Musterdepot: China läuft ...

... auch wenn die Preisstellung der ABN weiterhin sehr gewöhnungsbedürftig ist:

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China SE Shenzhen B-Share Index MINI Short
NL0000788719 / AA0HRX
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Letztes Update: 29.06.2007 12:36:24
Geld Brief % Änd. Ref. Tageshoch Tagestief
2,55 2,59 +0,19 % 671,00 2,595 2,565

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Und das nachdem heute morgen(!) die Kurse schon deutlich im Minus waren. Logisch, denn die Chinesen sind ein paar Stunden eher dran als wir und die Börse ist dementsprechend eher zu.

Warum der Kurs in Frankfurt komplett anders ist (

15:17:13 2,80 0
14:57:41 2,80 0
13:19:16 2,80 0
12:54:24 2,80 0
09:42:54 2,56 0
)

keine Ahnung. OK, es gibt keine Umsätze, aber trotzdem.

Ein wenig frustrierend ist der Schein aber trotzdem, denn die meisten Einzelshorts hätten mehr gebracht. Und auch der Short auf den A-Index hat heute über 6% zugelegt. Leider gab es den noch nicht als ich die Shortspekulation auf China gewagt habe.

Der aktuelle Kurs ist etwa 2,51, Kaufkurs war 2,16. Die Position ist also gut 160 Euro oder knapp 15% im Plus.

Das Gesamtdepot ist aber noch im Minus, da die letzte Spekulation mit dem Yen-Short schief ging. Ich werde mal schauen, in weit weit ich das Musterdepot besser automatisieren kann, damit ich das einfacher tracken kann ...

iPhone: Für alle, die nicht warten können ...

eine kleine Bastelanleitung ...



Als PDF zum Ausdrucken und Selberbasteln bei Gizmodo (die sitzen übrigens schon in der Schlange und bloggen von dort ... Völlig durchgeknallt!)

Home Grown IPhone: Fake iPhone Makes You King Camper of the Jesusphone Line

Update (15:45)

Es gibt auf jeden Fall genügend Leute, die Zeit zum Warten haben ...

In New York genau 176. Knapp 11 Stunden vor Verkaufsbeginn durchaus beeindruckend!

Gizmodo's iLine Berichterstattung iWahn oder so.

US-Immo-Update: :-(

Diesmal ohne Hedgefondsverweise ...

Nur mal exemplarisch eine der Nachrichten aus den Unternehmen, die sich mit dem Bau von Immobilien befassen:

KB Home: Umsatzrückgang von 36%, tiefrote Zahlen (minus 149 Mio. von plus 205 Mio. im Vorjahresquartal), schwache Nachfrage, Preisrückgang um 8%, kein Ausblick auf's Gesamtjahr, weil zu vage.

KB Home swings to loss on tough market

Und einen schönen Blick auf's Ganze bei Econbrowser:

Lagerbestände auf neuen Hochs, permanente Abwärtskorrekturen der Vormonatszahlen, Zahlen für 2007 scheinen schlechter zu werden als selbst Mega-Bären vor ein paar Monaten noch dachten, etc. pp.

Was mich alles nicht wirklich überrascht. Die Argumentationskette, die ich hier oft vertreten habe, war einfach zu logisch. Wenn solche großen, schwerfälligen Märkte wie der Immobilienmarkt erstmal drehen (und es nicht ein einziges Anzeichen für eine Wende gibt), fängt sich sowas nicht in ein paar Monaten und ist einfach vorbei. Das dauert länger und wird übler. Und dafür braucht man eigentlich nicht einmal eine Argumentation, man muss einfach nur in die Vergangenheit anschauen und schnell sieht man, dass die Krisen eher 2 Jahre als 6 Monate dauern und die Preisrückgänge um die 10% liegen und nicht bei 2 Prozent.

Henry Blodget (ja, DER Blodget) hat übrigens einen schönen Vergleich zwischen der Situation 2000 (Blodget als Analyst für Hightech-Aktien) und der aktuellen Situation eines Immobilienanalysten gezogen. Keiner konnte sich 2000 vorstellen, was die drei Jahre später dann gebracht haben, und offenbar kann sich auch heute kein Analyst in den Immobilienmärkten einen richtigen Rückgang vorstellen. Lesenwerter, kurzer Artikel: NAR: Don't Worry, Housing Prosperity Just Around Corner

Was ich in meinen Prognosen und Schätzungen noch nicht drin habe, ist ein möglicher "Credit Crunch". Also eine extrem zurückhaltende Neuvergabe von Hypothekenkrediten. Einen Kredit bekäme dann nur noch, wer über exzellente Bonität verfügt und eine Immobilie in bester Lage zu einem richtig fairen Preis kaufen kann. Der Rest schaut in die Röhre. Der Markt für Kredite in den niedrigeren Qualitätsklassen dürfte spätestens nach den ersten Krisen bei den Hedgefonds (Mist, doch wieder Hedgefonds gesagt), die bisher das Risiko übernommen haben, komplett im Eimer sein. Wenn man bedenkt, dass 2005 etwa die Hälfte der neuen Hypotheken genau aus diesem Subprime-Markt kamen, weiss man, wie stark die Nachfrage nach Häusern noch einbrechen kann.

Housing's struggle continues

In Zusammenhang mit dem oben geschriebenen und den enttäuschenden Auftragseingängen hat Econbrowser seinen Indikator für die Konjunkturaussichten wieder zurück auf :-( gestellt. Endlich sind der Professor und ich wieder einer Meinung ;-)

US-Immo-Hedgefonds: Ein kleines Update

Ich bin ja immer noch erstaunt darüber, dass sich zwei meiner "Lieblingskrisen" zu einer zusammengeschlossenen haben.

Wenn es Berge von Hypothekenkrediten gibt, die von äußerst schlechter Qualität sind, denn muss das eigentlich irgendwo Verwerfungen geben. Früher hingen diese Risiken in den Banken, heute verbriefen diese das Risiko und verkaufen es weiter. Und wer nimmt das Risiko? Natürlich die Hedgefonds.

Im Prinzip ist daran auch gar nicht Schlimmes, im Gegenteil: Wenn die Risiken vernünftig gebündelt werden (nach Regionen, nach Bonität, nach Höhe), kann das sogar zu einer Risikominderung führen. Als Beispiel würde eine Krise in Florida nicht zu großen Problemen bei Regionalbanken in Florida führen, sondern zu kleinen Problemen bei vielen Banken. In Zeiten der Globalisierung auch bei der Deutschen Bank, der UBS, etc. pp. Soweit die optimistische Version.

Aber Hedgefonds geht es um etwas anderes: Geld zu verdienen. Viel! Geld! Darum gibt man sich ja nicht mit den 7, 8 oder 10% Zinsen auf die verbrieften Risiken zufrieden, sondern hebelt das (wie üblich) und investiert viel mehr Geld als man hat. Im Falle des Bear Stearns Fonds betrug der Hebel bis zu 20(!). Und wenn dann auf der Assetseite Probleme entstehen, ist das Eigenkapital schneller weg als man schauen kann und man muss nachschießen. Im Fall von Bear Stearn schlappe 3,2 Milliarden Dollar.

Grund für dieses Posting: Auch in Großbritannien macht der erste Hedgefonds zu, der sich ebenfalls mit Subprime-Hypotheken verspekuliert hat.

Bei Caliber Global Investment schlägt die Subprime-Krise durch oder bei Marketwatch: Subprime shakeout claims another fund

Barry Ritholtz ist (nicht ganz überraschend) noch skeptischer (CDO Hedge Funds = Enron ?.

Er weist vor allem auf bestimmte Buchhaltungspraktiken hin. Es gibt wie bei Enron (das ist in den USA fast ein schlimmeres Wort als Rezession) so eine Art Side-Pot, in denen bestimmte Assets geparkt werden. Das hat den großen Vorteil, dass diese so weder kontrolliert werden, noch offengelegt werden müssen. Für diese Branche, die bisher immer öffentlichkeitsscheu war, sehr gut. Für Aktionäre und Investoren allerdings schlecht. Deshalb würde ich nie Blackstone oder ähnliches kaufen.

Aber zurück zum Thema: In diesen Side-Pots kann man toll Sachen verstecken. Aber auch bei den offengelegten Anlagen ist die Bewertung ziemlich frei. Es gilt quasi die Unschuldsvermutung: Solange nicht bewiesen ist, dass etwas weniger wert ist, bleibt die Anlage mit dem hohen Wert in der Bilanz. Und genau das könnte auch der Grund sein, warum Bear Stearns den Fonds gestützt hat, statt ihn einfach aufzulösen. Denn dann hätte es Marktpreise gegeben und dann hätten wohl alle ähnlichen Anlagen abgewertet werden müssen, teilweise sogar extrem. Das hätte eine Spirale von Abwertungen auslösen können. Dann hätten die Anleger ihr Geld abgezogen, weitere Verkäufe wären notwendig geworden, ...

Wenn in die aktuelle Lage noch irgendwie Probleme mit den Yen-Carry-Trades hinzukommen, dürften die ersten richtig großen Pleiten kommen ... Das wäre dann eine Ménage-à-Trois des Teufels ...

Brauser? Was waren nochmal Brauser?

Sowas ähnliches wie Warmduscher, Frau Zypries!

Man, werden wir von Deppen regiert. Die haben ja gar keinen Plan ...

Kinderreporter fragen Politiker nach dem Internet (gefunden via yigg.de).

Solange sich unsere Politiker quasi damit brüsten, keine Ahnung von PCs und dem Internet zu haben, gute Nacht, Hightech-Standort Deutschland!

Die Zypresse hat natürlich voll den Plan von Softwarepatenten und Open Source Software. Da hat ganz klar den Durchblick, den Überblick und weiss GANZ GENAU, was richtig ist und was falsch.

Unsere Politiker stehen VOLL hinter Linux und offenen Standards, um dann beim ersten klitzekleinsten Problem (z.B. ich muss jetzt auf den dritten Knopf statt den zweiten klicken; raff ich nicht) dann doch wieder die neue Version von Microsoft zu nehmen.

Onkel Goldberg erzählt wieder Geschichten

Die Stimmung des Cognitrend-Stimmungsindikators ist in der letzten Woche deutlich zurückgegangen. Statt 54% nur noch 36% Bullen für den DAX.

Allein durch solch starke Schwankungen muss die Aussagekraft des Indikators angezweifelt werden. Wenn ein Indikator in nur einer Woche von positiv auf ziemlich negativ springt, was soll mir das dann sagen? Ist das Put/Call-Ratio auch so massiv nach oben gegangen? Haben die Anleger massiv Geld aus Aktien abgezogen?

Keiner der Sentiment-Indikatoren hat alleine eine relevante Aussagekraft. Das behaupte ich, bis mir jemand das Gegenteil beweist ;-) . Selbst in Kombination erscheinen mir die meisten Sentimentindikatoren keine verlässliche Aussage zu liefern. Da ist immer viel Interpretation nötig. Und die ist subjektiv und damit hat man dann das selbe Problem wie bei Chartanalyse, Gewinnschätzungen, etc. Es ist subjektiv und damit nicht mehr objektiv überprüfbar.

