Irgendwann wird der Euro exlodieren

Volle Zustimmung zur Meinung von Kenneth Rogoff.

Der Euro ist eine politische Idee. Er sollte das Zusammenwachsen Europas beschleunigen und verfestigen. Dummerweise ist das nur auf der wirtschaftlichen Ebene passiert, politisch ist seit Jahren Stillstand angesagt. Man denke nur an das Desaster mit der europäischen Verfassung zurück.

Die Geschichte zeigt, dass bisher noch nie eine Währung eines Staatenbundes langfristig gehalten hat. Es endete immer böse. Es gibt ja Hoffnung, dass der Euro überlebt und die Währung dabei nicht zugrunde geht (indem z.B. einfach Länder ausscheiden und am Ende sowas ähnliches wie der alte DM-Block (D/F/AT/BE/NE/LUX) überbleibt. Aber groß ist meine Hoffnung nicht, da ich sowieso auf Sicht den meisten Papierwährungen nur wenig Chancen gebe. Der Dollar ist gefährdet (Doppeldefizit) und der Euro aufgrund seiner wackligen Konstruktion auch. Ich kann daher nur jedem raten, die Ausgaben für ein paar Monate in Gold im Keller liegen zu haben. Denn das hat noch nie entwertet. Es gab zwar Jahrzehnte, in denen die Performance von Gold schlecht war, aber langfristig hat Gold immer seinen Wert behalten. Und im Gegensatz zu einer Immobilie (die ja auch wertstabil ist), kann man Gold im Notfall mit ins Ausland nehmen.

US-Starökonom: "Dann wird die Eurozone explodieren" - Wirtschaft - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten

Devisenverwerfungen ...

Interessante Information, die ich bisher nicht hatte. Man kann die Carry Trades (in Yen billig Geld aufnehmen und in Dollar wieder gut verzinst anlegen) inzwischen als Privatanleger fertig in Form eines Zertifikats kaufen.



Wie die F.A.Z. korrekt schreibt, kann man das durchaus als Anfang vom Ende der Strategie sehen. IMHO muss man den Yen im Auge behalten. Er ist massiv unterbewertet und wenn die Bewegung einmal in Gang kommt, besteht daher eine begründete Chance, dass der Yen sowohl schnell, wie auch deutlich unter Druck kommt.



Devisen Rohstoffe - Investor - FAZ.NET - Devisenmarkt: Carry Trades für Privatanleger - ein Krisenzeichen?

500.000 Stare ...

Wow!



Sieht ein wenig aus, wie die partikelsimulierenden Bildschirmschoner, die unter X11 vor 10 Jahren angesagt waren.



Als Film wär's noch geiler ...



sortsolsum-05042006-hw.jpg (JPEG-Grafik, 3000x2020 Pixel) - Skaliert (27%)

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Einwanderung sind ...

... keine, bzw. nicht messbar.



Das heisst, Einwanderung ist nicht schuld an Arbeitslosigkeit. Im Endeffekt heben sich die positiven und die negativen Effekte auf.



New Economist: The economics of UK migration - best analysis yet

RailCabs - Die Zukunft der Eisenbahn?

Das Hauptproblem aller öffentlichen Transportmittel sind die Takte und Anschlüsse. Oft verbringt man mehr Zeit mit dem Warten als mit dem Fahren. Man kann halt großen Buse und Bahnen nicht alle paar Minuten fahren lassen.



Die Lösung wäre einfach: Man nimmt kleinere Transportmittel. Diese fahren dann individuell. Problem: Aufgrund der Personalkosten ist das viel zu teuer. Also fahren doch alle weiter mit dem Auto.



Eine Lösung könnten die in Paderborn entwickelten RailCaps sein. Die Teile sind ohne Motor und fassen 6 bis 12 Personen. Sie fahren wie der Transrapid auf einem Linearmotor, schweben allerdings nicht, sondern fahren auf Gleisen. Und damit hat man auch direkt einen der großen Vorteile genannt: Das System ist auf den alten, vorhandenen Trassen der Bahn einsetzbar. Zwar kann man die alten Züge und neuen Railcabs (noch nicht, man arbeitet dran) auf einer Schiene fahren lassen, aber man könnte die alten Gleise umbauen. Linearmotor rein, Weichen austauschen, fertig.



Die Railcaps fahren automatisch und werden computergesteuert wie Pakete im Internet gesteuert. Die meisten Strecken könnte man dann ohne Umsteigen schaffen, bei exotischen Routen muss man wahrscheinlich an einem Knoten irgendwo mal die Kabine wechseln. Da man aber nie lange warten muss, ist das ziemlich unkritisch.



Zur Minimierung des Luftwiderstands können sich die RailCabs zu Konvois zusammenschließen. Das ist eines der Sachen, die der Linearmotor möglich macht. Technisch beeeindruckend ist der Film auf der Website, in dem gezeigt wird, wie über eine neuartige Weiche mitten aus dem Konvoi ein einzelnes RailCab in voller Fahrt herausgelöst wird (Film: Funktion der Weiche, Ansicht 2 unter diesem Link). Auf der Website oben findet sich noch mehr Material. Technology Review hat einen ganze guten Übersichtsartikel.



Was mir allerdings komplett fehlt, ist wenigstens eine grobe Idee, was so ein Kilometer Linearmotor kostet.



Technology Review | Verkehr | Auto | "Riesengroße Kiste"

Hohe Bewertung + zunehmende Verschuldung = Bewertungsblase?

Ich frage mich nur, warum die FAZ dahinter ein Fragezeichen gesetzt hat ...



Dieser kleine Link nur noch mal als Update auf den Eintrag von heute, in dem ich auf die Hedgefonds Problematik hingewiesen habe (Die Mehrrendite kommt nur durch Mehrschulden).



In der Infrastruktur geht's genauso. Man kauft sichere Einnahmen, reduziert den (eigenen) Eigenkapitalaufwand, indem man die übernommene Firma Schulden machen lässt, und schon hat man eine "passende" Rendite.



Strategie Trends - Investor - FAZ.NET - Strategie: S warnt vor einer Preisblase im Infrastrukturbereich



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Und noch ne Windturbine

Sieht aber deutlich besser aus als die letzte ...



Ist gedacht für Hausdächer. Da das Teil nicht sonderlich groß ist, könnte man das möglicherweise sogar auf ein normales Schrägdach packen.



