US-Wirtschaft: Jetzt nur noch 2 % Plus ...

... So langsam bin ich mit meiner Einschätzung vom letzten Jahr ja Konsens ;-)

Nach 3,3 % im Herbst ging es runter auf 2,9% im Winter (beides Zahlen aus dem White House) und jetzt sind wir bei 2 Prozent (Notenbank).

Mir war vor allem wichtig, dass die Schätzungen von 3,x Prozent, die auch am Ende des letzen Jahres an der Wall-Street herumgereicht wurden, einfach zu hoch waren.

Die aktuelle Einschätzung bei Econbrowser

Mit 2 % Plus von Bernanke liegt die Schätzung wieder im (zwar am oberen Rand) Bereich, mit dem ich mich anfreunden kann. Allerdings sind die Risiken klar und zeigen nach unten. Es kommt noch eine ganze Zinserhöhungswelle auf den US-Immobilienmarkt zu, die zu weiteren Zwangsverkäufen führen wird. Und dass die Notenbank über sinkende Leitzinsen die Lage entschärfen kann, ist angesichts der zu hohen Inflation fraglich. Aber die Notenbank könnte senken, wenn sie die Inflation nicht zu ernst nimmt (was die US-Notenbank im Zweifelsfall gerne macht ;-) ). Daher erwarte ich keine Weltwirtschaftskrise, aber ich erwarte eben auch kein gutes US-Wirtschaftswachstum, keine schönen Gewinnsteigerungen (die Gewinnmarge ist eh schon historisch hoch, ich habe keine Ahnung, woher weitere Steigerungen kommen sollten) und auch kein gutes Aktienjahr.

Man kann ruhig defensiv investiert bleiben, also mit Absicherung. Aber ein Jahr, in dem sich Risiko und Hebel lohnen, sehe ich nicht.

Update (30.3.07):

Das 4. Quartal 2006 kam jetzt mit den endgültigen Zahlen (PDF!) und wurde wieder leicht nach oben korrigiert. Jetzt sind es 2,5 % Plus im US-BIP geworden. Interessant ist, dass die Wirtschaft relativ stark zerrissen ist. Manche Komponenten sind deutlich im Plus, manche deutlich im Minus. So kommen satte 1,41 Prozentpunkte des 2,5 % BIP-Wachstums aus der privaten Nachfrage nach Dienstleistungen. Der gesamte private Konsum hat 2,93% zum Wachstum beigetragen. Eingebrochen sind aber die privaten Investitionen ("Wachstums"-beitrag -2,71 %), hier spürt die US-Wirtschaft nun die US-Immobilienkrise. Econbrowser betont auch nochmal, dass die "Residential Investments" den "Nonresidiential-Investemnts" vorweglaufen. Und das passiert auch dieses Mal: Nachdem die Residential Investments schon seit mehreren Quartalen negativ sind, knicken nun auch die Nonresidential Investments ein und liefern erstmals einen negativen Wachstumbeitrag (-0,34 Porzentpunkte zum BIP). Die Auswirkungen dürften in den nächsten Quartalen noch spürbarer werden.

2. Update (30.3.07):

Barry Ritzhold hat seine Sicht der Dinge dargelegt. Wie zu erwarten war, ist die nicht viel positiver als meine ;-) Er weist auf die Residential/Nonresidential-Relation hin, die schwachen Investitionen der Firmen und darauf, dass eine großer Teil der Korrektur nach oben über Lageraufbau, also nichts Nachhaltiges kam. Die US-Konjunktur hängt schon lange überwiegend am Verbraucher. Jetzt hängt sich aber auch noch nur am Konsum und nicht mehr an den Investitionen des Verbrauchers. Kann man wirklich auf diesem einen Bein alleine stehen? Flamingo-Economy?
Final Q4 GDP: Goldilocks has left the building

Osterei bei Google Maps ...

Stanford --> Stockholm.

Punkt 33 in der Routenbeschreibung beachten ;-)

In Frankreich scheint übrigens der einzige Ort in Europa zu liegen, an dem man aus dem Meer wieder rauskommt ... (New York --> Dublin)

Brennstoffzellen mit Zucker als Energieträger

Hmmm, klingt doch interessant.

Man wäre das Speicherproblem des Wasserstoffs los und müsste nicht mehr nachwachsende Rohstoffe (energie-)aufwändig in z.B. Ethanol umwandeln. Und das "Aufladen" der Brennstoffzelle wäre ebenfalls sehr einfach.

Natürlich kann man nicht beliebig viel Zucker herstellen; das Flächenproblem ist ähnlich wie beim Biodiesel. Aber zumindest als Batterie-Ersatz wäre das hochspannend, u.a. auch, weil kaum giftige Stoffe (Schwermetalle, etc.) in der Produktion benötigt werden.

Die Technologie ist noch im Labor-Stadium. Die Energiedichte ist noch nicht hoch genug und die Haltbarkeit auch noch nicht ausreichend.

Quelle: Telepolis : Saft rein, Saft raus oder hier: Ars Technica: Sugar powered fuel-cells are totally sweet

Börsenspam Folge 16: Return of the living Dead: Escom

Huargh. Was da noch so alles gehandelt wird ... Die sind doch schon ewig Pleite ...

---

Disclaimer siehe unten!
******************************************


Sehr geehrter Abonnent!

Folgende Aktie ist die Empfehlung der Woche:

ESCOM AG

Kurs: 5 Cent
Wochen-Ziel: 23 Cent
Vier-Wochen-Ziel: 2,60 Euro

WKN: 600720
Unsere Bewertung: Kaufen ++/+

Diese Aktie steigt seit Anfang des Jahres ununterbrochen.


Mit freundlichem Gruss,

Gunnar Klein
Chefredakteur
Investmenttipps Direkt Gratis


Disclaimer - Hinweis:
Offenlegung zur hier bestehenden Interessenkollision (Disclose):
Der Verfasser bzw. der Auftraggeber nachfolgender Kundgabe
und Kaufempfehlung hat selbst Short- oder Longpositionen nachfolgender
empfohlener Aktie im Depot und spekuliert auf Gewinne,
um wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen. Das bedeutet, dass der Empfehlende
selbst Positionen des unten bezeichneten Wertpapiers eingegangen ist oder
eingehen wird. Dies ist keine Kaufempfehlung.
Der Handel mit Aktien dieser Art ist hoch spekulativ.
Das sollte jeder wissen, der in diese Nebenwerte investiert.
Fragen Sie Ihren Anlageberater. Auf der anderen Seite kann es Ihnen auch
Freude bereiten, beim Kursanstieg von mehreren Prozent zu verdienen.
Investieren Sie nie zu viel und nehmen Sie auf keinen Fall einen Kredit zum Aktienkauf auf.
Erst Recht nicht, wenn es sich um diese hochspekulativen Pennystock-Aktien handelt.

---

Ich muss mal schauen, wieviel Papiere wir haben, die Penny-Stock-Zombies sind. Dann kann man ungefähr absehen, wann das zu Ende geht. Aber vielleicht machen die dann mit ausländischen Papieren weiter. Oder fangen von vorne an ...

Meine alten Postings zum Thema Börsen-Spam

Nr. 14, 15 oder wo sind wir? Metabox ...

... üble Erinnerungen. Neben Comroad wohl der übelste Beschiss am Neuen Markt .. Jetzt wieder da ...

---

Disclaimer siehe unten! Bitte unteren Risikohinweis lesen!
********************************************************************


Sehr geehrter Abonnent!

Folgende Aktie ist die Empfehlung der Woche:

MET(A)BOX AG

Kurs: 11 Cent
Wochen-Ziel: 28 Cent
Vier-Wochen-Ziel: 1,75 Euro

WKN: 692120
Unsere Bewertung: Kaufen +++/+

Insbesondere bei dieser Aktie ist mit einem starken Rebound zu rechnen.


Mit freundlichem Gruss,

Sven Traber
Chefredakteur
Investmenttipps Online


Disclaimer - Hinweis:
Offenlegung zur hier bestehenden Interessenkollision (Disclose):
Der Verfasser bzw. der Auftraggeber nachfolgender Kundgabe
und Kaufempfehlung hat selbst Short- oder Longpositionen nachfolgender
empfohlener Aktie im Depot und spekuliert auf Gewinne,
um wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen. Das bedeutet, dass der Empfehlende
selbst Positionen des unten bezeichneten Wertpapiers eingegangen ist oder
eingehen wird. Dies ist keine Kaufempfehlung.
Der Handel mit Aktien dieser Art ist hoch spekulativ.
Das sollte jeder wissen, der in diese Nebenwerte investiert.
Fragen Sie Ihren Anlageberater. Auf der anderen Seite kann es Ihnen auch
Freude bereiten, beim Kursanstieg von mehreren Prozent zu verdienen.
Investieren Sie nie zu viel und nehmen Sie auf keinen Fall einen Kredit zum Aktienkauf auf.
Erst Recht nicht, wenn es sich um diese hochspekulativen Pennystock-Aktien handelt.

---



Man sieht, dass ich spät dran bin. Andere haben den Spam wohl schon viel eher bekommen.

Finger weg! Die Aktie hat Null Substanz. Und die Dullis, die heute bei 14 Cent eingestiegen sind, haben sich wohl übelst die Finger verbrannt. Für Kursverdopplungen sorgen die Spams schon länger nicht mehr. Vielleicht weil die Spams inzwischen besser gefiltert werden. Vielleicht auch nur, weil den Dullies langsam das Geld ausgeht.

Meine alten Postings zum Thema Aktienspam

Börsen-Spam: Jetzt auch für US Aktien als Bild (STONEBRIDGE RES EXP)

Na, da hab ich mich letzte Woche noch darüber lustig gemacht, dass man jetzt auf Deutsch mit Aktien zugespammt wird, die in Deutschland gar nicht handelbar sind ... Zu früh gelacht ...



Tja, jetzt also auch noch Penny-Stocks aus den USA. Stonebridge Res. . Ganz toller Explorer. Seit dem 1. März auch in Deutschland notiert. Und schon dreieinhalb Wochen später in die Herzen der Anleger gespammt. Wow! Beachtliche Leistung! Die meisten anderen Firmen mussten dafür erst groß werden und dann ganz toll vor die Wand fahren und Pleite machen. Stonebridge hat sich das alles geschenkt und ist direkt auf die Überholspur gegangen!

Sarkasmus beseite: Exploration machen die, seit die gemerkt haben, dass das andere Geschäft nichts taugt. Dass die Exploration nichts taugt, merken die wahrscheinlich erst später ... (Die Produktionsanlage, die die gekauft haben, ist dummerweise kaputt gegangen, ohhhhh, schade).

Der Chart spricht Bände. Man achte auf die negative(!) Skalierung rechts (gut, man fragt sich auch, von wem sich Reuters die Chartsoftware programmieren lässt, aber das ist ein anderes Thema).

FINGER WEG.

(Nebenbei gilt immer die goldene Regel: Kauf nie was von einem Spammer. Ansonsten werden wir die Plage nie los).

Aber zusammen fassend: Jetzt haben wir die gleiche Art von Aktienspams wie in den USA. Pink Sheet, Text in ein Bild gepackt, damit es durch den Spamfilter kommt, etc. pp. Wenn ich mir jetzt anschaue, wie lange ich das tracke, ging diese Evolution ziemlich schnell.

Auf diese Mails können wir uns jetzt 100 Mal pro Tag freuen. Ich muss mir vor allem jetzt überlegen, ob ich das noch tracken soll (und kann), ob sich das lohnt und nicht alles viel zu zeitaufwändig wird. Wenn man jetzt mit US-Pennystocks anfängt, kann man die Masche ja unendlich lange fortsetzen (in Deutschland ist die Liste der Pennystocks ja ziemlich endlich).

Meine alten Postings zum Thema Aktienspam

Update (27.3.2007):

Interessanterweise scheint der US-Spam überhaupt nicht zu funktionieren. Die Kursveränderung geht gegen Null. Haben die Deutschen die Bilder aus in ihrem Mailprogramm und sehen den Spam-Text gar nicht? Oder erscheint die Aktie zu obskur? Oder sieht die Mail einfach nur zu viel nach Spam aus und die pseudo-seriösen Sachen vom "Deutschen Investment Report" oder "Anlage Repot International" ziehen besser? Vor allem, wenn sie noch von irgendeinem Doktor unterschrieben sind.