Der eigentlich Grund für dieses Posting ist aber ein Abschnitt aus der Geschichte, die Märchenonkel Goldberg zu seinem aktuellen Indikatorstand erzählt:

Wenn man dann noch hört, es sei geradezu ein Klassiker, am Allzeithoch zu verkaufen, weil technische Analysten auf ein Doppeltop spekulieren, ist es schwer, dem etwas entgegenzuhalten. Etwa, dass der DAX® mittlerweile ganz anders zusammengesetzt sei als im Jahr 2000. Chart ist eben Chart.


Was will er uns damit sagen? Dass der DAX von 2000 nichts mit dem DAX von heute zu tun hat? Dass der Chart nichts aussagt, weil der DAX ja ein anderer ist? Dann kann ich *jede* Art von Analyse auf einem Index sein lassen. Denn dieser wird naturgemäß immer angepasst.

Ich könnte ähnlich verquer argumentieren, dass der DAX von heute TEUER ist. Denn wenn man aus dem DAX im Jahr 2000 die heute nicht mehr im DAX vorhandenen High-Tech-Werte rausrechnet, war das KGV damals gar nicht so hoch. Das war ein beliebter Trick, den Index billig zu rechnen.

Nein, der DAX hatte 2000 die gleiche Aussagekraft wie heute. Und er spiegelte damals halt den Wahnsinn wider. Und das ist seine Aufgabe: die korrekte Abbildung der Realität.

Bitte nicht falsch verstehen: Man kann natürlich über die Index-Zusammensetzung diskutieren. Man kann auch über Strategien nachdenken, bei denen man indexorientiert, aber leicht modifiziert (z.B. alle Werte gleichgewichtet) investiert. Aber wenn jemand selber jede Woche Zahlen veröffentlicht, die so stark schwanken, dass sie IMHO nicht viel mehr als statistisches Rauschen sind, sollte man ein Zahl, deren Informationsgehalt um ein Vielfaches höher ist, nicht kritisieren. Auch nicht in einem Nebensatz und auch nicht nur angedeutet.

Pessimismus statt neuer Allzeithochs

Killer Karnickel!



via amix.dk blog: Killer Rabbit

Solarenergie: The state of the nation

Hier ein paar Links, die ich noch so in meinen Tabs rumlungern habe.

Ein etwas älterer im Spiegel über die verschiedenen Technologien der Dünnschicht-Solarzellen. Interessant darin die Prognose, dass sich auch hier Silizium durchsetzen wird, weil es das wie "Sand am Meer"gibt.

Strom aus der Folie

Der aktuelle Anlass zu diesem Eintrag ist die heutige Bekanntgabe eines neuen Förderungsprogramms für organische Solarzellen. Also dass Solarzellen-Äquivalent zur OLED-Displaytechnologie. Der Wirkungsgrad ist noch niedrig und die Lebensdauer noch zu gering. Aber die Technologie ist viel versprechend und deshalb geben Industrie 300 Mio. und das Bundesministerium für Bildung und Forschung 60 Mio.

FAZ: Wolkenkratzer als Solarkraftwerke

Heise: Politik und Industrie wollen Organische Photovoltaik fördern

Und abschließend noch ein Link zu einem Artikel, der über Solarzellen mit mehr als 40% Wirkungsgrad berichtet:

40% efficient solar cells to be used for solar electricity

Die Technologie kommt von Boeing und nennt sich Multijunction-Solar-Cell. Diese Zellen fangen mehrere Frequenzbereiche auf verschiedenen Ebenen bzw. Tiefen der Zellen ein (in etwa wie die Foveon Sensoren in Digitalkameras): Daher können diese bis knapp an die 60 % Wirkungsgrad erreichen und nicht nur knapp 40 wie Single-Junction-Zellen.

Ein paar Updates zu den Börsenthemen ...

... über die ich hier so schreibe:

a) AAA-Anleihen sind bei 4,8% Rendite eine durchaus überlegenswerte Anlage, findet auch die FAZ.

Anleihen werden wieder zur Alternative

b) Die Carry-Trades sind kritisch und bei der aktuell extrem ausgeprägten Unterbewertung des Yens könnten die letzen Tage vielleicht schon das Hoch gewesen sein:

FTD: Dossier Yen gewinnt deutlich an Boden

FAZ: Spekulationen um Yen-Politik

Sollte der Yen wirklich wieder erstarken, wird es IMHO zu einer sehr schnellen, sehr kräftigen Bewegung kommen, da die Hedge-Fonds, die ihr Geld billig in Yen aufgenommen haben, sich schnell glatt stellen müssen. Dabei könnte es zu weiteren massiven Problemen bei einigen Hedge-Fonds kommen.

c) Chinas Aktienmärkte sind gefährdet:

Chinesische Blasen

Hier bin ich aktuell mit echtem Geld investiert.

d) Der Optimismus der Anleger ist nicht so niedrig wie er oft gemacht wird:

Erfolg macht attraktiv: Großer Optimismus bei Privatanlegern

Dass bei den Großanlegern, vor allen den Hedgefonds, jemand pessimistisch sein soll, habe ich eh nie geglaubt. Und die machen IMHO den Markt (zumindest in Deutschland). Und die schwimmen im billigen Yen-Geld (fragt sich nur noch, wie lange).

Das erste und letzte Mal: Paris Hilton

Ich schwöre!



Aber zum ERSTEN Mal finde ich Paris Hilton hübsch.

Und wie Kottke in seinem Blog bemerkt, liegt das natürlich an dem Lächeln, das wahrscheinlich auch zum ERSTEN Mal echt ist. Weil sie halt wirklich erleichtert und glücklich ist, dass sie gerade aus dem Knast entlassen wurde. Und man sieht, wie falsch und künstlich diese aufgesetzten Roten-Teppich-Grinsenbacken sonst sind ...

Paris Hilton released from jail

Christiansen: Endlich ist das Elend vorbei

Kritischer Prof wurde ausgeladen

Und was hat der Mann Böses gemacht? Für die Freiheit gekämpft wie Kasparow? Äh, falsch: Weil er den lupenreinen Demokraten Putin kritisiert? Nein: Er hat die lupenreine unabhängige, permanent für die Meinungsfreiheit kämpfende Journalist Sabine Christiansen doch tatsächlich kritisiert:

"Der Politologe kritisierte auch die Moderatorin direkt: "Die Oberflächlichkeit der Sendung hing auch mit der Art der Gesprächsführung von Sabine Christiansen zusammen, die häufig einen Gedanken abgeschnitten hat, bevor er richtig entwickelt werden konnte", sagte Falter."


Womit er natürlich völlig Recht hat. Oder wie ich schonmal schrieb:

Kein Wunder, dass wir in der Öffentlichkeit nur noch Phrasendrescher haben. Nichtssagendes Blabla, tausendmal gehört. Jeden Sonntagabend bei Christiansen. In der Sendung, in der die Moderator jeden unterbricht, der einen Gedanken über drei Sätze formulieren möchte.
in Die vernebelte Republik.

Mein Befreiungsschrei damals als die Nachricht kam:
Christiansen hört auf!

Bin ich froh, dass diese unheilvolle Symbiose aus Journalisten und Politikern um eine Hauptperson ärmer ist. Ich hoffe, dass Anne Will sich nicht so vereinnahmen lässt (wovon ich ausgehe). Ansonsten Maybrit Illner oder Plasberg schauen. Beide spielen IMHO in ein anderen Klasse.

Silber bricht kräftig ein

Ich habe vor gut 5 Wochen darauf hingewiesen: Es zeichnet sich ein Doppeltop bei den Rohstoffen ab (siehe Korrektur bei den Edelmetallen ante portas?)


Bei Silber dürfte das Doppeltop als beendet gelten. Seit gestern geht es um mehr als 5% nach unten. Egal ob man da einen Keil oder ein Dreieck einmalt, ist die Lage sehr kritisch. Die Edelmetalle sind zwar dafür bekannt, dass die häufig fiese Fehlsignale liefern, aber das ist eindeutig. Evtl. hält die 12 (da ist noch ein altes Tief), aber aufgrund der Länge der Topbildung würde ich eher Luft bis in den Bereich 10- 10.50 sehen. Da ist dann allerdings eine kräftige Unterstützung.

Gold sieht noch etwas besser aus. Der Ausbruch ist bisher nur angedeutet. Evtl. fängt sich das Gold noch und hält dann auch den Absturz beim Silber auf. Sollte Gold durchbrechen, wird Silber aber fast sicher wieder auf 10 zurückgehen. Das könnte dann aber eine gute Kaufgelegenheit sein.

Schau'n mer mal.

Best. Verriss. Ever.

OK, vielleicht nur für heute oder diese Woche ...

Das ist kein Spaß hier

Ein Verriss einer solch dämlichen Show ist zwar einfach, aber ein so guter dann doch nicht.

Schnatter, schnatter, schnatter vom Spiegel in der letzten Woche zu "GÜLCANS TRAUMHOCHZEIT" war zwar auch schon sehr gut, aber die FAZ-Fernsehkritik zur neuen Pro7 - "Ich mach aus dem Freak einen Menschen"-Show ist noch besser.

US-Immo Update: I can see clearly now

... the rain has gone. OK, der Regen ist noch nicht vorbei, aber die Sicht wird klar.

Der Case-Shiller-Index Hauspreis-Index zeigt den größten Preisrückgang seit Bestehen (1991) an.

Home prices fall at fastest rate in 16 years.

Der Hypothekenzins steht inzwischen bei 6,75%. Bei der durchschnittlichen Hypothekenhöhe fehlen den Haushalten so 100 Dollar pro Monat. Die Halde an unverkauften Immobilien ist weiter gestiegen. Etc. pp.

Was mich wundert: Warum sind die offiziellen Zahlen so viel besser? Diese zeigen geringere Preisrückgänge an und auch die Zahl der neugebauten Häuser sinkt weniger stark als z.B. die Zahlen bei den Hausbau-Firmen selbst (Lennar posts quarterly loss; sees third quarter in the red: Dramatischer Umsatzrückgang von 4,8 auf 2,9 Milliarden). Verfälscht die offizielle Statistik so extrem?

Und jetzt, wo die Immobilienkrise und die daranhängenden Finanzierungsgeschäfte die erwartet negativen Schlagzeilen machen, (Bear Stearns gab am Freitag eine Nachfinanzierung für einen in Schieflage geratenen Subprime-Hypotheken-Hedgefonds von schlappen 3,2 Milliarden Dollar bekannt und jetzt wackelt der nächste Fonds (Bear Stearns muss möglicherweise zweiten Fonds stützen)) kann ich mir nicht vorstellen, dass die Stimmung der amerikanischen Verbraucher weiterhin gut bleibt und froh gelaunt weiter geshoppt wird. Da die US-Wirtschaft aber zu 70% am Verbraucher hängt (das Wachstum der letzten Quartale sogar zu mehr als 100% (ja das geht ...)), kann ich mir keine guten Nachrichten von dieser Seite vorstellen.