Die Beschreibung liest sich (wie üblich) gut: Leise, klein, wartungsarm, etc. Immerhin werden für einige Probleme sinnvolle Lösungen vorgeschlagen. Skepsis zeigt sich aber doch z.B. in den Kommentaren auf diesen Artikel, der immerhin schon aus dem Jahre 2003 ist. Insbesondere scheinen die Energieangaben deutlich überhöht zu sein. Positiv ist allerdings, das man die Vorgängermodelle schon kaufen kann. Es scheint also keine komplette Vapoware zu sein.





Mag-Wind Vertical Axis Turbine for your Home (TreeHugger)



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Börsen-Spam funktioniert

Na, quasi zur Krönung der Serie: "Wie dumm ist der Privatanleger eigentlich?" ein kleiner Artikel in der FTD.



Als vernünftiger Anleger fragt man sich, wieso so ein Spam überhaupt funktioniert. Kauft wirklich jemand, der eine unaufgefordert zugesandte Mail von jemanden, den man nicht kennt, bekommt, eine Aktie? Nur weil da "set to explode", "secret", "top" und "hot" drinsteht? Tja, sieht so aus. Die meisten Empfänger juckt es natürlich nicht die Bohne, aber laut Studie reichen bereits 0,01 Prozent Reaktionsrate, um den Spam-Versender reich zu machen (und den Anleger arm). Spam-Versand kostet so gut wie nichts. Dann schiebt man 50 Tausend in einen obskuren Wert mit minimalen Börsenumsätzen, denkt sich eine Geschichte aus und ab in die (Spam)-Mail. Wenn dann der Preis auf's zwei oder dreifache steigt, weil auf einmal auf Haufen Kleinanleger 200.000, 300.000 oder 500.000 in der Wert stecken, weg mit den Aktien und das schnell verdiente Geld einsacken. Das Risiko erwischt zu werden: Gleich Null. Solange man einen zuverlässigen Spamversender hat ...



In Deutschland sieht man das noch selten. Aber das Geschäft ist ähnlich. Denn es ist schon eindeutig zu beobachten, wie ein Wert im Dezember eingeführt wird, Anfang Januar vom ersten empfohlen wird, Mitte Januar vom nächsten, bis dann die Pusher anfangen, den Wert abzuladen. Mindestens 90% der Privatanleger schauen dabei in die Röhre. Aber zu den gerade heissesten Zockeraktien schreibe ich nochmal was.



FTD - Das Geschäft mit dem Börsen-Spam - Geldanlage

Und der Verwalter des Yale Stiftungsfonds fasst es mal kurz zusammen

Kurze Aussage: "Ich mache 16 % pro Jahr, aber das können Privatanleger nicht."



Privatanleger sollten nicht versuchen, den Markt zu timen (siehe auch hier) und Privatanleger sollten nicht versuchen, mit Stockpicking den Markt zu schlagen (siehe hier). Und an die richtig guten Anlagen kommen Private eh nicht ran. Weil die zuwenig Geld haben. Und wenn sich da ein Mittler zwischenschiebt, der das auch kleineren Geldbeträgen erlaubt, steckt der Mittler sich dabei soviel Geld ein, dass aus der guten Anlage am Ende eine bestenfalls durchschnittliche wird. Die Dach-Hedgefonds zeigen es beeindruckend. In der bei Onvista aufgeführten Liste hat nur *einer* den DAX geschlagen. 8 der 59 aufgeführten Fonds schlossen im Minus und insgesamt 20 blieben unter dem, was ein risikoloses Geldmarktkonto bei einer Direktbank gebracht hätte. Und dass das keine Ausnahmen sind, zeigt der MSCI Hedge Index, der nur etwa über 3 % zulegen konnte.



Geldanlage - Finanzmarkt - FAZ.NET - Interview: „Privatanleger investieren am besten in Indexfonds“

Privatanleger sind immer noch die dummen Lemminge der Börse

Prozyklisch zu agieren (negativ gesagt dem Trend hinterherzulaufen, positiv auf den fahrenden Zug aufspringen) ist ja schon nicht die cleverste Strategie. Wenn man aber sooo langsam reagiert wie die deutschen Privatanleger, sollte man besser die Finger von der Börse lassen. Wer in 2006 seinen Aktienanteil sogar noch reduziert und dann erst im Laufe des Jahres wieder etwas optimistischer wird, muss sich nicht wundern, wenn der 2007 genau am Jahreshoch wieder einsteigt.



Börsen Märkte - Finanzmarkt - FAZ.NET - Studie: Erwartungen der Privatanleger hinken dem Markt hinterher

Alles redet über den Dollar - Der Yen fällt

Komisch, wie verzerrt manchmal die Wahrnehmung ist. Gut, der Dollar ist DIE Leitwährung. Aber wenn man von Fehlbewertungen redet, ist der Yen eine ganze Nummer schlimmer. HSBC Trinkaus Burkhardt sieht die Kaufkraftparität des Yen zum Euro bei etwa 113, aktueller Kurs: 158. Der Dollar hingegen kostet etwa 1,30 bei eine Parität von 1,17. Der Yen ist also mehr als dreimal so kräftig unterbewertet wie der Dollar. Das ist schon deutlich!



Erklärbar ist das jedoch. Die Zinsen in Japan sind extrem niedrig. Was machen die Hedgefonds (schon wieder ...)? Sie leihen sich Geld in Japan und legen das woanders zu höheren Zinsen wieder an. Das geht so lange gut, wie die Währung nicht deutlich aufwertet. Und im Moment wertet der Yen ja sogar noch ab. Wer im Moment als Ausländer in Japan einen Kredit hat ist fein raus. Er zahlt nicht nur extrem niedrige Zinsen, sondern er müsste aktuell sogar noch weniger zurückzahlen als er aufgenommen hat. Sowas geht natürlich nicht ewig gut. Denn langfristig sind die Länder mit niedrigen Zinsen auch immer die Länder mit einer starken Währung.



Übrigens ist auch diese Schieflage im internationalen Finanzwesen ein schöner möglicher Auslöser für den Crash eines (oder mehrerer) Hedgefonds. Wie so viele Blasen wird sich die Fehlbewertung wohl nicht langsam und gemächlich auflösen, sondern mit einem mehr oder minder lauten Knall.