Nochn Update (27.3.2007):

Wegen mangelnden Erfolgs jetzt auch mal als Text:

---

KAUF-TIPP DER WOCHE

LESEN SIE DIE NACHRICTEN
STONEBRIDGE RES EXP Frankfurt: S3C.F

Name : STONEBRIDGE RES EXP
Kurzel : S3C.F
WKN : A0HHEB
Borsenplatz : Frankfurt
Schluss-Stand 23.03.2007 : Euro 0.10
Prognose bis 02.04.2007 : Euro 0.21

---

Mit dem üblichen Spam-Filter-Verwirrer Blindtext drumherum, den ich mir jetzt schenke. Sieht immer noch zu stark nach Spam aus, schätze ich. Also definitiv keine seriöse Quelle mit einem seriös klingendem Namen, nicht von einem Doktor. So wird das nichts, liebe Spammer ;-)

Update Nr. 3 (29.3.07):

Puh, das Teil hat echt ne neue Qualität. Ich habe den Spam etwa hundertmal bekommen. Aber das Komische: Die Aktie hat überhaupt nicht reagiert. Es gab ein wenig Umsatz, aber kursmäßig reichte das nicht einmal für einen Hüpfer, der über das hinaus geht, was die Aktie eh an Spread hat (aktueller Spread ist 8,5 zu 11 Cent).

Die US-Immobilienkrise ist noch nicht vorbei

auch wenn es die Kommentatoren bei jeder halbwegs positiven Zahl herbeischreien wollen. Forget it! Rückgänge am Immobilienmarkt dauern länger als 9 Monate, die Preisrückgänge sind höher als das was wir bis jetzt gesehen haben. Wenn man dann noch berücksichtigt, mit welch einer hohen Anzahl an höchst kreativen Wackelkrediten die Krise eingeläutet sind und was noch vor uns steht, ist die Hoffnung ziemlich gering, dass es dieses Mal bei einer kleinen, sprich unterdurchschnittlichen Krise bleibt. Nein, das durchschnittliche Maß werden wir sicher sehen, ich fürchte allerdings, dass es noch mehr werden könnte.

Die Zahl, die man beobachten muss, ist das Inventory in Months. Diese Zahl gibt an, wie lange es dauert, bis bei der aktuellen Zahl an Hausverkäufen der Berg an unverkauften Häusern abgebaut ist. Solange diese Zahl steigt, ist die Hoffnung auf eine Ende der Krise verfrüht.




The Big Picture | New Home Sales: 7 Year Low

Powered by ScribeFire.

Arggh. Jetzt schon mehrere gleichzeitig ...

...

OK, die These, dass da inzwischen mehr als eine Crew spammt, dürfte damit jetzt belegt sein. Welchen Sinn würde es sonst machen, zwei Aktien gleichzeitig zu promoten? Damit verteilt man ja nur das zur Verfügung stehende Geld auf zwei Werte und hat dann nicht mehr die Kursauschläge, die man als Initiator gerne hätte ...

--

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir machen Sie hiermit auf folgende Kursrakete aufmerksam:

OAR CONSULTING AG
WKN 687080

Kurs: 0,099 Euro
Wochenziel: 0,34 Euro
Monatsziel: 5,20 Euro


Bewertung: Kaufen +++/+

Mit freundlichem Gruss

Walter Stamm
Aktienexperte
ONLINE-RESEARCHES

---

Meine alten Postings zum Thema Aktienspam

Hoffentlich bringt die 13 Unglück ...

heute die 13. Mail mit Börsenspam. Jetzt ist Elsa an der Reihe. Ich bin etwas überrascht, aber in der Geschwindigkeit können die neuen Idioten für die Masche dpch gar nicht nachwachsen ...

---
Disclaimer siehe unten! Bitte unteren Risikohinweis lesen!
Geld verdienen mit der Aktie der Woche:

Hallo lieber Aktienfreund!

Wir empfehlen Ihnen dringend, sich folgende Aktien ins Depot zu legen:

ELSA AG

Kurs: 12 Cent
Wochen-Ziel: 27 Cent
Vier-Wochen-Ziel: 2,35 Euro
Jahresziel: 6,00 Euro

WKN: 507360
Bewertung: Kaufen
Heute schon 13% im Plus.

Diese empfohlene Aktie ist die Kursrakete der Woche.

Mit freundlichem Gruss,

Frank Hofmann
Chefredakteur
Investmenttipps Online


Disclaimer - Hinweis:
Offenlegung zur hier bestehenden Interessenkollision (Disclose):
Der Verfasser bzw. der Auftraggeber nachfolgender Kundgabe
und Kaufempfehlung hat selbst Short- oder Longpositionen nachfolgender
empfohlener Aktie im Depot und spekuliert auf Gewinne,
um wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen. Das bedeutet, dass der Empfehlende
selbst Positionen des unten bezeichneten Wertpapiers eingegangen ist oder
eingehen wird. Dies ist keine Kaufempfehlung.
Der Handel mit Aktien dieser Art ist hoch spekulativ.
Das sollte jeder wissen, der in diese Nebenwerte investiert.
Fragen Sie Ihren Anlageberater. Auf der anderen Seite kann es Ihnen auch
Freude bereiten, beim Kursanstieg von mehreren Prozent zu verdienen.
Investieren Sie nie zu viel und nehmen Sie auf keinen Fall einen Kredit zum
Aktienkauf auf.
Erst Recht nicht, wenn es sich um diese hochspekulativen Pennystock-Aktien
handelt.
---

Meine alten Postings zum Thema Aktienspam

Katamari für die Wii ...

Hmmm, so langsam fange ich wirklich an, mir über die Wii Gedanken zu machen.

Alles, was die XBox oder die PS3 besser macht als meine PS2 interessiert mich nicht. Zumindest noch nicht (weil es auch schlicht zu teuer ist). Weil ein gutes Spiel nicht davon abhängt, ob die Grafik gut ist. Ich habe schon 1980 Computerspiele gespielt und weiss daher genau, dass das auch schon auf dem damaligen Primitivst-Niveau Spaß machen konnte.

Die Wii bringt aber neue Ideen, so wie Katamari ein ziemlich anderes Spiel ist. Die Kombination könnte sehr spannend werden. Wie ich generell denke, dass die Wii neue Ideen bringt und einfach daher viel Spaß machen kann.

Katamari for Wii confirmend

Hah! Da hamwa Babock!

Als hätte ich es geahnt: Jetzt ist Babcock an der Reihe ...

---

Disclaimer:
Offenlegung zur hier bestehenden Interessenkollision (Disclose): Der Verfasser bzw. der Auftraggeber nachfolgender Kundgabe und Kaufempfehlung hat selbst Short- oder Longpositionen nachfolgender empfohlener Aktie im Depot und spekuliert auf Gewinne, um wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen. Das bedeutet, dass der Empfehlende selbst Positionen des unten bezeichneten Wertpapiers eingegangen ist oder eingehen wird. Die folgende Empfehlung beruht auf reiner Charttechnik. Fragen Sie auch Ihren Anlageberater

Sehr geehrte Damen und Herren,

Pennystocks erfreuen sich grosser Beliebtheit. Kaum ein Nebenwert sinkt unter den aktuellen Kurs.

Wir empfehlen unbedingt, die folgende Aktie in Ihr Depot zu nehmen:

Babcock-BSH AG
Branche: Maschinenbau
WKN: 528400

Kurs: 0,09 Euro
7-Tage-Ziel: 0,27 Euro
4-Wochen-Ziel: 2,90 Euro

ISIN: DE0005284004
Unsere Bewertung: ++/Sofort kaufen


Mit freundlicher Empfehlung,

Dr. Claudia Beckmann
Anlage-Report International

---

Meine alten Postings zum Thema Börsenspam

Da laufen ganz schöne viele Doktoren rum beim Anlage-Report. Nach Dr. Gisela T. Blecher-Stratmann, die im ersten Spam noch keinen Doktor und kein T. im Namen hatte (Bescheidenheit ist eine Tugend ;-) ), jetzt Frau Claudia Beckmann. Aha, aha.

Markt-Sentiment: Wie sieht's aus?

Das schwierige am Marktsentiment ist ja immer die Analyse, mit der man aus den vielen einzelnen Daten ein Bild machen muss.

Und das sieht ziemlich widersprüchlich aus. In Deutschland hat der von der Finanzwoche berechnete Put/Call-Indikator überraschend wenig reagiert. Weder auf den Einbruch der Aktienkurse, noch auf der Erholung.

In den USA sieht es anders aus. Dort zeigte das Put-Call-Ratio ziemlichen Pessimismus an (Link), die Anzahl der positiv gestimmten Börsenbriefe brach ein und hat sich trotz der Erholung kaum gebessert.

Das gibt bis hierhin kaum ein klares Bild.

Aber eine Zahl hat mich doch skeptisch gemacht. Und diese ist möglicherweise viel wichtiger als irgendwelche Stimmungsindikatoren. Weil sie zeigt, wo wirklich das Geld steckt.

Die Höhe der Wertpapierkredite ist auf Rekordstand. Absolut und ewig. Höher als im Jahr 2000. Wenn sich jetzt der Aktienmarkt verdoppelt hätte, dann könnte man sagen, halb so wild, prozentual alles halb so wild. Aber wir sind nicht so viel höher als 2000, die Standardwerte sind etwas höher, die Nasdaq ist aber deutlich drunter. (s. Update unten)

NYSE Margin Hits All Time Record

Ich befürchte bald, dass inzwischen jeder verstanden hat, dass man das Sentiment antizyklisch handeln muss. Also sagt man einfach nicht mehr, dass man positiv ist. Man kauft quasi heimlich. Aber manche Zahlen haben eine klare Aussage.

Es ist weiter kein Grund, abrupt pessimistisch zu werden. Etwas Vorsicht kann aber nicht schaden. Der Einbruch der letzten Wochen war noch nicht das schlimmste, was wir 2007 gesehen haben.

Übrigens interessant aus stimmungstechnischer Sicht, dass nirgendwo mehr was von den Yen-Carry-Trades geschrieben wird. Vor zwei Wochen noch ein Riesenthema, jetzt liest man höchstens noch mal einen "alles-nichts-so-schlimm"-Artikel wie diesen hier: the undeserved scapegoat-the yen-carry-trade.

Update (27.3.2007):

Mir fehlte leider die Datenreihe, um nachzurechnen, dass die Marktkapitalisierung heute nicht höher ist als 2000, die Wertpapierkredite aber doch. Zum Glück hat die Daten jemand und kommt zu dem (wenig überraschenden Ergebnis), dass der prozentuale Anteil der Wertpapierkredite an der Marktkapitalisierung auf Rekordhoch ist. Wir sind also in diesem Parameter spekulativer als vor der Jahrhundertbaisse 2000. (Link)

Schwappt die Krise schon über den Atlantik?

Mit aller gebotenen Vorsicht:

Der Chef eines britischen Sub-Prime-Kreditgebers ist heute zurückgetreten und die Firma warnt gleichzeitig vor einem massiven Gewinnrückgang für die nächsten Jahre.

Shares in British sub-prime mortgage lender Kensington plunging

Wenn in Europa ein Immobilienmarkt am ehesten die Probleme des US-Markts hat, dann ist es Großbritannien. Sowohl auf der Preis- wie auch der Finanzierungsseite. In Spanien ist die Preisseite auch heißgelaufen, allerdings kann ich die Finanzierungsseite dort nicht beurteilen.

Schaun mer mal ...

Japan sollte die Zinsen erhöhen, weil's für die Wirtschaft gut ist

Interessante These, vor allem weil die so völlig gegen die Konsensmeinung geht!

Die Idee ist folgende: Die japanische Wirtschaft ist extrem exportabhängig. Der ganze jetzige Aufschwung basiert darauf. Der Inlandskonsum hinkt jedoch weiter hinterher und kommt einfach nicht ans Laufen. Daraus entsteht ein heftiges Ungleichgewicht. Nicht nur für Japan, sondern über den niedrigen Zinssatz und die darauf basierenden Yen-Carry-Trades auch für die Welt. Diese verschuldet sich schließlich massiv in Yen und besorgt sich da das Geld, das an anderen Stellen der Erde zu teuer wäre.

Wenn man nun die Zinsen in Japan erhöhen würde, würde man diese Ungleichgewichte abbauen. Die nach außen (Yen-Carry-Trades) und selbst die nach innen. Denn eine Zinserhöhung in Japan täte dem japanischen Verbraucher gut, denn dieser verfügt über so hohe Ersparnisse, dass eine Zinserhöhung um 1% in etwa einem Einkommenszuwachs von einem Prozent entspräche. Damit könnte die lahmende Binnennachfrage in Schwung geraten und die japanische Wirtschaft endlich ein zweites Standbein bekommen.

