Quizfrage des Monats: Was darf man NICHT sein, wenn man US-Präsident werden will?

( ) farbig
( ) katholisch
( ) homosexuell
( ) jüdisch
( ) atheistisch
( ) weiblich

Die Antwort fand (zumindest) ich überraschend, wobei, soviel möchte ich verraten, zwei Eigenschaften weit abgeschlagen sind.

US Voting Likelihoods

Postet doch mal Eure Schätzung ins Forum und schaut erst dann nach!

Ausnahmsweise mal wieder ein yigg-Button zum promoten, weil ich mir vorstellen könnte, dass das von allgemeinenerem Interesse ist als mein Börsenzeuchs.

yigg it

Gefunden über Freakonomics

Bürogebäude inklusive Windkraftwerk

Ich dachte eigentlich, dass ich das schon gebloggt hätte, konnte es aber nicht wiederfinden.

Deshalb aufgrund eines aktuellen Artikels in der Technology Review dieser Hinweis.

"Eher Flugzeug als Haus".

Darin geht es um einen Büroturm, bei dem jede Etage einzeln drehbar ist. Nicht nur, dass damit wunderbar in sich verdrehte Gebäude möglich sind (die sich noch dazu permanent verändern), nein, zusätzlich sind zwischen den Etagen noch Rotoren für die Ernte von Windkraft aufgehängt. Diese Rotoren sollen etwa das Zehnfache der Energie erzeugen, die das Gebäude verbraucht. Die Konstruktionskosten sollen nur 5%(!) höher sein als bei einem "normalen" Gebäude. Und das Problem mit dem Lärm durch die Windräder bekommt man auch irgendwie in den Griff.

Naja, klingt in der Kombination für meinen Geschmack nach ein wenig zu viel Science Fiction, aber ich lass mich gerne positiv überraschen.

DAVID FISHER’S Twirling, Wind-Power Tower. Hier hatte ich das ursprünglich gesehen. Enthält besser Bilder als der Artikel in der Technology Review, insbesondere kann man die Rotoren zwischen den Etagen gut erkennen. Eine Video gibt's dort auch.

US-Wachstum bricht ein, statt 1,3 nur noch 0,6 % Plus

Gerade kam die erste Korrektur des BIPs (es folgt noch eine weitere): Statt 1,3 Prozent Plus in der ersten Schätzung jetzt nur noch 0,6 Prozent. Die Korrektur fiel noch etwas stärker aus als erwartet (erwartet wurden 0,7%).

Nach einer ersten Analyse der Detailzahlen fällt die Einseitigkeit der Wirtschaft noch stärker aus als gestern befürchtet. Es ist weiterhin ausschließlich der Verbraucher, der die Wirtschaft anfeuert. Der Wachstumsbeitrag lag bei satten 3 Prozentpunkten. Der ganze Rest der Wirtschaft zog also 2,3 Prozentpunkte nach unten.

Als ich gestern meine (vage) Hoffnung auf den Export gesetzt habe, war ich wohl überoptimistisch. Zumindest zeigt sich dort bis jetzt keine Belebung, im Gegenteil, die Exporte haben sogar mit 0,6% einen negativen Wachstumsbeitrag geliefert.

GDP revised lower to 0.6% in first quarter

Update (18:15): Econbrowser weist in einer ersten Analyse darauf hin, dass durch die sinkenden Exporte keine Verbesserung der Handelsbilanz zu erwarten ist. Da das riesige Handelsbilanzdefizit eine der möglichen Bruchstellen für das Weltfinanzsystem darstellt, ist das keine allzu positive Nachricht.

Drä Chänäsen spälän Känträbaisse ...

Tja, etwas frustrierend, dass man beiden Limits auf den China-Put von letztem Donnerstag und Freitag nicht aufgegangen sind. Da die ABN am Donnerstag keinen sinnvollen Kurs gestellt hat, kann ich das noch verstehen, aber am Freitag ging meine Order zu 2,22 Euro in den Markt und das war exakt in der gestellten Spanne. Ging auch nicht durch. Schade, aber zurück zum Thema.

Heute kam nicht ganz unerwartet der Einbruch. Über 6 Prozent ging es nach unten. Grund: die erhöhte "Stempelsteuer", die jede Transaktion 0,3% teurer macht. Das hat wohl einige der höchstspekulativen Anleger aus dem Markt getrieben.

Ich greife das Thema auf um einige sehr interessante Links zu verlinken:

Ansturm der Zocker-Massen: Beschreibt sehr schön, dass in China gerade 2000 ist. Jeder Friseur muss mitmachen. Keine Ahnung von nichts, aber unbedingt mit Aktien rummachen. Gekauft wird das, was am meisten gestiegen ist (weil das ja bekanntlich weiter steigt (autsch)). Gefunden über Oh Mann - Die spinnen, die Chinesen.

Ritholtz hat auch seine Meinung dazu: China & The Mother of all Double Tops?.

Und wer jetzt immer noch nicht genug hat: Ritholtz hatte am Wochenende auch seine Linksammlung. Um das alles zu lesen braucht man allerdings auch ein Wochenende ... We've Gone China Crazy

Wer lieber mal was auf Deutsch lesen möchte ...
Telepolis: Chinas Super-Bubble

US-Wirtschaft: Auf einem Bein steht man wacklig ...

... vor allem, wenn man normalerweise sogar auf mehr als zwei Beinen steht (OK, das Bild wird langsam schief ...).

Dass ich ziemlich skeptisch für die US-Wirtschaft bin, ist ja nichts Neues. Kopfzerbrechen bereitet mir vor allem die Einseitigkeit der Wirtschaft. Ohne den Wachstumsbeitrag der privaten Nachfrage nach Dienstleistungen, wäre die US-Wirtschaft schon in einer Rezession und zwar in einer ziemlich tiefen. Das ist vor allem deshalb so kritisch, weil die Verbraucher das Wirtschaftswachstum alleine machen und genau diese Verbraucher hoch verschuldet sind und unter den Folgen der Immobilienkrise am stärksten leiden. Um im Bild zu bleiben: Die US-Wirtschaft steht auf einem Bein und das steht auf Treibsand.

Wie ungewöhnlich die jetzige Konstellation ist, kann man auch schön an zwei Charts erkennen, die die St. Louis FED zusammengestellt hat und auf die Barry Ritholtz hinweist (Real & Private Fixed Investment). Darin kann man schön erkennen, dass die Investitionen von Privaten und Unternehmen ziemlich parallel laufen und es selten Einbrüche gibt, die nicht auch gleichzeitig eine Rezession bedeuten. Genauer gesagt gibt es nur einen Punkt (1986) in den letzten 25 Jahren, in denen die Investitionen negativ wurden ohne dass eine Rezession folgte.

Die US-Wirtschaft braucht dringend ein zweites Bein. Die Unternehmen müssen wieder installieren. Der Export muss anspringen. Oder irgendein anderes Wunder muss passieren ...

Ähnlich kritisch war der Aufschwung hier in Deutschland, der auch nur über den Export kam. Daran kann man allerdings auch sehen, dass das durchasu gut gehen. Der Export zog an. Die Wirtschaft begann zu investieren. Das schaffte Arbeitsplätze. Dadurch verbesserte sich die Stimmung der Konsumenten und dann sprang am Ende sogar die Konsumkonjunktur an.

Etwas ähnliches könnte in den USA passieren, aus meiner Sicht nur über einen Exportboom ausgelöst durch einen weiter fallenden Dollar (der sich übrigens erst mit zwei Jahren Verzögerung so richtig bemerkbar macht). Dann fangen die Firmen an zu investieren, schaffen Arbeitsplätze, ... siehe oben.

Schau'n mer mal.

Sentimentanalyse - Zwei konträre Ansichten

Und noch eines der Themen, die diesen Blog schon länger begleiten: Was kann ich aus dem Sentiment für die Börse ableiten?

Die Idee ganz kurz wiederholt: Ist die Stimmung schlecht, ist das gut für die Börse (weil keiner investiert ist); ist die Stimmung gut, ist das schlecht für die Börse (weil bereits alle Aktionäre sind).

Nur ist die Frage "Was ist gute Stimmung" leider nicht einfach zu beantworten und genau hier liegt der Knackpunkt. Es gibt ein paar einfach zu messende Indikatoren und einige, die schon teilweise sehr subjektiv werden.

Einfach zu messen ist z.B. das Put/Call-Ratio, das misst, wieviele Calls (== positive Meinung) und wieviel Puts (== negative Meinung) die Anleger kaufen. Nur messen wir an der Optionsbörse wirklich die gleichen Anleger wie an der Aktienbörse?

Ebenfalls einfach zu messen die Short-Trades, die es aber leider nur in den USA gibt. Short-Trades ist der Verkauf einer Aktie, die man noch gar nicht besitzt. Dieses Geschäft geht man natürlich nur ein, wenn man meint, die Aktie ein paar Tage später zu einem niedrigeren Kurs kaufen zu können. Der interessanteste Wert ist die Anzahl der Tage, die man bräuchte, um alle Short Sales zu decken (Man teilt also alle offenen Short Sales durch den durchschnittlichen Tagesumsatz). Wenn sehr viele Short Sales im Markt sind, kann ein überraschender Kursanstieg dazu führen, dass die Short Sales eingedeckt werden müssen und sich der Kursanstieg dadurch dramatisch beschleunigt (sogenannter Short Squeeze).

Ein weiterer Indikator, der die Stimmung der Anleger widergeben soll, sind die z.B. von Cognitrend gesammelten Stimmungsdaten. Diese geben dann an, wieviele Anleger positiv, neutral und negativ für den Markt eingestellt sind. Manche dieser Indikatoren messen die Stimmung der Privatanleger, manche die der Profis.

Daneben gibt es noch eine Reihe weicherer Indikatoren, z.B. den Titelblattindikator. Dieser schaut einfach nur, welche Titelblätter positiv sind und welche negativ. Dabei ist bereits diese Sortierung schon schwierig.

Es gibt noch eine ganze Zahl weiterer Indikatoren, die in ähnliche Richtungen gehen.

Ich glaube, dass die These sehr richtig ist. Allerdings glaube ich auch nicht, dass sich die Stimmung so einfach messen lässt. Es gibt immer positiv und negativ gestimmte Marktteilnehmer. Schließlich gehört *immer* zu jedem Käufer auch ein Verkäufer! Allein diese Überlegung macht vieles der so plausibel klingenden Überlegungen zunichte.

Barry Ritholtz bringt heute in seinem Blog zwei konträre Positionen zum Put-Call-Ratio. Die eine (klassische) sagt, dass das Put-Call-Ratio negative Stimmung ausdrückt und daher positiv für die Börse ist und die andere, dass das Put-Call-Ratio seine Aussagekraft verloren hat, weil die Hedgefonds den Markt heute zu stark beeinflussen. Die letztgenannte Meinung vertritt übrigens Bollinger, Chart- und Markttechnikern durch die nach ihm benannten Bollinger-Bänder gut bekannt.

Ich hatte auch mal eine Studie gelesen, die den Zusammenhang zwischen den Stimmungsindikatoren und der Marktentwicklung untersucht hat. Diese kam (leider) zu dem Ergebnis, dass sich daraus nichts ableiten lässt. Zwar kommt die Wende an Aktienmärkten auch oft mit Stimmungshochs und -tiefs. Aber oft geht es vorher noch auf höhere Hochs und tiefere Tiefs. Und wenn man zu früh auf den Trendwechsel setzt, verliert man an der Börse halt Geld. Wenn ich heute sage, dass China überbewertet ist, gut. Wenn ist den Put kaufe, muss die Prognose aber zügig aufgehen, ansonsten verliere ich Geld. Und wenn der Index noch 5 Prozent weitersteigt und erst dann 10% verliert, bin ich beim Put wahrscheinlich schon wieder draußen. Dann habe ich am Ende zwar Recht gehabt, bin aber trotzdem ärmer.