Devisen Rohstoffe - Investor - FAZ.NET - Devisen: Yen - effektiv auf 20-Jahrestief

Die Hedgefonds (=Heuschrecken) erhöhen die Rendite nur durch Erhöhung des Risikos

Der Chef der BaFin, Sanio warnt vor dem Risiko durch Hedgefonds. Diese erreichen ihre Renditeversprechungen nur durch einen Trick: Das Geld wird gehebelt, und zwar massiv. Der Hedgefonds sammelt Geld ein. Dann holt der Hedgefonds sich für seine Käufe weiteres Geld bei den Banken. Dann wird die Firma geplündert, üblicherweise durch Verkäufen von Immobilien, Tochterfirmen, etc. Doch damit ist noch nicht Ende. Oft wird der Firma ein Kredit aufs Auge gedrückt, natürlich beim Hedgefonds. Und Schwupps hat der Hedgefonds wieder Geld, das er wieder investieren kann. So wird das ursprünglich eingesetzte Geld zigfach investiert. Macht der Hedgefonds 5% bei einem Investment, kann die Rendite gehebelt entsprechend höher werden. Allerdings steigt das Risiko auch. Und wie Sanio meint, extrem.

Das Spielchen ist nicht neu. Wir hatten das schon als Pretty Woman gedreht wurde. Das ganze macht immer dann Sinn, wenn die Zinsen niedrig sind und man entsprechend hohe Hebel erreichen kann, ohne von den Zinszahlungen erdrückt zu werden.

Moralische Bedenken mal außen vor gelassen, ist das auch nicht wirklich schlimm. Aber, und deshalb schreibe ich das hier, es ist ein Zeichen für die Risikoneigung, die in den letzten Jahren massiv zugenommen hat. In den Firmenübernahmen steckt viel Risiko, in den US-Immobilienfinanzierungen und im Anleihemarkt ebenfalls. Und diese Risiken scheinen mir nicht ausreichend bewertet. Die Börse tut beschwichtigend so, als sei alles im grünen Bereich.

Mich würde es sehr wundern, wenn 2007 nicht ein größeres Gewitter den Börsenhimmel verdunkeln würde.



Finanzmarktaufsicht: BaFin-Chef warnt vor Finanzinvestoren - Wirtschaft - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten

Graham's last words: Stop Stock Picking!

Harter Tobak für Stockpicker!

Da sagte der Gott der fundamentalen Aktienanalyse (bevor Buffet dazu wurde) kurz vor seinem Tod doch tatsächlich, dass sich Aktienanalyse nicht mehr lohnt. Genau die Analyse, die ihn selber reich gemacht hat. Kurz zusammengefasst war Graham bereits in den siebziger Jahren der Meinung, dass die Märkte inzwischen so effizient seien, dass man über eine detaillierte Aktienanalyse keinen signifikanten Mehrertrag mehr erzielen könne. Weil die Analysen schon zigfach erstellt wurden. Und man selber dabei kaum noch einen Vorteil erzielen kann.

Sein Vorschlag war einfach: Man nutze die Analysen und die daraus entstehende Datenflut und baue sich daraus ein fundamentales, breit gestreutes Depot. Man kauft z.B. einfach die Aktien mit der höchsten Dividendenrendite (kann man auch noch weiter verfeinern, z.B. indem man aus der Liste alle rauswirft, die mehr als 60% des Gewinns ausschütten und/oder die die Dividende nicht konstant zahlen konnten). Oder man kauft die Aktien mit den niedrigsten Kurs-Buchwert-Verhältnis.

Ich persönlich glaube, dass die Analyse heute richtig ist. Der Markt wird aktuell noch von Stockpickern gemacht (sprich den aktiv gemanagten Fonds). Der Anteil der indexorientierten Investments steigt zwar deutlich, aber ist noch nicht entscheidend. Irgendwann wird der Anteil der indexorientierten Gelder so hoch werden, dass darauf Ineffizienzen entstehen. Wenn eine Aktie immer weiter gekauft wird, nur weil sie im Index ist, aber kurz vor der Pleite steht (ich spitze absichtlich zu), kann man darauf besser dagegegen wieder investieren. Dazu braucht man dann aber wieder die fundamentale Analyse.



Why the world's greatest stock picker stopped picking stocks. - By Henry Blodget - Slate Magazine

Bier und Börse

Hört sich für mich wie die gewinnbringende Kombination an ...

Der Bierpreis schwankt mit der Nachfrage. Am besten also schon morgens hingehen ;-)

Broker's Bier Boerse, Berlin, BE : Reviews of Broker's Bier Boerse - Yahoo! Travel

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Immer frische Gewürze

Leider nicht kaufbar ... Direkt aus dem Electrolux Designstudio.



Sieht gut aus. Ich glaube, es muss sich mal ein Designer Gedanken über diese grottenhässlichen Keimsprossenschalen machen. Wenn die nicht so hässlich wären ...



MoCo Loco: Hydrosphere







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Impft eure Kinder!

Überraschung!



Nicht die böse, böse Pharmaindustrie hat Studien gefälscht, sondern einer der führenden Impfgegner Großbritanniens ...



Naja, wenn man gleichzeitig als Anwalt die "Geschädigten" vertritt, zumindest finanziell gesehen keine dumme Idee ...



Auf jeden Fall kann man die dauernd unterstellte These, dass die Pharmaindustrie eh alle Studien fälscht und auch die Robert-Koch-Institute und die unabhängige Impfkommission eh alle gekauft sind, zu den Akten legen. Gut, vielleicht sind die alle gekauft, aber wenn die Gegenseite auch gekauft ist ... Dann macht am besten das, was alle machen. Soooo gefährlich kann's ja dann nicht sein ...



Konkret geht's um die Dreifachimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln. Die wird in Deutschland allerdings normal nicht mehr genommen, hier gibt's jetzt direkt 5 oder 6 in einem Abwasch.



Nachrichten - Natur und Wissenschaft - FAZ.NET - Impfstoff: Vergoldete Bedenken



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Niedrige Erwartungen sind doch gut ...

Denn die kann am einfachsten übertreffen. Und dann ist man glücklich. Ich habe zwar mal genau das Gegenteil gelesen, aber jetzt sagt eine Studie, dass ein ganzes Volk (die Dänen) deshalb so hoch im Happiness Index stehen, weil die Erwartungen so niedrig sind ...