Ein Grund mehr, sich mal die sicheren Staatsanleihen anzuschauen. 4,8% sind schön und die Inflation wird angesichts der Wachstumsschwäche der USA auch kaum weiter anziehen. Und dann dürften die Zinsen wieder zurückkommen.

Update (16.47):

Consumer-confidence index at 10-month low

Der Rückgang war zwar erwartet, aber fiel doch kräftiger aus (Rückgang von 108,5 auf 103,9, erwartet 105).

Und die Anzahl der verkauften Haus-Neubauten fiel um 1,6% auf 915.000 (annualisiert). Und wo wir gerade bei statistischen Verwerfungen sind: Die Zahl für die Vormonate wurde um 84.000 (!) nach unten korrigiert. So kann man sich die Zahlen auch schön rechnen. Die nachträgliche Korrektur der Aprilzahl betrug 51.000 (von 981.000 auf 930.000). Den großen Teil des Rückgangs hat man in die kleingedruckte Zahl "Korrektur" gepackt. Wenn man die erste Zahl vergleicht, sind die Verkäufe von 981.000 auf 915.000 zurückgegangen, sprich fast 7%. Offiziell und in den Schlagzeilen ist nun ein Rückgang von nur 1,6%. Statistik ist was Feines! May's new-homes sales off 1.6%

Update (22:58):

Barry Ritholtz hat auch einen kleinen Artikel mit einem schönen Chart des Case/Shiller-Hauspreis-Indexes: Housing Deterioration Continues

Und noch ein Update (23:11):

Offensichtlich haben die US-Immobilienbesitzer das ganze Ausmaß noch gar nicht mitbekommen: Out of touch with realty reality. Darin geben sich 55% davon überzeugt, dass ihr Haus in den letzten 12 Monaten wertvoller geworden ist (dabei sinken die Preise bereits) und ein noch größerer Teil glaubt, dass das Haus leicht und schnell zu einem guten Preis verkaufbar ist. Dagegen spricht allerdings die höher werdende Halde von unverkauften Häusern.

Spricht sich die Immobilienkrise erst mal rum, dürfte es das für den Konsumoptimismus gewesen sein ...

R-Wort, ick hör dir trapsen ...

Und noch ein Update (27.6):

Ein Artikel in der FAZ fasst die Situation nochmal schön zusammen und nennt die Schönfärberei gar Propaganda ... Strategie: Verlust bei Lennar bestätigt Häusermarktkrise

Sarprosit - Wettbewerb à la France ...

Wenig Senf habe ich dem Artikel von Dieter Wermuth hinzuzufügen. Das einzige, was ich befürchte, ist dass das kein französisches Phänomen ist. Deutschland ist zwar weicher und lascher, was das Durchsetzen nationaler Interessen angeht, aber was den Mangel des Verständnisses einer funktionierenden Marktwirtschaft tun sich die Politiker auf beiden Seiten des Rheins nicht viel.

Colbert im Élysée

The most uplifting refrain ever ...

... at least IMHO.

(oder muss es Chorus heißen?)

Casual Friday - Den Hedge-Fonds geht's gut, den Immobilienkäufern auch. Egal ...

Hört den Song und dann geht's euch auch gut!

The Wannadies - You and Me Song



Die Musik um den Refrain ist nett, das Video auch, aber der Refrain haut's echt raus.

Das einzig Blöde: Jetzt hab ich den Wurm wieder ein paar Tage im Ohr

Spam: Otter Lake: Fin unter pari mal wieder!

Hat eigentlich jemand eine Ahnung, was fin unter pari bedeuten soll? Die "Uhr" ist ja eine schwachsinnige Übersetzung von Watch (im Sinne von hergeschaut, Pass auf!), aber fin unter pari?

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ANLEGER UHR OZ1A.F!!!
DIE RALLYE IST GESTARTET

Firma: Otter Lake Res Inc
ISIN : US6895902061
WKN:A0LENK
Markt: Frankfurt
Kurzel : OZ1A.F
Preis: 0.40
Prognose: 2.00

KAUFEN KAUFEN KAUFEN!
OZ1A.F ESGESCHAFT FIN UNTER PARI!

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Otter Lake ist übrigens so ein klassischer Promoterwert. Aktienmantel kaufen, umbenennen, Kapitalerhöhung durchführen, und dann promoten, pushen, spammen und dabei möglichst viele Aktien loswerden.

Otter Lake springt übrigens an; von 40 Cent auf 57, also über 40%. Die Umsätze sind (zum Glück) mager. Und man sollte bedenken, dass der Kurs am Mittwoch auch noch bei 60 Cent lag. Der längerfristige Chart kennt auch noch Kurse von deutlich über 1 Euro.

Update (25.6.07):

Das wird ja dreist! Jetzt packen die eine angebliche Empfehlung der Société Général in das Design von Finanztreff.de und schicken das per Spam durch die Gegend!

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Analysenticker
Zeit Name Urteil Analyst
08:21 OTTER LAKE RESOURCES INC. Positiv Société Générale
22.06. SBA COMMUNICA Positiv Stanford Financia
22.06. FOUNDRY NETWO Positiv Janco Partners
22.06. Symantec Positiv UBS
22.06. VINCI S.A. Positiv Société Générale
22.06. Data Modul Positiv Nebenwerte Journa
22.06. H&R WASAG AG Neutral AC Research
22.06. CELGENE CORP. Positiv UBS
22.06. DaimlerChrysl Positiv Independent Resea
22.06. NESTLE S.A. Neutral Société Générale
22.06. Danone Positiv Société Générale
22.06. Apollo Group Positiv PROFIT-Report
22.06. Jetter Positiv Wirtschaftswoche
22.06. DANSKE BANK A Neutral JP Morgan
22.06. FOUNDRY NETWO Positiv RBC Capital Marke

Weitere Analysen
Vom Unternehmen: OTTER LAKE RESOURCES INC.
Mit Urteil: Positiv
Vom Analyst: Société Générale



Analyse
OTTER LAKE
RESOURCES INC. (A0LENK): 0,52+30% Info-Popup

Analyse
Analyst Urteil 21.06.07 Heute Diff%
Société Générale Positiv 0,40 0,52 +30%

Meldung
25.06.2007 - 08:21:20 Uhr
OTTER LAKE RESOURCES INC. mit Potenzial
Die Unterzeichnung des Vertrages mit Korporation „Uranium Resources“ über den Kauf von 15% der Vorkommen im Süden von Texas im Betrage von mehr als 25 Mio. Dollars wird am 28. Juni stattfinden. Die Gesellschaft hat 1000 Obligationen emittiert, 85 % von denen schon verkauft sind. Im Laufe vom vergangenen Jahr wurde das Niveau der geologischen Erkundung auf 10 % verbessert. Das ermöglicht es, hochwertiges Uran zu fördern. Es wird die Vergrößerung des Reingewinnes auf 35-40 % erwartet. Das wird direkt die Höhe der Dividenden beeinflussen. Die nukleare Industrie ist zur Zeit eine der am schnellsten wachsenden in der Welt. Die Zweige, die diesem Bereich gehören, liegen unserer Zukunft zugrunde. Die Investierungen in den Aktien von OTTER LAKE RES ist die Garantie Ihrer stabilen Profite.

Otterlakeresources.com

Machen Sie sich bereit, in den größten Uranvorkommensmarkt in der Welt einzutreten, OZ1A verfügt über folgende Vorkommensfläche: Großartiges Kalumet (6 Parzellen, 600 Acres) / Litchfield (6 Parzellen, 1000 Acres) / Mansfield (3 Parzellen, 300 Acres), Heiliger Simeon (13 Parzellen, 650 Acres). Kürzlich trat Globex Resources in eine Partnerschaft mit Hawk Precious Metals, um seine Tagebau Uran Stätten weiterzuentwickeln. Es sind 1'000'000 Pound Uran in drei Vorkommen vorhanden, welche in einer Skarn-Zone eingelagert sind. Diese Vorkommen sind in der Tiefe offen und grenzen an die Otter Lake Resources Claim-Blöcke. Zwei Meilen nördlich vom erwähnten Ort ist ein anderes vielversprechendes Uranfeld. Die für Uran zuständige Behörde der kanadischen Regierung führte eine radiometrische Untersuchung mittels Flugüberwachung über dieses Gebiet vor fünf Jahren durch und es zeigten sich sehr hohe Uranwerte über ein großflächiges Gebiet.

Aldershot Resources sind seit über einem Jahr sehr aktiv in diesem Bereich tätig und übernahmen den Hauptteil der besagten Untersuchung. Sie haben eine Feldtruppe, welche all die vielversprechenden Bereiche genau untersucht. Aldershot ist einer der Hauptanbieter in diesem Bereich und verfügt über acht Claims. Letzten Herbst wurden ihre eigenen radiometrischen Untersuchungen abgeschlossen. Es ergaben sich sehr eindrückliche Werte wie 2.68%, 1.97%, .78%, .68%, .65%, .62%, .50%, .50%, .49% and .45%. Diese Werte sind vergleichbar mit den besten jemals im Osten Kanadas aufgetretenen Werten. Otter Lake Resources schätzt sich sehr glücklich, zwei Bodenblöcke erworben zu haben, welche einen Teil des besagten Untersuchungsgebiets darstellen.

Wie es die Investoren der Ressourcenbörse behaupten, haben die Gesellschaft, die sich mit der Uranerforschung und Bergwerken beschäftigen, hervorragende Gewinne bekommen. Wird diese Tendenz weiter wachsen? Hier einige Angaben dazu. Der Preis hat von einem niedrigen Punkt von 7.10 $ pro Pfund in den Vereinigten Staaten Ende 2000 (der Preis von U3O8) zu dem gegenwärtigen Niveau von mehr als 40 $ pro Pfund zugenommen. Nur vor wenigen Jahren konnten nur 150 Millionen $ für die Uranerforschung bekommen werden (laut Cancord Capital). Jetzt ist diese Zahl 1.25 Milliarden $ (laut wise-uranium.org) und es gibt 350 Uranerforschungsgesellschaften.
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Die Analyse gibt es aber nicht!!!

Siehe hier Analysen zu Otter Lake bei Finanztreff.de.

Kein seriöser Analyst kuckt sich so einen Schrott wie Otter Lake überhaupt an. Das wäre pure Zeitverschwendung. Ein Blick in die Bilanz braucht 2 Minuten, um das als kompletten Fake zu entlarven. Sofern die überhaupt schon sowas wie eine Bilanz hinbekommen haben ...

Meine alten Postings zum Thema Börsenspam


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Get the big picture ...

Man kann ja mit Charts, Zahlen und Statistik fast beliebig Zusammenhänge konstruieren. Selten spiegeln diese dann die Realität ab.

