The state of the nation ....

So, wieder da.

Und was ist passiert?

Die US-Immo-Bombe geht in *Deutschland* hoch und das dazu noch bei einem Unternehmen, das ich (wie viele andere) für eines der solidesten und konservativsten in Deutschland gehalten habe: Der altehrwürdigen *IKB*.

Die KFW (also der Staat, besser der Steuerzahler) stützt die IKB jetzt mit einem satten 8 Milliarden Euro Kredit! Wow! Dagegen war die Stützungsaktion von Bear-Stears ja ein Witz!

Aber was nützt das ganze Schreiben über die US-Immokrise, wenn ich Depp mich mit dem einzigen Markt, den es NICHT juckt (China) gegen das ganze Gewitter abzusichern versuche? Der Yen hätte einen guten Hedge geboten, der Bund Future (Flucht in Qualität) oder eben auch die Märkte selber. Gut, ganz so schlimm ist es nicht, denn mein Depot ist ja ziemlich börsenunabhängig, denn mit Primacom und b.i.s. bin ich mit mehr als zwei Dritteln in zwei Abfindungswerten drin.

Mal schauen, wie sich das Ganze weiterentwickelt. Charttechnisch ist der DAX nach der Bullenfalle, der Topausbildung und dem jetzigen Einbruch auf jeden Fall stark angeschlagen.

Jetzt werde ich mal fleissig weiter lesen, um auf den aktuellen Stand der Dinge zu kommen ...

Ach so: Fannie, Freddie seen facing subprime losses.

Und:


Eher 1987 denn 2000
Wie im aktuellen Heft auf S. 50 ausgeführt besteht derzeit nämlich eine gewisse Ähnlichkeit mit der Entwicklung im Jahre 1987. Auch damals zeigten sich die Aktien unbekümmert, obwohl die Zinsen über einige Monate deutlich anzogen. Das „Finale grande“ des ganzen war dann der 87er Crash, der diese „Divergenz“ wieder ins Lot brachte. Von der Konstellation her erscheint uns die derzeitige Situation also eher mit 1987 als mit 2000 vergleichbar zu sein.
(„Diesmal alles anders“ oder: - Verdrängung pur!?. Ist zwar schon zwei Wochen alt, stimmt aber IMHO immer noch.)

P.S. (das letzte für heute): Ich ärgere mich natürlich schon irgendwie, dass ich gerade letzte Woche im Urlaub war und mich nicht die ganze Woche permanent selbstbeweihräuchern konnte ;-) Außerdem war das Wetter im Juli auch schon mal besser, z.B. letzten April ...

Der letzte Spam ...

... vor meinem Urlaub ...

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Von: Robarlxy@cheramieslanding.com
Betreff: 10731
Datum: 15. Juli 2007 22:41:11 MESZ
An: auhaus@futureapps.de
Kopie: auhaus@futureapps.de

Die Unterhaltungsindustrie kennt kein auf und ab wie eine Achterbahn.
Sichere Wetten brauchen immer einen stabilem Grund auf welchem sie
gemacht werden. TM Media Group ist auf solchem Grund gebaut, und wurde noch nicht entdeckt.

Wir geben Ihnen diesen Tipp bevor diese Aktie abhebt. TM MEDIA GROUP (WKN 60Q104/ISIN US87260Q1040) ahat mit einer der
einflussreichsten Familien in Amerika einen Vertrag abgeschlossen: Rapper Dr. Dre's daughter, Manaj. TM Media wird eine
Reality TV Serie uber diese Personen entwickeln. American Idol, The Simple Life(Paris Hilton), The Apprentice(Donald Trump) waren alle
mega erfolgreich. Diese Serie wird der Megaerfolg. Mit dieser
Information werden Sie zum Gewinner, steigen Sie ein.

Bleiben Sie nicht aussen vor, lassen Sie sich diese einzigartige Investitionsgelegenheit nicht entgehen!

10-T-Kursziel: 4.50 Euro
ISIN: US87260Q1040
WKN: 60Q104

Die Agentur haelt keine Aktien an dem empfohlenen Unternehmen. Die
Empfehlung ist nach bestem Gewissen ausgearbeitet worden. Die Agentur
uebernimmt fuer die erwartete Performance keine Haftung. Sie erhaelt
eine marktuebliche Verguetung.


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Wie diese marktübliche Vergütung aussieht, wüsste ich mal gerne ...

Meine alten Postings zum Thema Börsenspam


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In eigener Sache ...

... bin jetzt zwei Wochen im Urlaub.