Link beim New Economist





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Akkus so gut wie Batterien?

Klingt sehr interessant.

Habe ich zuerst von Sanyo gesehen, gibt es jetzt aber auch von Ansmann (evtl. ist das aber auch nur umgelabelt).

Beides sind Akkus, die sich nur sehr langsam selbst entladen. Normale NiMH Akkus haben eine Selbstentladung, die Akkus in sehr sparsamen Bereichen vergleichsweise uninteressant machen. Außerdem sind normale Akkus nach dem Kauf immer ungeladen (weswegen manchmal doch noch schnell wieder ein Satz Batterien gekauft wird).

In der c't war mal ein Test drin und der meinte kurz zusammengefasst, dass Akkus in Fernbedienungen u.ä. Geräten, in denen eine Batterie üblicherweise 2 Jahre hält, keinen Sinn machen. Die Selbstentladung ist so hoch, dass man eine solche Laufzeit mit Akkus nie erreicht. Aus Umweltgesichtspunkten macht der Einsatz evtl. noch Sinn, aus finanziellen Gründen aber nicht. Allerdings ist der Bericht schon etwas älter und die Aussagekraft ist mglw. sehr begrenzt, denn NiMh Akkus sind ja superpreiswert geworden. Selbst die oben erwähnten neuen Akkus bekommt man ab 5 Euro für 2 Mignon-Akkus. Die Kapazität ist zwar mit 2100 mAh etwas geringer als bei den modernsten "normalen" Akkus; zum Vergleich: Mein letzter Satz Akkus von Sanyo und Panasonic hat 2700 mAh.

Und noch ne Frage am Rande für Leute, die Ahnung haben (bitte Kommentar hinterlassen): Manchmal liest man in Anleitungen: Bitte keine Akkus verwenden. Z.B. zuletzt in meinem Milchaufschäumer. Auch in Newsgruppen habe ich schonmal so Gerüchte gelesen. Aber können Akkus wirklich ein Gerät zerstören? Bis auf die Voltzahl (1,2 Volt gegenüber 1m5 Volt bei Batterien) gibt es doch keinen Unterschied. OK, bei Akkus bricht am Ende der Kapazität der Strom deutlich schneller und dramatischer ein als bei Batterien, aber das ist doch nur ein Problem, wenn ich eine Ladestandsanzeige habe, die dann beim Akku nur Mist anzeigt. Aber dass ein Milchaufschäumer davon kaputtgeht, glaube ich ehrlich gesagt nicht.



Sanyo eneloop Mignon/AA Akku HR-3UTG 2000mAh 4er Pack - AkkuShop.de - Extreme Energy - Akkus, Batterien und Ladegeräte für jedes Handy, Radio

Wer schon immer mal wissen wollte, was ich cool finde ...

Diese Lampe:



Neues Licht



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Wer schon immer mal wissen wollte, was diese komischen Spex-Leser so gut finden



findet im Link unten die Single des Jahres und ein Lied von der Platte des Jahres.



concerto blog: Ergebnisse des Spex-Leser Poll 2006



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Schnickschnack!

Hmmm, ich hatte mir schonmal ein Patenwort ausgesucht, dass ich vor dem Aussterben bewahren wollte. Die Ironie: Ich habe es selber wieder vergessen ...

Also auf ein Neues: Schnickschnack gilt es zu retten. Endlich hat mein Leben einen Sinn!

Unter dem Link unten gibt es noch viele andere schöner Wörter, die es zu retten gilt. Helft mit!



Lexikon der bedrohten Wörter

Markt gibt es nur mit Wettbewerb

Wenn ich mit den üblichen linken Verdächtigten über den Markt, die Wirtschaft und die Politik diskutiere, werden mir oft Beispiele dafür gebracht, dass meine positive Meinung über den Markt doch nicht stimmen könne. Auf der Liste ganz oben stehen oft die Energiekonzerne. Dabei laufen sie bei mir aber offene Türen ein, denn bei Infrastruktur gibt es keinen (natürlichen) Wettbewerb. Keiner wird neben eine A3 eine B3 bauen. Keiner wird neben einen Kanal einen zweiten bauen. Keiner wird ein zweites Telefonnetz durch ganz Deutschland ziehen. Das Verlegen der Kabel ist *viel* zu teuer. Infrastruktur ist nicht über Wettbewerb privatisierbar und/oder betreibbar.

Bei den Stromkonzernen liegt der Verdacht sehr nahe, dass inzwischen ein gehöriger Teil des Gewinns aus dem Stromnetz kommt, also genau dem Bereich, in dem kein Wettbewerb herrscht. Entweder man schafft eine Behörde wie die Regulierungsbehörde bei der Telekommunikation mit weitreichendem Einfluss und politischer Unabhängigkeit. Ich weiss, die Behörde ist da, die genannten Bedingungen sind aber m.E. nicht erfüllt. Oder man löst, wie von der EU vorgeschlagen, das Netz aus den Konzernen raus und verstaatlicht das Netz. Ich glaube aber, wie die FAZ nicht daran, dass man sich zu einem so radikalen Schritt überwinden kann. Denn im Endeffekt bin ich davon überzeugt, dass *ohne Wettbewerb* es ziemlich egal ist, ob dem Staat oder einer Firma etwas gehört. Es ist nie effizient, nur hat eine Firma immer das Interesse möglichst viel gewinn daraus zu ziehen. Der Staat nicht. Ich möchte aber nochmal betonen, dass ich den Staat an fast keiner Stelle sinnvoll finde, wo Wettbewerb herrscht (bzw. herrschen könnte). Hier wird (fast) immer der Wettbewerb zu mehr Produktvielfalt und zu besseren Preisen führen.



Hintergründe - Wirtschaft - FAZ.NET - FAZ.NET-Spezial: Energiestrategie: Besser hart

Ohne Schwarzarbeit gäbe es keine Arbeitslosen

Knapp 15% der deutschen Wirtschaftsleistung werden durch Schwarzarbeit geleistet. Würde die Schwarzarbeit offiziell erbracht, bräuchte man in der Umkehrung 15% mehr (offizielle, sprich sozialversicherte) Arbeitskräfte (defakto wäre sogar noch mehr, weil die Schwarzarbeit wahrscheinlich arbeitskraftintensiver ist als der Wirtschaftsdurchschnitt). Bei etwa 39 Millionen Arbeitskräften hätte man so knapp 6 Mio. Arbeitsplätze mehr. Zumindest wenn man so einfach rechnet.