Sehr skeptisch werde ich z.B. immer, wenn man zwei Kursverläufe übereinanderlegt. Solange die Achsen gleich sind, mag da ja noch eine gewisse Information drin stecken, aber spätestens wenn man an den Achsen rumdehnt und staucht, wird es albern. Im SmartInvestor (den ich sonst sehr schätze) sind manchmal auch solche Vergleiche drin. Dann legt man 9 Monate DAX von 1986 über 14 Monate von 2006 und 2007. Na und? Die Aktienmärkte sind ziemlich chaotisch. Ich finde wahrscheinlich auch in den Minutencharts von 1995 eine ähnliche Sequenz, aber das ist eben genau einer der Eigenschaften von chaotischen Systemen: Sie wiederholen sich selbst. Immer und immer wieder, egal wie tief man in die Daten reinzoomt.

Aber zurück zum Thema: Ich will die Bilder hier nicht kopieren, aber empfehle unbedingt den Klick auf den Link unten. Dort den ersten Chart anschauen: NAHB Housing Index vs. S&P 500 , zeitlich etwas verschoben. Die Aussage ist sonnenklar: Danger ahead! Und dann langsam nach unten scrollen: Jetzt ist der Zeitraum über ein Jahrzehnt länger. Und? Aber seht selbst ...

Remember This Chart

Übrigens bin ich sehr froh, dass so langsam ein paar Leute hier ihre Kommentare hinterlassen. Denn Blogs sind (für mich) keine Einwegkommunikation, sondern Diskussion/Gespräch. Dann können alle was lernen. Im Endeffekt sowas wie Wallstreet-Online, nur ohne Idioten ... Denn diese Diskussionen können auch helfen, solche möglichen Fehlinterpretationen aus dem ersten Chart oben zu verhindern. Und dann lohnt sich das Bloggen erst ...

Hedge-Fonds und die US-Immobilienkrise - Geht jetzt die Spirale nach unten los?

Der Einbruch gestern Nachmittag beruhte meines Erachtens vor allem auf den bekannt gewordenen Problemen bei Bear-Stearns.

Bear Stearns hat große Hedge-Fonds aufgelegt, die mit Sub-Prime-Hypotheken spekuliert haben. Leider ging die Spekulation auf steigende Kurse nicht auf. Im Gegenteil: nachdem eine Subprime-Hypothekenbank nach der anderen pleite ging (Implodo-Meter inzwischen bei 86(!)) und die Hauspreise zu sinken begannen, kamen diese Kredite gleich von mehreren Seiten unter Druck.

Jetzt haben die ersten großen Investoren kalte Beine bekommen (u.a. wegen 20% Minus seit Anfang des Jahres) und wollen sich aus den Hedge-Fonds zurückziehen. Nur hat Bear Stearns das Problem, dass so schnell keine Käufer für die ganzen Anleihen gefunden werden können. Tja, und dann wird's eng. Schon bei einer albernen Entnahme von 300 Mio. - bei einem Fonds, der mehrere Milliarden wert ist.

Hinter den Kulissen laufen jetzt wilde Verhandlungen über neue Kredite, Abnehmer für die Anleihen, die dann die nötige Liquidität besorgen, etc. pp.

Wie diese Fonds arbeiten, kann man an diesen Fonds wieder exemplarisch sehen. Zu den 600 Mio. Eigenkapital wurden noch einmal 6 Milliarden Fremdkapital geliehen und dann investiert. Der Hebel beträgt also wahnsinnige 10, das Risiko ist entsprechend hoch.

Alle meine bösen Befürchtungen bewahrheiten sich sogar kombiniert, habe ich doch immer die Hedge-Fonds und die Subprime-Hypotheken für zwei der größten Gefahren gehalten (dazu kommen noch die Yen-Carry-Trades und die China-Blase).

Die FAZ-Prognose, die auf eine Einigung tippt, ist ganz interessant, weil man beim Crashen des Fonds so große Verwerfungen am Sub-Prime-Anleihenmarkt befürchten muss, dass dann alle anderen Banken auch zu einer Neubewertung ihrer Anleihen gezwungen wären. Stützt man den Fonds jetzt, kann man das (zumindest kurzfristig) verhindern ...

FAZ: Bear Stearns will Kredit-Hedge-Fonds retten

FTD: US-Hauskrise bedroht Hedge-Fonds

Auch die ARD hat einen Artikel: Blutige Nasen für Hedge-Fonds


Und tja, deutsche Mainstreampresse, den besten Artikel hat wieder Ritholtz: How Might Subprime Issues Unravel?. Die FAZ hat eine Liste der Bonds, Ritholtz hat den Chart (man sieht den üblen Absturz der Anleihen seit Anfang des Jahres). Die deutschen erklären Eigenkapital, Fremdkapital und Investitionen, aber irgendwie passen die Zahlen nicht zusammen, Ritholtz berechnet den Hebel sauber (etwa 20(!), sprich noch höher als ich meinte). Geiles Blog!

Übrigens gibt es noch mindestens einen weiteren Fonds, der Probleme hat. Es wäre ja auch sehr erstaunlich, wenn in einem prinzipiell konservativen Markt wie bei den Anleihen etwa 35 bis 40% wegkracht, ohne dass jemand Probleme bekommt. OK, das müsste nicht sein, aber wenn die Hedge-Fonds alle mit zweistelligen Hebeln arbeiten, bleibt die böse Überraschung nicht aus.

Übrigens wird mir übel, wenn ich daran denke, dass die Hedgefonds mit solchen Wahnsinnshebeln die Yen-Carry-Trades machen. Zu 2 Prozent in Japan leihen, zu 5 in den USA anlegen. Das 10-fach hebeln gibt eine schöne Rendite. Nur wenn der Yen dann mal 10% steigen sollte, naja, dann rächt sich der Hebel und schnell werden da welche zwangsexekutiert werden ...

Update (22.6.07):

Heute hat auch die FAZ einen Artikel, in dem die ganze Hedge-Fonds-Verbriefungs-Anleihen-Problematik schön zusammengefasst wird: Zeitbomben auf den Kreditmärkten.

Großer Frick Artikel in der Börse Online

In der aktuelle Börse Online ist ein Artikel zur Connection zwischen Frick Segal drin, die auch hier schonmal angesprochen wurde (Börsen-Spam : Und diesmal geht's ans Schwarze Meer).

Nicht so wahnsinnig viel Neues drin, aber immerhin eine gute Zusammenfassung der Connection. Dass auch die Namen Bernd F. und Sascha O. mal wieder auftauchen, verwundert nicht mehr wirklich ...

Das ganze grenzt an Betrug, wobei die Gesetze in Deutschland so schlaff sind, dass da kaum was passiert (Sascha O. hat aber immerhin schon mal ein paar Monate auf Bewährung bekommen). Und die Ermittlungsbehörde BaFin ist so schnarchnasig, dass der ganz große Teil der Verfahren ohne Anklage eingestellt wird.

Man beachte ein paar ältere Postings, insbesondere:

Frick - Back Dir Dein Glück ... (den Link zu boersenweblog auch lesen, darin ist das Hammervideo) und

Frick gerät in die Kritik! (dazu auch Linksammlung bei boersenweblog: Endlich geht es dem Börsenguru Markus Frick an den Kragen

Alle meine Postings zum Thema Pusheraktien

Börsenspam: Und jetzt als PDF

dass darauf noch keiner gekommen ist ...

Jetzt nicht nur Bilder, sondern auch PDFs. Der ganze Spam im Anhang als PDF. Geht so wohl durch einige Spam-Filter durch, die das bisher gefiltert haben.

Nach Bild-Spam nun PDF-Spam

Darin empfohlen von einem "German Stock Insider": Talktech Telemedia (siehe hier Der Spam für's Pfingstwochenende.

Die sind ja auch hartnäckig, spammen schon seit Pfingsten rum ...

Die nächste technische Evolution wird wohl Flash sein ...


Meine alten Postings zum Thema Börsenspam


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Die teuersten (und lebenswertesteten) Städte der Welt

Es gibt zwar einige Berechnungen und vor anderthalb Jahren Jahren war es noch Oslo (Oslo teuerste Stadt der Welt!), aber trotzdem finde ich die neue Liste ganz interessant:

1. Moskau
2. London
3. Seoul
4. Tokyo
5. Hong Kong
6. Kopenhagen
7. Genf
8. Osaka
9. Zürich
10. Oslo
11. Mailand
12. St Petersburg
13. Paris
14. Singapur
15. New York

Die ersten deutschen Städte kommen weit dahinter:

München und Frankfurt folgen auf Platz 39 und 40.

Wirklich interessant finde ich jetzt aber die Liste, in der die Städte nach Lebensqualität sortiert werden:

1. Zürich
2. Genf
3. Vancouver
4. Wien
5. Auckland
6. Düsseldorf
7. Frankfurt
8. München
9. Bern
9. Sydney
11. Kopenhagen
12. Wellington
13. Amsterdam
14. Brüssel
15. Toronto

Mit Düsseldorf, Frankfurt und München direkt drei Städte in den Top 10. Und mit Wien, Zürich und Bern noch drei weitere im deutschsprachigen Ausland. Auch in den weiteren Ländern finden sich mit Amsterdam, Brüssel und Kopenhagen direkt noch drei weitere Städte, die in Wochenendpendelnähe von Deutschland liegen.
Auffällig: Keine einzige Stadt in Asien, keine einzige in den USA. Dafür zweimal Kanada und zweimal Neuseeland.
Ich finde die Liste so überraschend, weil die so deckungsgleich mit meinen persönlichen Vorlieben ist. Wenn ich auswandern würde, wäre die Liste oben ein ziemlich guter Startpunkt. Wobei man als Wichtigstes festhalten kann, dass Deutschland trotz allem Gejammer nicht der schlechteste Ort zum Leben ist ...

World's most expensive cities, 2007 edition

Inflation oder wie man sie schön rechnet

Barry Ritholtz hat sich die Mühe gemacht, mal etwas tiefer in die Berechnung der Inflationsrate zu schauen. Bitte anschnallen ...

In den US-CPI (Consumer Price Index) geht die Miete als größter Posten ein (etwa 40% Gewicht). Die Mieten werden als Warmmiete berücksichtigt, der Energieanteil dann allerdings herausgerechnet. Steigen die Energiekosten für's Heizen, werden diese herausgerechnet und die Kaltmiete sinkt. Diese Preissenkung geht dann in die Kernrate der Preise ein und führt zu einer Senkung.

Bingo!

Steigende Energiepreise führen zu einer SINKENDEN Kernrate!

Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.

Klar, ist das für die Berechnung der Kernrate richtig. Es gleicht sich auch über die Zeit aus, wenn die Energiepreise sinken. Und so war ja die Berechnung ja gedacht: Man nimmt die stark schwankenden Teile (Lebensmittel, Energie) aus der Berechnung raus, weil diese eh nur verfälschen. Wenn allerdings seit 5 Jahren diese Preise permanent steigen, wird jeder dieser Korrekturen zweifelhaft.

