Shilller: US-Immobilienpreise könnten sich halbieren

Ja, der Shiller. Genau der. Der Yale-Professor, der 2000 vor der Internetblase gewarnt hat. Und der Mitbegründer des Case-Shiller-Hauspreisindexes.

Jetzt warnt er vor einem Einbruch am Immobilienmarkt und kann sich Preisrückgänge von bis zu 50% vorstellen. Übel, wenn man überlegt, was gerade los ist, obwohl der Rückgang kaum mehr als 3% beträgt.

Shiller meint übrigens "bis zu", was vor allem regional gedeutet werden sollte. Und so ungewöhnlich wäre das gar nicht, denn Ende der 80er bis Mitte der 90er halbierten sich die Preise in Los Angeles und in London. In der Breite wird es allerdings keine 50% Rückgang geben.

Der Grund ist ein einfacher: Die Mieten in den USA sind inflationsbereingt kaum gestiegen, die Hauspreise hingegen (trotz der leichten Rückgänge zuletzt) explodiert. Das ist ungewöhnlich.

Ebenso ungewöhnlich ist, dass der Preiszuwachs der Immobilien deutlich über den Wachstumsraten der Gesamtwirtschaft liegt. Auch diese beiden Linien entwickeln sich im Chart normalerweise ziemlich ähnlich. Zumindest langfristig. Was dann auch heisst, dass eine Linie zwar mal wegschießen kann, aber irgendwann dann doch zur anderen zurückkehren wird.


Eine kurze Version der Nachricht:
Value of city homes may decrease by half

Eine lange (PDF!) vom Meister selber: PDF

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