Eine weitere Sache finde ich spannend und zwar das Auseinandernehmen der angeblich so hohen japanischen Staatsverschuldung.

Die Bruttoschulden des Öffentlichen Sektors liegen bei 170 Prozent des Sozialproduktes, diese Zahl ist allerdings auf die Definition des Öffentlichen Sektors zurückzuführen. So enthält er beispielsweise nicht die Bank of Japan. Die Yenkosten der Reserven werden als Schulden im öffentlichen Bereich verbucht, das Vermögen dagegen im Finanzsektor eingetragen. Alleine das reduziert die Schuldenquote um 20 Prozent des Sozialproduktes. Zieht man die Finanzvermögen der Regierung noch ab, so erhält man eine Schuldenquote von 90 Prozent des Sozialprodukts - das ist viel, aber nur die vierthöchst der OECD-Staaten.


Schon beeindruckend, wie stark sich Zahlen unterscheiden können, die doch angeblich vergleichbar sein sollen. Und wenn man dann noch berücksichtigt, dass beim japanischen Staat noch einiges an Assets dagegenzusetzen ist (ist halt ein mächtiger Staat wie auch hier in Deutschland und nicht ein aufs Minimum reduzierter Staat angelsächsischer Prägung), bleiben nur 40% "Effektivverschuldung" übrig.

Der Artikel ist sehr lesenswert, vor allem weil er zeigt, dass Konzepte die in einem Land richtig sein können in einem anderen völlig falsch sein können. Einfach irgendwas aus den USA (wo die Verschuldung der Verbraucher sehr hoch ist) auf ein Land wie Japan (wo die Haushalte über hohe Sparvermögen verfügen) zu übertragen, ist mglw. völlig kontraproduktiv.


„Die Zinspolitik Japans ist deflationär“

US-Börsenspam jetzt auch auf Deutsch

So, Stufe zwei wird gezündet ...

Im Rest der Welt hat man mitbekommen, wie doof die Deutschen sind und das Börsenspam in Deutschand in bisher ungekannter Weise gut funktioniert.

Also übersetzt man seinen Spam, der früher nur in Englisch verbreitet wurde, jetzt auch auf Deutsch. Also so was ähnliches wie Deutsch ... :

---

Sieger fuer Sieger! Das ist was wir bringen unseren Lesern!
Was passiert wenn kleine Firmen kriegen aktuelle Nachrichten und deswegen riesiege
PR Aktion haben? Das geht los!

Irwin Resources (IWRS OTC:PINKSHEET S)
Istpreis $0.50
Wirdpreis $1.50

Nur nicht verpassen! Diese kleine Firmen wirklich wachsen beim Kriegen Nachrichten
und glauben Sie uns die kommen dafuer dieser Freitag!

---

Die Aktie kann man nicht einmal an einer deutschen Börse kaufen ... Seltsam, ich hätte was promotet, das auch in Deutschland schon kaufbar gewesen wäre.

Bin sehr gespannt, wie sich die Aktie in den USA heute entwickelt ...

Meine alten Postings und Warnungen zum Thema Börsenspam

Was sagen uns die Rückgänge der Neubauanträge in den USA?

Bei vielen Indikatoren muss man sich ja immer fragen, welche Relevanz die eigentlich haben. Ich habe schon einige Male darauf hingewiesen, dass einige Indikatoren mit extremen Fehlerwerten behaftet sind. So z.B. auch im Immobilienmarkt, wo manche Zahlen ein Signifikanzintervall von +/- 15 Prozentpunkte haben. D.h., dass ein Plus von 8 Prozent in der Realität ein Minus von 7% sein könnte. Und im Gegenzug hat man erst ab einem Plus von 15% oder mehr eine signifikante Zahl, weil dann zumindest sicher ist (mit der Wahrscheinlichkeit des Konfidenzintervalls, üblicherweise 95%), dass die Zahl positiv war. Bei vielen Zahlen kommt man nicht umhin, die über Monate zu glätten, da man nur dann eine Aussage treffen kann.



Econbrowser hat jetzt eine sehr schöne Analyse der Anträge, Baubeginne und Verkäufe von Einfamilienhäusern in den USA gemacht. Dabei ist logisch, dass zuerst die Anträge gestellt werden, dann der Baubeginn erfolgt und in der Folge die Zahl der Verkäufe sinkt. So weit, so gut.

Dass die Zahl der Neubauanträge seit letztem Sommer sinkt, dürfte inwzischen bekannt sein. Dass der Rückgang auch ziemlich heftig war, auch. Im historischen Vergleich mit früheren Rückgängen hätten wir aber noch einiges vor uns und erst etwa die Hälfte des Weges vor uns.


Soweit noch nicht viel Neues. Interessant allerdings, dass das was oben beschrieben wurde, im Endeffekt die Kategorie "Residential Investment" ist. Diese macht etwa ein Viertel der Investments aus. Die restlichen 3/4 sind Non-Resicential-Investments. Und die große Frage ist ja immer, schlägt die Immobilienkrise auf den Rest der Wirtschaft durch oder nicht. Ich bin skeptisch und sehe die Chancen auf eine Ausweitung der Krise höher als der Markt. Und die Berechnungen von Econbrowser bestätigen meine Meinung.

Residential Investments laufen den Non-Residential-Investments voraus. Und zwar ungefähr um 1 Jahr. Die Korrelation ist hoch.

Es gibt also eine hohe Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Krise im Immobilienbereich auf den Rest der Wirtschaft durchschlägt. Und zwar in wenigen Monaten.

Wir haben bereits einen Rückgang des US-Wachstums von 4 auf 2,5 Prozent und das nur, weil der US-Verbraucher sich nicht noch weiter verschuldet (weil er nicht mehr kann). Wenn er jetzt noch gezwungen wird zu sparen, dürfte das Wachstum des Konsums schnell zum Erliegen kommen. Wir sind dann schnell bei nur noch 1 Prozent Wachstum.

Für eine Rezession reicht das IMHO noch nicht, aber wenn wir am Immobilienmarkt eine Abwärtsspirale bekommen, na dann Prost Mahlzeit. Abwärtsspiralen vorherzusagen ist quasi unmöglich. Das ganze ist Chaoswissenschaft. Aber manchmal ist die Wahrscheinlichkeit dafür höher, manchmal niedriger. Dieses Mal befürchte ich ersteres. Die Verschuldung ist so hoch und so wacklig, weswegen ich mir nicht vorstellen kann, dass der Anstieg der Zwangsvollstreckungen schon vorbei ist.



Econbrowser: Three Four Pictures from the Investment Sector



Der aktuelle Stand der US-Immobilienkrise

Habe zwar zu Hause noch ein paar Tabs aus Big Picture offen, die ich hier noch bringen wollte. Heute aber hat FAZ.NET einen ziemlich großen Artikel zum Stand der US-Wirtschaft und ich kann mich auf den beziehen.

FAZ.NET sieht auf der Gefährdungsseite (völlig zu Recht) vor allem das Thema Immobilien- und Hypothekenmarkt:

„Die jüngsten Indikatoren sind gemischt ausgefallen und die Bereinigung auf dem Immobilienmarkt hält an“, erklärte die Fed. Gleichwohl werde die Wirtschaft in den kommenden Quartalen wahrscheinlich weiter in einem moderaten Tempo wachsen, erläuterte sie weiter. Die Frage ist allerdings, ob sie mit dieser Einschätzung nicht noch viel zu optimistisch ist. Immerhin hat sie lange Zeit die Augen vor den verhalten ausfallenden vorlaufenden Indikatoren und vor allem auch vor der Krise im Immobilienbereich verschlossen.


Full Ack. Der Rest des Artikel ist ebenfalls lesenswert. Noch viel besser sind aber die Charts, obwohl ich die zwar fast alle schon von Big Picture kenne (mir schwant, der FAZ.NET Autor liest das auch ...). Der Autor lässt sich etwas breit über die Holzpreise aus (dass die fallen, ist bei dem dramatischen Rückgang der angefangenen Neubauten doch logisch ... (siehe Chart) )Und darin wird eben auch klar, wie unglaublich wacklig die Finanzierungsseite ist. In Chart 12 kann man sehen, wie massiv sich die Finanzierung in nur 4 Jahren geändert hat: Der Anteil der "schlechten" Kredit (Sub-Prime u.ä.) ist von 10 auf 40% der gesamten Neufinanzierungen gestiegen. Dass wir hier auf historisch unbekanntem Terrain sind, sieht man in Chart 15: Wir sind hier auf Niveaus, die 5-mal höher sind als 2000 und fast 20-mal höher sind als 1994. Auch die absolute Zahl ist erschreckend: Es sind über 600 Milliarden Dollar über die letzten drei Jahre. Pro Jahr wohlgemerkt.

Aber der richtige Schocker kommt erst in Chart 16. Wer die Schlagzeilen zum Thema verfolgt, weiss ja bereits, dass ein signifikanter Teil der Hypoteken variabel verzinst wird (ARM, adjustable rate mortgage). Und weiss auch, dass bei dem überwiegenden Anteil die Zinsanpassung nach oben noch kommt. Wann, kann man in der Grafik sehen.

In den nächsten 2 Jahren dürften Hypotheken im Wert von ca. 25 Milliarden pro Monat einen Zinssprung nach oben machen. Wenn der Zinssprung 2 Prozent beträgt (was ich durchaus für realistisch halte, da der Leitzins ja wesentlich stärker gestiegen ist), fehlen jeden Monat gut 41 Millionen. Also im 2. Monat 82 Millionen, etc. pp.
Diese Zahl ist in Relation zu den Haushalten in den USA allerdings recht mager. Für den einzelnen Haushalt aber sehr wohl. Wenn man mal ganz grob 10 Millionen betroffene Haushalte annimmt (150 Mio. Haushalte, 6 % davon haben Sub-Prime-Kredite) fehlen diesen Haushalten im Schnitt im nächsten Monat 4 Dollar, im übernächsten 8, in einem Jahr 50 und in 2 Jahren 100 Dollar. Jeden Monat. Dass das bei den meisten bis zur Halskrause verschuldeten Haushalten (ansonsten wäre die ja nicht Sub-Prime; man kann aber auch in Chart 2 sehen, dass natürlich genau die Leute mit wenig Eigenkapital auch die variabel verzinsten Kredit haben) einfach nicht da ist, ist naheliegend. Vor allem nicht, wenn das nicht wie oben geschildert ist, schön langsam steigt (weil ich ja einen Durchschnitt ausgerechnet habe), sondern auf einen Schlag auf einmal 100 Dollar mehr Zinsen pro Monat gezahlt werden müssen.

Die Börse ignoriert dieses Thema irgendwie, auch wenn es in der Presse inzwischen einigermaßen breit getreten wird. Denn noch ist lange nicht entschieden, ob sich die Krise bei den US-Immobilien (ich tendiere viel eher zu einer US-Hypothekenkrise zu sprechen) auf die anderen Wirtschaftszweige ausdehnt. Ich befürchte das. Weil der Immobilienmarkt viel größer als der Aktienmarkt ist (nicht ein paar Prozent, sondern ein paar Mal) und 10% Preisrückgang dort richtig weh tun. Und weil die US-Wirtschaft über den Konsumenten gewachsen ist. Weil der sich immer höhere Kredite auf sein Haus gepackt hat und entspart hat (negative Sparrate!!!) und das Geld in den Konsum gesteckt hat. Jetzt steigen die Hauspreis nicht mehr, damit fällt das weg. Und im Gegenteil: Die Zinsen steigen, das verfügbare Geld für den Konsum wird weniger. Also noch weniger Konsum. Ich schätze das aktuelle Wirtschaftswachstum bildet die Situation ab. Der noch kommende Zinsanstieg ist da noch gar nicht drin. Und die Zwangsverkäufe auch nicht. Und eine mögliche Spirale (Mehr Häuser auf dem Markt, sinkende Preise, weitere Zwangsversteigerungen, etc. pp.) ist da noch gar nicht drin. Wenn die Spirale erst mal in Gang kommt, ist eine Rezession unvermeidbar. Ich sehe die Chance inzwischen höher als 50%.