In der Praxis ist es schwieriger, denn die Leistung offiziell einzukaufen, ist natürlich viel teurer. Und das Geld fehlt dann woanders. Auch derjenige, der das Geld schwarz kassiert, gibt es aus und sorgt so für offizielle Arbeit. Volkswirtschaftlich gesehen ist also Geld für Schwarzarbeit nicht komplett verloren. Trotzdem könnte man wahrscheinlich mit einer Halbierung der Schwarzarbeit auch die Arbeitslosigkeit halbieren. Und wenn man den Leuten am Ende des Jahres das mehr gezahlte Geld über die dann mögliche Senkung der Sozialabgaben wieder zurückgeben würde, könnte das sogar nachhaltig sein. Denn dann hätten ja alle Haushalte mehr Geld zur Verfügung, ein paar, weil sie einen neuen Job bekommen haben, ein paar, weil netto mehr vom Gehalt ankommt.

Dass das wie eine Spirale funktionieren könnte, ist meines Erachtens offensichtlich. Allerdings müsste man das erstmal in Bewegung setzen. Vielleicht reicht eine Kampagne (am besten nicht von Jung v. Schwachmat) mit dem Motto: "Schwarzarbeit vernichtet Arbeitsplätze. Ohne Arbeitsplätze kein Sozialstaat."



Studie: Mehrwertsteuer begünstigt Schwarzarbeit | tagesschau.de

AIDS in Afrika aus Sicht einer Ökonomin

Manche halten von solchen Betrachtungen ja gar nichts und denken immer "menschenverachtend". Aber es gibt immerhin einen interessanten, neuen Blick auf die Dinge ...

Die drei Ergebnisse von Emily Oster:

a) Man sollte nicht primär AIDS bekämpfen, sondern die Vorerkrankungen. Herpes z.B. kann offene Wunden verursachen. Dadurch steigt die Ansteckungsgefahr deutlich. Der große Vorteil: Die Behandlung der Vorerkrankungen ist *viel* billiger als die Behandlung von AIDS. Man könnte also auch ein Vielfaches an Leben retten.

b) Ohne Armutsbekämpfung keine AIDS-Bekämpfung. Das ist sicherlich die am wenigsten überraschendste Erkenntnis, trotzdem ein spannendes Ergebnis, weil es statistisch belegt wird.
Wenn man sich die Entwicklung in Afrika anschaut, ist im Durchschnitt nur wenig passiert, bei einem differenzierterem Blick fällt aber auf, dass Afrikaner mit höherem Einkommen und höherer Lebenserwartung ihr Sexualverhalten am meisten verändert haben und davon auch am meisten profitieren. Kurz: Wäre das Einkommen und die Lebenserwartung so hoch wie im Westen, wäre AIDS auch nicht ein so großes Problem.

c) Die Anzahl der AIDS-Kranken wird überschätzt. Die UN schätzt die Zahlen aufgrund der Untersuchungen an schwangeren Frauen. Diese sind aber am häufigsten von AIDS betroffen. Emily Oster hat die Zahl der AIDS Kranken in der Gesamtbevölkerung aus der Lebenserwartung zurückberechnet. Die gute Nachricht: AIDS ist nicht so verbreitet wie oft behauptet. Die schlechte Nachricht: AIDS verbreitet sich immer noch mit unverminderter Geschwindigkeit.



Esquire:Feature Story:Three Things You Don't Know About Aids In Africa

Die Kreditprobleme in der USA werden immer schlimmer

Ich bin eigentlich kein Pessimist. Ansonsten würde meine Altersvorsorge nicht zu über 80% in Aktien stecken ...

Aber was sich da gerade in Amerika zusammenbraut ist übel. Über die Hypotheken in den USA habe ich ja schon mehrfach geschrieben. Dass die USA im Ausland extrem hoch verschuldet ist, dürfte inzwischen fast jedem bekannt sein. Da bleibt eigentlich nur noch ein Markt über: die Unternehmensschulden. Und auch der sieht nicht besser aus ...

Anleihen ordnet sogenannte Ratingagentur in Risikoklassen ein. Von AAA (Triple A) bis runter zu CCC und D. Wobei D heißt: Zahlt nicht mehr. Wenn man sich jetzt anschaut, wie die Entwicklung ist, wird einem fast übel ...

AAA und AA : Von 17% auf 2%
A: Von 33% auf 9%
BBB: konstant bei 18%
BB: von 22% auf 25%
B: von 7% auf 42%(!!!)
CCC: von 3% auf 4%.

Der Anteil bezieht sich auf die Anzahl der Firmen mit dem entsprechenden Rating. Es könnte sein, dass die Summe, die die jeweiligen Firmen ausstehen haben, anders verteilt ist und der massive Rückgang bei den beste Schuldner nicht die wirklich wichtigen,sprich großen Schuldner betrifft. Aber wenn man weiss, dass auch GM und Ford nur noch mit BB gerated werden (und damit als Junk Bond gelten), wird die Hoffnung nicht allzuweit tragen.

Wie aus einem weiteren Bericht in der FTD hervorgeht, bekommen fast ein Drittel aller CCC Anleihen innerhalb nur eines Jahr Probleme mit den vereinbarten Zahlungen.



Junk Turns Golden, But May Be Laced With Tinsel - WSJ.com (Leider nur für Abonnenten).

Update (16.4.09):

Der Link ins WSJ geht nicht mehr, deshalb ergänze ich mal eine Grafik:



Die alten Zahlen sind übrigens Basis 1980.

Jaja, der US-Immobilienmarkt ... Langsam spricht es sich rum

Hmmm, 2,2 Millionen Immobilienbesitzer, die ihr Haus verkaufen müssen, sind eine üble Zahl.

Diese belegt nochmal meine Einschätzung, dass man bei der Betrachtung des US-Immobilienmarkts nicht nur die Preisentwicklung betrachten darf, sondern die Finanzierungsseite ebenfalls beachten muss. Und die Kombination aus massiv gestiegenen Preise (und damit verbundener spekulativer Blase) auf der einen Seite und die zum Teil extrem wackligen Finanzierungen auf der anderen Seite machen die Gesamtsituation so schlimm.



