier
.

War so ziemlich überall zu lesen, weil Reuters die Story gebracht hat. War aber wahrscheinlich einfach nur schlecht übersetzt ...

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Transrapid - Wird's doch noch was?

Nur als kleines Update: Die Finanzierungslücke für die Münchener Strecke ist etwas kleiner geworden (Spiegel).

Ob's noch was wird? Ich zweifle ja, der Zug scheint mir abgefahren zu sein.

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Ökonomie - In Deutschland zu Unrecht ignoriert

Wir leben leider in einem Land, in dem Ideologie oft höher gehängt wird als Wissenschaft. Deshalb lässt man sich vom Sachverständigenrat zwar jedes Jahr das Wachstum schätzen, aber den Rest ignoriert man geflissentlich.

Dabei ist Ökonomie keine von Wirtschaftsbossen geförderte Theorie, die den Sozialabbau begründen soll. Es ist eine ernst zu nehmende Wissenschaft, die über das Niveau Keynes vs. Smith schon lange herausgekommen ist. Und sich inzwischen nicht mehr mit dem Bauen von abstrakten Modellen unter Ausschluss der Realität beschäftigt (was aber jede Wissenschaft am Anfang der Geschichte macht; das war in der Physik nicht anders). Jetzt geht es um das Messen realer Einflüsse. Um das Verstehen menschlicher Entscheidungen. Wenn man sich die Wirtschaftsnobelpreise anschaut, sieht man eben auch das: Was passiert, wenn Informationen fehlen? Was passiert, wenn Entscheidungen zu treffen sind? Nicht umsonst geht es jetzt um Spieltheorie.

Ein schönes Portrait über Kevin Murphy (wenn auch etwas beweihräucherisch; schaut mal was wir für tolle Leute an unserer Uni haben ...) findet sich hier. Der beschäftigt sich z.B. mit Auswirkungen der Verbessserung der Medizinversorgung. Oder den Auswirkungen von besserer Bildung. Also den wirklich relevanten Fragen, um die sich Politiker auch kümmern sollten. Und nicht um die immer gleichen, öden, ideologische Debatten.

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Endlich! Ein wirklich offenes Linux Handy!

Heise hatte das schon vor ein paar Tagen, aber viel mehr Details gibt es im open-ezx Blog.

Endlich ein wirklich offenes Phone. Endlich hat mal ein Hersteller den Mut, sich die richtigen Leute aus der Community zu holen und nicht ein Haufen schrottigen Code zu entwickeln, der dann nur halb oder gar nicht offen ist und permanent das Rad neu erfindet.

Jetzt gibt's endlich ein Handy mit standardisiertem Kernel, mit einem bewährten Build-System und einem Haufen Software Komponenten, die sich in der Praxis bewährt haben (natürlich alles offen). Dass der GPS Teil nicht komplett offen ist, naja, Hauptsache das hat ne gute API. Und der GSM Teil ist auch nicht offen, aber solange ich auch da alles ansteuern kann, ist das auch kein Problem (außerdem ist der GSM Teil sehr kritisch, denn für sowas braucht man ja eine Zulassung. Und wenn ich da per Open Source drin rumwurschteln darf, wird es da mit Sicherheit keine Genehmigung für geben).

Kurzum. Toll! Ich werde das Teil kaufen, außer der Akku ist total schrottig oder der Preis ist viel zu hoch (>500 Euro). (Oder das iPhone wird der Hammer ...)

Das Sharp damals der Zaurus hat sterben lassen, war an Dämlichkeit nicht zu überbieten. Statt mit der Community zusammenzuarbeiten, hat man seine Ressourcen mit der Pflege eines speziellen Kernels verschenkt.

Und Motorola kann mit seinen Pseudo-OpenSource-Linux Handies jetzt auch nach Hause gehen. Wer so gaga ist und auf seine Handies einen SE-Linux Kernel packt, dessen einzige Aufgabe es ist, Änderungen der Community zu verhindern, hat Linux irgendwie überhaupt nicht verstanden.

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Sprachprüfung für Kindergartenkinder?

Warum wird über sowas überhaupt diskutiert? Kein Wunder, wenn man bei der Entscheidung über einen Test für Kindergartenkinder schon Jahre braucht (gibt es eigentlich einen realistischen Grund dagegen?!? Außer multikulturellen Träumereien, die offenbar vergessen, dass die so toll multi-die-gesellschaft-bereichernden Kinder in der Schule auf der Strecke bleiben, weil in der Schule der Unterricht nicht auf Russisch, Türkisch, Polnisch und Arabisch gemacht wird), wie soll man dann eine Rentenreform oder eine Gesundheitsreform oder eine Steuerreform hinbekommen?