Aber nicht nur, dass die Kernrate diese Preissteigerungen nicht berücksichtigt, nein, sie sinkt sogar noch ...

Ich bleibe bei meiner Meinung: Die in den Medien breitgetretene Kernrate spiegelt die wahre Inflation (zumindest aktuell) nicht wider. Besser ist der GDP-Deflator, der die Preissteigerungen beim BIP rausrechnet. Ohne komische Korrekturen.

Delving Deeper into the Inflation Issue

Siehe auch ein älteres Posting von mir Inflation: Welche Zahl nehmen?

P.S. Wie verfälschend die Inflationsrate ist, sieht man an die Miete. Denn diese ist ein völlig falscher Faktor, da die meisten Amerikaner nicht Mieter, sondern Hausbesitzer sind. Eigentlich müssten die Hauspreise in die Inflation eingehen. Oder zumindest die Unterhaltskosten für ein Haus (Reparaturen, etc.). Aber Hauspreise scheinen eine besondere, eine "gute" Inflation zu sein. Was den jungen Familien, die ein Haus kaufen wollen, natürlich nichts nützt. 100% Plus bei den Immobilienpreisen führen offziell zu Null Inflation, sondern nur dazu, dass die jungen Familien sich kein Haus mehr leisten können. Die junge Familie kann dann durchaus berechtigte Zweifel an der aktuellen Inflation hegen ... Ein Link zum Thema Study: Housing grows even less affordable

P.P.S. Noch eine kleine Anekdote zur Inflationszahl von letzte Woche: 0,1% Plus in der Kernrate, 0,9% (KORREKTUR: 0,7% sind richtig, 0,9 war der PPI, Sorry!) inkl. allem. Erwartet wurde 0,2% im Kern und 0,7% (KORREKTUR: 0,6%) inkl. allem. Weil auf die zweite Zahl niemand mehr schaut, wurde die erste als Auslöser eines kleines Zwischenspurts an der Wallstreet gesehen.

Der Clou aber: Die Inflationrate betrug exakt 0,149%. Das wird dann abgerundet und offiziell hätten wir dann 0,1% in den Schlagzeilen. Wäre die Inflation 0,001% höher gewesen (also in etwa 1 Liter Milch kostet 1 Cent mehr oder so), hätten wir 0,15%, aufgerundet 0,2% gehabt. Dann wäre diese Zahl "wie erwartet" gewesen und evtl. hätte sich die Börse dann auf die verfehlte andere Zahl gestürzt und die Börse wäre nach unten gegangen. Schon sehr strange, wie sich die Börse immer und immer wieder auf diese Zahlen stützt, ohne dass da wirklich eine Aussagekraft drinstecken würde ...

Staatsanleihen - Die einzige sinnvoll bewertete Assetklasse?

Ich bin ja bekanntlich nicht gerade optimistisch für die Aktienmärkte eingestellt. Insbesondere sehe ich viel Liquidität (was für sich genommen erstmal nicht schlimm ist), die zu massiv gesunkenen Risikoprämien geführt hat. Ob man sich die Rohstoffe anschaut, die Anleihen, Emerging Markets (ob Aktien oder Anleihen), Sub-Prime-Hypotheken und andere Risikokredite, Hedge-Fonds und Firmenübernahmen oder die klassischen Weltbörsen - Alles ist gestiegen.

Mit einer Ausnahme: In den letzen Wochen kam der Anleihemarkt deutlich unter Druck - Manche sprechen gar von einem Crash. Immerhin ist der Bund-Future, der eine künstliche zehnjährige Bundesanleihe nachbildet, seit September 2005 von 124 Punkte auf aktuell nur noch 110 Punkte gefallen. Das Minus beträgt inzwischen über 11%, eine Menge Holz für eine sichere Anlage. Wer zum Hochpunkt gekauft hat, dürften selbst nach Zinseinnahmen im Minus liegen.

Wirklich überraschend an dieser Entwicklung ist vor allem, dass die Aktien dieser Bewegung ungewohnt chaotisch gefolgt sind. In der vorletzten Woche gaben die Aktienmärkte fast 6% nach - der Grund: die fallenden Anleihekurse. In der letzten Woche gaben die Anleihen dann weiter (wenn auch deutlich verlangsamt) nach, die Aktienkurse holten die Verluste aber wieder mit Siebenmeilenstiefeln auf und erreichten am Ende der Woche sogar teilweise neue Allzeithochs.

Normalerweise stellen die sicheren Zinsen am Anleihemarkt eine natürliche Konkurrenz zu den unsicheren Gewinnen am Aktienmarkt da. Je höher die Zinsen, desto mehr Geld fließt in die Anleihen. Trotz der steigenden Zinsen fließt die Liquidität weiterhin in Aktien.

Der Zinsanstieg könnte zwei Gründe haben:

a) die Inflationserwartungen sind gestiegen.

Das muss für Aktien nicht schlecht sein, weil Aktien inflationsbereinigt sind (zumindest sehr langfristig). Anleihen reagieren naturgemäß rascher auf steigende Inflationsraten.

b) Die Wirtschaftsaussichten werden positiver eingeschätzt.

Eine weiter wachsende Wirtschaft ist ein wichtiger Einflussparameter für die zukünftigen Preissteigerungen. Grund b) beeinflusst den Faktor a) zwar mit einiger Verzögerung, trotzdem hängen beide Ursachen eng zusammen.

Richtig überraschend wird es aber, wenn man sich die inflationsgesicherten Anleihen anschaut. Diese implizieren nämlich so gut wie keine weiter steigende Inflation. Daher fallen die Gründe a) und b) eigentlich weg. Es muss daher einen anderen Grund geben.

c) Anleger haben einfach Geld abgezogen bzw. umgeschichtet.

Wenn man sich die Kursbewegungen von Aktien und Anleihen in den letzten Wochen anschaut, bleibt dies als einzige plausible Erklärung. Anleger haben in großem Stile Geld aus Anleihen abgezogen und in Aktien umgeschichtet. Das bedeutet nicht mehr als dass die Risikoprämie für Aktien in den letzten Wochen deutlich geringer geworden ist. Kurz: Ich zahle für Aktien das gleiche (eigentlich sogar mehr) als vor ein paar Wochen, bekomme dafür aber weniger Risikoprämie im Vergleich zu den sicheren Anleihen.

Andersherum wird daraus natürlich auch eine Investmentmöglichkeit: Staatsanleihen bester Qualität. Mit immerhin 4,8% auf zwei Jahre sind die Rendite inzwischen wieder ansehlich. Bei einer Inflation von etwa 2% in Europa kann ich kaum Argumente gegen dieses Investment finden. Vor allem wenn man meine relativ negative Wirtschaftseinschätzung teilt, muss man keine steigende Inflation befürchten. Und dann gäbe es auch kaum Gründe für weiter steigende Zinsen.

Zusammenfassend muss ich zum ersten Mal seit über 3 Jahren sagen, dass man als konservativer Anleger mit ein paar Staatsanleihen keinen Fehler begehen dürfte.

Achtung: Ich würde *nicht* ins Ausland gehen und ich würde *nicht* in die Emerging Markets gehen und ich würde auch *nicht* in Firmenanleihen gehen. In allen Fällen erscheinen mir die knappen Risikoprämien, die ich für das erhöhte Risiko bekomme, nicht ausreichend.

P.S. Die Version d) ist für Verschwörungstheoretiker: Russland (und/oder China) haben die Anleihen verkauft. So als kleine Machtdemonstration vor dem G8 Gipfel, um der größten Gläubigernation (die komischerweise aktuell die einzige Weltmacht ist) mal zu zeigen, wie verwundbar diese ist. Etwas Wahres könnte aber durchaus darin stecken, denn vielleicht waren es wirklich China und Russland, die die Anleihen verkauft und Aktien gekauft haben. Zumindest die Chinesen haben mehr als einmal betont, nicht weiterhin ihre gesamten 1,2 Milliarden Devisenreserven in US-Anleihen stecken zu wollen.

Ein paar Gedanken hat sich auch die FAZ gemacht:Von der Anleihen- zur Börsenblase?

Und dazu noch ein Artikel von Robert von Heusinger bei Herdentrieb, der den Rentenmarkt auch wieder ziemlich attraktiv findet: Gedanken zum Bondmarkt

Frick gerät in die Kritik!

Weil seine Aktien sinken!

TSCHULDIGUNG?

Soll das heissen, wenn die Aktien steigen ist die Masche in Ordnung?

Puh, der Mann empfiehlt seit Jahren obskurste und marktengste Werte, die nur aus einem Grund steigen: Weil Frick die empfiehlt und die Lemminge hinterherlaufen und wie bescheuert kaufen.

Die wenigsten Privatanleger dürften damit Geld verdient haben. Denn genau wie der Kurs bei der Empfehlung explodiert, bricht er zusammen, wenn der Stop-Loss gerissen wird oder Frick aus anderen Gründen verkauft. Verdienen tut nur der, der früh genug kauft (ratet mal, wer da Vorteile hat) *und* wer früh genug verkauft (ratet mal, wer da Vorteile hat).

Aber wenigstens gerät Frick jetzt mal auch in richtigen Massenmedien in die Kritik!

boerse.ard.de: Millionenverluste mit Frick-Tipps

Meine alten Artikel zu Pusheraktien und der Masche

Update (18.6.07):

Heidi p. Trabert vom boersenweblog hat eine gute Linksammlung zum Thema: Endlich geht es dem Börsenguru Markus Frick an den Kragen (ich habe mir nicht alles durchgelesen, in der Mainstreampresse steht eh meistens nicht mehr drin als man den Blogs schon entnehmen konnte ...)

"Beautiful Katamari" nur für die Xbox360?

Ich muss kotzen :-(

Katamari Teil 3 nur für die Xbox 360? NUR? Bitte, irgendwas anderes, ich kauf mir auch wieder einen PeeCee, aber nicht 'ne Xbox. Grrr.

4players: Beautiful Katamari

Wir päsentieren den französischen Präsidenten: Sarprosit!

Jetzt wissen wir endlich, wie die Merkel immer die gute Stimmung auf den Gipfeltreffen hinbekommt ... OK, manchmal müssen die Russen etwas helfen ...

Sarkozys bizarrer G-8-Auftritt

Herrlich!

Ich hab nicht direkt das Video eingebunden, weil die Geschichte über die scheinbare Selbstzensur der französischen Presse nicht ganz uninteressant ist!

Und mal wieder ein Update zur US-Immobilienkrise

Interessantes Posting bei CXO:

June 12, 2007 - Home Prices and the Stock Market.

Alle (auch ich) gehen eigentlich davon aus, dass eine Immobilienkrise schlecht für die Wirtschaft und damit für den Aktienmarkt ist (auch wenn ich schonmal darauf hingewiesen habe, dass vor allem der zweite Zusammenhang oft nicht da ist). Sinkende Zinsen führen oft dazu, dass der Aktienmarkt schon wieder zu steigen beginnt, bevor sich die Wirtschaft erholt.