Meinen China-Put habe ich bei 1,80 mit einem Stop-Loss abgesichert. Ich denke zwar, dass China klar in einer Blase ist, allerdings war meine Idee, dass von dort die nächste Korrektur ausgeht, wohl falsch. Die chinesische Börse hat ganz im Gegenteil eine ziemlich geringe Korrelation zu den Weltmärkten aufgewiesen. Einbrüche von 5 % in China interessierten im Rest der Welt niemanden, genauso wenig wie die Chinesen sich von der Abwertung der Subprime-Kredite in den USA beeindrucken ließen. Also macht die Absicherung so keinen Sinn mehr und daher habe ich ein knappes Stop-Loss-Limit eingezogen. Ich erwarte eigentlich nicht, dass der Schein am Ende meines Urlaubs noch im Depot ist ...

Ansonsten habe ich ein paar Postings vorbereitet zu Sachen, die schon länger in der Queue hingen. Wenn ich allerdings kein preisgünstiges WLAN finde, wird davon wohl nichts veröffentlicht werden. Denn die 16 Euro pro MB, die die E-Plus-Mutter KPN haben will, sind Wucher, Halsabscheiderei und Wegelagerei in einem. Postings zu aktuellen Themen wird's in den nächsten Wochen wohl kaum geben.

Generell werde ich mir auch Gedanken über dieses Blog machen, denn für 10 Leser und 30 Seitenabrufe und durchschnittlich 0,7 Kommentare pro Tag macht der Aufwand irgendwie keinen Sinn. Über Einnahmen will ich gar nicht reden, darum ging's mir auch nie. Generell denke ich, dass sich die deutsche Blogospähre irgendwie nicht wirklich entwickelt. Wahrscheinlich muss man auch mal die deutsche (Mainstream-)Presse mal aggressiver angehen, denn mich nervt sowohl deren Hochnäsigkeit gegenüber Bloggern wie auch die Tendenz nur seltenst den Bloggern den nötigen Respekt zu zollen - in der Währung des Internets: Einem Link. Börse Online berichtet über Frick. In dem Artikel war kaum was Neues drin. Das was neu war, musste die Börse Online inzwischen richtig stellen (es gibt keine Kapitalbeteiligung von Förtsch (mehr) an Fricks Firma). Und für die Sache, die man hier und in von mir verlinkten Artikeln schon in den Blogs lesen konnte, lobt sich die Börse Online noch für den superinvestigativen Journalismus. Dabei war über die Frick-Segal-Connection hier schon viel früher zu lesen und auch Heidi P. Trabert hat sich um das Thema Frick schon mehrfach gekümmert.

Für eine solche Vorgehensweise der alten Presse lassen sich einige Beispiele finden und wenn wir uns nicht wehren, schreiben die weiter den gleichen Senf wie andere und loben sich über den grünen Klee während sich die Blogospähre schon Tage vorher um das selbe Thema, manchmal sogar besser, gekümmert hat.

Ansonsten:



:-)

US-Immo-Update: Europa ist auch nicht besser

Nur noch mal kurz ein etwas älterer Link aus der FAZ, der den Status bei den US-Immobilienkrediten noch mal schön zusammenfasst.

Für manche sicherlich überraschend:

a) Die hohen Summen, um die es geht (Zinsanpassungen für Hypotheken im Wert von über 500 Milliarden Dollar dieses Jahr und fast 700 Milliarden nächstes Jahr).
b) In Europa, vor allem in Spanien, Irland und Großbritannien, ist die Situation nicht viel anders.

Auf der Welle der scheinbar ewig steigenden Immobilienpreise haben sich die Verbraucher dort genauso stark verschuldet wie in den USA. Woanders hatte ich schonmal die völlig erschreckende Zahl gelesen (finde das leider nicht wieder), dass die variable Verzinsung in Spanien wohl die übliche ist und daher ungefähr 95% der Kredite variabel verzinst werden. Da die Zinserhöhungen der EZB wohl noch nicht vorbei sind, wird das manchem spanischen Hausbesitzer noch tiefe Löcher ins Portmonee reissen.

Auch wenn die Börse manchmal darauf reagiert und dann eine Woche nichts anderes ein Thema ist und das gleiche Thema drei Tage später völlig irrelvant ist, wird uns die Subprime-Krise wohl noch ein paar Monate beschäftigen ... Dazu sind auf beiden Seiten (Wert der Immobilien UND Art der Finanzierung) zuviele Probleme zu erkennen, die sich nicht kurfristig lösen lassen.

Was bedeuten steigende Zinsen für Immobilien und Banken?

40 Gigabit/s Internetanschluss für 75jährige ohne Computer ...

ECHT WAHR!

Naja, nicht so ganz, denn mit dem Internetanschluss hat die Frau auch einen Computer bekommen ... Und der Rest ist echt wahr.

Sigbritt, 75, has world's fastest broadband.

Der einzige Teil, der mir glaubhaft vorkommt, ist dass der Sohn das Windows installieren musste ... Und die Installation von Windows schwieriger war als die Leitung zu legen ...

yigg it

Securenta Anleger werden zur Kasse geboten ...