Offensichtlich sind die Politiker gefangen in den Gedanken, bloß nichts Falsches zu sagen (Ausländer zum Deutschsprechen zu bringen ist offenbar bereits sowas). Oder die stecken in ihren Ideologen so tief drin, dass die den Blick auf die Realität schon lange verloren haben. Auch wenn's blöd klingt: Manchmal werde ich das Gefühl nicht los, dass am berühmt-berüchtigten Stammtisch mehr gesunder Menschenverstand sitzt als im Kabinett ...

Kommentar zum Thema bei der FR.

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Ein Feuerwerk vom Allerfeinsten

Doofe Politik, jetzt mal was zum Entspannen.

Der Gewinner beim diesjährigen Pyrotechnikertreffen. 5 Minuten schöne Effekte, schöne Choreografie. Anschauen!




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Der Tag, an dem es in der Hölle fror oder Microsoft supported Linux

Ich bin völlig erschüttert/verblüfft/ratlos.

Microsoft unterstützt Linux. Leistet Support dafür. Unterstützt Virtualisierung in beide Richtungen (Linux auf Windows und Windows auf Linux).
Will keine Patente gegen OpenSuSE einsetzen (wie geil ist das für Mono - die Patente an .NET waren immer das Damoklesschwert für Mono). Will gemeinsames Research-Center für Interoperabilität einrichten (auch für das OpenDocumentFormat).

Eine gute Zusammenfassung hier

Das sieht alles sehr gut aus. Wine fehlt. Aber MS hat eine Geschichte, die das Vertrauen in solche Ankündigungen nicht leicht macht. Man wird sehen, was aus den anderen Distributionen wird (es geht um SuSE/Novell, nicht Redhat oder Linux allgemein; wie das zur GPL passen soll, ist mir allerdings schleierhaft). Man wird sehen, was aus Wine wird. Man wird sehen, was wirklich aus der Virtualisierung wird. Vielleicht wird das auch alles nur halbgarer Kram. Microsoft ist ja dafür bekannt, oft und schnell Sachen anzukündigen, die dann in der Realität kaum erfüllt werden. Hauptsache man kann mit dem Buzzword auf der Fahne rumlaufen.

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Börsenastrologie - Schmarrn?

Gar nicht so schlechter Artikel bei Telepolis über Börsenastrologie. Die hat ja viele Ausprägungen z.B. Horoskope für Firmen. Was ich auch für kompletten Unfug halte.

Nicht für kompletten Unfug halte ich aber das, was Arch Crawford macht. Der versucht anhand der Konstellationen von Planeten, Sonne und Mond den Markt zu timen. Aber eben nicht nur damit, er ist zusätzlich noch ein ziemlich klassischer technischer Analyst. Die Konstellationen verstärken u.U. nur Trends, die er sonst auch so gesehen hätte. Also wenn's ein Doppelhoch gab und die Kurse abrutschen könnten, wird eine schlechte Konstellation die Bewegung stärker ausfallen lassen. Und was bei Crawford auch noch wichtig ist, er hat immer Stop-Loss mit eingeplant, wenn er sich geirrt hat.

Wer sich schonmal mit technischer Analyse auseinandergesetzt hat, weiss, dass das übliche Spielchen mit Indikatoren, Durchschnitten und Oszillatoren auch nur schwarze Magie ist. Da kann man auch direkt Astrologie nehmen ... Crawford war auf jeden Fall Anfang der Neunziger jahrelang bester Markettimer (unabhängig überprüft). Aber wahrscheinlich ist es eh wichtiger sich an seine Regeln zu halten als wann man einsteigt. In einem Tradingbuch, das ich vor ein paar Jahren mal gelesen habe, war ein Tradingsystem mit *völlig* zufälligem Einstieg drin, das profitabel war. Weil das System ein nicht zufälligen Ausstieg hatte. Und ein gutes Money Management. Und die beiden letzten Einflussfaktoren werden oft unterschätzt.

Wasserstoff direkt aus Sonnenlicht?

Das wär doch mal was. Zumindest dann, wenn die Effizienz höher ist als bei der Umwandlung von Sonnenlicht in Strom und Strom in Wasserstoff.

Das Verfahren basiert auf Titan-Nanoröhrchen. In diesen Röhrchen werden aus den Photonen Elektronen, sprich aus Sonnenlicht wird Strom. Über die Röhrchen kann man (stark verinfacht autsch) Wasser kippen und dann wird direkt aus dem Wasser Wasserstoff (und Sauerstoff natürlich).