Der Artikel bei Big Picture: Are Hedge Funds Ruining Traditional Sentiment Readings?

Update (31.5.07):

Hier einer meiner unglaublich wertvollen Bookmarks ;-) auf eine Seite, die viele andere Bookmarks enthält. Ich habe die Hälfte davon gelesen und da war viel gutes Zeuch dabei. Für jeden, der sich für Sentimentanalyse interessiert und ein Wochenende Zeit hat (jetzt wo kein Fußball mehr ist ...).

Blog Synthesis: Sentimental Journey

Microsoft macht jetzt auch Multitouch

Das Thema GUI war ja hier schon ein paar Mal Thema. Bei aller Diskussion über das iPhone ist das interessanteste am iPhone der Touchscreen und die neue Methode darüber das Telefon zu bedienen. Das Zoomen in ein Bild ist nicht einfacher umzusetzen als mit zwei Fingern auf das Bild zu gehen und die Finger dann auseinander zu bewegen.

Microsoft ist (wie immer nach Apple ;-) ) auf diesen Zug aufgesprungen und will bis zum Ende des Jahres das Ganze in groß auf den Markt bringen. Groß meint tischgroß.



Geile Sache. Insbesondere das Feedback für die Devices ist cool. Kamera drauflegen --> die Fotos erscheinen auf dem Tisch. Handy auf den Tisch. Foto zum Handy ziehen --> Foto wird ins Handy hochgeladen.

Soll noch diese Jahr kommen und 5000 bis 10000 Dollar kosten. Allein die sehr vage Preisangabe lässt schon darauf schließen, dass das nicht dieses Jahr erscheint. Aber egal, Revolutionen (und ich halte diese GUIs für eine) können auch etwas warten ...

Meine älteren Postings zum Thema GUI (mit weiteren Links zur Demo vom Erfinder, das mir damals den Atem verschlagen hat)

LED Lampen - Endlich auch in schick

Leider noch nicht käuflich zu erwerben ...

coronasolarlight

Spezialschraube: 61,31 Euro (It's a Sony)

Naja, da weiss man was man von Markenware hat (oder so ähnlich).

Dass ein Auto aus Ersatzteilen ein Mehrfaches des Neupreises kostet weiss man inzwischen. Aber 61,31 Euro für eine Ersatzschraube ... Das schlägt dem Fass dann doch irgendwie den Boden aus ...

Sony charges $82 for replacement screw.

US-Immo Update: Hauspreise sinken (jetzt auch offiziell)

Offiziell, soweit man den Case-Shiller-Preisindex offiziell nennen möchte.

In der Qualität ist der Index tendenziell das Beste, was man bekommen kann. Denn der S&P Case-Shiller-House-Price-Index verfolgt die Preise einzelner Immobilien und errechnet daraus den Trend. Da Immmobilien in den USA viel häufiger gehandelt werden als in Deutschland bekommt man auch so genügend Daten, um daraus eine aussagekräftige Statistik errechnen zu können. Hingegen berechnen die anderen Indices nicht viel mehr als einen Durchschnittspreis aller verkauften Immobilien. Das kann deutlich verfälschen. Werden die Verbraucher skeptisch und kaufen vermehrt preiswerte Immobilien kann der durchschnittliche Hauspreis sinken ohne dass der Preis eines einzelnen Hauses sinkt. Es ändert sich nur die Zusammensetzung der verkauften Häuser: Mehr preiswerte Häuser --> sinkende Preise im Index. Der Effekt kann genauso in Richtung steigender Preise auftreten. Der Case-Shiller-Index hingegen ist gegen solche Effekte gewappnet.

Und jetzt muss ich die Zahl noch bringen: Die Preise sind zum ersten Mal seit 1991 gesunken und zwar im ersten Quartal um 1,4 %.

U.S. home prices fall for first time in 15 years

Microsoft verklagt Aktienspammer

Yeah, endlich mal was Gutes aus dem Hause Microsoft, deren Mailserver bei Hotmail unter der Last der ganzen Spams stöhnen. Daher hat sich Microsoft jetzt zu einer Klage gegen Unbekannt entschlossen. Ob daraus was wird und man die Hintermänner ermitteln kann, wird man sehen. Aber immerhin passiert irgendetwas bei diesem unsäglichem Thema.

Microsoft klagt gegen Aktien-Spammer



Meine alten Postings zum Thema Börsenspam


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Chavez schließt den letzten oppositionellen TV-Sender

Eine neues Kapitel in der traurigen Erzählung "Don't cry for me Venezuela".

Hugo Chavez, der sich vor kurzem erst eine Verfassungsänderung genehmigt hat, die ihm eine dritte Amtszeit ermöglicht, geht jetzt noch einen Schritt weiter: Er macht den letzten oppositionellen Fernsehsender dicht.

NZZ Online :
Schwere Ausschreitungen bei Demonstration in Caracas - Demo gegen Schliessung von TV-Sender


Dieser Hinweis ist als Update auf mein älteres
Posting von mir zu sehen. Der darin verlinkte Bericht bei Telepolis ist hochinteressant und ich kann die Lektüre jedem empfehlen, der sich fragt, warum immer und immer wieder totalitäre Herrscher an die Macht kommen. Vor allem welche, die offenbar völlig durchgeknallt sind.

Erschreckend daran dann, dass ein (leider nicht kleiner) Teil der Linken diesen Spinner noch gut findet. Man beachte die Diskussion im Telepolis-Artikel. Da wird der Typ noch verteidigt. Er ist halt links und gegen Neoliberalismus (und gegen Bush) und dann muss der ja gut sein. Klarer Fall von ideologischer Verblendung. Wirtschaftlich gesehen ist der Typ eh ein Vollversager. Der schafft es tatsächlich bei Rekordeinnahmen durch Öl die Devisenreserven seines Landers zu reduzieren! Respekt. Es könnte jetzt natürlich sein, dass es Venezuela jetzt der breiten Bevölkerung auf einmal total gut geht. Ich schätze, in den Statistiken von Venezuela ist das wahrscheinlich auch so. Nur in unabhängigen Statistiken ist davon wenig zu sehen.

Alles in allem läuft hier geradezu lehrbuchhaft das Stück "Vom gewählten Herrscher zum Diktator" ab. Und am Ende gehören die Reichtümer des Landes nicht mehr den bösen neoliberalen Amerikaner sondern den sozialistischen Alleinherrschern. Und die breite Bevölkerung hat davon auch nichts.

Update 29.5.07:

Ich möchte nochmal einen interessanten Link zu Spiegel Online nachschieben, der die Faszination von Teilen der Linken zu Chavez zu erklären versucht. Lesenswert!

Chávez nimmt Kuba Huckepack"

Exemplarisch der Artikel von Telepolis, der die andere Sicht enthält. Information statt Freiheit. Mein Kommentar dazu: Putin == Chavez == Arsch. Kürzer kann ich es nicht fassen. Wer den einen für einen lupenreinen Demokraten hält, muss das bei dem anderen auch tun. Es sind natürlich beides keine Demokraten. Es ist immer ganz interessant zu sehen, dass die Diskussion sich um diese fundamentale Frage nie kümmert. Da geht es um Bush, wie die Bodenschätze verteilt werden, warum die Weltbank böse ist, etc. pp. Aber nie um das große Bild. Das macht den Spiegel-Artikel (bezeichnenderweise von einem Historiker) so wertvoll. Weil er sich NICHT um das Detail kümmert, warum Chavez den Fersehsender dicht gemacht (äh die Lizenz nicht verlängert hat, was natürlich ein RIESENunterschied ist, obwohl das Ergebnis nicht so unterschiedlich ist), sondern darum, DASS er einen Fernsehsender dicht gemacht hat.

Pfingst-Spam Nr.2: Verkaufen! Verkaufen! Verkaufen!

Ich habe den Text nicht manipuliert. Echt nicht. Die raten im letzten Satz zum "Einstellen einer Verkaufsorder"! OK, das ist fair, denn alles andere macht ja auch keinen Sinn (und schließlich verkaufen die ja auch ...). Ich schätze aber trotzdem, dass das nur ein Freudscher Fehler ist und die Spammer es nicht auf einmal gut mit uns meinen ...

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Aktientipp von Ferdinand Fograscher - 1000% Chance auf neue Aktie Miobet AG

Neue Aktiengesellschaft mit Mega-Potential: MIOBET AG
Die Kursrakete des Jahres. Von Anfang an dabei sein.
Diese Aktie wird sich schnell verzehnfachen. 1000% Chance.

Sehr geehrte Damen und Herren,

2006 war das Jahr der weltweiten Stagnation für Online-Casinos. Die Aktien
sind gefallen. Miobet müsste laut
den Analysten auf ca. 100 Euro stehen. Doch aufgrund diverser Gesetzgebung
fiel die Aktie ein.

2007 ist das Jahr der Wettaktien. Die ganzen Einspruchsverfahren gegen die
Widersacher laufen. Es gibt mehr und
mehr positive Ergebnisse. Miobet verfügt über enormes Kurspotential.

Da Miobet Ag mehrgleisig fährt ist es umso sicherer, dass weiter große
Gewinne eingefahren werden. Es gibt nach
unsere Meinung keine Bedenken die dagegen sprechen, Miobet AG Aktien zu
kaufen und auf extreme Kursgewinne
zu spekulieren. Bisher wurden insolvente Aktien empfohlen, welche trotzdem
enorme Kursexplosionen brachten.

Miobet AG ist eine aktuelle wertvolle Perle welche nur von Ihnen geborgen
werden muss. David schluckt Goliath:

Miobet AG hat die grosse Worldgaming AG geschluckt. Doch das nicht noch
nicht alles. Es laufen seit
Monaten Verhandlungen für die Übernahme eines Spielcasinobetriebes auf
Antigua. Dort lassen die Amerikaner
so viel Geld wie die deutschen in allen Casinos zusammen. Für den
Amerikaner gibt es nur Las Vegas oder Antigua. Und
das Casino auf Antigua soll bald Miobet gehören. Millionengewinne werden
folgen.

Wenn das keine guten Tipps sind die eine Kursexplosion rechtfertigen?!

Kaufen ist unser heisser Tipp. Handel an der Frankfurter Börse.
Am Dienstag, den 29.5.2007 ist der grosse Tag!

Miobet AG
WK:N A0B921
I S I N: DE000A0B9212
Symbol: C3G.FSE

Kurs: 13,5 Cent
7 Tages-Ziel 45 Cent
1 Jahres-Ziel 10 Euro

Dies ist eine absolut realistische Einschätzung. Anhand des Chartverlaufs
sieht man ganz genau, wie Gesetzgebung, Bearish und
Bulish sich stets gekreuzt haben. Man konnte den Verlauf genau im Voraus
bestimmen. So auch jetzt aufgrund der
Hinzukäufe und Firmenübernahmen, welche stattgefunden haben.

Sichern Sie sich jetzt noch zu günstigen Kursen Miobet Aktien. Sie werden
es nicht bereuen.
Billiger werden Sie nie wieder eine Aktie einer gut funktionieren
Aktiengesellschaft erhalten.
Diese Unterbewertung ist Ihre absolute Chance! Deshalb haben wir es Ihnen
an xxx@yyyyyyy.de geschickt.
Nach einer positiven Meldung gingen solche in Frankfurt gehandelten Aktien
IMMER um 100% nach oben.

Letzte hochoffizielle Meldung aus der letzten Hauptversammlung:

Durch den Verkauf aller US-Gaming-Beteiligungen kann sich das noch junge
Unternehmen nun voll
und ganz dem sehr lukrativen Umfeld des legalen und regulierten Glückspiels
in Form von Spielcasinos und
Spielgeräten sowie Sportwetten widmen. Angedacht ist der Erwerb bzw. das
Mieten von gehobenen
Spielcasinos in Europa und in der Karibik. 'Unser Ziel ist es, im nächsten
Geschäftsjahr mit dem ersten
Casino auf Antigua einen Gewinn in Höhe von 2 Mio. US-Dollar zu erzielen',
sagt Hansch.
Mittelfristig sei dort in drei bis fünf Jahren ein jährlicher Gewinn in
Höhe von rund 5. Mio. Dollar erreichbar.
Er sieht darin und in dem flächendeckenden Erwerb von Spielhallen im
Casino-Look ein solides Standbein
mit guten Wachstumsperspektiven.