Die Singles sorgen für den Umsatzrückgang der Musikindustrie

Arstechnica rechnet hier schön eine alte These nach, die ich schon länger vertrete. Wenn man sich die Verkäufe über iTunes anschaut, sind die Zahlen eigentlich ziemlich gut. Vor allem wenn man bedenkt, dass die Musikindustrie selber den Markt verkannt und verpennt hat.

Nun ist eine meiner alten Thesen, dass die Musikindustrie, die immer von Wenigereinnahmen in Milliardenhöhe spricht, schlicht die Wirklichkeit verkennt. Denn ich glaube, dass das Medienbudget im Gegensatz zum öffentlichen Gejammer ziemlich
konstant ist. Weil die Kids heute eben nicht nur Musik kaufen, sondern auch Klingeltöne, Computer- und Konsolenspiele und DVDs.

Die Medienindustrie heult immer rum, wenn in einem Bereich der Umsatz zurückgeht. Die guten Zahlen werden weit weniger öffentlichkeitswirksam lanciert.

Arstechnica hat jetzt schön nachgerechnet, dass der Umsatzrückgang bei der Musik vor allem darauf beruhen könnte, dass man über iTunes jeden Song einzeln kaufen kann und nicht mehr gezwungen wird, eine ganze CD zu kaufen. Ich kann mir den Hit, die ein oder zwei guten Songs einzeln kaufen und mir den Rest sparen. Und das machen die Leute auch.

Die Musikundustrie hatte in der alten Welt der physikalischen Güter ein massives Problem damit, eine CD mit zwei Stücken für 2 Euro rauszubringen. Die Kosten für die Herstellung, die Lagerhaltung, die Werbung und den Vertrieb waren einfach zu hoch.

Diese Probleme gibt es aber nicht mehr, wenn man digital vertreibt. Die Musikindustrie hat die Chancen, die darin stecken, leider nur ansatzweise verstanden.

a) Über Seiten wie MySpace ist ein Band aufbaubar. Und nicht nur für einen Tag oder Monat, sondern länger. Man muss die Single nicht über Nacht in Hundert Läden bekommen. Man muss keine Angst haben, dass die Single aus Mangel an Regalplatz nach 6 Wochen wieder aus den Regalen fliegt. Der Regalplatz ist jetzt unendlich! Längerfristiges Denken kann sich wieder lohnen.

b) Mit Single-Verkäufen erreiche ich eine Kundschaft, die mit CDs schon lange nicht mehr erreicht wurde. Die, die in den 80ern noch Singles gekauft haben. Wer 1,99 für einen Klingelton zahlt, kauft auch für 0,99 das richtige Stück!

c) Man muss nicht jeden Wald- und Wiesenkünstler ein Album produzieren lassen. Die meisten schaffen eh kein vernünftiges Album. Dann finanziert das Label der Band eben nur 2 Songs. Oder vier. Es müssen keine 10 mehr sein.

Wenn die Musikindustrie jetzt variables Pricing in iTunes fordert, ist das natürlich ziemlich schizo. Schließlich hat man früher auch immer 10 bis 12 Songs für 15 Euro verkauft. Auch wenn 8 bis 10 davon nur Füller waren. Da war auch nichts mit variablem Pricing.

Aber vor allem muss die Musikindustrie lernen, zuerst an den Kunden und nicht an sich zu denken. Und dessen Wünsche erfüllen. Und NICHT den Kunden für einen Kriminellen halten, den man bekämpfen und überwachen muss

Accounting for the big plunge in "music sales": the digital singles effect


Update (27.3.07): Eine New-York-Times-Story zum Thema Untergang der LP. Die ersten Labels fangen jetzt an, Acts nur noch für Singles zu signen. Der Artikel hat noch den netten Hinweis, dass das Album eh eine Erfindung ist, die erst in den 60er Jahren kam. Vorher war die Musik immer Single-orientiert. Wichtig sich zu merken: Auch vor dem Album gab's schon Musik ... http://www.nytimes.com/2007/03/26/business/media/26music.html/partner/rssnyt?pagewanted=1&_r=1


Jetzt ist das Dutzend voll :-(

Teil 12 im Streifen: "Return of the living dead".

Cargolifter. Der Laden, der mit einem Haufen wirrer Versprechungen an die Börse ging, eine RIESENHalle in die Pampa in Mecklenburg-Vorpommern pflanzte und dem dann leider das Geld ausging, bevor man auch nur einen Zeppelin zusammengebaut hatte. Übrigens ein Paradebeispiel für die Lektion "Warum können sich Anleger nicht von einem Papier trennen, auch wenn es offensichtlich ist, dass daraus nichts mehr wird?". Irgendwie ist Cargolifter die Mutter alles Zombies ...

Naja, jetzt wird Cargolifter nach oben gespammt. Bisher etwa 40%. Die Höhe der Ausschläge wird also zunehmend geringer. Der Kurs steht jetzt bei etwas über 10 Cent (0,097 zu 0,108). Die letzten Mails habe ich ziemlich genau zum Höchststand erhalten und behauptet, dass auf diesem Niveau niemand mehr Geld verdient und Recht behalten.

Also lasst es euch gesagt sein: FINGER WEG!!!


--

Disclaimer:
Offenlegung zur hier bestehenden Interessenkollision (Disclose): Der Verfasser bzw. der Auftraggeber nachfolgender Kundgabe und Kaufempfehlung hat selbst Short- oder Longpositionen nachfolgender empfohlener Aktie im Depot und spekuliert auf Gewinne, um wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen. Das bedeutet, dass der Empfehlende selbst Positionen des unten bezeichneten Wertpapiers eingegangen ist oder eingehen wird. Die folgende Empfehlung beruht auf reiner Charttechnik. Fragen Sie auch Ihren Anlageberater

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir empfehlen die kommende Super-Kursrakete mit sehr hoher Dynamik:

Cargolifter AG
WKN: 540261

Branche: Transport und Logistik
Kurs: 0,08 Euro
7-Tage-Ziel: 0,21 Euro
4-Wochen-Ziel: 3,50 Euro

ISIN: DE0005402614
Bewertung: +++/Sofort kaufen

Diese Aktie zeigt laut Chart ein hohes Potential . Der erste Ausbruch erfolgte vor einigen Tagen.
Nun ist aus charttechnischer Sicht mit einem erneuten Rebound zu rechnen, da die Aktie
schon vor einer Woche extrem angezogen hatte. Dies ist die kurzfristige Nachkaufgelegenheit.
Die steigende Tendenz werden wir erneut erleben. Es ist von Kursen bis 3,50 Euro auszugehen.
Die Aussichen auf eine nachhaltige Rallye sind ausgezeichnet. Profitieren Sie von der Wertsteigerung.
Die Aktie wird in Frankfurt gehandelt. (Heisser Kauf) Nutzen sie diese charttechnische Diskussion
zum Einstieg und verdienen Sie Geld. Der Anstieg ist nicht weit entfernt.


Mit freundlicher Empfehlung,

Albert Krupp
Director
Chartreporte u. Investment

P.S.
Noch nie ging der Wert einer von mir empfohlenen Aktie unter den aktuell genannten Kurs.

---

Die ersten 11 Spams gibt's hier.

Arcade Fire bei emusic

Hatte mir emusic schon mal angeschaut. Nach ein paar Tests mit den letzten CDs, die ich mir gekauft habe, musste ich dann aber feststellen, dass die nur einen Bruchteil der Musik haben, die mich interessiert.

Letzte Tage hatte ich dann die Topseller in einem Blog gesehen und fand dabei direkt 4 CDs, die mich interessieren würden. Dabei auch die neue von Arcade Fire. Rein nach emsuiv, Suche angeworfen, nichts gefunden. Hmmm. Suche variiert bis zum gehtnichtmehr, kein Treffer.

Gut, die Seite ist allerdings eindeutig (auch wenn man die in der Suche nicht bekommt): "We're sorry. The albums by this artist are unavailable for download in your country (Germany) at this time."
Schade. Die Musikindustrie macht sich das Geschäft selbst kaputt. Hier hat der eine die Recht, dort der andere. Der eine will, der andere nicht. Der eine macht dieses DRM, der andere ein anderes, der andere kein DRM. Der eine Dienst geht mit einem Mac, der andere nicht. Der eine läuft mit einem iPod, der andere nicht. Der eine hat Arcade Fire, der andere nicht. ARRRGGGG! Wer soll da durchblicken?

Für die, der genauso genervt sind wie ich - Arcade Fire - No Cars go (live). Knapper 5-Sterne-Song IMHO.

Wow! Die beeindruckendsten Bäume der Welt

Es sind natürlich auch die ältesten und größten Bäume der Welt dabei (die kennt man ja schon). Aber manche sind echt strange. Zum Beispiel der einsamste Baum (mitten in der Wüste). Durch einen kann man mit dem Auto fahren. Auch der Begriff Baumhaus bekommt nach dem Anschauen der Bilder eine neue Bedeutung. Und ausnahmsweise finde ich diese Liste sehr gut, weil sie sowohl ohne Ausfall ist wie auch der Platz eins richtig vergeben wurde. Diese Bäume sind ja wohl wirklich beeindruckend und können in ihrem Stamm mehrere 1000 Liter Wasser für die nächste Dürre speichern!



Neatorama » Blog Archive » 10 Most Magnificent Trees in the World.

Amokläufer durch Bibellektüre ...

Hmm, die Bibel ist gefährlich. Zu brutal. Also verbieten! So wie "Killerspiele", Rennsimulation (verleiten zum aggressiven Fahren), etc. pp.



Werr jetzt noch einen passenden Fall sucht:

Amokschütze war „wütend auf Gott“



Nicht verbieten werden wir natürlich die Bibel, natürlich jede Art von Kultur, auch wenn auf der Bühne Frauen vergewaltigt werden oder Kettensägenmassaker veranstaltet werden.



Denn das ist Kultur und nicht Unterhaltung. Denn das ist wie bei Musik: E ist bitterer Ernst, während das andere nur U, Unterhaltung ist. Und E war schon immer gut und U war schon immer böse.



Deshalb muss man an ein Buch oder ein Theaterstück natürlich ganz andere Kriterien anlegen alsan ein Computerspiel. Oder etwa nicht?



TP: Gewaltbereitschaft kann auch durch Lektüre von Texten verstärkt werden



Und noch eine ...

bisher dreimal erhalten:

---

Hinweise zum folgenden Trading-Tipp: CEONIQ AG
Offenlegung zur hier bestehenden Interessenkollision (Disclose):
Der Verfasser bzw. der Auftraggeber nachfolgender Kundgabe und
Kaufempfehlung
hat selbst Short- oder Longpositionen nachfolgender empfohlener Aktie im
Depot
und spekuliert auf Gewinne, um wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen.
Das bedeutet, dass der Empfehlende selbst Positionen des unten bezeichneten
Wertpapiers eingegangen ist oder eingehen wird.
Die folgende Empfehlung beruht auf reiner Charttechnik. Fragen Sie auch
Ihren Anlageberater!

Aktientipp + Wertpapiertipp + Tradingempfehlung + Aktientipp


Sehr geehrte Damen und Herren,

folgende Aktie sollten Sie sich aufgrund einer aktuellen Chartanalyse ins
Depot legen:

Ceyoniq AG
Branche: Software
Kurs: 0,05 Euro
Wochenziel: 0,29 Euro
4-Wochen-Ziel: 2,60 Euro

WKN: 542000
ISIN: DE0005420004
Bewertung: Sofort kaufen

Der Chart zeigt einen bevorstehenden Ausbruch der Ceyonic AG Werte.
Auf dem Bildschirm blinkt kaufen.

Hochachtungsvoll

Walter Schwab
Chart Reporte u. Investment

---

Am frechsten die Überschrift : "Mit Sicherheitspuffer investieren". Argggh!

Natürlich investiert hier jemand mit Sicherheitspuffer: Aber nur derjenige, der sich die Aktien vorher ins Depot gelegt hat. Sobald der erste "draussen" den Spam bekommt, geht die Aktie nach oben. Das war gestern kurz nach Mittag: Von 5 Cent auf knapp 8. Und von daher hat niemand (zumindest fast niemand) Geld verdient, denn der aktuelle Kurs ist 6 Cent.

Warum macht da noch jemand mit? Es ist vorbei! Am Anfang konnte man auf den Zug aufspringen, aber jetzt ist selbst diese abgezockte (und IMHO verwerfliche) Methode Geld auf Kosten von Dulllies zu verdienen, vorbei.