Ist aber gerade erst im Labor entdeckt worden. Es gibt keine Aussagen, ob bzw. wann das marktfähig werden könnte, was das kostet, etc.

Wen die Details interessieren: Originallink bei physorg

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Statistik ist was Schönes oder Wie Hauspreise sinken, ohne das Hauspreise sinken ...

Statistik in den USA. US-Immobilienpreise gehen runter. Interessant die Aufschlüsselung nach Regionen. In allen 4 Regionen sind die Preise gestiegen. Trotzdem ging der durchschnittliche Preis über alle Regionen zurück. Höh?

Die Erklärung ist einfach: Das Verhältnis der Regionen hat sich verschoben. In der Region Süd, in der die Häuser nur fast die Hälfte kosten, ging die Anzahl der Käufe so stark nach oben, dass diese Region jetzt wichtiger ist als vorher. Und durch die Verschiebung des Gewichts sank der durchschnittliche Hauspreis in den USA, obwohl er in keiner der Regionen gesunken ist.

Schöner Fund im Econbrowser-Blog.

Benzinpreis manipuliert?

Schon eine interessante Theorie ...

Einer der wichtigsten (wahrscheinlich der wichtigste) Rohstoffindex ist der GSCI (Goldman Sachs Commodity Index). Wenn Goldman Sachs die Zusammensetzung des Indexes ändert, müssen ein paar Milliarden Gelder umgeschichtet werden. Alles, was in der Gewichtung slinkt, geht tendenziell nach unten, alles was in der Gewichtung steigt, steigt tendenziell auch nach oben.

Wenn nun Goldman Sachs eine Anpassung beim Benzin ankündigt und das dann am Ende eine deutliche Senkung (fast um 3/4) des Anteils wird, kann man sich die Auswirkungen auf den Benzinpreis vorstellen. Und Oh Wunder, der Benzinpreis ist wirklich deutlich kräftiger gesunken als der Ölpreis.

Und das, Oh Wunder, kurz vor den Wahlen in den USA. Und, Oh Wunder, der jetzige Treasury Secretary (entspricht dem deutschen Finanzminister), war vorher bei Goldman Sachs. Und will natürlich an der Macht bleiben. Und eine Entspannung bei den Benzinpreisen kann da natürlich nicht schaden.

Gefunden hier.

Durchbruch bei Brennstoffzellen?

VW hat laut Spiegel den Durchbruch für Hochtemparaturbrennstoffzellen im Auto geschafft.

Hochtemperaturbrennstoffzellen haben den Vorteil, einen höheren Wirkungsgrad zu besitzen und einfacher im Handling zu sein (benötigen z.B. keine zusätzliche Kühlung). Das Problem war bisher, dass sich die Teile schnell selbst zerstörten und damit schnell Leistung verloren. Die neue Version von VW baut hingegen nur noch um 6 % in 1000 Betriebssstunden ab.

Es gibt also weiterhin Hoffnung für einen umweltschonenden Autoantrieb. Allerdings rechnet auch VW erst 2010 mit den esten Prototypen im Auto und erst 2020 mit wirklichem Einsatz in Serienmodellen. Was damit aber auch zeigt, dass das alles noch ziemlich weit weg ist ... Und wie im Spiegel-Artikel auch steht, überholt die Batterietechnologie eventuell alles andere auch schnell (siehe ein älteres Posting von mir).

Dilletanten in Berlin - war schonmal schlimmer

Auch wenn man es kaum glauben mag ...

Nein, der Mehrwertsteuerkompromiss zwischen 16 und 18 , der dann 19 % hieß; nein, die Gesundheits"reform", nein, das alles ist nicht das Schlimmste, was in den letzten Jahren hier in Deutschland passiert ist ...

Man vergisst ja so schnell, aber Oskar L. war ja vor nicht allzulanger Zeit an der Macht. Eines seiner Gesetze hat der Bundesfinanzhof gerade verrissen. Und zwar übelst. Nicht nur im Ansatz schon komplett daneben, sondern auch noch voller handwerklicher Fehler. Halt ein Spiegelbild des Geistes des Erfinders. Wirr, durcheinander, ahnungslos, verblendet.

Man hätte Oskar schon damals vorschlagen sollen, dass das, was er mit der Mindeststeuer für Firmen eingeführt hat, ungefähr genauso schwachsinnig ist, wie einem Arbeitslosen weiterhin Steuern zu berechnen (statt ihm Geld zu geben), weil er ja im Jahr davor Geld verdient hat und im Jahr danach auch wieder Geld verdienen wird.

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