Worauf warten Sie noch? Stellen Sie Ihre Verkaufsorder ein.

Es grüßt recht herzlich

Ihr
Manfred G. Rothmann
Aktien-Experte

Deutsche Anlage Beratung Online GmbH

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Update (30.5.07):


Komischer Spam. Ich habe den nur einmal bekommen. Der Kurs hat sich nur wenig bewegt, auch wenn sichtbar Umsatz entstanden ist.

Update (1.6.07):

Mir ist erste gerade aufgefallen, dass die Biomet die umfirmierte BetOnUSA ist. Und die wurde ja schon mal gespammt ... Der nächste Börsen-Spam kommt bestimmt. Wetten?

Meine alten Postings zum Thema Börsenspam


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Der Spam für Pfingstwochenende ...

Und ein EXTRAFRECHER dazu!

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An alle finanzinvestoren! Diese aktie wird durchstarten! Dienstag 29.
Mai startet die hausse!

Firma: Talktech Telemedia
Kurzel: OYQ / OYQ.F / OYQ.DE
WKN: 278104
ISIN: US8742781045

Preis: 0.54
5-T Prognose: 1.75

Realisierter kursgewinn von 450% in 5 tagen! OYQ Wird wie eine rakete
durchstarten! DIENSTAG 29. MAI STARTET DIE HAUSSE!

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Wow, die haben sogar mitbekommen, dass Montag die Börse geschlossen hat.

Warum EXTRAFRECH?

Die Aktie wurde erst am 22.5, also Dienstag in Deutschland an der Börse eingeführt (daher kann ich auch noch keinen Chart liefern). Es kristallisiert sich immer mehr heraus, dass die Spammer die Aktie absichtlich und nur zum Promoten an der Deutschen Börse einführen.

So langsam sollte die Deutsche Börse mal darauf reagieren. Das wirft ja zunehmend ein schlechtes Bild auf den Finanzplatz Deutschland!

Allerdings hat Deutschland das auch verdient, denn hier gibt es eine derart mangelhafte Anlegerausbildung, dass Deutschland eines der letzten Länder ist, in dem solch billiges Gespamme noch funktioniert. Auch die Kontrollbehörde ist ein ziemlich zahnloser Tiger, der zwar permanent ermittelt, aber selten zu einem Ergebnis kommt. Wenn mich nicht irre, ist z.B. noch nie jemand wegen eines Insidervergehens angeklagt worden. Auch die Rechtsprechnung in Bezug auf das Promoten von Aktien ist hierzulande sehr weich. Leute wie z.B. Frick könnten ihr Modell in den USA so nicht machen. Es ist auch kein Wunder, dass sehr viele Aktien, vor allem die kleinen Promoterwerte genau zwei Notierungen haben: An der Heimatbörse (Australien, Kanada, seltener USA) und hier in Deutschland. Und promotet wird dann vor allem hier. Weil das hier so schön klappt ...

Schönes Pfingstwochenende und viel Spaß beim Spam wegsortieren ...

Update (29.5.07):


Und immer wenn ich spekuliere, dass keiner mehr auf Spam reinfällt, gibt es wieder einen erfolgreichen Versuch:

Immerhin ein Plus von über 50% auf mehr als 80 Cent. Die Umsätze sind aber mager, nicht einmal 3500 Stück, ergo weniger als 3000 Euro.

Update (3.6.07):

Noch immer kommen die Spams, seit heute in bessere Formatierung:

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Dr. C.Clausen, Aktien-Newsletter, Dortmund
Aktie vor grossem Anstieg:

TALKTECH TELEMEDIA (OYQ.FSE)
Name : TALKTECH TELEMEDIA (OYQ.FSE)
WKN : A0MQYL
ISIN : US8742781045
Kürzel : OYQ.FSE (Frankfurt)
Schluss-Stand 01.07.2006 : € 0.60
Prognose bis 31.12.2007 : € 3.95


TALKTECH TELEMEDIA, eine Erfolgsstory am Entstehen

Kurz-Portrait:
Als "New Player" im lukrativen Telekommunikations-Markt, besitzt die TALKTECH TELEMEDIA (OYQ.FSE) alle Voraussetzungen, um eine weitere Erfolgsstory zu werden. Für die kommenden Wochen und Monate erwarten wir durchwegs positive Nachrichten von TALKTECH TELEMEDIA (OYQ.FSE). Dem interessierten Anleger empfehlen wir dringend, diesen Titel ins Depot aufzunehmen

Börsen-Ausblick: Dax nimmt historische Höchstmarke ins Visier
Es fehlt nicht mehr viel - dann schreibt der deutsche Aktienmarkt Geschichte. Der Dax ist auf direktem Wege in Richtung historischer Höchstmarke, am Freitag überschritt er zeitweise die 8000 Punkte. Doch selbst, wenn es letzten Freitag nicht geklappt hat: Kaum einer auf dem Parkett zweifelt noch daran, dass der Index die psychologisch wichtige Schwelle in Kürze hinter sich lassen wird. Was die Beobachter aber am meisten fasziniert, ist die atemberaubende Geschwindigkeit, mit der der Dax alle wichtigen Wegmarken passiert.
Tatsächlich hat der Dax mit so hoher Geschwindigkeit zu alter Stärke zurückgefunden, wie nie in den Börsenjahrzehnten zuvor. Von seinem Tiefpunkt im März 2003 benötigte das bedeutendste deutsche Börsenbarometer gerade einmal ein gutes Jahr, um auf das doppelte Kursniveau zu steigen. In den folgenden 36 Monaten legte der Index noch einmal auf das 3,5-fache zu. Zum Vergleich: In den Anfangsjahren der Dax-Geschichte dauerte es ein Vierteljahrhundert, von 1960 bis 1985, bis der Frankfurter Leitindex eine Verdoppelung seines Niveaus auf seinerzeit 1000 Zähler zustande brachte. Und weitere zwölf Jahre währte der folgende Anstieg auf das 3,5-fache, die 3500-Punkte-Marke - vier Mal so lange also, wie der Dax im laufenden Aufschwung für den ähnlich starken Zuwachs benötigte.

Empfehlung: Vor diesem possitiven Umfeld empfehlen wir die Aktien der TALKTECH TELEMEDIA (OYQ.FSE) zum aggressiven Kauf.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg
Dr. C.Clausen, Aktien-Newsletter, Dortmund

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Naja, soll wohl professionell aussehen und ist auf dem ersten Blick auch kaum mehr von den üblichen Aktien-Pushs auf diversen Mailingslisten zu unterscheiden. Ich möchte diesen Platz aber nochmal kurz nutzen um darauf hinzuweisen, dass es weder eine Dr. C.Clausen gibt noch irgendeinen seriösen Newsletter, der sich Aktien-Newsletter aus Dortmund nennt. Darin steckt genauso viel Wahrheit wie im angeblichen Zusammenhang zwischen dem DAX und einer Schrottaktie wie Talktech Telemedia.

Die gleiche Version kommt (völlig überraschend) auch noch von anderen (angeblichen) Absendern, heute habe ich z.B. einen von "Dr. Y.Schneider, Anlage-Strategien und Konzepte, Osnabrück". Wird's wahrscheinlich noch Hunderte anderer Versionen geben, die im Umlauf sind.

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Update (22.6.07):

Die Mails gibt's jetzt in einer weiteren Welle auch mit PDF-Anhängen (siehe Börsenspam: Und jetzt als PDF). Das ist jetzt richtig professionell aufgemacht und sieht für den unbedarften Anleger vielleicht sogar seriös aus. Ist es natürlich nicht, Finger weg.

Der Kurs von 30 Cent (man vergleiche das mit dem Kurs bei der ersten Welle) sollte auch den letzten klar machen, dass man mit solchen Aktien fast sicher sein Geld verlieren wird.

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German Stock Insider - Friday 22-JUN-2007
OYQ.F (TKMD.F)
Volume 4, Issue 7

Company Name: Talktech Telemedia
Symbol: OYQ.F (TKMD.F)
ISIN: US8742781045
WKN: A0MQYL
Recent Price: ˆ0.30
5 Day Target: ˆ1.00 - ˆ1.25
Recommendation: Strong buy to ˆ0.85


Talktech Telemedia, Inc - HUGE GAINS EXPECTED IN THE NEXT 5 TRADING
SESSIONS

In this edition of German Stock Insider we are featuring our
winning pick of Talktech Telemedia, Inc (Frankfurt: OYQ.F).

With an excellent management team and a huge marketing campaign
starting next week, we are expecting our German readers to jump on
board this amazing opportunity before American investors see this,
causing HUGE price increases in the stock.

At present OYQ.F (TKMD.F) is trading at a huge discount. It was
recently trading at ˆ1.00 and currently trades at approx ˆ0.30. We
are expecting this stock to jump back up to over ˆ1.00 by early
next week. This will net our readers gains of over 300% in a few
trading sessions. If you plan on seriously considering OYQ.F
(TKMD.F) you should strongly consider getting in early on before
next week as we are expecting this to start trading up as early as
Thursday 20-JUN-2007.

We strongly urge you do your own research on Talktech Telemedia
before making any investment decisions. We feel that they are going
to be making some major moves in the coming days adding HUGE
shareholder value and again causing an increase in share price.

As we have already stated, we are comfortably estimating that
Talktech should be trading at over ˆ1.00 by early next week,
however, we feel it could be as high as ˆ1.25 or so by the end of
next week (over 400% gains on today’s price)

In the fast paced world of the German Stock Exchanges, we strive to
bring you the very best the Frankfurt Stock Exchange has to offer.
We strongly urge you to call your stock broker and ask them about
OYQ.F (TKMD.F). Add it to your portfolio today.

300% gains are expected on this one - DON’T LET IT PASS YOU BY!

DISCLAIMER: This is not an offer to buy or sell any security.
German Stock Insider discloses that they were paid ten thousand
Euros for distribution of this report. This report contains forward-
looking statements. Please do due diligence before investing in any
company. Best of luck!

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Meine alten Postings zum Thema Börsenspam


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Statusbericht vom US-Immobilienmarkt

Die Zahlen gestern waren (zumindest auf den ersten Blick) gut. Die Anzahl der verkauften neuen Häuser stieg kräftig um 16,2%. Auch wenn die Zahlen mit hoher Unsicherheit behaftet sind, ist das auf jeden Fall ein Plus. Allerdings wird die Zahl wohl nach unten korrigiert werden. In den Vorjahren betrug die Korrektur nach unten einmal 5%, einmal 7%. Allerdings kommen auch vor der Korrektur der Zahlen bei der Analyse schon ein paar Zweifel. Die Zahl im Jahresvergleich ist weiterhin mit über 10% im Minus. Der durchschnittliche Preis (genauer der Median) sank um 11,1%, der höchste jemals verzeichnete Rückgang. Die Zahl, die mich am meisten interessiert, war allerdings positiv: Der "Lagerbestand" beträgt nur noch 6,5 Monate (statt 8,1 Monate). D.h. würden in den nächsten Monaten genau so viele Häuser verkauft wie im April, würde es noch 6,5 Monate dauern bis alle Häuser verkauft wären. Wenn man allerdings der ersten Zahl nicht glaubt (der kräftig gestiegenen Zahl), kann man dieser Hochrechnung auch nicht vertrauen. Egal, ob die Zahl korrigiert werden oder die Mai-Zahl wieder niedriger ist, hat die Hochrechnung nur dann eine Bedeutung, wenn sich diese über drei Monate stabilisiert. Sollte das passieren, könnten die April-Zahlen allerdings auch gut der Anfang des Schlussverkaufs gewesen sein. Schlussverkauf: Alles muss raus - Umsatz rauf, Preise runter. Wir werden sehen, ob das so kommt oder am Ende doch wieder alles (sowohl Anzahl wie auch Preise) wegkorrigiert wird. (New Home Sales Up (but beware double digit monthly gains)


Die Zahlen von heute zu den Verkäufen von Altimmobilien waren auf jede Fall die (erwartete) Enttäuschung. Im Monatsvergleich ging es 2,6% runter, im Jahresvergleich über 10. Der "Lagerbestand" beträgt nun 8,4 Monate. Das ist ein 15-Jahres-Hoch. Übrigens sind hier die Preise kaum gefallen.
Existing home sales fall to 4-year low in April

Das mögliche Ausverkaufsszenario, das sich gestern andeutete, kann man eigentlich nach den Zahlen von heute direkt wieder abhaken. Ich bleibe bei meiner (auch statistisch belegten) These, dass die Krise erst vorbei ist, wenn die Preise richtig runter gehen und sich das Lager leert. Und das dauert im Durchschnitt länger als ein paar Monate.