Die schlimmsten Befürchtungen zur Pleite der Göttinger Gruppe werden wahr. Das Anlagemodell "atypisch stille Beteiligung" zeigt seine fiese Fratze ...

Wie die FTD heute exklusiv meldet, müssen die Securenta Anleger nicht nur auf ihr bisher eingezahltes Geld verzichten, nein, sie müssen auch noch neues Geld nachschießen.

Die FTD rät aber zur Zurückhaltung. Bloß nichts unternehmen, bevor man etwas Offizielles hört. Und dann auch unbedingt mit einem Anwalt sprechen.

FTD: Exklusiv Securenta-Sparer sollen nachzahlen.

Zur Göttinger Gruppe siehe auch Grau grau grau blüht der Kapitalmarkt.

Herdentrieb zu Subprime Krise

(wollte zwar eigentlich ins Bett, aber dann ist mir noch dieser Artikel unter den Cursor geraten ...)

Vom Ende des größten Kreditbooms aller Zeiten von Robert von Heusinger bei Herdentrieb.

Scheussliche Zeiten an den Märkten wegen der drohenden Kreditverknappung ...

Er weist auf die vielen Probleme hin, die hier auch schon Thema waren (US-Immo).

Keiner weiss, wieviel Risiken es gibt.
Keiner weiss, wo sie stecken.
Keiner weiss, wie stark sie gehebelt sind.
Keiner weiss, was das eigentlich wert ist.
Und keiner weiss, ob die jetzigen Besitzer eine Ahnung haben (im Gegensatz zu Banken, der ureigenstes Geschäft es ist, mit diesen Risiken umzugehen. Und selbst bei denen geht es oft genug daneben).

Sein Fazit:
Die Märkte werden die nächsten Monate über scheußlich bleiben. Die Aktien dürften weiter fallen, die Zinsaufschläge für riskante Anleihen weiter steigen. Die langfristigen Staatsanleihen sollten von der Flucht in Qualität profitieren, weshalb Niveaus über 4,50 Prozent in Euroland und 5,20 in Amerika recht attraktiv ausschauen. Der Euro marschiert jetzt erstmal in Richtung 1,40 Dollar je Euro. An den ganz großen Crash glaube ich noch immer nicht. Dazu sind die fundamentalen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen einfach zu gut.


Kurz könnte man sagen, das Risiko ist zurück (ist glaube ich auch von von Heusinger). Und es wird IMHO nicht nur die (schlechten) Anleihen packen. Die Emerging Markets haben bisher *immer* darunter gelitten. Und auch diesmal ist die Gefahr nicht von der Hand zu weisen, weil die Bewertungen dort doch ziemlich ambitioniert sind.

Sub-Prime: Auslöser für die nächste Weltwirtschaftskrise?

Uhh, starker Tobak!

Aber er stammt nicht einmal von mir, sondern von der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, der Bank der Zentralbanken (BIZ auf deutsch, BIS, bank for international settlement auf Englisch).

Ich habe den Verweis im Telegraph gefunden. Aber da es die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich ist, gibt es das ganze auch ungefiltert und auf Deutsch. Der Vergleich (eine Warnung ist übertrieben, auch wenn der Telegraph das so darstellt, meine Version als Frage entspricht dem Sachverhalt eher) kommt in der Zusammenfassung auf Seite 169. Dort wird kühl (wie in der Wissenschaft üblich) darauf hingewiesen dass eigentlich niemand die Weltwirtschaftskrise ab 1929 vorausgesehen hat, oder die Immobilienblase in Japan oder oder oder. Die richtig großen, die wirklich spannenden Zeiten hat kaum jemand früh genug erkannt.

Aber wie die BIZ richtig anmerkt ging jeder dieser Krisen das gleiche voraus: Eine Kreditblase, in der die gesamte Wirtschaft mit billigsten Krediten überflutet wurde. Kredite sind in solchen Zeiten kein Problem, weil die ja mit Sicherheiten hinterlegt sind (ob Häuser (wie in Japan) oder Aktien oder Tulpenzwiebeln). Und die Preise der Sicherheiten steigen ja eh nur. Plötzlich fällt dann auf, dass die ganzen Sachen doch gar nicht so sicher sind und dass die Preise auch fallen können und auf der anderen Seite der Finanzierungsmedaille die Zinsen auch steigen können.

Und da sind wir gerade: Erst sind die US-Verbraucher mit Krediten überschüttet worden, die die Banken dann an die Hedgefonds weiterverkauft haben. Da denen dieses einfache Risiko nicht reicht, haben die selber noch einmal Kredit aufgenommen und teilweise mehr als zehnmal so viel Hypotheken gekauft wie man Eigenkapital hatte. Somit hat man das Risiko nochmal potenziert. Goil!