AUF MEINEN BILDSCHIRM BLINKT: FINGER WEG!!! FINGER WEG!!!

Meine alten Postings zum Thema Börsenspam

Der 10. Börsenspam: mb software

Hmmm, die These, dass der 9. Spamversuch mit RealQuadrat von anderen Initiatoren kam, scheint sich zu bestätigen. Der Spam kam bei mir nur dreimal an, der Spam davor (K+M Möbel) erreichte mich am Wochenende bestimmt zehnmal.

Aus der gleichen Ecke wie die alten Spams (außer RealQuadrat) kommt heute ein neuer und auch direkt 6 Mal:

---

Disclaimer:
Offenlegung zur hier bestehenden Interessenkollision (Disclose):
Der Verfasser bzw. der Auftraggeber nachfolgender Kundgabe und
Kaufempfehlung
hat selbst Short- oder Longpositionen nachfolgender empfohlener Aktie im
Depot
und spekuliert auf Gewinne, um wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen.
Das bedeutet, dass der Empfehlende selbst Positionen des unten bezeichneten
Wertpapiers eingegangen ist oder eingehen wird.
Die folgende Empfehlung beruht auf reiner Charttechnik. Fragen Sie auch
Ihren Anlageberater.
************************************************************************


Neue Kursrakete!

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir stellen Ihnen hiermit die aktuelle Kursrakete vor:

MB Software AG

Kurs: 0,06 Euro
7-Tage-Ziel: 0,34 Euro
4-Wochen-Ziel: 2,10 Euro

WKN: 658320
ISIN: DE0006583206
Symbol: MBS
Bewertung: +++/+ Kaufen

Es ist ein regelrechtes Kursfeuerwerk zu erwarten. Die Chartanalyse ergab,
dass
mit Ausbruch vor einigen Wochen der wichtigste Grundstein
aus charttechnischer Sicht gelegt wurde um in Zukunft
mit dieser Aktie unglaubliche gigantische Kursgewinne zu erzielen.

Hochachtungsvoll

Dr. K. Becker
ANLAGE REPORTE Int.

-------------

Der Disclaimer ist geradezu süß. Der Autor hält Long und Shortpositionen. Ganz sicher hält der Shorts und spammt dann die Leute zu, dass sie die Aktien kaufen sollen ...

Im Chart sieht man, dass sich die Aktie schon wieder verdoppelt hat. Es scheint also immer noch zu funktionieren, wenn der Verteiler nur breit genug ist und der Spam genügend viele erreicht.



Interessanter aber, dass man unten im Umsatzchart bereits am Donnerstag dem 15. einen ersten Umsatzsprung erkennen kann. Es gingen immerhin über 800.000 Aktien um. Zum damaligen Kurs von etwa 6 Cent macht das knapp 50.000 Euro. Das ist in etwa das Doppelte des durchschnittlichen Umsatzes. Ich vermute, dass der Umsatzsprung durch den Abzocker kam, der sich die Aktie vor dem Spam ins Depot gepackt hat. Also hat der jetzt etwa für 25.000 Euro gekauft und nach der Verdopplung des Kurses hat der jetzt 50.000 Euro. Das ist natürlich ein ganz netter Verdienst für einmal einen Spam schicken. Vor allem, weil man in Russland angeblich einen Spamverteiler inkl. Versand mit 10 Mio. Adressen für nur 500 Euro kaufen kann.

Ich werde aber jetzt mal die BaFin ansprechen und die mal fragen, ob die den Handel am Donnerstag nicht mal untersuchen wollen. Es scheint mir durchaus möglich zu sein, dass man den Abzocker dabei finden kann.

Die gesammelten alten Artikel zum Börsenspam

Börsen-Spam die Neunte

sieht etwas anders aus als sonst, vielleicht sind das jetzt Trittbrettfahrer ...


---

�Schlau Geld investieren durch erste Informationen�

Sehr geehrte Damen und Herren,hier eine Eilmeldung, die Sie nicht missachten sollten.
Nachdem der DAX in der letzten Woche enorme Verluste erlitten hat,
geht es nach unserer Analyse steil bergauf mit den Aktienkursen der
REALQUADRAT IMMOB AG. (200% Gewinnerwartung in der kommenden Woche)

Name: REALQUADRAT IMMOB AG
Branche: Immobilien
WKN: 587930
Kurs: 50 EuroCent
Kursziel / Woche: 90 EuroCent
Monatsziel: 1,60 Euro
Beurteilung: Kaufen ++/+

Bei schwacher DAX-Performance werden kleine Werte wieder attraktiv.
Die Aktien werden per WKN 587930 in Frankfurt gehandelt.
Chartanalyse: Die Aktie befindet sich auf Jahreshoch.
Potential weit nach oben vorhanden.

Equity ISIN DE0005879308, WKN 587930

Unser Rat: REALQUADRAT IMMOB AG Aktien in das Depot aufnehmen.*

Mit bestem Gruss,
Dr. Marge Miguel
Gesellschaft f. Aktien-Analyse

---

Interessant auch, dass die Mails jetzt nicht immer von der gleichen Person kommen, sondern eine zweite mich gerade mit der Unterschrift

"Mit bestem Gruss,
Dr. Starla Steinberg
Gesellschaft f. Aktien-Analyse"

oder

"Mit bestem Gruss,
Dr. Rogerio Van Den Berghe
Gesellschaft f. Aktien-Analyse"

erreicht.

Die Aktie ist bisher kaum angsprungen (etwa 30%), auch das spricht dafür, dass die möglicherweise einen anderen, schlechteren Verteiler haben.

Oder, und das wäre die positive Interpretation, die Kursaufschläge gehen zurück und landen langsam auf dem Niveau wie in den USA. Dort gehen die Aktien im Schnitt nur noch um wenige Prozent nach oben. Was aber die auch für kein Ende der Spams gesorgt hat, denn profitabel ist das so scheinbar immer noch.

Packt solche Aktien bitte nicht an und lest meine alten Postings zum Thema:

Alte Postings zum Thema Börsenspam

Update (19.4.2007): Die Gesellschaft für Aktienanalyse ist wieder unterwegs, diesmal mit 4sc.

Die ultimative Katamari Damacy Link Sammlung

gibt es hier:

Boingboing - New Katamari Damacy tees.

Ich mag die Kostüme besonders. Sollte einer zuviel Zeit haben und mir etwas Gutes tun wollen: So ein Kostüm hätte ich gerne :-)

Es gibt übrigens einen dritten Teil. Ob das die Nachricht ist, die ich hier schonmal gebracht habe, ist mir nicht klar. Ist aber auch egal. Hauptsache es gibt einen dritten Teil, obwohl Takahashi daran nicht beteiligt ist.

So, und jetzt ab ins lange (ungehedgte) Wochenende.

Da ist es wieder. Das böse R-Wort ...

Rezession. Und nicht aus dem Munde eines Spinners wie mir, sondern von Merrill Lynch.

Hauspreisrückgang um 10%.

"Declines in home prices would have an effect on everything from furniture and appliance sales to landscaping and the price of copper. "

Ich kam mir schon vor wie der einsame Rufer in der Wüste, weil die meisten (ich weiss nicht warum) NICHT davon ausgehen, dass ein Preisrückgang am Immobilienmarkt massive Auswirkungen auf den Rest der US-Wirtschaft hätte. Wird er aber haben.

Was ich gestern geschrieben habe, stimmt noch immer (geile Prognose, ist schon fast einen ganzen Tag gültig ;-) ):


Die Finanzierungsseite sehe ich seit Monaten kritisch. Und die klappt gerade zusammen. Das wird

a) die Stimmung trüben
b) damit den Konsum trüben
c) die Hauspreise nicht mehr steigen lassen
d) neue Zwangsverkäufe auslösen
e) weniger Nachfrage sorgen, weil Leute nun entweder kein Geld mehr bekommen und/oder gar kein Haus mehr wollen (siehe a bis c)


Merrill Lynch fordert zur Vermeidung einer Rezession Zinssenkungen der FED. Ansonsten würde die Wahrscheinlichkeit einer Rezession auf "very close to 100 percent" steigen.

Nur was soll die FED machen? Die Inflationszahlen heute waren ziemlich übel. Die Produzentenpreise sind im Kern um 0,4% gestiegen, inkl. Energie und Lebensmittel sogar 1,6% (im Monats(!)vergleich). Beides war deutlich höher als erwartet. Wenn man jetzt noch berücksichtigt, dass die Produzentenpreise normalerweise den Verbraucherpreisen vorweglaufen, kann man einen nachlassenden Inflationsdruck nicht erkennen. Gleichzeitig sind die Zeichen für einen bremsende Wirtschaft nicht zu übersehen. First Time Jobless Claims auf Einjahreshoch. Hauspreise runter (s.o.). Manufacturing Activity steigt nicht mehr. Etc. pp. (Link)

Nein, ich sehe keinen Grund meine negative Meinung zu revidieren. Klar, wir hatten noch 2,5 % Wachstum im 4. Q. 2006. Aber ich sehe nichts, was dafür sorgen könnte, das wir im 1.Q 07 mehr bekommen. Und die Risiken sind klar auf der Unterseite.

Ich sage nicht, dass wir eine Rezession bekommen. Das weiss ich nicht genau so wenig wie alle anderen (auch wenn die viel Geld dafür bekommen, dass sie behaupten, es doch zu wissen). Und ich sage auch nicht, dass wir einen Crash oder eine Börsenkrise oder einen Weltuntergang bekommen. Ich sage nur, dass man die Jahresprognosen der Experten vom letzten November langsam aber sicher umweltschonend entsorgen sollte. Die sind nämlich nichst mehr wert.

Housing Drop May Spur Recession Unless Fed Cuts Rates (Update1)

Siehe auch meine älteren Postings zum Thema US- Immobilienkrise.

P.S. Bin mal gespannt, wie sich der Technorati Recession Chart entwickelt ...

Technorati - Recession

Und die achte ...

---

Chartanalyse: Geld verdienen mit der Aktie des Monats:
K&M MOEBEL Aktiengesellschaft


Hallo lieber Aktienfreund!

Wir empfehlen Ihnen dringend, sich folgende Aktien ins Depot zu legen:

K&M MOEBEL AG
(D-Inlandsaktie)

Aktueller Kurs 14.3.07 14 Uhr: 4 Cent
Sieben-Tage-Ziel: 18 Cent
Vier-Wochen-Ziel: 1,10 Euro
Sechs Monate-Ziel: 4,60 Euro

WKN: 630300
ISIN: DE0006303001
Streubesitz: 83,26% (Hohes Kurspotential)
Bewertung: Unbedingt Kaufen, bevor der Kurs explodiert

Diese empfohlene Aktie ist die absolute Kursrakete des Monats.

Mit freundlichem Gruss,

Marc Herold
Chefredakteur
Investment Reports Online




Disclaimer: Dies ist keine Kaufempfehlung. Der Tipp beruht auf Chart reiner
Chartanalyse.
Der Handel mit Aktien dieser Art ist hoch spekulativ. Das sollte jeder
wissen, der in diese
Nebenwerte investiert. Fragen Sie Ihren Anlageberater. Auf der anderen
Seite kann es
Ihnen auch Freude bereiten, beim Kursanstieg von mehreren Prozent zu
verdienen.
Investieren Sie nie zu viel und nehmen Sie auf keinen Fall einen Kredit zum
Aktienkauf
auf. Erst Recht nicht, wenn es sich um diese hochspekulativen
Pennystock-Aktien handelt.

---

Der Tipp, die Aktie vor dem Kursanstieg zu kaufen, ist sehr hilreich. Die Frage ist nur, wie soll ich das machen, wenn ich nicht für den Spam verantwortlich bin? Die Aktie ist natürlich sobald ich die Mail bekomme, schon lange explodiert. Wir sind jetzt heute morgen bei 8,8 Cent zur Eröffnung und aktuell einen knappen Cent höher. Ich bin mehr sehr sicher, dass bei einem Kauf auf diesem Niveau niemand mehr Geld verdient. Zumindest nicht so viel, dass sich das Risiko eine wertlose Aktie im Depot zu haben, lohnt.

Wir hatten beim letzten Spam (Concordia Bau und Boden) auch "nur" noch eine gute Verdopplung. Und die haben wir jetzt schon und es ist zielich unwahrscheinlich, dass das diesmal mehr wert. Nach allem was die Theorien und Erfahrung aus den USA hergeben, werden die Ausschläge mit jedem Push geringer werden. Weil die Anzahl der Dullies, die mit dem Geschäft noch nicht auf die Nase gefallen sind, immer kleiner wird.