TP: Am amerikanischen Subprime-Hypothekenmarkt droht ein Desaster

Don't cry for me Venezuela

Mein Lieblingszitat "Ich schwöre es bei Christus, dem größten Sozialisten der Geschichte. Ich schwöre es vor Gott, bei allen Dollar, Lieben und Hoffnungen." Huga Chavez.

Und er will eine südamerikanische Währung wie den Euro. Und vor dem Dollar warnt er, weil das angeblich eine Blase sei. Gleichzeitig schafft er die freie Presse ab. Und ändert die Verfassung ab, um eine dritte Amtszeit für sich selber möglich zu machen.

Ich halte auch nicht viel vom Dollar. Aber der Dollar ist um einiges solider als die wirren Ideen von Chavez, dem offenbar sein Ölreichtum zu Kopfe gestiegen ist. Bin mal gespannt, was der bei einem Ölpreis von 30 Dollar noch von sich gibt ...

Irgendwie scheint mir, als wäre das alles irgendwie der natürliche Weg, den die Helden der Linken so gehen. Was sagt eigentlich Attac dazu?



TP: Venezuela will die Revolution "radikalisieren"

Multitouch - Und wer hat's erfunden?

OK, Antwort Teil 1 voran: Apple war's nicht.

Und die Firma, die es erfunden hat, heißt (schöner Name) Fingerworks. Und letztes Jahr machten die auf ziemlich mysteriöse Art den Laden dicht. Eine Übernahme war wahrscheinlich, offiziell gab es aber nichts zu hören.

Naja, jetzt ist klar, wo die beiden Gründer von Fingerworks stecken: bei Apple. Und haben dort am iPhone mitgearbeitet.

Das Multitouch-Interface ist das interessanteste, was in den letzten (locker) 10 Jahren auf den Markt gekommen ist. Revolutionärer auf jeden Fall als das iPhone.

gefunden bei Crunchgear.

Übrigens: Wer sich für innovative GUIs interessiert, dem kann ich die Website Nooface.com empfehlen. Lohnenswert.

Zur Mindestlohndebatte

Ich habe mir zwar vorgenommen, zu aktuellen politischen Dingen weniger zu schreiben als im letzten Jahr, aber wenn es sich um Wirtschaftsthemen handelt, werde ich das nicht komplett sein lassen.

Econbrowser hat einen interessanten Artikel zum Mindestlohn. Dieser weist darauf hin, dass die meisten, aktuellen Wirtschaftstheorien nicht mehr von den utopischen Annahmen der alten Modelle ausgehen (effiziente Märkte, Homo Ökonomikus, ...). Bei der Diskussion über Mindestlöhne benutzt die Wissenschaft aber weiterhin diese (alten) Modelle. Das ist aber zu stark vereinfachend.

Wenn man zwei Sachen ins Modell einbaut, die die Realität exakter widerspiegeln, nämlich:
a) ein Teil der Unternehmen kann die höheren Löhne über höhere Preise weitergeben
b) Arbeiter sind unterschiedlich (nicht beliebig ersetzbar),
ist die Rechnung gar nicht mehr so einfach.

Im Endeffekt hängt es vom Anteil der Firmen ab, die die Preise erhöhen können, ohne dass es zu Rationalisierungen kommt. Denn dann halten diese die Beschäftigung stabil. Und das erhöht die Lohnsumme. Die dann wieder verkonsumiert wird. Über diesen Multiplikatoreffekt *kann* ein erhöhter Mindestlohn sogar zu höherer Beschäftigung führen.

Was aber noch lange nicht heißt, dass das wirklich so ist. Genausowenig heißt es aber aber nicht, dass die neoliberale These stimmt, dass höhere (Mindest-)löhne immer zu weniger Arbeit führen.

Schade, dass uns die Wissenschaft nicht sagen kann, wie hoch der Anteil der Firmen ist und wie weit man die Löhne erhöhen müsste, um den optimalen Effekt zu erreichen. Aber das wäre auch egal, denne swürde sowieso niemand darauf hören. Denn die meisten Politiker sind ja schon zu dumm, der Diskussion oben überhaupt zu folgen ... Die sind schon froh, wenn die einen der beiden Standpunkte ("Mindestlohn gut, weil ... " oder "Mindestlohn schlecht, weil ..." verstanden haben ....)



Econbrowser: The Economic Debate over Minimum Wage Effects

Das iPhone ist da. Und es ist besser als erwartet. Und schlechter ...

Also da isses nun. Es hat eine revolutionäre Benutzeroberfläche. Die Annäherungserkennung ist brilliant.

Ich bin aber überrascht, dass Apple iPod, iPhone und Tablet in ein Device packt. Ich hätte (zumindest zum Start) eher lieber ein Apple Phone gehabt. Also Telefonieren, SMS, Kontake und Termine, Kamera und vernünftiges Syncen zum PC/Mac. Vielleicht kommt das ja noch.

Mal lieber zum Realen. Mein Kontostand (rot) und der Erscheinungstermin (Quartal 4 in Europa) sind trotz des zu erwartenden Preises von 800 Euro noch kompatibel. Ich darf mir halt nur nichts mehr kaufen bis dahin. Gar nichts. Hmmm. Aber 800 Euro sind schon heftig.

Mac OS X auf dem Teil ist natürlich prinzipiell toll. Wenn man das jetzt auch selber programmieren kann, wäre das supergeil. Nach ersten Informationen soll das aber nicht möglich sein. Vielleicht darf man Widgets selber schreiben. Aber nix in C. Von Java war auch nichts zu hören. Oder einem SDK. Dann wäre das iPhone genau so gekrippelt wie die anderen Handies auch. Vielleicht dann doch eher das offene Linux-Handy, das demnächst kommen soll.

Ob GPS drin ist oder nicht ist unklar. Es wurde Google Maps gezeigt, aber nichts von GPS gesagt. Was soll ich mit Google Maps, wenn ich nicht weiss, wo ich bin? Naja, immerhin hat die Demo gezeigt, dass auf dem Teil ein akzeptabler Browser ist (ob es wirklich ein volles OS X mit einem volen Safari ist?).