Durch die ganze Verkauferei weiss jetzt niemand mehr, wer eigentlich wieviel Risiken in seinen Büchern hat. Angeblich hatte Bear Stearns sogar nur die besten Tranchen mit den geringsten Risiken in seinem Fonds. Und trotzdem musste der Fonds mit 1,6 Milliarden Dollar gestützt werden.

Und dass niemand weiss, wo die Risiken stecken, ist das eine, schlimmer vielleicht noch: Niemand weiss auch nur annähernd, wie viel Risiko da ist. Wenn jetzt S&P davon ausgeht, dass bei den Tranchen, die mit BBB bewertet sind (mittelprächtig bis fast schlecht), die dahinterliegenden Hauspreise um 22% sinken könnten (siehe FAZ-Artikel unten), tja, dann frage ich mich schon, wie diese Milliarden verdampfen sollen ohne dass es zu Auswirkungen kommt.

Es besteht die große Gefahr, dass die Banken massiv auf die Kreditbremse steigen und jetzt zum Ausgleich des Wahns der vergangenen Jahre kaum neue Kredite vergeben - der berüchtigte Creditcrunch. Banken verleihen (wie Hedgefonds) ihr Eigenkapital mehrfach. Die Deutsche Bank hat zum Beispiel bei knapp 30 Milliarden Eigenkapital eine Bilanzsumme von über 800 Milliarden. Die Eigenkapitalquote beträgt nur etwa 8% (errechnet sich nicht einfach aus den Zahlen oben, ist komplizierter). Wenn eine solche Bank nun 2, 3 oder 5 Milliarden Eigenkapital verliert, kann es sein, dass sie ihre Kredite um mehr als die zehnfache Menge reduzieren muss. Und so entstehen schnell für die gesamte Wirtschaft relevante Summen. Die Deutsche Bank schätzt die Verluste aus den CDOs übrigens auf 50 bis 90 Milliarden (siehe den Spiegel-Artikel unten).

Im FAZ-Artikel stecken auch ein paar andere interessante Zitate. Mein persönlicher Favorit zum AAA-Rating der besten Tranchen der CDOs:

„Sollten wir etwa glauben, dass diese Derivate, die aus Müll zusammengestellt werden, vergleichbar mit GE und Berkshire sind?“, sagte auch Michael Cheah von AIG SunAmerica Asset Management. „Das ist ein Witz.“


Spiegel: Eine Seuche namens Subprime

FAZ: Amerikas Hypothekenproblem liegt offen

Die Stärke des US-Arbeitsmarkt - nur ein statistisches Phantom?

Mich (und ich bin da nicht allein) überrascht die US-Wirtschaft bei zwei Indikatoren, bei denen ich schon länger ein Abtauchen erwarte: Beim Verbrauchervertrauen, das die US-Immobilienkrise komplett ausblendet und beim Arbeitsmarkt, der sich sehr robust zeigt, obwohl die Industrieproduktion nur leicht steigt und der Bausektor sogar einbricht.

Völlig verwirrt bin ich aber dann, wenn ich sehe, dass die offiziellen Arbeitsmarktzahlen sogar ein PLUS bei den Arbeitsplätzen in der Baubranche ausweisen.

Barry Ritholtz hat bereits einige Male die Statistiken vom Arbeitsmarkt unter die Lupe genommen und dabei die sogenannten Birth/Death-Adjustments kritisiert. Diese passen die geschätzte Zahl der Arbeitsplätze um neue und um ausgeschiedene Firmen an. Man schätzt also die Zahl der Firmen, die neu gegründet wurden und die Zahl der Firmen, die sich vom Markt verabschiedet haben und passt daraufhin die Statistik an. Diese Zahl neigt in bestimmten Phasen des Konjunkturzyklus zu Fehlern. Ist die Wirtschaft in einer schwachen Phase (wie jetzt), scheiden logischerweise mehr Firmen aus und weniger werden neu gegründet. Im Aufschwung ist es andersherum. Für jede neu gegründete Firma wird eine bestimmte Zahl damit geschaffener Arbeitsplätze angenommen und diese in die Statistik aufgenommen, obwohl niemand weiss, ob es die Firma und die Arbeitsplätze überhaupt gibt. Analog ist das Verfahren bei ausgeschiedenen Firmen (die Zahl wird geschätzt und die Arbeitsplätze abgezogen).

Es kann gut sein, dass die Zahl in der Baubranche so gut ist, weil die Statistik die Zahl der ausgeschiedenen Firmen massiv unterschätzt (und mglw. auch die Zahl der neugegründeten Firmen überschätzt). Dann wird lustig korrigiert und dann hat man zwar in den existierenden Firmen eine Abnahme der Arbeitsplätze, aber über die (Phantom-)Neugründungen weist man doch ein Wachstum aus.