Update (26.6.07):

Aus einem FAZ-Artikel von heute die interessante Beobachtung, dass der Preis für die neuen Immobilien so stark war, dass neue Häuser aktuell preiswerter sind als gebrauchte! Das zeigt wieviel Luft in den Preisen für gebrauchte Immobilien noch drin ist.

Zum ersten Mal seit langem sind die Preise für neu gebaute Häuser unter jene für bestehende gefallen. So dürften diese kaum so hoch bleiben können, wie sie sind. Denn üblicherweise liegen sie 20 Prozent tiefer. Die sich absehbar fortsetzende Preisspirale nach unten dürfte nicht nur alle mit der Baubranche zusammen hängende Bereiche noch mehr als bisher bremsen, sondern über einen schwächelnden Arbeitsmarkt auch den Konsum.



Coole Idee für Captchas

Ja sie nerven ein wenig diese computergenerierten Texte und Zahlen, die man an allen möglichen Stellen eingeben muss, um Menschen von Spambots unterscheiden zu können.

Aber man kann diese sogenannten Captchas jetzt auch für etwas noch Sinnvolleres einsetzen: Um Texte zu scannen. Besser gesagt die Teile, die der Computer nicht lesen kann.

Wie geht das?

Es werden zwei Bilder angezeigt: Eines ist computergeneriert und das andere ist ein Ausschnitt aus einem gescannten, aber nicht (hinreichend sicher) erkannten Text. Der Mensch muss jetzt beide Begriffe eingeben. Überprüft wird der computergenerierte Text. Und wenn der Text richtig eingegeben wurde, sitzt davor ein Mensch. Dann kann man den a) weitermachen lassen und b) hat der mit hoher Wahrscheinlichkeit den zweiten Begriff auch richtig eingegeben.

Auf die Idee wäre ich ziemlich stolz. Sollte sich das durchsetzen, kann der manuelle Arbeitsaufwand der Bookscanning-Projekte massiv verringert (bzw. über alle verteilt werden). Sowas kann ein Projekt Gutenberg u.ä. weit nach vorne bringen, weil das nicht mehr nur an wenigen Idealisten hängt, sondern auf einmal Hunderttausende täglich eingegebene Captchas mithelfen.

Gefunden über Boing Boing.

Börsenspam again: Uhranleger MM1

Puh, hastig hastig, die Hast hat begonnen ...


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Uhranleger MM1!
Die Hast ist begonnen!
Am Freitag 25.Mai!

Firma: Mobile EMAIL US
Symbol: MM1.F
Preis: 0,20
3-T Prognose: 0.80
WKN: 42Q109
ISIN: US60742Q1094

KAUFEN KAUFEN KAUFEN!

Heutzutage ist es eine Schune Muglichkeit Viel Geld zu verdinen (autsch).
Sehen Sie es am Freitag 25. Mai.
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Durchschnittsumsatz: Null, Zero, Niente. Erster Umsatz seit der Börseneinführung vor 6 Wochen: Heute! Etwa 2500 Stück. Das macht dann satte 500 Euro Umsatz. Ich will jetzt nicht unken, weil jedes Mal, wenn ich einen Spam für gescheitert erklärt habe, dieser dann doch noch funktionierte. Aber 500 Euro Umsatz sind natürlich gar nichts. Das dürfte nicht einmal die Kosten für den Spamversand wieder reinholen. Ist die Zeit für die Spams damit langsam abgelaufen? Ich wage es gar nicht zu hoffen ...


Update (8.6.07):

Immer noch kein Ende:

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DONNERSTAG 7 JUNI!

Firmen: MOBIL.E-MAIL.US
Ku,rzel: MM1
Wertpapier-Kenn-Nummer: A0M LLZ
I-SIN :US 60742Q-1094

Letzter Pries.: 0.26
4T Prog.: 1.12

FUGEN SIE MM1 IN IHRE LISTE DONNERSTAG 7 JUNI!

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Und wie immer, wenn ich auf das Ende der Funktion dieser Aktienspams spekuliere, geht der Kurs dann doch wieder nach oben :-(
Immerhin im Hoch fast 40 Cent. Und die Umsätze sind auch nicht zu verachten. Wenn der Initiator für die Hälfte der Umsätze verantwortlich ist, hat der einen ganzen Batzen Geld verdient ...

Update (20.6.07):

Und es geht lustig weiter, die dritte Welle läuft gerade an:

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Mittwoch 20. Juni!

Firma: MOBIL.E-MAIL.US
Ku,rzel: MM1

Wertpapier-Kenn-Nummer: A0M LLZ
I-SIN : US 60742Q-1094

Letzter Preis: 0.24
4T Prog.: 0.90

FUGEN SIE MM1 IN IHRE LISTE MITTWOCH 20. JUNI!

Verzicht: Diese Anzeige wurde gesendet, um dich über diese Firma zu informieren. Deine eigene Forschung tun, bevor Sie kaufen. Der Absender wurde $25.000 für diese Sendung ausgeglichen.

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"Deine eigene Forschung tun, bevor Sie kaufen". Tja, dem wäre nicht viel hinzuzufügen.

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Sind die Privatanleger wirklich nicht optimistisch?

OK, in China ist die Antwort klar: Da ist 2000. Jeder Friseur kauft dort jetzt Aktien. Dass das KGV mit 50 irre hoch ist, juckt keinen, denn es weiss ja keiner, was ein KGV überhaupt ist ...

Die Frage ist in Deutschland nicht so eindeutig zu beantworten. Aus Aktienfonds wird weiterhin Geld abgezogen, allerdings laufen auch gleichzeitig Milliarden in Zertifikate, sogar mehr als aus Aktienfonds abgezogen wird. Auch wenn vieles davon in Garantiezertifkate geht, würde ich den aktienmarktähnlichen Teil nicht unterschätzen. Es gibt eine Reihe von Länder- und Regionenfonds (das sind Aktieninvestments). Auch viele der Garantiezertifikate habe zumindest eine Aktienkomponente. Bei Discountzertifikaten wird z.B. eine Aktie gekauft bei gleichzeitigem Verkauf einer Kaufoption. Auch bei Bonus- und Expresszertifkaten ist immer ein Teil Aktieninvestment drin. Daher bin ich mir nicht so sicher, ob die Privatanleger wirklich so skeptisch sind, wie die Statistik des BVI andeutet.

Zwei weitere Anekdoten habe ich auch noch:


a) Süd-Chemie: Am Freitagabend in der 3sat-Börse empfohlen. Am Montag darauf steigt der Kurs von 90 auf 120 Euro.

b) Wacker Construction Equipment:

Im letzten Sommer wurde der Börsengang mangels Interesse der Anleger abgeblasen. Diesen Frühling geht der Börsengang problemlos durch und zwar zum doppelten Preis!

Gut, wir haben definitiv keine Stimmung wie 2000. Aber (ich wiederhole mich) sowas werden wir auch nicht mehr sehen. So einen Wahnsinn gibt es nur einmal pro Generation, daher haben wir noch mindestens 20 Jahre Zeit. Aber eine "normale" Baisse mit 20 oder 30 Prozent Rückgang ist durchaus drin. Da könnte allein der aktuelle Zinsanstieg schon genug Ursache liefern. Ich möchte aber auch nochmal betonen, dass ich weiterhin fast voll investiert bin, allerdings auch permanent über eine Absicherung nachdenke.

Update (16:48):

Cognitrend hat seine neuesten Sentimentzahlen veröffentlicht:

Verhältnis Optimisten zu Pessimisten:

Bullish 48% (+12%)
Bearish 32% (-12%)
Neutral 20% (unv.)

Damit ist die Anlegerstimmung von euphorisch genauso weit entfernt wie vom angeblich so weit verbreiteten Pessimismus.

Klimaerwärmung - Mythos oder Realität?

Im New Scientist ist eine sehr umfangreiche Serie erschienen, die die üblichen Argumente GEGEN die Klimaerwärmung unter die Lupe nimmt:

C02 ist gar nicht relevant,
Das Klima ist chaotisch und daher nicht vorhersehbar,
Der Mars wird auch wärmer --> Ergo es liegt an der Sonne und nicht am Menschen
etc. pp.

Die einzelnen Punkte werden alle detailliert untersucht. Dabei geht es nicht um eine idelogische Widerlegung, sondern die Artikel zeigen auf, dass (auch) die Gegenargumente oft wacklig sind und nur Theorien darstellen. Wer also versucht, mit diesen Argumenten die These der menschgemachten Klimaerwärmung zu widerlegen, ist mutig. Denn genauso wie die These der Klimaerwärmung falsch sein könnte, kann auch jedes der Gegenargumente falsch sein. Wenn man ideologisch nicht verblendet ist, muss man auch eingestehen, dass (auch wenn die Presse und die Öffentlichkeit gerade so tun) die wissenschaftliche Diskussion noch lange nicht beendet ist. Was aber nicht heißt, dass die Menschheit das Ergebnis erst noch abwarten sollte. Eine Umstellung auf erneuerbare Energien tut nicht so weh und ist halt erneuerbar und damit für alle Zukunft gut.

Ich habe zwar noch nicht alle Teile durch, aber das was ich gelesen habe, überzeugt durch hohe Qualität und kann daher nur empfohlen werden:

Climate change: A guide for the perplexed

ARD zensiert sich selbst?

Allesaussersport - Tonstörung?

Das Doping-Bekenntnis des Ex-Radprofis im Team Telekom hat inzwischen wohl jeder mitbekommen, der sich auch nur am Rande für Sport interessiert. Gemacht wurde es (ziemlich überraschend, denn es gab keine großartigen Ankündigungen) Montagabend bei Beckmann.

Allerdings scheint die ARD oder Beckmann der Mut schon zwischen Aufzeichnung und Ausstrahlung verlassen zu haben:

a) Eine entscheidende Stelle wurde per Tonstörung weggemeeept. Eine Aussage dazu gibt es nicht. Selbstzensur? Wenn man den Störton rausrechnet, hört man übrigens Anschuldigungen gegen den Teamchef Godefroot, der das EPO besorgt haben soll.
b) Online gibt's die Sendung nicht (angeblich habe man keine Rechte, komisch, dass man für die Sendung der Vorwoche die Recht sehr wohl hat).
c) Die normale Wiederholung bei 3sat fällt aus.

Komische Zufälle!

Wenn jetzt schon unsere öffentlich rechtlichen Fernsehsender vor möglichen Schadensersatzklagen einknicken, na dann gute Nacht. Wird dann die Bloggerszene der letzte Zufluchtsort für unabhängige Berichterstattung?