Ich find's ganz lustig, dass jetzt so gar ansatzweise Begründungen nachgereicht werden. Hoher Streubesitz = hohes Kurspotenzial. Naja, dass mir das bei meinen Recherchen bisher entgangen war ...

Das Problem ist nicht der Subprime-Sektor

sagt die FAZ. Aha, denkt man, was denn sonst?

Naja, die FAZ macht den ziemlich komischen und überflüssigen Versuch, den Hypothekenmarkt in Subprime und "normal" zu zerlegen.

Dabei ist es doch ziemlich egal, ob die Option-ARMs im Subprime liegen oder nicht. Die vielfach noch anstehende Zinserhöhung wird auch einen gesunden Haushalt empfindlich treffen. Und Optionable, also optionale Rückzahlung wird man nur wählen, wenn man nicht zurückzahlen kann (oder will, weil man lieber konsumiert). Oder weil man mit ewig weitersteigenden Hauspreisen gerechnet hat.

Ich teile auch nicht die Meinung, dass das alles nicht so schlimm ist, weil man dafür eine schlimme Abschwächung oder massiv steigende Zinsen braucht(Boersenweblog -
Hypotheken-Krimi in den USA
. Die hatten wir 1987 auch nicht! Da lag der Zinsanstieg auch hinter uns und die Wirtschaft wuchs solide.

Nope. Für mich ist es klar:

Die Finanzierungsseite sehe ich seit Monaten kritisch. Und die klappt gerade zusammen. Das wird

a) die Stimmung trüben
b) damit den Konsum trüben
c) die Hauspreise nicht mehr steigen lassen
d) neue Zwangsverkäufe auslösen
e) weniger Nachfrage sorgen, weil Leute nun entweder kein Geld mehr bekommen und/oder gar kein Haus mehr wollen (siehe a bis c)

Mir ist unklar, wieso das nicht eine richtige Krise auslösen können sollte. Ob die Aktien fallen, ist noch eine ganz andere Frage. Aber für wahrscheinlich halte ich das allemal.
Als Aktienanleger schaut man oft nur auf die Börse und hält die für den Nabel der Welt. Der durschnittliche Ami hat aber nur weniger als 20% seines Geldes in Aktien und etwa 70% in Immobilien. Von daher ist IMHO sonnenklar, wo ein Preisrückgang weh tut.

Das Problem ist nicht der Subprime-Sektor

Die inverse Zinsstruktur - Vorzeichen für eine Rezession auch in Europa?

Econbrowser hat sich mal die Mühe gemacht, die Zinsstruktur in Europa zu untersuchen und festgestellt, dass die Prognosekraft zumindest auf den ersten Blick nicht schlechter zu sein scheint als in den USA.

Aber keine Angst: Diesmal ist es anders ;-)

The Term Spread, Cross Country

Those who can, do; those who can't, sue

Der Spruch aus der Überschrift ist einer meiner liebsten.

Es kommt jemand neues daher, macht eine neue Idee und die alte Industrie pennt, hat nicht den Mumm, bekommt's nicht hin oder alles zusammen.

Am Ende verklagt man den Emporkömmling. Es ist schon erschreckend zu sehen, wie sich die Musikindustrie und die Filmindustrie ihr eigenes Grab schaufen, statt endlich vernünftige digitale Verwertungsketten aufzubauen. Und wenn man damit anfängt, macht man das zwei Jahre zu spät und verklagt in dem Zug erstmal die, die schneller/besser waren.

Das sind doch alles uninspirierte, unfähige Jammerlappen! Auch Jahre nach Napster hat die Musikindustrie noch nichts ähnliches auf die Kette bekommen. Dass der einzige erfolgreiche Dienst (iTunes) nicht von einer Musik-, sondern eine Computerfirma kommt, ist eigentlich logisch.

Viacom sues YouTube for 1 Billion

US-Hypothekenausfälle auf neuem Rekordhoch

Die Nachricht kommt nicht ganz unerwartet ... Wie ich ja schon mehrmals geschrieben habe, sehe ich die Probleme weniger auf der Preisseite (obwohl auch die problematisch ist), sondern auf der Finanzierungsseite.

Jetzt haben wir neue Zahlen: 0,54% aller Häuser in Amerika (mglw. auch nur aller mit Hypotheken belasteter Häuser) sind unter Foreclosure, am ehesten einer Zwangsversteigerung in Deutschland vergleichbar. Die Rate der Hypotheken, die nicht mehr pünktlich bedient wurde, ist im 4.Quartal 2006 von 4,67 auf 4,95 % gestiegen. Im Subprime Bereich von 12,56 auf 13,33 %.

Überraschend finde ich allerdings die Aussagen der Mortgage Bankers Association:

"Doug Duncan, the MBA's chief economist, said the jump in delinquencies was expected given the housing-market slowdown and that the shakeout in subprime lending should restore equilibrium to that market shortly."


Wir haben also noch (zumindest offiziell) solides Wirtschaftswachstum (+ 2,x%), stabile Beschäftigung ( nur 4,x% Arbeitslosenquote) und stabile Hauspreise (zumindest keinen Einbruch auf breiter Front). Und TROTZDEM falten sich die Kreditnehmer zusammen wie nie zuvor?!?

Normalerweise werden Hypotheken nicht mehr zurückgezahlt, weil der Hausbesitzer arbeitslos wird. Und das passiert normalerweise erst *in* der Rezession, nicht vorher.

Das ganze ist seeeehr komisch. Entweder lügen die offiziellen Zahlen und wir sind schon in einer Rezession oder (und das ist meine bevorzugte These) wird es diesmal schlimmer als sonst: Denn wenn die Rezession durch die Immobilienkrise ausgelöst wird und Arbeitslosigkeit produziert wird noch ein weiterer Schwall von Leuten aus dem Markt gefegt werden. Die erste (jetzige Welle) kommt über die zusammenklappende Finanzierungsseite und dann folgt die zweite (normale) Welle über die Arbeitslosigkeit.


New foreclosures at record high

P.S. Der Sub-Prime-Hypotheken-Geber New Century Financial Corp ist von der Börse ausgeschlossen worden. Wow! Von über 30 Dollar auf 1,14 in 5 Wochen mit anschließender Komplettaussetzung (wohl für immer) ist eine beeindruckende Geschwindigkeit.

P.P.S. Accredited Home Lendrs Hldg (gleiche Branche): Anfang März 22 Dollar, jetzt 4,16. Autsch.

US Hypotheken Implosion

Implosion? Kernschmelze?

"Das wird eine Kernschmelze von noch nie dagewesenen Ausmaßen werden. Die Verluste werden in die Milliarden gehen"

Autsch.

Dickes FAZ.NET Spezial zum Thema US-Hypothekenkrise (Link).

Lesenswert!

Jede Krise hat auch eine (moderat) lustige Seite: Daher hier noch ein Link auf den The Mortgage Lender Implode-O-Meter. Aktuell steht der Counter auf "36 lenders have now gone kaput".

(ganz nebenbei ist kaput natürlich ein schönes Wort).

Das einzige was ich mich jetzt frage: Ist die FAZ ein Früh- oder ein Spätindikator? Ist die Krise schon vorbei, weil jetzt alle drüber berichten? Wobei, wenn's eine richtige Krise wird, bekommen wir mit Sicherheit einen ARD-Brennpunkt und die passende BILD-Schlagzeile ... Dann wird's aber Zeit zu kaufen.

Update: Auch bei den Kapitalmarktexperten gibt's ein lesenswertes Posting zu der Bank, die sich gerade in Rekordgeschwindigkeit zusammenfaltet. So schnell, dass die Aktie sich heute nochmal halbiert ...

7. Akt im Börsenspam-Drama

Arbeiten die eigentlich alphabetisch? Dann hätten die Babcock vergessen ;-)

---

DIE NEUE KURSRAKETE HEISST CBB Holding AG

Lieber Leser, liebe Leserin!

Die kommende Kursrakete steht zum Start bereit und wir freuen uns, Ihnen
das heute schon mitzuteilen.

Von Anfang an dabei sein, wenn die Aktie steigt:

CBB Holding AG

.... Anfangskurs: 7,8 Cent
.... 7-Tage-Ziel: 35 Cent
.... 4-Wochen-Ziel: 1,90 Euro
.... 3-Monate-Ziel: 5 - 6 Euro

----- WKN: 544400
----- ISIN: DE0005444004

CBB Holding AG meldet Neuigkeiten vor einigen Tagen brandaktuell:
http://cbb-holding.de/pdf/news/adhoc070220.pdf

Exklusive Vereinbarungen mit einem Investor finden statt.
Weitere Schritte sollen in den kommenden Wochen folgen.
Wenn das keine Chance auf einen Raketenstart mit
Ziel 2,80 Euro oder mehr (?) ist!

Nutzen Sie das geballte Wissen unseres Chartexperten-Teams.

Herzlichst, Ihr

Dr. K. Braun
Chefredakteur




Risikohinweis: Spekulationen mit meinen empfohlenen Aktien sind immer
spekulativ.
Wertpapierkauf nicht auf Kredit! Keine Haftung durch den Unterzeichner.
Dies ist keine Kaufempfehlung!



---

Meine älteren Artikel und Warnungen zum System:

Artstor, Adori, Gontard ... Börsen-Spam jetzt auch in Deutschland



Börsen-Spam: Ein Update zum Millionenbetrug



Börsen-Spam: Jetzt ist Amatech an der Reihe ....



Shit. Die nächste Aktie ... Diesmal AGIV



Börsenspam Teil 6: Popnet

Der US-Immobilienmarkt und die Wachstumsberuhigung

OK, am US-Immobilienmarkt gibt es eine Blase (über die Größe kann man streiten) und wir bekommen 2007 eine Abschwächung der US-Wirtschaftswachstums, soweit ist das alles weitestgehend Konsens.

In ihren aktuellen Marktbeobachtungen kommt die HSBC Trinkaus zu folgendem Schluss, den ich so nicht unterschreiben würde:

Wir sind weiterhin der Auffassung, dass das fundamentale Umfeld für die Aktienmärkte per saldo positiv zu beurteilen ist. Zugegeben: Wir müssen davon ausgehen, dass die BIP-Wachstumsraten in 2007 etwas tiefer liegen werden als im Vorjahr. Eine Beruhigung birgt aus unserer Sicht jedoch auch Chancen. So dürfte die Sorge um „Blasenbildung“ an verschiedenen Märkten – z.B. im Immobiliensektor der USA – zurückgehen, mit der Folge abnehmender Zinsängste.


Man sieht offenbar eine Blase am Immobilienmarkt. Etwas Luft aus der Blase zu lassen, ist im allgemeinen hilfreich, allerdings ist es dummerweise sehr schwierig, den Ballon dabei nicht auch direkt platzen zu lassen.

Aber zurück zur Blase: Wenn man die Blase bei den Preisen sieht, mag eine Beruhigung der Wirtschaft und der Immobilienpreise hilreich sein (auch wenn in der Vergangenheit der Ballon häufiger geplatzt ist als Luft kontrolliert abgelassen wurde). Wenn allerdings die Blase auf der Finanzierungsseite ist (und da sehe ich die Probleme vor allem), kann ich mir nicht vorstellen, wie eine Wirtschaftsabschwächung mit den dann niedrigeren Löhnen und höherer Arbeitslosigkeit helfen soll. Das führt doch nur zu noch mehr Haushalten, die die Hypothek nicht mehr bezahlen können und dann ihr Haus verkaufen müssen. Zusätzlich zu denen, die die steigenden Kreditzinsen eh schon nicht mehr leisten können.

Nein, meine Meinung ist eine ganz andere: Die Finanzierungsseite ist so wacklig, dass jede deutliche Wirtschaftsabschwächung zu Problemen führt. Eine Rezession entsteht nie durch eine Schwäche in einem Bereich alleine. Es ist immer eine Kombination, genauer eigentlich eine Abfolge, um nicht zu sagen Spirale. Erst gibt's irgendwo eine Schwäche. Diese löst Arbeitsplatzverluste aus. Daraufhin bricht in anderen Sektoren die Nachfrage ein. Das vernichtet wieder Arbeitsplätze. Irgendwann sinkt der Zins dann so weit, dass wieder investiert wird (weil sich zu dem niedrigeren Zins wieder Sachen rechnen, die sich zu den hohen Zinsen vorher nicht mehr rechneten). Das schafft dann wieder Arbeitsplätze, etc. pp.