Die Zahlen für 2007 stützen diese These. Von den bisher geschaffenen Arbeitsplätzen (871.000) kamen fast 86%(!) über die Birth-Death-Anpassungen. Auch die absolute Zahl der über die Anpasung entstandenen Arbeitsplätze ist deutlich höher als üblich; normal sind etwa 20.000 Arbeitsplätze pro Monat. Ich halte es aber für praktisch ausgeschlossen, dass gerade jetzt bei weniger als einem Prozent Wachstum wie irre Firmen gegründet und damit Arbeitsplätze geschaffen werden.

The Accelerating BLS Birth/Death Adjustment

Subprime,Ratings, CDOs, Enron, Angst

Es ist ja immer schön, wenn man deutsche Wörter in einer fremdem Sprache sieht ...

Angst.

Naja, OK, war doch nicht so schön.

Treasurys rally on renewed subprime concerns

Interessanter Tag. Euro auf Allzeithoch und der Bund-Future scheint eine sehr schöne Bodenbildung hinzubekommen. Grund für beides laut Marktwatch: Die Subprime Krise.

S&P hat die Überprüfung von 12 Milliarden CDOs angekündigt. Hinter diesen CDOs stecken die Subprime-Hypotheken. Werden die Hypotheken nicht zurückgezahlt, verliert auch der CDO an Wert. Über das ganze hatte ich schonmal etwas ausführlicher etwas geschrieben.

Was ich an der Geschichte bezeichnend finde: S&P ist die erste Rating-Agentur, die die Neubewertung der CDOs ankündigt. *Nachdem* einige Hedgefonds bereits Probleme bekommen haben und Preise von 60 Dollar und weniger je 100 Dollar Nennwert herumgereicht werden. UND JETZT wird das Rating gesenkt?!? Und was zum Teufel machen die anderen Rating-Agenturen?!?

Bei Enron, die es auch fast geschafft hätten mit einem Triple-A-Rating in die Insolvenz zu fallen (es fehlten ein paar Tage, das Rating konnte ganz knapp noch ausgesetzt werden), hatten die Ratingagenturen noch eine Ausrede. Gegen Bilanzfälschung sei man machtlos (wobei das bei Enron auch nicht nur Bilanzfälschung war). Bei den CDOs hat aber keiner gefälscht, die Risiken sind offensichtlich, der Berg der Hypotheken mit kommender Zinserhöhung ist bekannt und die steigende Zahl der Foreclosures wird breit diskutiert. Nein, beim besten Willen: Diesmal gibt es keine Ausrede.

Barry Ritholtz hat zwei interessante Artikel zum Thema CDOs und Enron-artige Buchführung bei den Hedgefonds geschrieben (beide hierin verlinkt:
Read it here first: The CDO-Enron Connection).

Und wer Barry Ritholtz (und mich) für Perma-Bären hält, hier mal ein Artikel aus der Financial Times: Liquidity underthreat as banks' capital is about to be slashed. Dieser weist darauf hin, dass die Hedgefonds üblicherweise nur die bestbewertesten, mit A-bewerteten Tranchen halten. Und diese hat Bear-Stearns versucht zu verkaufen und dafür nur 85 bis 90% des Nennwerts erhalten (worauf man die Auktion abgebrochen hat). Und was man jetzt gar nicht erst wissen will: Was sind denn dann die restlichen, schlechter bewerteten Tranchen wert? Und was ich dann noch weniger wissen will: Sind das wirklich 750 Milliarden Dollar? 750 Milliarden Dollar Sondermüll in den Bankbilanzen?!? Na dann gute Nacht ...

Wem das alles zu Englisch ist ... Bei Telepolis gibt es auch einen ganz guten Artikel zur ganzen Problematik: Subprime-Brutalität.

Primacom: Erstes Angebot zu 10 Euro

Ich schreibe absichtlich "erstes" Angebot ...

Orion will über die Beteiligungsgesellschaft Escaline die "restlichen" Primacom-Aktien zu 10 Euro erwerben. Dazu soll in Kürze ein öffentliches Übernahmeangebot gemacht werden.

Der Preis von 10 wird als Aufschlag verkauft, auch wenn der Kurs in den letzten Wochen schon bis auf knapp 11,50 gestiegen ist. Nämlich kurz nach Bekanntwerden des Verkaufs von Ex-Vorstand Preuss an Kabel Deutschland. Nun hat Kabel Deutschland Probleme mit der Übernahme, weil das Kartellamt nicht informiert wurde und Bedenken gegen die Übernahme hat. Trotzdem hat Kabel Deutschland jetzt über 15 % an Primacom und dafür 12 Euro bezahlt. Der Versuch, das Angebot als deutlichen Aufschlag zu verkaufen, ist ein ziemlich peinlicher. Gegenüber dem Durchschnittskurs der letzten 90 Tage dürfte kaum ein Aufpreis vorhanden sein.

Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Kabel Deutschland seine Aktien nach nur wenigen Wochen mit Verlust wieder verkaufen will.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass in der Ausgangslage (zwei streiten sich) das erste Angebot das letzte ist.

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die *beide* gleichzeitig bei Primacom investiert bleiben. Orion wird ein direkter Konkurrent im Aufsichtsrat nicht gefallen, genauso wie andersherum Kabel Deutschland Orion akzeptieren wird, falls das Kartellamt sein OK geben sollte.

Kurz: Für 10 bekommen die meine Aktien nicht. Und auch die des Konkurrenten nicht. Sollte aber einer den Anteil des anderen kaufen, muss ein Pflichtangebot gemacht werden. Und das gilt dann für alle Aktionäre.

Die üblichen Aussagen, dass die nur eine Mehrheit haben wollen und dass die nicht mehr bezahlen werden, kann man getrost ignorieren. Diese Aussagen kommen immer und sie nicht zu tätigen, wäre quasi eine Einladung an die Übernahme-Trittbrettfahrer.

Auf diese Aussagen sollten man keinen Pfifferling geben. Es geht nur darum, sich möglichst viele Aktien zu möglichst geringen Kursen zu sichern. Dazu muss man den Gegner (freie Aktionäre) verwirren und einschüchtern und ermüden.

Mich würde es nicht wundern, wenn Orion seinen Anteil zu den Kursen von teilweise unter 9 in den letzten Wochen aufgestockt hat und jetzt das Angebot machen musste, weil die die 30 Prozent bereits erreicht haben (bei 30% muss man ja ein Pflichtangebot unterbreiten). Melden müssten die das erst einige Tage später.

Meine alten Postings zu Primacom

WCM: Push? Spam?

Hmmm, der ist jetzt verwirrend.

Ich bekomme normalerweise Mail von boerse.de, allerdings nicht mehrfach und nicht vor derart schlechter Qualität. Daher vermute ich, dass boerse.de mit diesen Spams (oder sind es Pushs?) nichts zu tun hat. Gut, der Text der Mail sagt ja auch, dass das Boerse.de nur im Auftrag von Sunday Market versendet hat, aber ich glaube selbst das stimmt nicht, weil die Adressen, an die ich die Mail bekomme, boerse.de eigentlich nicht bekannt sein dürften und daher die Mail auch nicht von boerse.de kommen dürfte. Darauf deutet auch der Absender hin, der immer anders ist und scheinbar vom Computer erzeugt wurde. Auch die Mailheader sehen nicht plausibel aus.

Ich habe boerse.de eine Mail geschrieben und um Stellungnahme gebeten. Aktuell sieht aber alles danach aus, als hätte boerse.de nichts mit dem Mails zu tun. Was mit Sunday Market ist, kann ich allerdings nicht beurteilen, aber höchstwahrscheinlich haben die auch nichts damit zu tun. Der Spammer schmückt sich mit fremden Federn.

Update (14:11):

Die Mail kam inzwischen so oft an so viele Mailadressen von soviele falschen Absendern, dass man sicher sein kann, dass boerse.de damit nichts zu tun hat, sondern ein Spammer die Methode, seinen Schrott in einen seriös aussehenden Rahmen packt, noch weiter perfektioniert. Sowas Ähnliches hatten wir schonmal bei Eteleon, wo der Spam als Pressemitteilung getarnt war oder bei Otter Lake, wo der Spam wie eine Analyse bei Finanztreff.de aussah.

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boerse.de-News
Aktuell im Blickpunkt

09.07.2007

83019 Rosenheim | Tel.: 08031/20 33 200 | e-mail: info@boerse.de

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Das ist schon verwirrend, denn die Methoden der Pusher und der Spammer werden sich immer ähnlicher.

Meine alten Postings zum Thema Börsenspam


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Aktienspam: Biocylce

Und es war Wochenende. Und es wurde wieder gespammt ...

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Meine Damen und Herren

Dort sind die grossen Chancen verborgen. Von der OEffentlichkeit unbeachtet, ist IHP Phoenix Biocylce AG (WKN: A0ML2L / ISIN: CH0029543631) im Bereich von Lizenzen und Betrieb fuer den osteuropaeischen Markt der Muellentsorgung taetig. Biomasse, Biodiesel, Ethanol- jetzt kommt das biologische Recycling von Muell. In diesem Markt gibt es viel zu verdienen. Die Aktie ist trotz des juengsten Kursanstiegs profitabel bewertet.


Fazit : Sie bekommen Aktien, fuer die sich die Analysten der grossen Anleger und der grossen Boersenblaetter noch nicht interessieren. Die sie einfach uebersehen. Ganz einfach deshalb weil sie noch keine Zeit fuer diese "kleinen" Aktien haben. Endlich sind mal Sie als kleiner Privatanleger dabei wenn Aktien ploetzlich in traumhafte Hoehen steigen!


