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von Dieter Meyeer am Sonntag, August 12, 2007
... meldet der Spiegel.
Damit wäre die Summe bei der IKB wesentlich höher als bisher bekannt. Und für die WestLB liegen jetzt auch erstmalig Zahlen vor. Die 600 Mio. bei der Postbank sind unkritisch, allerdings hätte ich die Postbank auch für die Bank gehalten, die am wenigsten von der Krise betroffen ist. Aber selbst eine Bank ohne Investmentbanking scheint inzwischen bei solchen Spielen mitspielen zu müssen ... Die SachsenLB hat 13,5 Milliarden in einem Zweitfonds investiert. Wieviel davon im Subprime-Bereich liegt, ist noch unklar (zumindest der Öffentlichkeit).
Was ich aber noch etwas kritischer finde: Bei der Postbank und der SachsenLB (und eigentlich auch der IKB) waren die Geschäfte NICHT in der Bilanz. Sondern in Töchtern, in Fonds o.ä. versteckt. Ich sage absichtlich versteckt. Denn da wird es nicht geprüft und es belastet die Eigenkapitalquote nicht (Banken müssen eine gewisse Summe ihrer Bilanz als Eigenkapital zur Verfügung haben).
Die schlimme Assoziation: Auch Enron hatte eine großen Teil der hochspekulativen (Energietermin-)Geschäfte in solchen Tochter/Fondskonstruktionen versteckt. Das ganze fiel dann wie ein Kartenhaus zusammen und war bis dahin die größte Pleite der US-Geschichte. Barry Ritholtz hat schon vor längerem auf diese außerbilanzlichen Geschäfte hingewiesen und auf die Gefahren, die darin stecken. Es scheint mir (leider) so, als wäre das kein reines US-Problem ...
Update (21:37): Der Spiegel hat den Artikel nochmal leicht überarbeitet. Bis auf die Überschrift, die heißt jetzt "Angst vor dem schwarzen Montag". Jungs, jetzt macht aber mal halblang.
Und in der FTD steht unter "Kreditkrise erfasst Großbanken" die Tatsache, dass der US-Hypothekenfinanzierer Homebanc Insolvenzschutz (Chapter 11) und der 4,9 Milliarden Dollar Verbindlichkeiten hat. Das ist aber viel! KRISE. ALARM.
Dass Homebanc nach eigenen Aussagen 5,1 Milliarden Vermögenswerte hat, fehlt irgendwie. Passte so rein stimmungsmäßig nicht in den Artikel rein ... Naja, guter Journalismus sieht anders aus. Bei Marketwatch kommen Assets und Schulden direkt im ersten Satz (HomeBanc Mortgage corp files Ch 11 bankruptcy in Delaware
Update (21:52):
Bevor die Stimmung zu negativ wird ...
... meldet der Spiegel.
Damit wäre die Summe bei der IKB wesentlich höher als bisher bekannt. Und für die WestLB liegen jetzt auch erstmalig Zahlen vor. Die 600 Mio. bei der Postbank sind unkritisch, allerdings hätte ich die Postbank auch für die Bank gehalten, die am wenigsten von der Krise betroffen ist. Aber selbst eine Bank ohne Investmentbanking scheint inzwischen bei solchen Spielen mitspielen zu müssen ... Die SachsenLB hat 13,5 Milliarden in einem Zweitfonds investiert. Wieviel davon im Subprime-Bereich liegt, ist noch unklar (zumindest der Öffentlichkeit).
Was ich aber noch etwas kritischer finde: Bei der Postbank und der SachsenLB (und eigentlich auch der IKB) waren die Geschäfte NICHT in der Bilanz. Sondern in Töchtern, in Fonds o.ä. versteckt. Ich sage absichtlich versteckt. Denn da wird es nicht geprüft und es belastet die Eigenkapitalquote nicht (Banken müssen eine gewisse Summe ihrer Bilanz als Eigenkapital zur Verfügung haben).
Die schlimme Assoziation: Auch Enron hatte eine großen Teil der hochspekulativen (Energietermin-)Geschäfte in solchen Tochter/Fondskonstruktionen versteckt. Das ganze fiel dann wie ein Kartenhaus zusammen und war bis dahin die größte Pleite der US-Geschichte. Barry Ritholtz hat schon vor längerem auf diese außerbilanzlichen Geschäfte hingewiesen und auf die Gefahren, die darin stecken. Es scheint mir (leider) so, als wäre das kein reines US-Problem ...
Update (21:37): Der Spiegel hat den Artikel nochmal leicht überarbeitet. Bis auf die Überschrift, die heißt jetzt "Angst vor dem schwarzen Montag". Jungs, jetzt macht aber mal halblang.
Und in der FTD steht unter "Kreditkrise erfasst Großbanken" die Tatsache, dass der US-Hypothekenfinanzierer Homebanc Insolvenzschutz (Chapter 11) und der 4,9 Milliarden Dollar Verbindlichkeiten hat. Das ist aber viel! KRISE. ALARM.
Dass Homebanc nach eigenen Aussagen 5,1 Milliarden Vermögenswerte hat, fehlt irgendwie. Passte so rein stimmungsmäßig nicht in den Artikel rein ... Naja, guter Journalismus sieht anders aus. Bei Marketwatch kommen Assets und Schulden direkt im ersten Satz (HomeBanc Mortgage corp files Ch 11 bankruptcy in Delaware
Update (21:52):
Bevor die Stimmung zu negativ wird ...
IKB mit 7,5 Milliarden betroffen. Postbank mit 600 Mio. WestLB mit 1,25 ...
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