Update: Der NDR sagt, dass er die Rechte für Online und Wiederholung bei 3sat nicht hat. Komisch, dass trotzdem irgendjemand von der Online-Redaktion die Sendung bei Akamai hochgeladen hat. Real Video. Nach gut 24 Minuten kommt die Tonströung

Update (24.5.):

Alles Absicht wurde inzwischen (nach ziemlichem Rumgeeiere) zugegeben. Artikel dazu u.a.in der FAZ. Wenn der NDR das absichtlich so dilletantisch zensiert hat, muss man denen ja fast Respekt zollen. Ich hoffe, allesaußersport bekommt den gerechten Lohn für die Story, die FAZ erwähnt das "Breaking Blog" leider nicht.

Neuer Spam: Tyche Energy (T2Y.F)

mal wieder was neues für den Spamfilter ...

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T2Y.F ist 300% gestiegen.
Es wird 500% kurssprung erwartet.
Tyche Energy
Kurzel: T2Y.F
Handelsplatz: Frankfurt
5-tage ziel: 1 euro
T2Y.F rallye ist gestartet.
Seien sie dabei!
Kaufen waehrend es noch billig ist.
Lassen sie sich diese chance nicht entgehen!

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Keine WKN, keine ISIN? Seltsam.

Update (25.5.07):


Nicht ganz unerwartet funktioniert der Spam nicht. Wie in der letzten Zeit sowieso die meisten verpufft sind. Lohnt sich die Aufklärungsarbeit etwa doch?

Update (25.5.07):

Die Umsätze ziehen doch noch an. Sind jetzt gut 40.000 Aktien, also etwa 10.000 Euro Umsatz. Nicht so doll, aber komplett verpufft ist der Spam halt auch nicht. Aber wer da jetzt einsteigt, ist irre; Geld - Brief 14 zu 24 Cent. Da ist der Kursabsturz schon in den Stein gemeißelt. Also nicht wundern: Wer jetzt 24 Cent zahlt, wird beim Verkauf wohl nur 14 Cent wiederbekommen ... Aber manchen Leuten kann man wohl nicht helfen ...

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Mal ein paar Zahlen zu den Hedgefonds und Firmenübernahmen

Wer meint, dass die Stimmung an den Börsen bzw. den Finanzmärkten nicht positiv sei, dem empfehle ich einen Blick auf den aktuellen Stand der Firmenübernahmen, sei es durch Firmenzusammenschlüsse oder Banken.

1998, am Höhepunkt des letzten Zyklus, betrug das Volumen der Leveraged Buyouts (LBO = stark über Kredit finanzierte Firmenübernahmen) 31 Milliarden Dollar. 2006 hatten wir 121 Milliarden und dieses Jahr bereits 88 Milliarden und das nach nicht einmal der Hälfte ...

Warum ist das relevant? Das Standardargument dafür, dass das nichts Schlimmes ist, geht wie folgt: Die Zinsen sind niedrig, die Firmenbewertungen auch. Und solange die Rendite der Firmen höher ist als der Zins für den Kredit, verdient man Geld und das Ganze macht Sinn. Soweit, so logisch. Aber was, wenn die Zinsen steigen oder die Gewinne sinken? Dann kann es ganz schnell knallen. Und aufgrund des hohen Hebels sehr heftig. Die Zinsen steigen gerade und zwar weltweit. Die USA sind wegen der abschwächenden Konjunktur allerdings schon wieder näher an einer Zinssenkung. Aber in den Emerging Markets, in Japan und Europa geht's mit den Zinsen weiter hoch. Und die Gewinne der Firmen sind wohl auch am Top. Die Renditen sind da, wo sie in den anderen Aufschwungphasen auch toppten. Von daher erwarte ich da auch nicht mehr viel. Vor allem erwarte ich nicht die Quadratur des Kreises: Wir bekommen fallende Zinsen, weil die Konjunktur schwächer wird und gleichzeitig steigen die Gewinne, obwohl die Konjunktur schwächer wird.

Viel kritischer wird das Ganze dann noch, wenn man sich mal fragt, welche Zinsen eigentlich niedrig sind. Denn es sind nicht unbedingt die US-Zinsen, sondern die japanischen. Zumindest ein Teil der Kredite kommt aus dem Yen. Man tauscht also sichere niedrige Zinsen gegen Währungsrisiko.

Und die nächste Frage, die ich hätte, wäre folgende: Warum sehen wir jetzt, 2007, diese Merger & Acquisition-Manie? Die Firmen kosteten vor 4 Jahren weniger als die Hälfte! Und die Zinsen in den USA (und weltweit) waren auch niedriger! Beide Argumente hätten vor 4, vor 3 oder vor zwei Jahren auch ziehen müssen. Man könnte mit Nachholbedarf argumentieren. Aber ich glaube eher, dass es die Endzüge einer Hausse sind.

Und wer's nicht glaubt, im unten verlinkten Artikel ist sogar eine Studie verlinkt, die statistisch nachgewiesen hat, dass die Übernahmeaktivitäten in überbewerteten Märkten am stärksten sind. Und nicht in unterbewerteten. Deshalb gab es die Übernahmemilliarden auch 2003 nicht, sondern heute.

Hedgefonds sind scheinbar genauso prozyklisch wie der durchschnittliche Anleger. Und machen damit den gleichen Fehler. Aber vielleicht ist das auch nicht so überraschend, denn ein Hedgefonds bekommt sein Geld ja von den prozyklischen Anlegern. Und der wil Investments und Rendite sehen. Und die Investments tätigen die Hedgefondsmanager dann auch. Ob die Rendite dann auch kommt, wird man sehen.

Mergers and Acquisitions

Die FAZ hat einen etwas älteren Artikel zum selben Thema: Blase durch Übernahmekredite - Das nächste große Ding. Nur die vier Worte "Diesmal ist alles anders" aus dem Artikel sollten jeden Antizykliker skeptisch machen.

Und noch einen: Firmenjäger sorgen für Milchmädchenhausse. Wachstum der Beteiligungsfonds in Deutschland: 80% in 2006.

Mit 5 Sternen in die Pleite

So können sich Analysten irren: New Century, einer der größten Sub-Prime-Hypothekenfinanzierer in den USA, hatte während des Kursabsturzes die beste denkbare Bewertung von Morningstar: Fünf Sterne. Heute ist New Century pleite.

In einem Artikel beschreiben die Analysten die Ursache für den Irrtum. Sehr interessant. Auch weil die ihren Fehler analysieren und eingestehen. Eine Fähigkeit, die dem Deutschen nicht unbedingt so gegeben ist. Amerikaner gehen anders mit Fehlern um. Solange man daraus lernt, sind Fehler halt nicht so schlimm.

Subprime Shake-Out: Where Do We Go from Here?

Luftnummer-Aktien

auch ein schöner Begriff von Spiegel Online in einem Artikel über den Entry Market.

Die ganze Truppe von Amitelo über Eutex bis zu Neosino treffen wir wieder.

Die Geschichte über Greta Immobilien (angeblich genauso viel Schulden wie Immobilienbesitz) war mir neu. Und dass die beiden anderen Firmen, die vom gleichen Emissionshaus an die Börse gebracht wurden, personell miteinander verflochten sind, ist schon auffällig. Wenn dann noch die Lichtenergiewerke angeblich der einzige Kunde der zweiten Firma Powerbags ist, naja, dann hör ick die Nachtigall trapsen ... Das hört sich alles wie Comroad an ...

Wenn hier so oft "angeblich" steht, liegt es daran, dass die Firmen ohne vernünftiges Emissionsprospekt an die Börse gehen können. Die ersten Monate ist man dann auf Raten/Schätzen/Vermuten angewiesen. Mit einem seriösen Investment hat das alles nichts zu tun ... Bei Nascacell (der Name fehlt irgendwie) kam der erste Geschäftsbericht, als die Aktie vom ersten Kurs bei 8 Euro schon auf Pennystock-Niveau gefallen war. Und das in weniger als einem Jahr.

Internet-Telefone für Afrika, Nano-Partikel im Wundermittel

Fin unter pari nochmal ...

Diesmal mit einer absolut geilen Aktie, die ja vom Namen her schon klar nach oben gehen muss ...


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ANLEGER UHR ***T3R***
DIE RALLYE IST GESTARTET
UHR AN DIENSTAG 22. MAY

Firma: SKYFLYER
Symbol: T3R.F
Preis: 0.31
3-T Prognose: 0.95

WKN : A0LCMC
ISIN : US83082R1077

KAUFEN KAUFEN KAUFEN!
T3R ESGESCHAFT FIN UNTER PARI!

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Diesmal sogar ESGESCHAFT FIN UNTER PARI!!! Also wenn das kein Grund ist, die Aktie zu kaufen ...


Der Chart zeigt bereits einen anspringenden Kurs. Und Umsätze. Das ganze scheint also immer noch zu funktionieren :-(



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Der nächste Börsen-Spam kommt bestimmt. Wetten?

Tolle Überschrift, gell?

Der Laden heisst übrigens BetOnUSA. Also nichts mit Beton ...

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Extrem heisse Gesellschaft bereit f. eine grosse Bekanntmachung!!!

Betonusa AG

Symbol: C3G
WKN: A0B921
ISIN: DE000A0B9212
Market: Frankfurt

Letzter Kurs 0,147
Geplanter Kurs: 2,80

BETONUSA ist eine knapp gehaltene Gesellschaft in einem boomenden Sektor!
Die Gesellschaft ist dabei, jetzt jederzeit eine wichtige Ankuendigung zu
veroeffentlichen.
Vielleicht eine große Fusion? Wir duerfen es nicht sagen, aber wir
empfehlen unseren Lesern, frueh einzusteigen!

Sobald diese Neuigkeit herauskommt, wird dieses Papier direkt nach oben
durchstarten!
Diese Neuigkeit kann auch ein neues Riesenbusiness von BOU AG sein.

Dies ist noch keine Meldung der Neuheit sondern nur an einen ausersuchten
Kreis eine Meldung, dass bald
was ganz grosses passieren wird.

WE ARE ABOUT TO SEE FIRWORKS!

Suchen Sie Schiffsbeteiligung? www.aktienservice.de
Wollen Sie gute weitere Tipps: www.1a-boersentipps.de
Informationen bekommen Sie hier: www.deutscher-investment-report.de


Lieber Geldanleger,

Sie wissen: Ich lasse mich an meinen Aussagen und Empfehlungen der
Vergangenheit messen! Viele Marktauguren geben ja ihre DAX-Prognosen am
Jahresanfang mit dem Wissen ab, dass sich am Ende des Jahres eh keiner mehr
dafür interessiert. Lag man falsch, wird der Mantel des Schweigens
ausgebreitet.

Beim Geldanlage-Report wird abgerechnet - und zwar auf Heller und Pfennig.
Daher gibt es heute einen exakten Performance-Rückblick auf meine vier
Top-Empfehlungen für 2007, die ich Ihnen im November vorgestellt habe.
Natürlich erhalten Sie dazu auch eine aktualisierte Einschätzung!

Um es vorweg zu nehmen: Die Bilanz kann sich sehen lassen: Mit Zugewinnen
von 57,6 Prozent für Salzgitter und 56,8 Prozent für Westag&Getalit habe ich
- soviel Eigenlob sei erlaubt - gleich zwei echte Volltreffer gelandet. Die
beiden weiteren Top-Tipps, MFRI Inc. und H&R WASAG konnten immerhin 22,5
bzw. knapp zehn Prozent zulegen. Rohrkrepierer gab es keinen einzigen.

Unter dem Strich konnten Sie eine satte durchschnittliche Bruttorendite von
36,5 Prozent in nur sechs Monaten erzielen, wenn Sie meinen Empfehlungen
gefolgt sind und die gleiche Summe in alle vier Aktien investiert haben.

Selbstverständlich haben die insgesamt weiter freundlichen Aktienmärkte die
tollen Kursentwicklungen "unserer Aktien" begünstigt. Trotzdem: Selbst in
Relation zum DAX, der rund 18 Prozent zugelegt hat, liegt unsere Performance
prozentual doppelt so hoch.