ISIN: CH0029543631
WKN: A0ML2L
Boerse: Frankfurt

Diese Anlageempfehlung wurde vom Versender auf der Grundlage oeffentlich zugaenglichen Informationen erstellt. Die Mitteilungen dienen lediglich der Information und sind keinesfalls als Aufforderung zum Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers zu verstehen. Der Versender hat keine Aktien des empfohlenen Unternehmens. Der Versender erhaelt eine marktuebliche Verguetung.

Viel Erfolg,
Dr. Anabel Pfeffer
Gesellschaft fuer Markt- und Chartsanalyse

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Ich würde mal schätzen, dass Biocylce eigentlich Biocycle heißen sollte ... Naja, die Spams werden wohl auch immer schlechter.



Nach einem ersten Blick eine Aktie, die völlig erratisch hin und her schwankt. Am Freitagmorgen noch bei 2 Euro, heute am Montagmorgen bei 1,05. Wow!
Der Initiator des Spams erreicht aber sein Ziel: Eine Reihe von Deppen fällt auf die Masche rein, kauft die Aktien und damit gibt's den nötigen Umsatz, um seine eigenen (vermutlich komplett wertlosen) Aktien loszuwerden.

Update (13:27):

Hammer! Da lädt ja jemand mit unglaublicher Wucht seine Aktien ab! Eine Spam-Aktie, der am ersten Tag um 67 % SINKT, hatten wir auch noch nicht ...

---
Letzter Kurs: 0,40 €
Kurszeit: 12:54
Veränderung: Down 0,80 (66,67%)
Letzt. Schlußk: 1,20
Eröffnungskurs: 1,20
Geldkurs: 0,30
Briefkurs: 0,45
Kursziel 1J: N/A

Tagesspanne: 0,40 - 1,20
52W Spanne: 0,75 - 2,05
Volumen: 29.147
Ø Volumen: 880,333
Mkt. Kap.: 400,00 Tsd
KGV (ttm): N/A
EPS : N/A
DpA: N/A
---

Update (11.7.07):

Das ist definitiv der extremste Chart nach einem Spam. Kurs inzwischen weniger als 6 Cent! Bei allerdings riesigen Umsätzen.

In einem anderen Blog habe ich übrigens eine Stellungnahme von IHP Phoenix Biocylce gesehen, die sich vom Spam distanzieren und betonen, damit nichts zu tun zu haben. Mag sein, aber ein Altaktionär hat bestimmt damit was zu tun, denn wer sonst sollte solche Stückzahlen zu wenigen Cent auf den Markt werfen außer jemand, der dafür noch weniger bezahlt hat?


Meine alten Postings zum Thema Börsenspam


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Hedgefonds-Implod-o-meter

Soll ich mal einen machen?

Ist nur schwierig, weil die Branche so verschwiegen ist ...

1.) 2 Fonds von Bear Stearns
2.) 4 Horizon hedge funds von Union Capital (3.7.07) (United Capital halts redemptions from hedge funds oder WSJ)
3.) Galena Street Fund von Braddock Financial Corp Hedgies: Another One Bites the Dust
4.) Caliber Global von Cambridge Place Investment Management Subprime shakeout claims another fund
5.) Absolute Capital (50% davon gehören der ABN Amro): 2 Fonds im Gesamtwert von 177 Mio. US-Dollar geschlossen (Hedge-Fonds-Desaster belastet ABN Amro
6.) 2007-07-30: Rhineland Funding Capital: Investment Fonds der IKB, die mit einer Bürgschaft von 8,1 Milliarden von Vater Staat gestützt werden muss
7.) 2007-07-31: Ein dritter Fonds von Bear Stearns nahezu wertlos (Third Bear Stearns Hedge Fund in Trouble
8.) 2007-08-06: Sowood Fonds des Ex-Harvard Fondsmanagers Jeff Larson wird nach 50% Verlust aufgelöst (Endzeitstimmung im Hedgefonds-Olymp
9.) 2007-08-02: Union Investment schließt ABS Fonds (Union Investment macht ABS-Fonds dicht
10.) 2007-08-03: AXA schließt offenen Geldmarkt(!)fonds Axa IM US Libor Plus wegen US-Immo-Krise
11.) 2007-08-06: Frankfurt Trust schließt ABS-Fonds (Auch Frankfurt Trust macht ABS-Fonds dicht)
12.) 2007-08-07: WestLB Mellon schließt ABS-Fonds. "Volumen 235 Mio. Euro". "Keine Bonitäts- nur eine Liquiditätskrise". "Nur wenig Privatanlager betroffen". (WestLB Mellon schließt ABS-Fonds
13.) 2007-08-09: BNP Paribas schließt 3 ABS Fonds (BNP setzt drei Fonds aus
14.) 2007-08-09: Oppenheim setzt ABS Fonds aus. Name: Oppenheim Asset Based Securities AT, ISIN: AT0000648589, Volumen: 750 Mio. Euro, Morningstar Rating lt. Onvista: 5 Sterne, also das Beste ... (gefunden in einer Zusammenfassung bei der FAZ: ABS-Fonds in der Krise.
15.) 2007-08-15: Absolute Capital warnt vor 80% oder mehr Verlusten in einem seiner Fonds (Basis Capital Tells Investors Loss May Exceed 80%)