Es ist kein UMTS-Handy. Das ist schade. Denn mit einem vollen Browser und dem großen Bildschirm würde mobiles Internet erstmals Sinn machen. Kein UMTS, aber immerhin Edge. Edge macht in Deutschland allerdings nur T-Mobile. Und überhaupt ist die Bindung an einen Hersteller in den USA komisch. Ist dort zwar üblich, aber ich hoffe, dass das in Deutschland nicht so kommt. Mein Vertrag wird bald verlängert und einen neuen schließe ich für ein neues Handy nicht ab.

Neben dem Fehlen von UMTS und (wahrscheinlich) GPS verwundern ein paar Sachen: Trotz Bluetooth und WLAN erwähnte "His Steveness" nichts keine sozialesn Features. Also z.B. Songtausch wie beim Zune. Auch dass man keine Songs über das Netz kaufen kann, ist ziemlich komisch. Möglicherweise ist das aber auch ein Zugeständnis an die Netzanbieter. Und damit scheint mir auch Apple nicht in der Lage zu sein, dass unsägliche Mobiltelefon-Verkrüppeln sein zu lassen. Nur weil die Netzanbieter für 3 Dollar einen Klingelton verkaufen wollen (und nicht für 1 Dollar wie bei Apple, dafür aber einen richtigen Song). Oder keinen Chat erlauben, weil man sich die SMS-Geldruckmaschine nicht kaputtmachen will.

Zusammenfassend: das Device ist cool, besser als erwartet (und die Erwartungen waren nicht gerade niedrig). Die Benutzeroberfläche verspricht sogar eine Revolution zu sein. Aber ohne UMTS, ohne eigene Programmierbarkeit, ohne GPS, puuuuh. Ich weiss nicht, ob ich dafür 800 Euro auf den Tisch legen werde. Vielleicht suche ich mir doch ein Telefon, das mehr designmäßig in dieser Linie liegt und bedienungsmäßig dem iPod (weniger ist mehr).

Technorati technorati tags: , ,

Cost Average - Nur ein Mythos?

Interessanter Artikel in der FTD.

"Einigkeit besteht lediglich darin, dass die Durchschnittskosten bei einem Sparplan sinken können - doch daraus lassen sich keine allgemeingültigen Schlussfolgerungen ziehen". Also eben keine Senkung der Volatilität und auch keine Senkung des Risikos und auch keine Erhöhung der Performance.

Der positive Effekt eines Sparplans ist simpel: Wenn ich wie bei einem Fondssparplan üblich jeden Monat 100 Euro investieren kann und dabei die gleichen Gebührenbelastung habe wie bei einer Einmalanlage von 1.200 Euro am Ende des Jahres, profitiere ich davon, dass ich das Geld schon eher angelegt habe und schon länger Rendite erwirtschaften konnte (Im Beispiel 600 Euro im Durchschnitt für ein Jahr). Und von sonst nichts.

Wenn man das Geld hat, sollte man es sofort investieren. Und dabei auf eine vernünftige Asset Allocation achten. Und wenn man einen Sparplan abschließen will, muss man den eh abschließen. Nur dass man vom Cost Average Effekt was hat, sollte man sich abschminken.



FTD - Cost-Average und kein Ende - Geldanlage

Tools für iPod Besitzer

Interessante Tools für iPod Besitzer finden sich im verlinkten Artikel.

Nicht nur ein kompletter Ersatz für iTunes ist dabei (der dazu noch plattformunabhängig vom iPod aus läuft), sondern auch ein paar nette Download-Tools, mit der man sich z.B. die aktuellen Nachrichten, den Wetterbericht oder eBooks auf den iPod holen kann.

(Eigentlich ist dieses Posting nur ein Test für das neue Performancing Plugin ...)

Navigation: Schnellste Route oder umweltschonendste?

Interessante Idee aus Schweden: Das heute offenbar übliche Navigationsgerät mit dem Spritverbrauch zu koppeln. Ergebnis: Gut 8 % weniger Spritverbrauch. Das Problem: Die Daten liegen nicht vor und mussten für den Versuch aufwändig manuell zusammengetragen werden.

Spannend würde die Idee vor allem dann, wenn jedes Auto mit Navi seinen Spritverbrauch melden würde. Dann könnte man das schnell flächendeckend anbieten. Noch besser wäre es, wenn das in Echtzeit passieren würde. Dann könnte man den zusätzlichen Verkehr direkt an den spritfressenden Stellen (=Stau) vorbeileiten.

Gefunden bei Telepolis.

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Tolle Photos eines üblen Eissturms in Amerika

Wow!

Man beachte die unglaubliche Menge Eis, die sich auf der jeweils windabgewandten Seite gebildet hat. An dem Grashalm ganz unten auf Seite zwei sind bestimmt zwei Zentimeter Eis ... Unglaublich!

Es lohnt sich die gesamte Photostrecke!

Direkter Link auf Seitezwei.

Update: Na, wer hat's erfunden? Wer? Na, die Schweizer ... Das ist ja noch eine Stufe übler ... Bei den Photos werde ich aber das Gefühl nicht los, dass der See da irgendwie zu beigetragen hat ... Das ist ja noch surrealer als das aus Nebraska ... Seht selbst: Link. Die Photos sind zwar nicht so toll, aber die Mengen Eis sind schier unglaublich.


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Wikipedia sollte Anzeigen erlauben

Interessante Diskussion bei Slashdot, in der ich interessanterweise nur einen Beitrag gefunden hat, der auf die Details des Pros etwas genauer eingeht.

Die meisten Einträge kommen von den Zweiflern. Anzeigen haben Einfluss auf den Content. Anzeigengelder machen abhängig. Die Community von Wikipedia würden das nicht begrüßen.

Mit fällt aber zu jedem Punkt eine Lösung ein.

Anzeigen haben Einfluss auf den Content.

In deutschen, seriösen Tageszeitungen ist es auch heute noch üblich, dass der Journalist *nichts* von den Anzeigen weiss. Zwischen der Anzeigenabteilung und der Redaktion steht eine "chinesische Mauer", die jede Art von "schreib mal einen Artikel über x, dann kann ich eine Anzeige von z schalten" verhindert. Dass das in der Praxis gerade in Publikumszeitschriften oder selbst in "Fach"zeitschriften oft nicht so beachtet wird, ist schlimm. Aber das heißt ja nicht, dass das bei Wikipedia nicht besser laufen könnte.