In der Untersuchung oben kommt dann auch heraus, dass kein sinnvoller Zusammenhang zwischen dem Median Price of Existing Homes und der Rendite des Aktienmarkts besteht (Korrelation von 0,03 also eigentlich keine). Gut, der Hauspreisindikator ist nicht der beste, was man schon daran erkennt, dass in der Grafik kein einziger Punkt im negativen Bereich bei den Hauspreisen dabei ist. Eigentlich müsste man zumindest die Inflation rausrechnen, die ja bei den Hauspreisen ein entscheidender Faktor ist. Dieses Jahr haben wir stagnierende Hauspreise bei 3 % Inflation, was preisbereinigt ein Minus ergibt. Eventuell würde dann ein stärkerer Zusammenhang erkennbar.

Interessanter eigentlich noch: Wenn man die Datenreihen zeitlich gegeneinander verschiebt, entsteht der größte Zusammenhang, wenn die Aktienpreise 3 Jahre VOR die Hauspreise geschoben werden. Die Korrelation ist dann immerhin 0,15. Es scheint also eher so als würden die Hauspreise auf die steigenden (bzw. fallenden) Aktienkurse reagieren. Was ja auch nicht ganz unlogisch ist, schließlich zeigen steigende Aktienkurse immerhin eine gesunde Wirtschaft an und außerdem werden die Aktienportfolios wertvoller.

Neben diesem Rückblick noch ein kurzes Blick in die Gegenwart: Wer bisher Angst vor einer Immobilienkrise hat, weil demnächst noch Hypothekenzinsanpassungen von mehreren Milliarden Dollar pro Monat anstehen (The forgotten Resets), dem sollte angesichts des Zinsanstiegs der letzten Wochen richtig Angst und Bange werden. Schließlich steigen die Hypothekenzinsen ebenfalls mit. Und 0,5% mehr oder weniger sind bei 400.000 Dollar Hypothek ein heftiger Unterschied.

Musterdepot: China Put aufgegeben

Update 5.4.07:

Der ist ärgerlich, gell?

Die Order zu 2,40 ging nicht durch, obwohl das die Realtime-Spanne der ABN war. Und das geänderte Limit zu 2,22 ging am nächsten Tag auch nicht durch, obwohl auch hier 2,22 in der Spanne war. Dass das Limit inzwischen wieder im Markt liegt, ist ja nicht relevant, denn der Kurs ist natürlich komplett weggelaufen. Obwohl der Kurs heute sogar fast 20% zurückkommt, obwohl alles fallende Kurs in China meldet ... Das mit den A, B und H-Shares ist schon verwirrend.

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Kauf 500 ABN AMRO BK MINIS
NL0000788719 24.05.07
24.05.07 Frankfurt
Limit 2,4 EUR weitergeleitet WP-Portrait Order streichen

sorry, muss weg, deshalb nur Cut&Paste

Update (25.5.07):

Limit hat nicht gepackt. Die ABN stellt auch irgendwie keine vernünftigen Kurse mehr:

Geld Brief % Änd. Ref. Tageshoch Tagestief
2,19 2,40 -3,37 % 723,00 2,375 2,295

Und das, obwohl die gleichzeitig behaupten, dass die Geld-Brief-Spanne 4 Cent beträgt (siehe Screenshot).



Aber so eine freche Preisstellung können die sich scheinbar erlauben, denn das ist exakt der einzige Schein, mit dem man auf einen fallenden Shenzhen China-B-Shares Index spekulieren kann.

Oder kennt jemand eine andere Möglichkeit?

Update (13.6.07):

Heute erneut ein Limit aufgegeben, nachdem der Kurs wieder zurückgekommen ist. 500 Stück zu 2,22. Ohne Stop-Loss (zumindest vorerst). Evtl. ziehe ich einen Stop-Loss ein, wenn die alten Börsenhöchstkurse in China übertroffen werden sollten.

Übrigens weiss ich jetzt auch, dass ABN (immer noch) keine sinnvolle Spanne stellt, weil der Schein ausverkauft ist. Wenn man also ordern will, muss man warten, bis jemand anderes seine Stücke verkauft.

Update 18:00:

Äh, bin ich schon drin? Ich bin drin, das war ja einfach. Drin. ;-) 500 Stück zu 2,16 Euro.

Um ein anderes Bayern-Mitglied zu zitieren: Schaun mer mal.

Update (21.6.):

Es gibt jetzt einen Put auf den A-Shares Index. Der würde mir ja noch besser gefallen, aber jetzt bin ich erstmal in dem anderen drin ...

Mehr Info bei der ABN: NL0000698652

Asienfonds: Threadneedle setzt auf chinesische Nebenwerte. Die China-Fondsmanagerin von Threadneedle sieht den Markt nicht überbewertet. Aber wann hat ein Manager eines Spezialfonds schonmal sein spezielles Marktsegment für überbewertet gehalten?

Update (16.8.07):

Wie erwartet wurde mein Stop-Loss im Urlaub gerissen. Der Schein ging zu 1,61 raus. Erlös: 791,75. Minus dieses Trades: -301,61. Depotwert 29401,03.

Börsenspam: Kronos Media

Und schon wieder hat die Gesellschaft für Aktienanalyse eine so tolle Aktie gefunden, dass die die mit Spam promoten müssen ...

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Meine Damen und Herren
hier eine Mitteilung, die Sie nicht missachten sollten. Dieses voellig unangesehene Filmunternehmen hat momentan eine Bewertung von lediglich 400.000 ˆ. Am 19.05.2007 strahlte ARTE die Dokumentation „Hannibal ueber die Alpen aus“. Kronos zieht Profit an den heraus resultierenden Erloesen in einem Umfang, der weit ueber der gegenwaertigen Kapitalisierung liegt. Marktgeruechte besagen, dass ein bedeutender Sender kurz vor der Vergabe von Auftraegen fuer eine komplette Serie von Dokumentationen in 6 Teilen steht.

Fazit: Potential weit nach oben vorhanden

Firma: Kronos Media AG
WKN: A0LEK1
ISIN: CH0027905527
Kurs: 0,04 ˆ
5-Tage Ziel: 0,25 ˆ
6-Monatsziel: 1,20 ˆ
Beurteilung: Kaufen ++/+
Investment Recommendation: Strong` Buy! STRONG` BUY!!!

Disclaimer: Diese Anlageempfehlung wurde vom Versender auf der Grundlage oeffentlich zugaenglichen Informationen erstellt. Der Versender hat keine Aktien des empfohlenen Unternehmens. Der Versender erhaelt eine marktuebliche Provision.

Freundliche Gruesse,
Dr. Day Farrofuer seine taetigkeit. Gesellschaft f. Aktien-Analyse

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Wird (natürlich) auch unter vielen anderen Absendern verschickt.

Die Aktie ist sowas von umsatzlos, da wird nicht einmal ein sinnvoller Kurs gestellt und deshalb gibt es auch keinen Chart. Offenbar fallen aber auch wieder ein paar Leute auf die Masche rein und der Kurs springt heute morgen von auf 10 Cent. Allerdings gibt es auch nur einen Bid von 10 Cent, es will also nur jemand verkaufen. Ein Käufer hat sich (zum Glück) noch nicht gefunden und der Umsatz ist daher weiterhin Null.

Bloß die Finger weg von solchen Schrottwerten!

Update (14.6.07):


Puh, der haut ja voll rein. Nicht, dass ich den sonderlich oft bekommen hätte, aber offensichtlich reicht entweder der Pseudo-Analyse-Text oder die korrekte deutschen Schreibweise des Spams aus, um den Kurs richtig zu bewegen. Die Umsätze sind richtig hoch und bei einem Kurs von inzwischen wieder 10 Cent (da wo er gestern beim Schreiben des Artikels auch war, zwischendurch hatten wir aber auch schon über 20) dürfte schon wieder viele Kleinanleger in die Röhre schauen und auf dicken Verlusten sitzen ... Selbst schuld!?

Nochn Update (14.6.07 13:32):

Kaum geht der Kurs zurück, schicken die noch ne Spam-Welle hinterher ...

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Meine Damen und Herren

Ganz wie es das Klischee behauptet, halten die Deutschen viel vom Sparen. Jetzt ist dazu richtiges Moment. Wenn Sie jetzt in die Aktie

Kronos Media AG
WKN: A0LEK1
ISIN CH 0027905527
Kurs: 0.17 Euro ( 11:00 )
5-Tage Ziel: 0,50 Euro
6-Monatsziel: 1,20 Euro
Beurteilung: Kaufen ++/+


investieren, haben Sie guten Gewinn!
Zur Zeit ist der Preis der Aktie bei 0,17, nutzten Sie diese Moeglichkeit aus! Es ist immer so, dass in der Mitte des Tages der Preis nach unten geht, und dann nach der Mittagspause kommt ein neuer Ausbruch! Heute ist vielleicht ein kurzes Abflauen moeglich, und Sie schaffen es noch, guenstig die Aktien zu kaufen! Verpassen Sie den Moment nicht!
Die Experten meinen, der Preis kann 0,50 Euro erreichen. Bei diesen Aktien haben Sie die Sicherheit aus erster Quelle. Endlich sind mal Sie als kleiner Privatanleger dabei, wenn Aktien ploetzlich in maerchehafte Hoehen steigen! Wer bis jetzt gezoegert hat, sollte dies nicht mehr allzu lange tun.
Ein namhafter Boersenkenner bewertet die Aktie von Kronos Media AG (WKN A0LEK1 / ISIN CH 0027905527) nach wie vor mit "akkumulieren". Was sagen wir dazu?: Wir empfehlen die Aktie weiter zum Kauf!

Disclaimer: Diese Anlageempfehlung wurde vom Versender auf der Grundlage oeffentlich zugaenglichen Informationen erstellt. Die Berichte dienen lediglich der Information und sind keinesfalls als Aufforderung zum Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers zu verstehen. Der Versender hat keine Aktien der empfohlenen Gesellschaft. Der Versender erhaelt eine marktuebliche Verguetung.



Mit freundlichen Gruessen,
Dr. ELIANA Diwan fuer seine taetigkeit. Gesellschaft f. Aktien-Analyse

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Märchenhaft! "Es ist normal, dass in der Mitte des Tages der Preis nach unten geht" ... Es ist normal, dass der Preis der Aktie nach einem Spam nach unten geht und die Lemminge auf dicken Verlusten sitzen. Das hat nix mit der Tageszeit zu tun ...

Meine alten Postings zum Thema Börsenspam


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Live Musik par excellence!

La Blogotheque: Concerts à emporter.

Tolles Konzept, tolle Musik, toll gefilmt!

Komplett live und ungeschminkt spielen die Bands in der Metro, auf der Straße, im Lastenaufzug.

Arcade Fire (ausnahmsweise mit englischem Text, der Rest ist seulement en francais).

