Nochmal was zur Inflation

Im Artikel gestern über Inflation habe ich kritisiert, dass die Zahlen "angepasst, bereinigt oder manipuliert" werden. Auf diese Anpassungen bin ich nicht weiter eingegangen, da mir der Artikel dann zu lang geworden wäre. Clevererweise hat Saviano den Artikel von gestern verlinkt und dabei einen älteren Artikel in seinem Blog verlinkt, auf den ich jetzt verlinke, der einige dieser Anpassungen sehr schön beschreibt.

Das Beispiel mit dem Computer finde ich nicht so passend, anschaulicher wird das anhand eines Autos. Vor 10 Jahren konnte man ein Auto noch ohne ABS, ESP, 6 Airbags und Rußpartikelfilter kaufen. Alles war optional möglich, aber kostete extra. Wenn nun die Mehrheit der verkauften Autos mit ABS, ESP. 6 Airbags und Rußpartikelfilter sind, wird dieses Auto mit den ganzen Extras in den Warenkorb aufgenommen. Dabei wird der Autopreis bereinigt, sprich der Aufpreis für die ganzen Extras auf dem Autopreis herausgerechnet. Das ist ja auch korrekt, denn das Auto ist ja nicht auf einmal 25% teurer geworden, aondern eben auch besser. Im Vergleich zu vorher ist es ausstattungsbereinigt wahrscheinlich sogar billiger geworden; alles in Serie und Massenfertigung zu packen ist halt billiger als wenn es eine Option ist.

Aber genau da liegt die Krux. Denn was nützt es mir, wenn das Auto ausstattungsbereingt 5% billiger geworden ist, wenn ich kein Auto ohne die Ausstattung mehr kaufen kann? Was nützt mir diese Bereinigung, wenn ich ein Auto für 8.000 Euro kaufen möchte, es aber nur noch Autos für 10.000 gibt?

Dann habe ich ein Problem. Mein Portmonee sagt mir, huch sind Autos heutzutage teuer und die Statistik sagt mir, dass das gar nicht stimmt.

Mehr zu dieser "hedonistischen Anpassung findet sich hier: Noch mal zur Inflation

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