Trotzdem ein Wort der Warnung vorab: Sie sollten grundsätzlich ihr
Aktiendepot nicht auf vier oder gar noch weniger verschiedene Werte
konzentrieren. Das so genannte "Klumpenrisiko" ist dann viel zu hoch. Sie
sollten mindestens acht bis zehn verschiedene Werte im Depot halten, um eine
angemessene Risikodiversifizierung erzielen zu können. Eher noch mehr!

Nehmen wir nun aber die einzelnen Werte genauer unter die Lupe: Den Anfang
macht der nach Performance bisher schwächste Wert:

Betonusa - Berg- und Talfahrt für Aktionaere


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Der Chart ist völlig erratisch. Wie bei der Aktie eigentlich schon immer. Die machen halt auch so gut wie nichts mehr. Ein Wettunternehmen in einem Land, dass das Wetten verboten hat, hat's halt schwer ...




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Nochmal ein ganz kurzes Update zur US-Immobilienkrise ...

Manche sind ja der Meinung, dass das Schlimmste am US-Immobilienmarkt bereits vorüber ist und das ganze auch keine gravierenden Auswirkungen auf den Rest der Wirtschaft haben wird. Ich bin anderer Meinung. Und zumindest bei der ersten Sache (Krise noch nicht vorüber) bin ich mir sogar ziemlich sicher. Erstens dauerten fast alle Immobilienkrisen länger und waren tiefer als das was bisher zu sehen war. Zweitens sprechen diesmal sogar noch ablesbare Zahlen für eine Fortsetzung.

Ich habe die Grafik schon einmal verlinkt, aber ich musste beim Anschauen und dem Finden des Pfeils "you are here" doch schmunzeln. Es kommt noch ein richtig große Anzahl Hypotheken, deren Zinsen angepasst werden (Reset), nach den Zinserhöhungen der letzten Jahre ausschließlich nach oben. Das ist dann Geld, was im besten Fall zu weniger Konsum führt (weil das Geld für die Zinsen draufgeht), im schlechtesten Fall zur Zwangsversteigerung führt, weil die Haushalte schlicht finanziell überfordert sind. Und beides wird für weiteren Druck auf die Immobilienpreise führen ...

The forgotten Resets

Jatropha - Hoffnung für die Halbwüste?

Ich habe schon länger vor, etwas über Jatropha zu schreiben, weil es eine Pflanze ist, die möglicherweise eine Lösung für zwei Probleme auf einmal ist.

Problem a) Die Biodiesel-Erzeugung in der aktuell üblichen intensiven Landwirtschaft ist selber ziemlich energieaufwändig. Ich habe darauf schon in älteren Postings hingewiesen. Teilweise wird in Studien sogar eine negative Energiebilanz errechnet, weil der Energieaufwand für die Düngung und Bewirtschaftung unerwartet hoch ist. Die Lösung: Pflanzen, die keine intensive Bewirtschaftung benötigen.

Problem b) Immer mehr Halbwüsten auf der Erde entstehen und sind nicht mehr landwirtschaftlich nutzbar. Halbwüsten entstehen durch Kahlschlag, Überweidung oder die Klimaerwärmung.

Möglicherweise gibt es mit der Jatropha (oder Purgiernuss)-Pflanze (genauer eigentlich eine Pflanzengattung, siehe Wikipedia) eine Lösung. Die Pflanze kann Wasser speichern (wie ein Kaktus) und kommt daher mit unregelmäßigem Regen wie dem Monsun in Indien gut klar. Die Pflanzen werden mehrere Meter hoch. Nutzbar ist die Nuss, deren Öl dann für Biodiesel genutzt werden kann. Ein ganz großer Vorteil der Jatropha: Die Pflanze wächst auch auf bereits aufgegeben Äckern. Das sichert nicht nur Arbeit in sonst vom Hunger bedrohten Regionen, sondern es stellt auch keine Konkurrenz zu "normalen" Nahrungsmitteln dar. Man macht also nicht aus kostbarem Weizen Biodiesel (oder ersetzt Weizenäcker durch Raps, was auf's gleiche hinausläuft), sondern nutzt bisher ungenutzte Flächen zusätzlich.

Daimler(Chrysler) forscht schon daran. In Indien werden einige großflächige Versuche gemacht. Dabei versucht man bessere Pflanzen zu züchten (höhere Widerstandfähigkeit, mehr Ertrag), testet den Anbau, die Düngung, den Schnitt, etc. Die Forschung steht dabei noch ziemlich am Anfang, denn Jatropha ist giftig und deshalb gibt es (recht nachvollziehbar) noch nicht viel Erfahrung mit dem Anbau. Daimler unterstützt dabei vor allem den letzten Schritt, die Produktion von Biodiesel aus den Nüssen.

Bericht bei Daimler - Öl vom Ödland - Das Jatropha-Projekt in Indien. (Achtung: Es ist eine Artikelserie, die Navi versteckt sich rechts oben; es gibt kein "weiter" unten auf der Seite)

Odyssey Marine Exploration: (Wieder) ein Wrack gefunden?!?

Behaupten die zumindest. 2003 hat Odyssey Marine Exploration schonmal einen tollen Fund gehabt: Die SS Republic. Darin viele tolle Schätze, Münzen, alles von unschätzbarem Wert. Der Aktienkurs schoss auf 5 Dollar nach oben, nur um drei Jahre später wieder unter 2 zu notieren. Irgendwie ist der Wert des Schatzes in der Zwischenzeit wohl verdampft ...

Jetzt hat Odyssey Marine Exploration (Berlin-Bremen : WKN 917582,ISIN US6761181022) wieder was gefunden. Angeblich ein Schatz aus Silbermünzen, von denen manche angeblich überhaupt nicht mehr vorhanden sind (also Währungen, von denen keine Münzen mehr existieren). Der Wert soll möglicherweise bis zu 500 Mio. Dollar betragen.

Das Schiffswrack liegt irgendwo vor der Küste Englands, aber in internationalen Gewässern. Man könnte das also bergen und der Gewinn ginge an Oddysey (oder könnte es sein, dass der Schiff englisch ist und sich England das doch sichern will?).

Egal: Bei einer Aktie wie Oddyssey, die schonmal mit großspurigen Ankündigungen aufgefallen ist, würde ich keinen Cent geben. Das könnte (muss aber nicht) auch ein riesengroßer Fake sein. Auf gut Deutsch: Beschiss. Zur Hebung des Schatzes braucht man erstmal noch ein paar Kapitalerhöhungen und am Ende fällt auf, dass der Schatz dann doch nicht so toll war.


The Motley Fool - Striking Investment Gold fasst das so zusammen:

"Adventure is a gamble, not investment."

Mehr muss man dazu eigentlich auch nicht sagen. Außer vielleicht noch, dass bei dem ersten Kurs von 8 Euro (+140%), der heute aus Berlin kam, die Firma schon mehr als 200 Mio. wert ist. Bei dem Kurs dürften eigentlich keine weiteren Chancen auf Kurssteigerungen bestehen. Naja, außer Oddyssey findet noch ein Wrack voller Goldmünzen ...

Yahoo Kurs und Chart.

Gefunden über Slashdot.

Update:

Die FAZ hat auch einen Artikel darüber. Und nicht ganz unerwartet melden schon andere (in diesem Fall Spanien) ihre Eigentumsrechte an ...

Update (23.5.07):

Nochmal ein Artikel bei Spiegel Online.

US-Spam: Harris Exploration

Das ist, wenn ich es richtig blicke, eine neue Variante. Bei den englischsprachigen Börsenspams, die ich aber nicht intensiv tracke, kommt Harris Exploration schon länger. Jetzt am Wochenende wird die deutsche Version hinterhergeschickt.

Das englische Original (habe ich ab dem 13. Mai im Postkorb):
---


HXPN IS GAINING GREAT MOMENTUM! WE ARE ABOUT TO SEE FIRWORKS! WATCH IT ON MONDAY MAY 21!
. . . .

Company: Harris Exploration Inc
Symbol: HXPN
Price: 0.78
5-day Target: $2.5
Rating: Agressive Buy

. . . .

HXPN HAS GAINED OVER 50% IN 2 DAYS!
WE ARE EXPECTING GAINS TOPPING 200% AND MORE!
GET IN NOW WHILE YOU STILL CAN MAKE PROFIT!

---

Die deutsche Version (kam erstmalig am 18. Mai).

---

AN ALLE FINANZINVESTOREN!
SPEKTAKULARE INVESTITIONSCHANCE -
REALISIERTER KURSGEWINN VON 300%+ IN 3 TAGEN
MONTAG 21. MAI STARTET DIE HAUSSE!
Symbol: EFD.F
Company: HARRIS EXPL.
5 Tages Kursziel: 2
Schlusskurs: 0.5
WKN: A0H05Q
ISIN: US4145402032
Markt: Frankfurt
WIR ERWARTEN WEITER STEIGENDE KURSE
MIT BIS ZU 500% KURSGEWINN IN DEN NACHSTEN 10 TAGEN FUR DIESE AKTIE
LASSEN SIE SICH DIESE CHANCE NICHT ENTGEHEN

---
oder als Bild:



Es gab sogar am 2. Mai schon einen ersten Versuch, den ich aber wirklich auch nur genau einmal bekommen habe:

---

Press Alert - Expect it to Double By Friday
Harris Exploration Inc. Announces Advanced Zone Discovery

Tue, 1 May 2007 15:36:51 -0700 -- Harris Exploration Inc. (OTC:HXPN.PK) advises that closer analysis
by staff Engineers from Cristal Minera partners have identified a previously
undetected porphyry Copper/Gold zone on the Balsapamba property.

Last Trade: 0.41
Short Term Expectation: 1.83
Recommendation: Stron g Buy

---

Der zweite Spam-Versuch lässt sich im Chart erkennen. Was den Kurs im April getrieben hat, kann ich nicht sagen.



Update (8.6.07):

Die geben immer noch nicht auf. Offenbar lohnt sich Hartnäckigkeit in dem Geschäft ... Jetzt werden die WKNs und die ISINs u.ä. auseinandergepflückt, damit das Zeuch durch die Spamfilter kommt (z.B. bei mir). Naja, ob sich jetzt noch neue Käufer finden lassen?

---

der mineralbusiness entwickelt sich schnell!
sehen sie es am donnerstag 7. juni!

entreprise: harri expl inc
letzt. schlu?k: 0.45
5-t.ag prog.: 1.80

k,?rzel: e f d
w-k,n : a 0 h 0 5 q

verlieren sie keine moglichkeit
kau-fen vor es sehr spat wird

300-400 Interessen in folgenden 5t
fugen sie efd in ihre liste am
donnerstag 7. juni!

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Primacom: Es spitzt sich zu

Der alte Großaktionär Preuss hat seinen Anteil an den neuen Kabel Deutschland verkauft. Damit sitzen bei Primacom jetzt zwei Großaktionäre im Boot. Und beide müssten eigentlich den Laden kaufen wollen. Preuss hat übrigens für 12 verkauft. Naja, solange es für mich auch 1,50 nach oben geht ...

Erwähnte ich schon, dass Primacom meine Lieblingsaktie ist? Und wünschte ich schon ein schönes Wochenende? Ich werde auf jeden Fall eins haben ...

Meine alten Postings zu Primacom

Die Tasse für Perma-Bären ;-)

Noch ein kleiner Link vor dem Wochenende: Gizmodo: Sad Cafe.

Latte Macchiato geht darin allerdings nicht ... Will mir die trotzdem jemand schenken?

Schönes Wochenende!

Nochmal was zur Inflation

Im Artikel gestern über Inflation habe ich kritisiert, dass die Zahlen "angepasst, bereinigt oder manipuliert" werden. Auf diese Anpassungen bin ich nicht weiter eingegangen, da mir der Artikel dann zu lang geworden wäre. Clevererweise hat Saviano den Artikel von gestern verlinkt und dabei einen älteren Artikel in seinem Blog verlinkt, auf den ich jetzt verlinke, der einige dieser Anpassungen sehr schön beschreibt.