The Kooks

The Shins

The National

The Hidden Cameras

und eins noc explizit verlinkt Dean und Britta (Dean Wareham von Galaxie 500 und dann mit Britta bei Luna)

und die ganze Liste (u.a. Of Montreal, I'm from Barcelona, Polar, The Divine Comedy, etc. pp. und noch eine ganze Reihe französisches Zeuch, das ich mir aber noch nicht angesehen habe).

Willkommen in diesem Kleinod ...

... namens egghat's blog ;-)

Kleinod ist das "vom Aussterben bedrohte Wort 2007". Gute Wahl!

Kleinod besiegt Schlüpfer

Den Begriff Schnickschnack habe ich ja persönlich durch satte zwei Artikel in diesem Blog vor dem Aussterben bewahrt ;-) Obwohl mit 1,4 Millionen Google Treffern ist der noch nicht so doll bedroht. Kleinod hat allerdings auch (überraschende) 900.000 Treffer. Da ist blümerant auf Platz 2 mit 17.600 Treffern schon deutlich seltener ... Das Wort ist wirklich vom Aussterben bedroht!

Strange übrigens der Schlüpfer: Heute nur noch neudeutsch Slip. Klingt schön Englisch, allerdings benutzen die Engländer das Wort gar nicht, sondern sagen Panties. Das ist wie Handy, dass im Englischen Mobile (phone) und in den USA Cell(ular) phone genannt wird. Also wenn wir schon eindeutschen, dann doch bitte auch so, dass die native Speaker nicht darüber lachen muss. Und bei Begriffen wie Handy muss man überhaupt nicht Eindeutschen, denn Mobile Phone wäre einfach als Mobiltelefon übersetzbar gewesen. Wer's kürzer mag, hätte auch Mobilfon nehmen können.

Grau grau grau blüht der Kapitalmarkt

Und am Ende zerlegt es wieder einen Haufen uninformierter Privatanleger. Und unser Staat, der zwischen totaler Ignoranz und Unfähigkeit auf der einen, und kompletter Überregulierung auf der anderen Seite schwankt (aber seltenst die goldene Mitte findet) schaut mehr als ein Jahrzehnt zu.

Und mal alle (auf die aus den Stadien bekannte Melodie): Bafin wir hören nichts! Bafin wir hören nichts!

Im Falle der Göttinger Gruppe, die jetzt nach unglaublich langem Dahinsiechen doch die Insolvenz beantragen musste, ist der Fall sogar noch schlimmer. Das die mit Helmut Kohl Werbung gemacht haben, wusste ich noch. Und an den VfB Stuttgart kann ich mich auch noch erinnern (Securenta). Aber der Rest der Liste ist mir neu. Otto Graf Lambsdorf? Autsch. Dem hätte ich das Wissen ob der Machenschaffen der Göttinger Gruppe zugetraut. Oder war's dem schlicht egal?

Zu den Verstrickungen bekannter Persönlichkeiten: Die üblen Kerle aus Göttingen

Zur Insolvenz: Die Göttinger Gruppe gibt auf


Der Chef soll sich übrigens nach Kanada abgesetzt haben.

Das Geld für die Anleger ist mit 99,99% Wahrscheinlichkeit weg. Schlimmer: Da viele (alle?) der Anlagemodelle als atypisch stille Beteiligung angelegt waren, müssen die Anleger u.U. sogar noch Geld nachschießen! Sie sind Mitunternehmer ohne Stimmrecht aber voll in der Haftung. Deshalb auch atypisch, eigentlich atypisch blöd.

Es geht nach Schätzungen der Anlageschützer (z.B. von der Stiftung Warentest, die schon vor 10 Jahren gewarnt hat und etliche Gerichtsprozesse gegen die Göttinger geführt hat) um 1 Milliarde Euro von etwa 100.000 Anlegern, die nun futsch sind. Kurz: Der wahrscheinlich größte Fall von Anlagebetrug auf dem grauen Kapitalmarkt in der deutschen Nachkriegsgeschichte.

Der erste Börsenspam von der Firma selbst? Eteleon.

Und am Samstag gab es wieder einen:

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Seit dem Jahr 2000 ist das Unternehmen mit Sitz in Muenchen Eteleon e-solutions AG (ISIN DE000A0JNF60, WKN A0JNF6) mit innovativen Vertriebsloesungen auf dem Telekommunikationsmarkt taetig und hat sich mit der Abwicklung von Handy-Laufzeitvertraegen und dem Vertrieb von Mobilfunkprodukten, Unterhaltungselektronik und komplexen Vertragsprodukten (z.B. DSL) ueber e-saling in Deutschland stark positioniert.
Der von eteleon adressierte Mobilfunkmarkt hat in der letzten Zeit eine nahezu einmalige Dynamik gezeigt. Trotz der schon erreichten Penetrationsrate besteht auch fuer die Zukunft noch betraechtliches Potenzial.
Darueber hinaus ist Eteleon auf dem Gebiet e-Solutions und Products ueber die Intelligram GmbH auf die Entwicklung von Spezial-Services und Dienstleistungen im Bereich Mobile Messaging für Firmenkunden spezialisiert.
Eteleon hat im Zuge der Mobilfunkbooms der letzten Jahre eine beeindruckende Wachstumsgeschichte vorgelegt und dabei schon seit 2002 Gewinn herausgeholt. Auch fuer die Zukunft scheint die Unternehmensstrategie wohl durchdacht und ueberzeugend, erfordert aber zusaetzliche Investitionen. Vor dem Hintergrund der bisherigen Unternehmensentwicklung ist die faire IPO-Entwicklung bei 20,4 Mio. Euro zu sehen und die Aktie bis zu einem Preis von 8,00 Euro zur Zeichnung zu empfehlen.
ISIN DE000A0JNF60
WKN A0JNF6

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Höh? Eteleon ist bereits seit November 2006 an der Börse im Entry Standard (niedrigster Standard) notiert. Wahrscheinlich haben die für den Spam einfach eine IPO Analyse nochmal recycelt.




Der Vollständigkeit halber noch ein Chart, der schnell deutlich macht, dass der Tipp, bis 8 zu kaufen, kein sonderlich guter war bzw. ist.


Update (10:50):

Das ist ja noch obskurer als ich zuerst dachte ...

Wenn man nach Bruchstücken aus dem Text der Spammail sucht (Google Suche nach "schon seit 2002 Gewinn herausgeholt", findet man genau einen Treffer. Und zwar eine Pressemitteilung der Firma, die angeblich erst heute (11.06.2007) herauskam, siehe Pressebox. Der Spam kam allerdings schon am Samstag. Woher hatte der Spammer den Text? Wie kann der gleiche Text bereits am Samstag gespammt worden sein? Sitzt der Spammer vielleicht direkt in der Firma oder arbeitet im Auftrag der Firma?

Haben wir nun den ersten Fall, in dem sich eine Firma selber per Spam promotet und so blöd ist, sich dabei erwischen zu lassen?

Update (19.6.07):

Wie ihr unten sehen könnt, hat mich heute eine Mail der Presssprecherin von eteleon erreicht, die betont, dass die Nachricht in der Pressebox NICHT von eteleon stammt. Die Nachricht wurde inzwischen auch entfernt. Daher ist diese Mail NICHT als offizielle Pressemitteilung von eteleon anzusehen. Und damit kann man auch keinen Zusammenhang mehr zwischen eteleon und dem Spam ableiten. Kurz: Eteleon hat mit dem Spam nichts zu tun.

Allerdings muss man sich dann schon fragen, was die bei Pressebox da so treiben. Einen Spam als Pressemitteilung einzusortieren, ist schon weit neben der Spur.

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US Handelsbilanzdefizit sinkt deutlich

Sehr positive Überraschung! Vor allem wenn man bedenkt, dass die Ölpreise deutlich höher als im Vormonat waren und daher die Importe allein durch den Preisanstieg beim Öl weiter gestiegen sind. Allerdings zogen auf der anderen Seite alle wichtigen Bereiche beim Export an und konnten diesen Anstieg deutlich überkompensieren.

Was sich in der Industrieproduktion schon vorsichtig abzeichnete, sieht man jetzt auch im Export. Damit zieht nach und nach einer der Bereiche, der in den letzten 12 Monaten nichts zum Wirtschaftswachstum beigetragen hat (im Gegenteil!) wieder an. Mit etwas Glück fängt sich die Industrieproduktion just in dem Moment in dem die Verbraucherstimmung kippt (was ich weiterhin erwarte). Dass der Markt genau das erwartet, sieht man am Zinsanstieg am Rentenmarkt.

Eine meiner Prognosen bleibt aber auf jeden Fall bestehen: Vor ein paar Monaten hat der Rentenmarkt keine Inflation angezeigt (was ein schwächeres Wirtschaftswachstum implizierte) während der Aktienmarkt aber weiterhin solides Wachstum anzeigte. Das ist aber die beste aller Welten (Wachstum ohne Inflation) und ist nur selten. Im Moment ist die Einschätzung auf jeden Fall logischer: Man erwartet leichtes Wachstum (man denkt also, die 0,6% im 1. Quartal waren das Tief) bei weiterhin spürbarer Inflation (ohne kritisch hoch zu sein).

Und eine meiner Meinungen findet auch wieder Bestätigung: Die Wirkung einer fallenden Währung kommt stark verzögert. In weniger als einem Jahr markt man davon nicht. Was wir jetzt sehen, ist ein Exportwachstum der US-Wirtschaft, die durch den schwachen Dollar von 1,25 bis 1,30 im letzten Sommer ausgelöst wurde. Da der Dollar inzwischen bei 1,35 steht, wird diese Tendenz noch eine ganze Zeit Bestand haben und sich sogar noch weiter verstärken.

Das ganze *könnte* eine gute Chance sein, gegen die Masse auf einen steigenden Dollar zu setzen. Man muss immer bedenken, dass der Dollar deutlich unter der Kaufkraftparität notiert, die irgendwo zwischen 1,15 und 1,20 liegt.

Fronleichnam-Börsenspam: Atlan

Kaum hat man mal einen Tag frei, geht die nächste Spamwelle los.

Etwas komisch, da bisher nur auf Englisch Werbung für eine Aktie mit Notiz in Frankfurt gemacht wird. Aber ich schätze, die deutsche Version wird noch nachgereicht.



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Kurzel QV8.F
Atlan International Holdings Corp.
Frankfurt: QV8.F
Price today 0.56

ISIN: US0476541083
WKN: A0LGTZ

Watch QV8.F on Thursdax June the 7th. It will expload!
Buy in the Monring, sell in the evening.
Keep it for 1 or 2 days in case of steady growth.

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"expload" ... Autsch.


Passiert ist eigentlich nichts. Der Umsatz hat keinen besonderen Sprung gemacht und der Kurs ging sogar vom "Empfehlungskurs" bei 56 Cent auf aktuell 48 zurück.