Anzeigengelder machen abhängig.

Stimmt, aber nur, wenn man sich abhängig machen lässt. Außerdem darf man die aktuelle Situation auch nicht beschönigen, denn auch jetzt ist Wikipedia abhängig, nur halt von Spenden. Die können auch schneller versiegen als es viele jetzt ahnen. Aber der Grundgedanke der Abhängigkeit ist schon richtig.

Eine Lösung ist IMHO einfach: Wikipedia darf sich nicht abhängiger machen als sie es jetzt bereits ist. Keine neuen Festangestellten. Keine weiteren Verträge. Keine Werbekampagnen. Nur das, was jetzt bereits gezahlt wird.

Die Community wird Anzeigen nicht begrüßen.

Die Bereitschaft für Anzeigen hängt von zwei Punkten entscheidend ab: a) Welche Anzeigen werden geschaltet? b) Wofür wird das Geld ausgegeben?

zu a) Mehr als reine Textlinks werden wohl kaum akzeptiert. Möglicherweise ist nicht einmal Werbung, die nur auf eine Aktion hin berechnet wird (Cost per Click wie z.B. Google Adwords) akzeptabel. Banner, Flash, etc. sind Tabu.

zu b) Wikipedia geht es darum, frei verfügbares Wissen zu schaffen. Es wurde bereits mal die Möglichkeit angedacht, dass ein Spender der Wikipedia 100 Mio gibt, damit diese dann bestimmte Sachen aus dem Copyright rauskauft und frei zur Verfügung stellt. In der anschließenden Diskussion sind vielen Leuten viele saugute Sachen eingefallen, die als freier Content richtig viel Nutzen entfalten könnten. Was gekauft wird, bestimmt die Community.

Der Vorschlag:

Wikipedia einigt sich auf Richtlinien. Diese Richtlinien sind nur mit > 75% Mehrheit änderbar. Diese Richtlinien bestimmen die Anzeigen. Welche Form, welcher Partner (oder selber machen), mit Usertracking oder ohne, welcher Inhalt, wie platzieren (zufällig, fest (vom Kunden wählbar/von Wikipedia wählbar)).

Auf Basis dieser Richtlinien wird ein neuer Verein gegründet, der sich ausschließlich um die Vermarktung kümmert. Am besten an einem anderen Ort, am besten mit komplett anderem Personal. Keine Einnahmen, keine Statistik, nichts geht an die jetzige Wikipedia. Nur wenn die Wikipedia nicht genügend Spenden zusammenbekommt, springt die Vermarktung ein. Bleibt was übrig, wird ein Teil zurückgelegt und über den Rest bestimmt die Wikipedia Community. Einziger Verwendungszweck sollte der Kauf von Content sein, den man dann unter freier Lizenz (Creative Commons) der Menschheit zur Verfügung stellt.

Jetzt verschenkt Wikipedia die Möglichkeit, gegen eine kleine Gegenleistung (wir müssen Anzeigen akzeptieren) die große Chance, der Welt noch viel mehr Content zu schenken, als es Wikipedia aktuell eh schon macht.

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Windkraft mit Turbinen statt Rotoren?

Naja, das schreit nach Fake ...

Gefunden bei Treehugger.

Ein Typ, der statt den üblichen Windkraftwerken mit 3 Rotorblättern (früher gab's auch mal welche mit 4 oder 5 Blättern) eine quasi umgekehrte Flugzeugturbine einsetzen will. Die Vorteile sind einfach: Höherer Wirkungsgrad, einfachere Montage, wenige Verschleiss, leiser, geht auch noch bei richtig viel Wind. Die Nachteile erwähnt er nicht, aber Fragen bleiben:

a) Es haben schon andere versucht und es nicht hinbekommen.
b) Der Wirkungsgrad von 70% erscheint optimistisch, ist aber möglicherweise doch realistisch (Wasserturbinen kommen an die 95% ran).
c) Turbinen sind jetzt von Natur nicht besonders leise.
d) Turbinen sind kompliziert, teuer und aufwändig.
e) Turbinen sind schwer. Wieviel Kraft braucht man, um das Teil überhaupt in Bewegung zu setzen?
f) Der Einlass an einer Turbine (ich schätze Flugzeugturbinen auf vielleicht 2 Meter Durchmesser) ist ziemlich klein im Vergleich zur Fläche, die ein konventionelles Windrad aberntet (Durchmesser gehen Richtung 100 Meter). Reicht der erhöhte Wirkungsgrad aus, um den Nachteil in der Fläche auszugleichen?
g) Das Bild ist ja sowas von gephotoshopped. Aber er behauptet ja auch nicht, bereits irgendwas fertig zu haben.
h) Der Mensch hat kein Ingenieursstudium. Das muss nichts heissen, ist aber oft doch so ...

Man wird sehen. Oder auch nicht. Denn Entdeckungen von Einzelgängern versinken oft wieder in der Versenkung, ohne dass nochmal jemand davon gehört hätte ...

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Wow! Das sieht ja sexy aus ... (strengt Euch an bei Apple ...)

Ich könnt mir ja auch ein paar Gerüchte ausdenken, was Apple so Alles vorstellen mag in gut einer Woche. Aber das lohnt nicht. Es wehttp://www2.blogger.com/img/gl.link.gifrden ein paar Upgrades kommen (8 Core Mac Pro), ein paar neue Details zu Leopard und dem iTV (z.B. der endgültige Name). Vielleicht kommt auch was Überraschendes wie eine neue Mac Variante (zwischen Mini, iMac und Mac Pro). Vielleicht auch ein Telefon. Aber wer weiss.

Auf jeden Fall steht fest, dass nicht nur Apple tolle Sachen designen kann. Das bei MoCoLoco vorgestellte Handy namens Neon kann es locker mit dem bekannt guten Apple Design aufnehmen. Aber seht selbst. Das sieht nicht nur gut aus, sondern man kann direkt ahnen, dass sich das Teil auch gut bedient.

Update: Gerade einen interessanten Artikel gefunden, was man vom Applephone alias iPhone erwarten sollte und was nicht. Kurzzusammenfassung: Es wird nicht alle Probleme der Welt lösen, es wird wahrscheinlich ziemlich basic werden und trotzdem nicht fehlerfrei. Mac OSX hat auch lange gebraucht, bis es so gut war wie jetzt.


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