Das Beispiel mit dem Computer finde ich nicht so passend, anschaulicher wird das anhand eines Autos. Vor 10 Jahren konnte man ein Auto noch ohne ABS, ESP, 6 Airbags und Rußpartikelfilter kaufen. Alles war optional möglich, aber kostete extra. Wenn nun die Mehrheit der verkauften Autos mit ABS, ESP. 6 Airbags und Rußpartikelfilter sind, wird dieses Auto mit den ganzen Extras in den Warenkorb aufgenommen. Dabei wird der Autopreis bereinigt, sprich der Aufpreis für die ganzen Extras auf dem Autopreis herausgerechnet. Das ist ja auch korrekt, denn das Auto ist ja nicht auf einmal 25% teurer geworden, aondern eben auch besser. Im Vergleich zu vorher ist es ausstattungsbereinigt wahrscheinlich sogar billiger geworden; alles in Serie und Massenfertigung zu packen ist halt billiger als wenn es eine Option ist.

Aber genau da liegt die Krux. Denn was nützt es mir, wenn das Auto ausstattungsbereingt 5% billiger geworden ist, wenn ich kein Auto ohne die Ausstattung mehr kaufen kann? Was nützt mir diese Bereinigung, wenn ich ein Auto für 8.000 Euro kaufen möchte, es aber nur noch Autos für 10.000 gibt?

Dann habe ich ein Problem. Mein Portmonee sagt mir, huch sind Autos heutzutage teuer und die Statistik sagt mir, dass das gar nicht stimmt.

Mehr zu dieser "hedonistischen Anpassung findet sich hier: Noch mal zur Inflation

Börsen-Spam : Und diesmal geht's ans Schwarze Meer

Als ich gestern den Artikel zu den technischen Tricks von Spammer geschrieben habe, wunderte ich mich schon, dass wir schon ein paar Tage keinen neuen Spam mehr hatten und vermutete schon, dass bald wieder der nächste kommen muss. Was ich nicht wusste: Mein Firmenpostfach wurde bereits geflutet ...


Diesmal: Black Sea Oil, WKN: AOLGTG, ISIN: US09224W1009.


Komischer Chart übrigens. Es ist weder ein Umsatzanstieg, noch eine Kursbewegung auszumachen.

Die Aktie ist nichts Unbekanntes. Im Forum von Wallstreet:Online kennt man die Aktie. Ich möchte nur einen Post zitieren, die die Aktie ziemlich gut zusammenfasst:

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Black Sea Oil hat den Quartalsbericht für das I. Quartal soeben veröffentlicht.




Das ist mal wieder der Lacher der Woche!


Hier die zuletzt bekannte Website des Unternehmens:

http://www.blackseaoil.nm.ru



Und was steht im Quartalsbericht:

Website Development Costs $ 30.000

lachen



Ein stolzes Sümmchen dafür dass BSO nur noch $ 5.080 in der Kasse hat.


Die stolze Marktkapitalisierung: 574 Mil. €


Der ganze Bericht zum lesen und schmunzeln:

http://www.sec.gov/Archives/edgar/data/1364560/0001144204070…


Mal ernsthaft:

Wer hier auch nur eine Aktie kauft ist in meinen Augen reif für die Klappsmühle.




Sorry, wenn ich damit jemandem auf den Schlips trete.


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Übrigens findet man am Anfang des Threads die Information, dass der Chef des Schuppens Marcus Segal ist, der gleichzeitig noch CEO bei STARGOLD MINES, INC.und STAR ENERGY CORP ist (siehe hier bei Edgar). Beides ähnlich tolle Firmen: Irgendeine Börsenleiche übernommen, umbenannt, einen unglaubliche Anzahl Aktien gedruckt, tolle Idee präsentiert (Gold suchen, Öl suchen, etc. pp.) und dann genügend Dumme finden, die einem den Mist abkaufen.

Das sind übrigens die Leute, die nicht unbedingt steigende Kurse brauchen, sondern denen Umsatz reicht. Ob die 3 Dollar oder 2 für die Aktie bekommen, ist ziemlich egal, weil die ja nichts bezahlt haben. Die Aktien kamen ja aus einer Kapitalerhöhung, die die sich selber genehmigt haben. Es lohnt also auch noch ein Verkauf zu 10 Cent.

Ich glaube, man kann langsam festhalten, dass die Spams mehr und mehr aus der Ecke der Leute kommen, die früher mit den Pushern und Promotern zusammengearbeitet haben. Die starten den Spam nicht, um den Kurs nach oben zu treiben und dann die Aktien zu verkaufen, die man vorher billiger eingekauft hat. Die wollen einfach nur Umsatz haben, um beim aktuellen Kurs wenigstens einen Teil ihrer Aktien abladen zu können. Daher kann ich die Trittbrettfahrer auch nur warnen (obwohl die es eigentlich nicht verdient haben): Mit so Aktien könnt ihr keinen Cent verdienen, denn die Leute, die abladen wollen, werden den Kurs erst gar nicht steigen lassen, sondern sofort abladen. Auf Teufel komm raus.


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Inflation - Welche Zahl nehmen?

Zweimal im Moment gibt es neue Inflationszahlen für die Verbraucherpreise und die Produzentenpreise. In beiden Fällen gibt es zwei Zahlen: Einmal die Kernrate und einmal die Gesamtzahl. Die Kernrate ist um die stark schwankenden Energie- und Lebensmittelpreise bereinigt. Wenn in einem Monat die Benzinpreise um 5 Cent steigen und im nächsten wieder um 5 Cent fallen, hat das auf die Kernrate keinen Einfluss. Auf das Portmonee des Verbrauchers (und auf meins) allerdings schon.

Da stellt sich doch die Frage, warum alle inzwischen nur noch auf die Kernrate schauen (auch die Notenbanken), wenn es der Realität nicht entspricht. Denn das, was vor ein paar Jahren nach als "zu stark schwankend, um relevant zu sein" aus der Kernrate rausgenommen wurde, ist im Trend in den letzten 9 Jahren gestiegen. Kann man diese Komponenten dann einfach weiter unter den Tisch fallen lassen? Ich meine Nein.

Die Preise für Energie beeinflussen fast alle anderen Preise. Und spätestens seit der Diskussion über Biodiesel und Ethanol hängen die Preise für viele Lebensmittel (Getreide, Zucker, Soja) auch an den Energiepreisen. Denn scheinbar lohnt es sich beim aktuellen Ölpreis den Mais oder den Zucker zu Ethanol oder den Raps oder Soja zu Biodiesel zu machen. Also steigt der Preis für das überbleibende Getreide, das zur Ernährung dient. Auch Fleisch wird teurer, weil das Futtermittel Soja teurer geworden ist. Und all das sehen wir in der Kernrate der Verbraucherpreise nicht mehr.

Die Grafik im verlinkten Artikel zeigt diesen Fehler ziemlich eindeutig. Seit 2000 wird er kontinuierlich größer.

Big Picture: Inflation Errors (Part II).

Übrigens halte ich als Orientierungsgröße den Preisdeflator im BIP immer für einen sehr guten Indikator. Dieser misst nämlich den Preisanstieg, der bei der Berechnung des BIPs zu Grunde gelegt wird. Damit hat er zwei gaaaanz große Vorteile:

a) So wie sich die Wirtschaftsleistung (sprich das BIP) zusammensetzt, ist auch der Deflator gewichtet. Kaufen die Leute viele Computer, sind die Computer wichtiger, kaufen die Leute mehr Benzin, wird das Benzin wichtiger. Daran kann (zumindest auf dieser Ebene) nichts angepasst, bereinigt oder manipuliert werden.

b) Die Zahl beobachten nur Insider. Das bedeutet, dass es auch keinen großen Grund zur Manipulation gibt.

Der große Nachteil: Den Preisdeflator gibt es nur quartalsweise.

Trotzdem bleibt die Tatsache festzuhalten, dass immer wenn die Kernrate unterhalb des Deflators liegt, man davon ausgehen kann, dass die Kernrate die wirkliche Inflation unterschätzt.

Übrigens: Wer (wie ich) glaubt, dass man den offiziellen Zahlen nicht zu viel glauben sollte, sollte sich mal Shadowstats anschauen. Dort wird die Inflation und die Arbeitslosenquote der USA so berechnet wie noch Anfang der 90er. Die Inflation liegt mit dieser Berechnungsmethode eher bei 6 als bei 3 Prozent. Auch die Arbeitslosigkeit ist wesentlich höher. Ich habe keine Ahnung, wie glaubwürdig das ganze ist, allerdings ist es schon auffällig, wie einfach man deutlich höhere Zahlen errechnen kann.

Zuletzt bei der Euro-Umstellung hatte ein ganz überwiegender Teil der Bevölkerung das Gefühl, dass die offiziellen Inflationszahlen die wahren Preissteigerungen nicht korrekt abgebildet haben. Ich bezweifle, dass sich da alle geirrt haben.

Frick - Back Dir Dein Glück ...

Ich kann den Typen ja mal gar nicht leiden. Zu sehr erinnert alles an die alte Masche "Erst kauf ich, dann sag ich's allen und wenn die kaufen, verkaufe ich den Mist wieder". Wenn man Geld für das letztendlich Glücklichmachende hält, muss man allerdings Respekt vor der Leistung haben, den Leuten dafür noch Geld aus der Tasche zu ziehen. Just in dem Moment, in dem sie gerade (mit hoher Wahrscheinlichkeit) beschissen werden.

Die Phone-In-Show mit Frick aus dem Video 1 ist allerdings der Hammer!

Da ruft so'n Depp an und erzählt von seinem Depot: Kontron, Forsys Metals, Intershop und Net Mobile. Darauf Frick: Uih, tolles Depot. Sie haben verstanden, wie man Geld verdient, etc. pp.

TSCHULDIGUNG, aber der Anrufer hat NICHTS verstanden, sondern blind gehypten Schrott gekauft. Die einzige sinnvolle Aktie ist Kontron. Net Mobile hingegen ist schon sehr viel heiße Luft und Fantasie, Forsys Metal ist NUR heiße Luft und Fantasie und Intershop ist der komplette Megamüll. Mir ist völlig schleierhaft, wie diese Firma nach zig Kapitalzusammenlegungen und anschließenden Erhöhungen noch immer neue Deppen findet, die neues Geld zur Verfügung stellen.

UND EIN DEPOT IST DAS NICHT! Das ist eine Katastrophe. Kein Standardwert, keine Streuung über Länder, keine Strategie, nichts.

Puh, musste mal sein. Link über Boersenweblog.

Über das Promotion Video (Video 2) sage ich besser nichts, sonst rege ich mich nochmal auf. Übrigens, wenn jemand behauptet, wir hätte nicht wieder 2000, naja, nach dem Schauen dieser Frick-Videos bin ich mir da nicht mehr ganz so sicher ...

Die Anleger weltweit sind optimistisch ...

... vielleicht sogar euphorisch. Da mag das Put/Call-Ratio oder der Rückzug der deutschen Privatanleger noch so viel Pessimismus andeuten, die Profis sehen das schon anders und sind gut investiert. Und weltweit sieht das alles eh anders aus.

Wir haben an einigen Märkten veritable Blasen. Dieter Wermuth beschreibt viele davon in seinem wie immer äußerst lesenswerten Artikel: Überall Blasen.