Meine alten Postings zum Thema Börsenspam


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Goldman Sachs erwartet KEINE Zinssenkung mehr in den USA

weder 2007 und das ist richtig überraschend auch nicht 2008.

Der Grund: Die Arbeitslosigkeit steigt einfach nicht an.

Eine steigende Arbeitslosigkeit ist der Faktor, der die Wirtschaft in eine Abwärtsspirale zieht. Erst kommen den Entlassungen, dann lässt die Nachfrage nach, das führt zu weiteren Entlassungen, etc. pp. Die Notenbank senkt dann die Zinsen und senkt damit die Kosten für das Kapital. Dadurch rechnen sich bestimmte Investitionen wieder, das schafft dann wieder Arbeitsplätze, ...

Jetzt zeigt sich die Arbeitslosigkeit in den USA auf niedrigem Niveau aber extrem stabil. Und das trotz der Abkühlung der Wirtschaft auf eine Fast-Stagnation. Nicht einmal die einbrechende Baukonjunktur hat sich negativ bemerkbar gemacht. Die großen Häuserbauer haben zwar teilweise Einbrüche von 30 und 40%, aber die Anzahl der abgebauten Arbeitsplätze scheint so klein, dass diese von anderen Wirtschaftsbereichen aufgefangen werden können.

Ich benutze im letzten Abschnitt so oft den Konjunktiv, weil ich an dieser Stelle im Konjunkturzyklus den Zahlen wenig glaube. Die Anzahl der Arbeitsplätze wird am Ende eines Konjunkturzyklus tendenziell immer überschätzt (genau wie sie am Anfang des Aufschwungs immer unterschätzt wird). Barry Ritholtz hat darauf in einigen Postings der letzten Tage hingewiesen. An der Definition, wer als arbeitssuchend gilt, kann man ziemlich stark drehen (als Schröder die Zahl europäischen Maßstäben anpasste, ahtte Deutschland auf einmal 1 Mio. Arbeitslose mehr ...). Deshalb ist oft die Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze interessanter (hier in Deutschland). In den USA kann man auch gut die Erwerbstätigenquote nehmen. Im Wirtschaftsaufschwung stieg diese von 66 auf 67,4%. Das entspricht etwa 3 Millionen Arbeitsplätzen. Seit Anfang des Jahres weist die Statistik wieder einen Rückgang um etwa 0,5 aus. Das komische ist, dass diese etwa 1 Mio. Menschen, die nicht mehr am Arbeitsmarkt teilnehmen, in der Arbeitslosenquote nicht auftauchen.

Haben die alle freiwillig aufgehört zu arbeiten? Müssen die Frauen wieder an den Herd? Ich weiss es auch nicht, aber es ist schon irgendwie komisch ...

More on NiLF & the Unemployment Rate

Goldman now sees no Fed rate cuts in 2007 and 2008

Das Springseil ohne Seil

Bei Reddit als bescheuertstes Produkt aller Zeiten verlinkt: Das Springseil ohne Seil.

Für nur 60 Dollar jetzt endlich Springseil hüpfen ohne Seil.

Jumpsnap.

Meine Lieblingsstelle aus dem Video "It even talks to you". Ein sprechendes Springseil! Man wie geil". Kann das mal jemand dem Thomas Herrmanns vom Quatsch Comedy Club schicken?

Also ich finde dass das Label "bescheuertstes Produkt aller Zeiten" durchaus passt. Oder kennt jemand was noch Bekloppteres?

Probleme mit dem Handy?

Dann kann ich auch erst in etwa 6 Monaten helfen ...



Wer bis jetzt immer noch nicht verstanden hat, dass beim iPhone NICHT die Features (wieviel Speicher, wieviele Megapixel, etc. pp.) entscheidend sind, sondern die Benutzeroberfläche, wird das hoffentlich durch diese Anzeige verstehen.

Schon geil, wie der Typ erst ein Video kuckt, dabei Hunger auf Calamari bekommt und dann schnell mit Google Maps das nächste Restaurant mit "Seafood" raussucht.

Übrigens, diese Anmerkung sei gestattet: Ist schonmal jemand aufgefallen, dass Mobiltelefonhersteller NIE mit der Bneutzeroberfläche Werbung machen? Soll cool aussehen, soll schick aussehen, hat ganz viele Features, aber die GUIs werden nie erwähnt. Logisch, denn die sind teilweise unter aller Sau. Windows auf dem Handy mit dem (auch auf dem Computer schon umstrittenen) Start-Button, der auf dem Handy völlig daneben ist. Oder Nokia, wo die verschachtelten Menüs inzwischen die achte Hierachieebene erreicht haben.

Das iPhone wird für die ganze Branche gut sein, denn erstmalig wird das Thema Benutzeroberfläche auf dem Handy richtig angegangen.


Meine alten Postings zum Thema GUI


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Ist der erste Hedge-Fonds, der fällt, eine Bank?

Zumindest war Macquarie das einmal. Inzwischen dreht die Bank ein immer größer werdenden Rad mit immer mehr Töchtern, mit denen immer größer werdenden Assets gekauft werden. Dadurch entsteht ein Geflecht, dass quasi nicht mehr zu durchschauen ist. Vor allem, wenn man nicht alles offenlegt.

Mal nur so als Anfang das Ergebnis einer Suche nach Macquarie bei Finanztreff:

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MACQUARIE INFRASTRUCTURE GROUP MQ5 AU000000MIG8 Aktien FSE EUR
MACQUARIE NEXGEN GBL INFRSTUR MNF Aktien TSX CAD
MACQUARIE POWER INCOME FUND MPT_UN CA5560841010 Aktien TSX CAD
MACQUARIE AIRPORTS MJS AU000000MAP6 Aktien BER EUR
MACQUARIE COUNTRYWIDE TRUST MQV AU000000MCW8 Aktien BER EUR
MACQUARIE COMMUNICATIONS INF. MQE AU000000MCG1 Aktien FSE EUR
MACQUARIE OFFICE TRUST MVZ AU000000MOF8 Aktien BER EUR
MACQUARIE BANK LTD. MQQ1 AU000000MBL3 Aktien FSE EUR
MACQUARIE TELECOM GROUP LTD. UW7 AU000000MAQ4 Aktien BER EUR
MACQUARIE GOODMAN PROPERTY TR. NJK NZCPTE0001S9 Aktien BER EUR
MACQUARIE RADIO NETWORK LTD. MRM AU000000MRN5 Aktien BER EUR
MACQUARIE GOODMAN GROUP MY4 AU000000MGQ1 Aktien FSE EUR
MACQUARIE KOREA GDRS (EACH REP MKIF US5560822042 Aktien UKINT USD
MACQUARIE GOODMAN GR MCQGF Aktien NAS USD
MACQUARIE GOODMN IND MCQIF Aktien NAS USD
MACQUARIE MEDIA GROUP STAPLED MCQMF Aktien NAS USD
MACQUARIE POWER & IN MCQPF Aktien NAS USD
MACQUARIE INFRSTC GR MCQRF Aktien NAS USD
MACQUARIE FIRST GLBL MFD Aktien NYSE USD
MACQUARIE GBL TTL RT MGU Aktien NYSE USD
MACQUARIE INFRASTRUC MIC US55607X1081 Aktien NYSE USD
MACQUARIE BK LIM AUD MQBKF Aktien NAS USD
MACQUARIE BANK LTD S/ADR MQBKY Aktien NAS USD
MACQUARIE COMM INFRA MQCIF Aktien NAS USD
MACQUARIE DDR TRUST MQDUF Aktien NAS USD
MACQUARIE INTL INFRA MQIIF Aktien NAS USD
MACQUARIE LEISURE TR MQLTF Aktien NAS USD
MACQUARIE OFF UTS MQOTF Aktien NAS USD

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Ich schätze, man versteht, was ich mit undurchschaubar meine ...


Die Gefahr wird dann besonders groß, wenn man dazu noch mit den bei Hedgefonds üblichen großen Hebeln arbeitet. Dann kann ein einzelner Fehlgriff zum Zusammenbruch des ganzen Konstrukts führen.

Im Artikel taucht übrigens das schlimmste Schimpfwort der Wallstreet direkt mehrfach auf: Enron. Und das noch im Zusammenhang mit Buchführungsmethoden ... Autsch!

Weekend Reading: Inside Macquarie’s Money Machine

Anatomie einer Immobilienkrise

USA 1990 -1992:

New York Times: Case-Shiller Index 1990 vs. 2007.

Manchmal behaupte ich ja hier ziemlich flapsig Sachen, die aber in den allermeisten Fällen ziemlich gut belegt sind, die ich aber (weil ich auch irgendwie noch arbeiten muss) nicht mit Quellen bzw. Links belegen kann. Eine dieser bisher unbelegten Aussagen ist "Die US-Immobilienkrise ist noch nicht vorbei, weil die bisherigen auch immer länger dauerten und die Preise tiefer fielen".

OK, in der Grafik oben sieht man auch nur den Vergleich mit der letzten Krise 1990-1992 (der sich dann noch drei Jahre Stagnation anschlossen) und nicht mit dem Durchschnitt aller Krisen, aber immerhin bietet der Vergleich schonmal ein gute Orientierung. Denn auch wenn es sich kaum jemand aktuell vorstellen will: Die Preise können noch stärker sinken, die Lagerbestände können noch weiter steigen und die Anzahl neugebauter Immobilien noch weiter zurückgehen.

Angesichts der hohen Zahl von Hypothekenschuldnern, denen demnächst der Reset, sprich die Anpasssung der Zinsen ihrer ach so cleveren Kreditkonstruktionen ins Haus flattert, kann ich die Hoffnung nicht nachvollziehen, dass es diesmal besser ausgehen soll. Die Ausgangslage ist aufgrund der wackligen Finanzierungen und der hohen Verschuldung alles andere als gut. Sollte der Arbeitsmarkt nachgeben, könnte es sogar schlimmer als normalerweise kommen. Bisher ist der Arbeitsmarkt allerdings überraschend stabil (sofern man den offiziellen Zahlen glaubt; wer nicht, The Return of NILF).

Aktienspam: Diesmal Heyde

Der erste Spam von meiner Liste "Aktienspam zum Selberbasteln" ... Hätte mich auch gewundert, wenn nicht jemand jeden möglichen Pennystock aus Deutschland ausprobieren würde ...

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AM FREITAG 01. JUNI

Firma: Heyde AG
Letzter Preis: 0.043 (+7.5%)

ISIN: DE0006026701
WKN: 602670


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Ein wenig mager der Text, aber wer weiss, vielleicht reicht es ja, dass die aus Deutschland sind. Ich habe das Teil genau einmal bekommen, was angesichts der vielen Adressen, auf denen ich normalerweise die Spams bekommen, schon etwas seltsam ist.

Heyde ist auf jeden Fall komplett und total Pleite und es gibt keinen einzige Grund, warum in diese Aktie nochmal etwas Substanz kommen sollte. Bloß die Finger weg vono solchen Aktien!


Meine alten Postings zum Thema Börsenspam


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