Weil niemand (also auch ich nicht ;-) ) wirklich weiss, wann eine Spirale in Gang kommt, bleiben die Prognosen so schwierig, wenn nicht gar unmöglich. Ich habe letzte Tage noch irgendwo gelesen, dass bei der letzten Rezession im Monat vor dem Beginn noch die klare Mehrheit der Volkswirte keine Rezession vorausgesagt haben. Die Daten gibt's halt auch immer nur mit zeitlicher Verzögerung. Und wenn man die dann alle zusammen hat, naja, dann braucht man auch nichts mehr zu prognostizieren.

Der Abschwung bei den Immobilien ist da, die Nachfrage dort bricht ein, der Arbeitsplatzabbau ist da. Ob das die Spirale in Gang setzt, ich weiss nicht. Aber wo ich mir sicher bin: Die aktuelle Konsensschätzung von über 2 Prozent Wirtschaftswachstum ist zu hoch. Dafür ist der Immobilienmarkt einfach zu wichtig. Der Markt ist deutlich größer und damit wichtiger als z.B. der Aktienmarkt.

Musterdepot: Yen Call ausgestoppt

Stop-Loss bei 4,40 hat gezogen, Schein ist zu 4,38 verkauft.

Resumee: Außer Spesen nicht viel gewesen. Ein wenig schade, denn der Schein war ja mit 7 Euro schon dick im Plus. Allerdings war der Schein als Absicherung gegen eine Krise durch die Auflösung der Carry-Trades gedacht. Weil das jetzt entgegen meiner Erwartung (noch?) nicht so zu kommen scheint, stelle ich dann auch wieder glatt. Es geht ja nicht darum, Recht zu behalten, sondern Geld zu verdienen.

Beim Yen bleibe ich aber am Ball. Da wird wohl was passieren ... Allerdings ist der Yen jetzt ziemlich genau in der Mitte zwischen Hoch und Tief der letzten zwei Wochen. Kurz: Trendlos. Investments kommen für mich erst wieder in Frage, wenn der Yen entweder oben (bei 159) oder unten (bei 151) ankommt.

Bilanz des Trades:

300 Stück Kauf zu 4,16 --> 1235,50
Verkauf zu 4,38 --> 1314,00
netto --> 79,00
abzgl. Gebühren 22,50 --> 56,50

Depotwert jetzt 30.056,50.

Damit ist mein Musterdepot schon satte 0,18% im Plus ;-)

SEC stoppt Börsenhandel für Spam-Aktien

Tja, in unserer Börsen-Bananen-Republik Deutschland, die in Sachen Anlegerschutz und Anlagebetrug irgendwo zwischen Nigeria und Kasachstan liegt, wird es wohl noch 10 Jahre dauern, bis irgendjemand was gegen die Börsenspams macht.



Das Schlimmste: In Deutschland machen die Anleger sogar noch mit, tauschen den neuesten Spam-Zock in Diskussionsforen aus (die Warnungen davor dämlicherweise löschen, danke w:o, bzw. Axel Springer) und machen die Betrüger noch reicher als sie es eh schon geworden wären ...



NY Times: SEC cracks down on Spam Stocks




Heise hat die Meldung jetzt auch (endlich informiert mal ein größeres Presseorgan ...): US-Börsenaufsicht setzt mit Spam beworbene Firmen vom Handel aus.




Siehe auch meine alten Artikel zum Thema
Spam








Energieeffizienz von alternativen Energien

War hier schon ein paar Mal verlinkt, deshalb noch zwei weitere interessante Untersuchungen zum Thema:

a) Die FAZ berichtet über zwei Studien, die u.a. die Energieeffizienz der nächsten Generation von Nutzpflanzen untersucht. Dabei wurden z.B. die Verfahren untersucht, bei denen man die gesamte Pflanze verwertet, also nicht nur den Zucker der Zuckerrübe oder das Öl aus dem Raps. Solch ein Verfahren hat die Firma Choren entwickelt und baut gerade die erste größere Produktion. Ergebnis der Produktion ist Ethanol.

Interessant dabei ist vor allem, dass es aktuell so ausschaut, als wäre die Umwandlung in Biogas die sinnvollere Alternative. Das einzige, womöglich allerdings entscheidende Problem ist der Transport des Gases. Sprit (bzw. Ethanol) könnte man einfacher mit einem normalen Tankwagen abholen.

Biokraftstoffe - Abfall für Alle

b) Eine Studie über Biodiesel für das US Department of Energy (DOE) und das US Department of Agriculture (USDA) in den USA kommt zum Ergebnis, dass Biodiesel wesentlich zur CO2 Verringerung beiträgt. Die Senkung des CO2 Ausstoßes über den gesamten Lebenszyklus (also vom Säen bis zum Verbrennen) ist 78% niedriger als bei herkömmlichen Diesel aus Mineralöl. Im Kehrwert heisst das etwa viermal so viel Energie rauskommt als man für die Produktion reinstecken muss. Das ist ein verblüffend positiver Wert, der viel höher ist als die anderen Studien, die ich hier schonmal verlinkt habe, errechnet hatten.

Die Studie hat noch viele andere Auswirkungen untersucht, auch Methan, CO, Ruß, etc. Bei allem schneidet Biodiesel besser ab, wenn auch teilweise nur äußerst knapp.

Biodiesel lifecycle study updated...

Börsenspam Teil 6: Popnet

Ich sach jetzt mal nichts mehr dazu, außer dem Verweis auf meine alten Artikel ...

Popnet kostet schon 15 cent, die Tipps scheinen in den einschlägigen Diskussionsforen weitergereicht zu werden. Wenn der erste die Mail bekommt, postet der die dort und alle springen sofort auf den Zug auf. Es geht nicht mehr nach und nach, sondern auf einen Schlag. Das System für den Initiator ist eigentlich noch besser. Er muss eigentlich nur noch einem Nutzer eine Mail schicken ...

Wer jetzt noch auf den Zug aufspringt, dem ist echt nicht mehr zu helfen. Erstens gehen langsam die Dummen zu Neige (was sollen die denn alles kaufen, die müssen doch erst mal den alten Schrott loswerden) und zweitens explodiert der Kurs jetzt sofort. Die vorgestern gepushte AGIV sprang sofort auf über 10 Cent und von dem Niveau aus tat sich nicht mehr so viel. Es dürfte also so langsam so sein, dass *nur* noch der Initiator Geld verdient. Und damit besteht die Hoffnung, dass endlich bald keiner mehr mitmacht ...



---

Stuttgart, 7.3.2007
Eine weitere Wende steht bevor: POPNET AG


Liebe Leser,

hiermit erhalten Sie eine weitere geniale externe Gratis-Analyse von
DEUTSCHER ANLAGE REPORT:

Wir empfehlen dringendst, sich mit POPNET INTERNET AG Aktien einzudecken.
(Stratmann-Aktie)

Anfangskurs: 5 Cent
Wochenziel: 34 Cent
4-Wochen-Ziel: 2,60 Euro (Bei eventuellem Manteldeal Kursexplosion zu
erwarten)

POPNET INTERNET AG
WKN: 622810
ISIN: DE0006228109
Symbol: PNZ.FSE
Bewertung: >KAUFEN<


Es wird ein gigantisches Handelsvolumen erwartet.
Enormes Kurspotential bei einer Bewertung von nur 504.400,00 EUR.
Eine Verzehnfachung ist hier wieder durchaus plausibel,
wenn man beachtet, wie andere Werte dieser Kategorie
bewertet werden.

POPNET INTERNET AG*
5 Cent bis 34 Cent = fast 700%. Also Ihre 700% Chance!

Hochachtungsvoll

DEUTSCHER ANLAGE REPORT
Dr. Gisela T. Blecher-Stratmann
Segment: Small Market and Research


Achtung, dies ist keine Kaufempfehlung. Diese Angabe beruht ausschliesslich
auf Chartanalysen. Diese sprechen klare Worte. DAR kann nicht haftbar
gemacht
werden. Fragen Sie bitte Ihren Anlageberater.

---

Artstor, Adori, Gontard ... Börsen-Spam jetzt auch in Deutschland



Börsen-Spam: Ein Update zum Millionenbetrug



Börsen-Spam: Jetzt ist Amatech an der Reihe ....



Shit. Die nächste Aktie ... Diesmal AGIV

Wie war das noch mit den Heuschrecken und Grohe?

Die Optionsscheinbörsen waren überlastet ...

Zu viel Umsatz. Huch. Das ist natürlich für Optionsscheinspekulanten ziemlich tödlich ...



FTD.de - Geldanlage - Portfolio - IT-Pannen schrecken Derivatebranche auf

powered by performancing firefox

Ein paar kluge Worte zu Zockeraktien


Dubiose Aktien: Dummenfang im Dotcom-Stil - Wirtschaft - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten
"Die Liste von Lächerlichkeiten ist so lang, dass man denkt, das kann gar nicht sein",


Viel besser kann man die Sorte Aktie rund um Neosino, Aqua-Society oder ifex nicht beschreiben. Verdammt wenig Substanz, aber viel Versprechungen. Ich würde solche Aktien nicht im Leben anfassen.

OK, ich lüge. ifex hatte ich mal. Nach kurzem Recherchieren bin ich dahinter gekommen, dass da wenig Substanz drin steckt, sich jeder Durchbruch permanent verzögert und am Ende der Durchbruch doch nichts war. Schlimm wird die ganze Sache dann, wenn seriöse Blätter wie Focus Money anfangen, solche Aktien wie ifex zu empfehlen. Da fragt man sich, wie seriös die überhaupt sind.

Investmentbanken haben fast Junk-Bond Status?

Huch. Ich werde ja langweilig mit meinen permanenten Wiederholungen. Von wegen zu hoher Kredite, zu wahnsinnigen Hedges, zu niedrig bewerteten Risiken, etc.pp. Aber manchmal gibt es kleine Puzzlestückchen, die das Bild so rund machen, dass man die einfach posten muss ...

Wobei ich die Aussage von oben wieder direkt einschränken muss. Denn die Risiken werden scheinbar an unterschiedlichen Märkten völlig unterschiedlich eingeschätzt. Offiziell erfreuen sich die Investmentbanken bester Gesundheit. Die Gewinne sprudeln, die Bilanzen sehen gut aus, die Top-Angestellten verdienen geradezu perverse Summen (bei Goldman Sachs dürfte eine ganze Hundertschaft arbeiten, die mehr verdient als Ackermann). Die Bonität von S&P und Moodies sieht gut aus.

ABER wenn man sich die Credit-Swaps anschaut (stark vereinfach sind Credit Swaps derivative Instrumente auf dem Anleihemarkt, mit denen man als Kreditgeber gewissen Risiken dieser Kredite und Anleihen absichern kann (Wikipedia), sieht man, dass die Händler in die Credit-Swaps der großen Investmentbanken Risikoaufschläge einrechnen. Vergleicht man diese Risikoaufschläge jetzt mit anderen Schuldnern, kommt man über diese Rückrechnung zu dem Ergebnis, dass die Risikoaufschläge genauso hoch sind wie bei Schuldnern, die 5(!) Bonitätsstufen unter der offiziellen Bewertung liegt. Und das ist nur eine Stufe über dem, was man allgemein als Junk-Bond bezeichnet.

Wie kann denn das? Offenbar rechnen die Händler Risiken ein, die die offiziellen Rating-Agenturen noch nicht auf dem Radar haben. Das mögen Derivatepositionen sein, viel wahrscheinlicher ist es aber, dass da die faulen Hypothekenkredite eine Rolle spielen. Diese Risiken sind ja oft an die Investmentbanken verkauft worden.

Und diese Risiken sind gigantisch groß und werden von der breiten Öffentlichkeit massiv unterschätzt.

Quelle: Goldman, Merrill Almost `Junk,' Their Own Traders Say



Dass der zweitgrößte Sub-Prime-Kreditgeber in den USA defakto Pleite ist, hatte ich geschrieben, wenn nicht, hier ein Link zum Thema: Turmoil Erupts in Subprime Mortgage Market

Bernanke: Globalisierung treibt die Inflation

Ziemlich überraschende Aussage vom US-Notenbank Chef Bernanke.