Ich würde gerne noch ein paar Sachen ergänzen:

a) Die KGVs am chinesischen Aktienmarkt sind inzwischen bei über 50 angekommen (China's irrational exuberance oder hier RGE Monitor). Im Schnitt! IPOs sind 100fach überzeichnet, etc. pp. Das ist wie vor 7 Jahren hier! Siehe auch hier: Andy Xie warns of China crash. Übrigens hat auch Indien ein KGV von über 30. Und bei den Anleihen der Emerging Markets ist der Risikoaufschlag so gering wie nie zuvor (auch da scheint niemand mehr ein Risiko zu erkennen)

b) Die Yen-Carry-Trades können übel nach hinten losgehen.

c) Die Hedgefonds drehen ein großes Rad und hebeln massiv (siehe auch hier Hedge Fonds - Renditegeile Abzocker?). Und das nicht nur in der Höhe des Hebels, sondern auch noch über Kredite in Yen oder Schweizer Franken. Es werden immer höhere Preise bezahlt und das bei Gewinnmargen der Unternehmen, die am oberen Rand des historischen Bandes liegen. Das Kapitel mit den Gewinnsteigerungen im zweistelligen Bereich ist wohl vorerst vorbei.

Als Ergänzung möchte ich auch noch folgenden Artikel empfehlen: Überall Blasen, der den gleichen Titel hat und die Meinung von Jeremy Grantham beschreibt, der meint, dass fast alle Märkte das Risiko heute zu niedrig bewerten. Andersherum bekommt der Anleger für das Eingehen höherer Risiken keinen angemessenen Risikoaufschlag mehr. Also sollte man im Moment das Risiko eher meiden.

Bilder-Spam - die technischen Kniffs

Heute mal ausnahmsweise kein neuer Spam (immer wenn ich das schreibe, kommt am Tag danach ein neuer, manchmal sogar direkt drei an einem Tag ...). Nein, heute mal ein Link auf die technischen Tricks, die die Spammer einsetzen, um zu verhindern, dass die Spamfilter die Spams als solchen erkennen.

Die Methoden 2 bis 5 kennen wir schon. Dabei geht es vor allem um zwei Ziele:
a) Die Bild immer anders aussehen zu lassen (damit der Spamfilter nicht über Gleichheit der Bilder was erkennen kann) und
b) Die Bilder farblich so zu verfälschen und zu stören, dass ein Computerprogramm den Text nicht mehr erkennen kann. Der Text wäre ja über Ähnlichkeitsanalyse wieder als Spam erkennbar.

Methode 1 habe ich bei den deutschen Spams aber noch nicht gesehen. Dabei wird nicht ein Bild geschickt, sondern mehrere, die sich ergänzen oder sogar gegenseitig überlappen. Die entscheidenden Texte stehen dann jeweils an den Schnittstellen und der Computer kann diese dann nicht wieder erkennen.

Methode 6 braucht man bei Aktienspams ja nicht, denn eine URL zum Klicken brauche ich ja nicht, denn die WKN (oder die ISIN) muss ich sowieso von Hand bei meinem Broker eingeben.

Image Spam: By the Numbers (gefunden über Slashdot)

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Woher kommen die Kursgewinne?

Interessante Studie, verlinkt bei Big Picture:

Der S&P 500 hat seit 1871 etwa 9,2 % pro Jahr zugelegt. Noch interessanter ist aber die Zusammensetzung:

a) 2,2% kommen aus dem Zuwachs des Firmenwerts
b) 2,2% kommen durch die Inflation
c) 4,8% kommen aus Dividenden.

Das ist zumindest rückblickend auf die letzte große Blase als Dividenden ein überflüssiges Konstrukt aus der alten Economy galten, doch sehr überraschend. Mehr als die Hälfte der langfristigen Rendite kommt aus der Dividende! Es ist eigentlich auch nicht so überraschend, wie die extreme Outperformance der Dividendenstrategie in den letzten 5 Jahren gezeigt hat.

Wichtig ist aber festzuhalten, dass das schon lange so ist und dass die Dividendenrendite einer der entscheidenden Parameter bei der Aktienanlage ist.

Übrigens zeigt die Studie auch einen der Gründe, warum Aktien langfristig immer einen Vorteil gegenüber Anleihen haben: Aktien sind inflationsbereinigt. Steigende Preise gehen ja von der Wirtschaft aus, daher schaden die der Wirtschaft nicht (stark vereinfachte Version, aber bei Normalinflation stimmt das so einfach). Wenn ein Unternehmen zwei Prozent höhere Kosten hat (sei es durch Löhne, sei es durch Rohstoffe, sei es durch höhere Zinskosten) wird das im Normalfall auf die Preise umgelegt. Die Gewinnspanne, die Rentabilität möchte sich das Unternehmen nicht kaputtmachen lassen. Daher ist die Inflation für die Unternehmen relativ egal, während sie Anleihen (und dem eigenen Portmonee) richtig weh tut.

Where Have S&P500 Returns Come From?

Neulich im Stadion ... "Nur gucken, nicht anfassen!"



Also für mich das Lustigste, was ich seit langem in einem Stadion gesehen habe. Tut mir leid für meine Schalker Freunde. Ich könnte als Schalke-Fan auch nicht drüber lachen.

Übrigens ein Tipp an die Schalker: Wer bei zwei Punkten Rückstand die Flinte schon soooo ins Korn wirft, naja, der sollte sich ein Beispiel an den Bayern nehmen. Die würden jetzt öffentlich noch den VfB nervös reden und deshalb holen die auch manchmal in aussichtlosen Situation noch den Cup. Den Cottbussern mal eine Karre Freibier versprechen, etc. pp. Aber wenn man nicht dran glaubt, wird's auch nichts.

Für die Menschen, die die Anspielung nicht verstehen:



Kleine Ergänzung: Vielleicht sollten die Schalker mal
auf diesem Feld versuchen, Meister zu werden ... Fünffacher Vize-Meister ... Auch ein Rekord ...

Wieviel von den deutschen Spenden geht ins Ausland?

Eine hochinteressante Zahl aus einem Interview mit dem Chef von World Vision USA. Darin sagt er:

less than two percent of private charitable giving goes to international causes
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Es gehen also weniger als 2 % des gesamten Spendenaufkommens in den USA ins Ausland. Das kommt mir jetzt extrem wenig vor und bevor ich die klassischen Vorurteile vom ignoranten Ami, der nicht einmal weiss, dass es ein Ausland gibt, aufwärme, wüsste ich gerne, wie hoch der Anteil des Spendenaufkommens in Deutschland ist, der ins Ausland geht.

Weiss das jemand?

Ten (or so) Questions with Richard Stearns, President of World Vision.

Korrektur bei den Edelmetallen ante portas?

Der SmartInvestor weist in seinem heutigen Wochenupdate auf ein mögliches Mehrfachtop bei den Edelmetallen hin. Charttechnisch ist die Lage eigentlich schon relativ eindeutig.

Top bei 15 Dollar letztes Jahr und dieses Jahr. Daneben zwei weitere Tops bei 14,50, die mit dem Top in 2007 eine saubere Schulter-Kopf-Schulter-Formation geben. Der Aufwärtstrend wackelt, die 200 Tage Linie könnte der letzte Auslöser sein.



Sieht ganz plausibel aus, auch wenn ich kein Riesenfan von Charttechnik bin. Allerdings sehe ich langfristig keine Gefahr. Sollte Silber wirklich auf 10 zurückgehen, werden ich meine Lieblingsaktie Minefinders, zurückkaufen. Die dürfte es dann auch ein nochmal für 7 Euro oder weniger geben.

Primacom wird gekauft

Ich erwähnte ja schonmal, dass Primacom meine Lieblingsaktie ist. Gestern abend kam die Nachricht, dass nicht nur Orion, die bereits gut 25 % an Primacom besitzen, sondern auch Kabel Deutschland an Primacom interessiert sein soll. Primacom selber bestätigt das Interesse mehrerer Bieter.

Strike!

Der Kurs kommt heute zwar wieder zurück, aber die Aktie wird wohl kaum unter 10 Euro vom Aktienmarkt verschwinden. Damit hätte ich dann meinen ersten Twentybagger :-)

Ich muss irgendwie doch mal überlegen, ob ich nicht mein ganzes Portfolio hier abbilde. Ich hatte ja ursprünglich vor, nur die neuen Positionen hier bekannt zu geben, weil das nachvollziehbarer ist als einfach am Tag X zu behaupten, dass man die Position schon lange hält und schon tolle Gewinne eingefahren hat.

Schaun mer mal.

US-Ökonomen immer noch optimistisch

Aus meiner Sicht sogar sehr überraschend optimistisch.

Ende des Jahres wird bereits wieder 2,6% Wachstum erwartet. 80% der vom Wallstreet Journal befragten Analysten erwarten, dass das erste Quartal mit seinem Wachstum von 1,3% bereits das Tief markiert hat. Für das zweite Quartal wird ein Wachstum von 2,2% erwartet.

Huch! Nachdem die 1,3% sicherlich etwas tief sind und selbst mich negativ überrascht haben, kann ich mir 2,2% kaum vorstellen. Woher soll das Wachstum kommen?

The economists don't see any new engines for growth this year. They expect continued weakness in consumer spending, for instance, which accounts for 70% of the economy.


Man erwartet, dass die Konsumnachfrage, die 70% der Wirtschaft ausmacht, nicht anzieht, erwartet aber trotzdem, dass die Gesamtwirtschaft anzieht.

DAS würde mich jetzt aber mal wirklich interessieren woher dieses Wachstum kommen soll.

Economy Is Clawing Back, but Not Much

(Ab-)Gezockt wurde schon immer ...

... nur die Sache mit dem Spam-Versand ist neu.

Ein schöner Artikel in der FTD, der beschreibt, wie die deutschen Anleger mit immer obskureren Minenaktien abgezockt werden. Klitschen, die kein Mensch kennt. Die immer ganz unglaublich viel irgendwas in der Erde liegen haben (könnten). Und deren Aktie ein paar Jahre nach den Aktionen fast immer wertlos vom Kurszettel verschwindet.

De Beira ist ein tolles Beispiel. Zur Warnung muss man eigentlich nicht mehr machen als den Chart zu verlinken.


Was aber oft vergessen wird: Man muss erstens wirklich was haben und zweitens muss man das auch fördern können. Und am zweiten scheitern halt die meisten Explorer. Denn dazu braucht man viel Geld und viel Know-How. Und das ganze dauert Jahre. Und deshalb schaffen die meisten den Sprung zum Produzenten nicht. Was nützt es, wenn man wahrscheinlich Gold im Wert von 400 Mio. im Boden liegen hat, wenn es 400 Mio. kostet, das zu fördern. In der Realität würde das wahrscheinlich wegen des Risikoaufschlags nicht einmal gefördert, wenn man dafür 250 Mio. Förderkosten bräuchte. Übrigens ist das bei Biotech-Werten auch so: Bei Ratten oder in der Zellkultur zeigen sich oft positive Ergebnisse und trotzdem werden nur aus weniger als 20% der Wirkstoffe am Ende Medikamente.

Verzockt mit Minenaktien

Man sollte immer skeptisch werden, wenn:

a) Die Aktie in Deutschland höhere Umsätze hat als an der Heimatbörse (deutet auf einen Push aus Deutschland hin)
b) Die Aktie nur in Deutschland bekannt ist (Push aus Deutschland)
c) Die Aktie aus fremden Länder kommt und in fremde Ländern investiert (wieso sollte ein deutscher Börsenbrief hier einen Informationsvorsprung haben?)
d) Bei Rohstoffwerten keine geprüften Reserven vorliegen (bevor diese Stufe nicht erreicht wurde, ist das kein Investment, sondern reines Kasino! Mit den Odds auf Seite des Kasinos (= Pusher-Börsenbrief).

Warum wird gerade in Deutschland so viel gepusht?

Erstens sind die Gesetze in Deutschland relativ lasch und zweitens ist die Anlegerbildung in Deutschland auch schlecht. Es ist kein Zufall, dass die Spams, deren Wirksamkeit in den USA inzwischen gegen Null geht, in Deutschland immer noch funktionieren. Vielleicht kann dieses Blog auch ein bisschen dazu beitragen, dieser Masche ein paar Opfer zu entziehen.



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