Bisher war die These einfach: Wir haben allein in Indien und China etwa 3 Milliarden billiger Arbeitskräfte mehr auf dem Weltmarkt, die billig produzieren und die Welt mit ihren Waren fluten. Daher ist Inflation für die nächsten Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte kein Problem. Eine These, die ich im Großen und Ganzen mitgetragen habe. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass in den Industriestaaten nochmal eine wirkliche Lohnspirale nach oben in Gang kommen kann. Sobald die Gewerkschaften die Löhne überdrehen, werden massiv und schnell Arbeitsplätze abgebaut.

Nun meint Bernanke aber interessanterweise, dass die negativen Effekte aus der Globalisierung die oben genannten positiven Wirkungen überlagert. Denn die Chinesen und Inder benötigen für ihr Wachstum auch Rohstoffe. Während steigende Eisen-, Kupfer- oder Nickelpreise nicht sooo wahnsinnig wichtig sind, gilt das bei den Energiepreisen für Öl, Gas oder Kohle allerdings nicht mehr. Diese sind massiv gestiegen und sicherlich auch ein Grund dafür, dass die USA trotz einer bereits spürbaren Wachstumsabschwächung immer noch eine Inflation haben, die selbst der relativ laxen US-Notenbank zu hoch ist (weshalb auch keine Zinssenkung erfolgt).

Vielleicht muss ich meine optimistische Meinung zur Inflation korrigieren.


Bloomberg.com: Worldwide

Shit. Die nächste Aktie ... Diesmal AGIV

Und weil's so schön war ... Jetzt mal ein schon lange pleite gegangenes Immobilienunternehmen ... A.G.I.V.

---

+++ Aktien Email Hotline +++




Sehr geehrte Damen und Herren,

hier eine Eilmeldung, die Sie nicht missachten sollten.


Es geht nach unserer Analyse steil bergauf mit den Aktienkursen der

AGIV REAL ESTATE AG
WKN: 691132
Kurs: 12 Cent
Kursziel / Woche: 50 Cent
Monatsziel: 2,30 Euro

Beurteilung: Kaufen ++/+

Die Aktien werden per WKN 691132 in Frankfurt gehandelt.
Chartanalyse: Die Aktie befindet sich auf Jahreshoch.
Potential weit nach oben vorhanden.

Unser Rat: AGIV REAL ESTATE AG Aktien in das Depot aufnehmen.* (STRONG BUY)





Mit bestem Gruss,

Dr. Walter Sander
Gesellschaft f. Aktien-Analyse


*Wichtig:
Risikohinweise zum Penny-stock Trading:
Investments in solche Segmente sind erheblichen Risiken bis hin zum
Totalverlust unterworfen. Fragen Sie Ihren Anlageberater.
Diese Mail dient lediglich als Information und ist keine Kaufaufforderung.

---

Diesmal bin ich wohl spät dran. Die Aktie ist schon explodiert.



Vielleicht ist auch das ganze Posten und Warnen vor dem System unnütz, weil da gar keine Dullies mitmachen, sondern abgezockte Profis. Vielleicht sollte ich das Posten lassen. Vor allem wenn man bedenkt, das auf den letzten Beitrag schon jemand geschrieben hat, dass AGIV die nächste Aktie ist ...

Kann mir bitte jemand mal einen Kommentar schreiben, dass mein Artikel ihn vom Kauf abgehalten hat?

MACHT DA NICHT MIT!

Auch wenn ein Profis es schafft, da vielleicht noch Geld mit zu verdienen, ist der große Profiteur doch der Initiator des Spamwelle. Alle, die mitmachen, sorgen nur für noch mehr SPAM. ARgggghhh.



Meine beide ersten Artikel zum Thema Börsen-Spam:

Artstor, Adori, Gontard ... Börsen-Spam jetzt auch in Deutschland



Börsen-Spam: Ein Update zum Millionenbetrug



Börsen-Spam: Jetzt ist Amatech an der Reihe .... (Man beachte den Hinweis auf AGIV in den Kommentaren ...)

Marc Faber zur aktuellen Börsenlage

Mr. Doom spricht ...

Wer die Aussagen von Faber kennt, wird nicht viel Neues erkennen. Wer Zeit hat, kann sich das Video anschauen, die Text-Zusammenfassung ist allerdings ziemlich gut.

Die wichtigsten Punkte:

Ein Hoch kommt dummerweise dann, wenn eigentlich alles gut aussieht und reichlich Liquidität da ist. Der Boom an den Aktien- und den Immobilienmärkten kam über durch Kredite zur Verfügung gestellte Liquidität. Die Kreditschrauben werden gerade angezogen, die Liquiditätsschwemme geht zu Ende. China und Indien sind deutlich überbewertet, der Yen deutlich unterbewertet, Gold ist ein Muss in allen Depots. Die schwache letzte Woche war erst der Anfang, es geht noch weiter. Viel Luft nach unten haben die US-Märkte aber nicht. Erst wenn die Wirtschaft nach unten geht (was Faber allerdings erwartet), kann es im Herbst noch einmal deutlicher nach unten gehen.

Link

US Immo-Update: Mal beide Seiten ...

So interessant kann es sein, wenn man beide Seiten, besser die Zahlen beider Seiten gegenüberstellt:

Nur 6% der gesamten Hypotheken sind Sub-Prime mit anpassbaren Zinsen (Quelle: WSJ).

47% der neuen Hypotheken aus dem letzten Jahr fielen in diese Kategorie (Quelle (natürlich): Big Picture). Im Jahr 2000 waren es übrigens nur 2%.

Ritzhold hat natürlich für alle Bären noch mehr Futter: Verschuldungsgrad der Hypothekenbesitzer: 86,5 gegenüber 78 % in 2000.

Noch mehr Futter hier: Die letzten 4 Mal, als die Anträge auf Neubau eines Einfamilienhauses 11 Monate in Folge zurückgingen, gab es vier Mal eine Rezession. Mal schauen, ob wir dieses Mal in die erste Ausnahme bekommen.

Und für Spieler: Google Maps mit eingeblendeter "Heatmap" der Zwangsvollstreckungen u.ä. hier.

UPDATE: 6.3.2007: So leicht kann man mit Statistiken lügen: Die Aussage, dass nur 6% der Hypotheken Sub-Prime sind, ist falsch. Es haben nämlich genau 6% der Immobilienbesitzer eine Sub-Prime-Hypothek. Nimmt man den Anteil an den Hypotheken liegt die Zahl höher. Den Unterschied machen die Leute, die ihr Haus komplett abgezahlt haben (Hinweis hier gefunden: Link)

Musterdepot: Yen Stop-Loss erhöht.

Die Spekulation läuft gut bisher. Der Yen steigt massiv. Die von mir oft angesprochenen Carry-Trades werden offensichtlich im großen Stile aufgelöst. Für die Rückzahlung braucht man Yen. Durch die Nachfrage steigt der Kurs.

Ich halte das ganze noch nicht für beendet. Dafür sind in den letzen 1,5 bis 2 Jahren viel zu große Summen über die Carry-Trades gelaufen. Das kann eine kräftige Spirale in Gang setzen, denn fast niemand hat sein Risiko gesenkt als die Volatilitäten zurückgingen. Man hat die niedrige Vola genutzt, um sein Risiko noch weiter nach oben zu schieben. Jetzt ist die Vola wieder da und auf einmal müssen alle ihr Risiko senken.

Das Dumme an der jetzigen Situation ist IMHO vor allem eines: Die Finanzierung über den Yen ist eine sehr verbreitete Geschichte. Es müssen eine ganze Reihe Anleger jetzt Positionen auflösen, obwohl die Position an sich noch in Ordnung ist. Denn die Finanzierungsseite ist auf einmal das Problem. Man hat ja in Yen Geld geliehen, um statt 5% Zinsen nur 2% Zinsen zahlen zu müssen. Jetzt hat der Yen aber schon ca. 5% vom Tief aus zugelegt und hat damit den Zinsvorteil von fast zwei Jahren in einer Woche aufgefressen.

Wie verbreitet das ganze ist, sieht man an der Breite des Einbruchs. Stabil sind nur die Anleihen und Öl. Selbst die als Fluchtwährung geltenden Edelmetalle haben in der letzten Woche deutlich nachgegeben, was ziemlich untypisch ist.

Aber zurück zum Subject: Stop-Loss für den Yen-Call auf 4,40 erhöht. Damit sollte diese Position im sicheren Bereich sein (Kauf zu 4,21).

Börsen-Spam: Jetzt ist Amatech an der Reihe ...

Wie zu erwarten, geht die Masche weiter ...

Soeben in mein Postfach geplumpst:

---

Die sensationelle 1000% Chance - jetzt einsteigen und richtig Geld verdienen


Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit machen wir Sie auf die aktuelle Kursrakete AMATECH AG
aufmerksam und empfehlen unbedingt eine Aufnahme in Ihr Depot:


AMATECH AG
WKN 519280

Tageskurs: 12 Cent
7-Tage-Ziel: 50 Cent
Monatsziel: 1,20 Euro
Bewertung: Strong Buy

Laut unserer Chartanalyse* hat die Aktie enormes Potential.
Jetzt einsteigen und keine Zeit verlieren.



Hochachtungsvoll


Dr. Ursula Freiberg
DCAB Deutsche Chartanalyse u. Bewertung


*Disclaimer:
Empfehlungen von DCAB sind keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von
Wertpapieren und stellen auch keine Zusicherung hinsichtlich
der weiteren Kursentwickling der genanten Wertpapiere dar. Der Totalverlust
des eingesetzten Kapitals kann nicht ausgeschlossen werden.
Fragen sie Ihren Anlageberater.

---

Wow, immerhin schon ein Disclaimer ... Ob das ausreicht, um nicht in den Knast zu kommen ...



Der Chart zeigt die fast schon übliche Verdreifachung an. Offenbar bin ich ziemlich spät auf dem Verteiler, die ersten Mails scheinen um 12 Uhr eingetrudelt zu sein.

Bin gespannt, wie weit das dieses Mal geht ...

BITTE lest meine alten Postings, besser Warnungen vor dem System und yiggt diesen Artikel, damit nicht noch mehr Dullis auf diese Masche reinfallen und vor allem wichtiger: damit die Abzocker sich nicht weiter die Taschen für's Nichtstun voll machen können.

Übrigens: Wie schwer es ist mit solchen Aktien Geld zu verdienen (selbst wenn man sich bei klarem Verstand darauf stürzt ...):

Bid: 15:52:37 0,113 50.000
Ask: 15:52:37 0,180 150.000

Zum gleichen Zeitpunkt muss ich zwar 18 Cent bezahlen, bekomme aber nur 11,3 zurück. Ich habe also sofort(!) ein Minus von fast 40 Prozent!!!

Meine beide ersten Artikel zum Thema Börsen-Spam:

Artstor, Adori, Gontard ... Börsen-Spam jetzt auch in Deutschland



Börsen-Spam: Ein Update zum Millionenbetrug

Artikel promoten:
yigg it

Update: Montag, 5.3.07

Ich scheine relativ früh auf dem Spam-Verteiler zu stehen, weil ich die Nachricht schon Freitag bekommen habe. Am Wochenende habe ich noch über 10 mal die Mail mit dem gleichen Inhalt, aber anderen Absendern und Subjects bekommen (am härtesten das Subject "Jede Kursrakete ist ein Zock, aber kein Abzock"; dazu fällt mir ja gar nichts mehr ein). Und heute Morgen springen tatsächlich nochmal ein Haufen Leute auf den Zug auf. Sie werden es wohl bitter bereuen.

Kurs aktuell um 10:30: 0,27, wir hatten zur Eröffnung auch schon 0,30, dann ging's runter bis auf 0,18 und dann wieder hoch.

Ich hatte ja schon die Hoffnung, dass das ganze System langsam im Sande verläuft, aber auch dieses Mal hatten wir schon wieder aus Kursverfünffachung :-(

Ich habe diesen Artikel auch als Warnung bei wallstreet-online eingestellt. Haben die Idioten dort als Spam und/oder Falschmeldung gelöscht. Vielleicht gut gemeint, aber so erreicht man das Gegenteil. Hebt meine Meinung zu Wallstreet-Online nicht gerade. Wobei die schon ziemlich niedrig ist. Ich schaue das ab und zu vorbei und bis auf einige Diskussionsfäden zu Primacom habe ich dort nichts, aber auch gar nichts Relevantes und Interessantes gelesen. Das taugt höchstens als Psychologie-Studie von "überconfidenten" Privatzockern ...

Related Posts with Thumbnails

egghats Amazonstore