Es sind aber schon mehr, der Chef der UBS dürfte auch wegen der Probleme bei der Hedgefonds-Tochter seinen Job verloren haben ...

Ein neuer Datenpunkt im Sentiment-Rauschen

Schnelle Stimmungswechsel stören DAX-Trend

Der Einbruch im Sentiment der letzten Woche ist fast schon wieder komplett aufgeholt. Komisch, aber irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass dieser Sentiment-Indikator nicht einmal geglättet eine Aussagekraft entwickelt.

Verhältnis Optimisten zu Pessimisten

Bullish: 49 % (+13%)
Bearish: 33 % (-12%)
Neutral: 18 % (-1%)

In der Woche davor lagen die Bullen noch mit 54% vorne (vergleiche Onkel Goldberg erzählt wieder Geschichten).

Die Überschrift ist ja schon irgendwie komisch, denn einen Trend kann ich über die letzten Wochen wirklich nicht mehr ausmachen. Schlimmer allerdings für die Aussagekraft des Indikators, der ja antizyklisch interpretiert werden soll (also: ist die Stimmung schlecht, ist das gut für die Börse und andersherum): Im letzten Herbst hatten wir durchgehend eine sehr positive Stimmung, die von sehr positiver Börsenentwicklung gefolgt wurde. Muss der Indikator jetzt doch prozyklisch interpretiert werden? Oder wie oder was?

Update (8.7.07):

Oder wie oder was?

Stimmung der Privatanleger auf Rekordniveau:

Der Anteil der Optimisten ist auf dem zweithöchsten jemals gemessenen Wert, sagt die Stimmungsumfrage von JP Morgan. Der Gesamtindikator sogar auf dem höchsten Wert, weil der Anteil der Pessimisten weiter gesunken ist. Was mich dann aber wieder skeptisch macht: Die Stimmung bei Männern ging von 8,6 auf 7,7 zurück, die der Frauen stieg von 5,5 auf 6,6. Das sieht dann doch relativ zufällig aus und die Interpretation wird schwierig. Vor allem, wenn keinem so wirklich klar ist, ob man diese Indikatoren jetzt pro- oder antizyklisch interpretieren muss ...

Dunkle Schokolade tut gut

Wusste ich schon immer ;-)

Telepolis: Länger leben mit dunkler Schokolade

Zum Beispiel "Dolfin"-Schokolade mit Grünem Anis (gibt's z.B. hier im Teeshop). Sehr tolle Kombination! Weitere Schokoladen soll es bald hier geben, aber die Website ist noch under construction.

Für Einsteiger: Bei Lidl gibt es verschiedene Zartbitterschokoladen in kleinen Täfelchen. Da kann man sich dann im Kakaogehalt nach oben essen.

Aber auf Dauer langweilt die Supermarktschokolade.

Schokolade isst man übrigens langsam, man genießt sie, lässt sie langsam im Mund schmelzen und stopft sie sich nicht einfach rein wie olle Milchschokolade. Welche man übrigens nur erfunden hat, weil Kakao zu teuer ist. Deshalb Milch rein, noch mehr Zucker, Lecithin, Soja und andere Sachen zum Strecken.

In Schokolade gehören nur Kakao, Kakaobutter und Zucker. Und dann noch Gewürze, also Anis, Pfeffer, Chili, Orange (schale), Chili, Ingwer etc. pp. Nüsse und Mandeln lasse ich auch noch durchgehen, aber dann wird's eng.

Und das Zeuch von Milka oder Alpia, das im Mund so schleimig wird, bääh, bleib mich wech damit.

Die Deutschen haben keine Ahnung ...

... vor allem nicht in Wirtschafts- oder Finanzangelegenheiten.

Rentenfonds sichern nicht die gesetzliche Rente!

60% der Deutschen glauben, dass Geldmarktfonds vor allem mit Währungen spekulieren. Huch! Nicht einmal bei den beliebtesten Fonds weiss die Mehrheit, was die eigentlich treiben.

Die Aussage „Immobilienfonds kaufen baufällige Gebäude und renovieren diese, um sie dann zu einem höheren Preis wieder zu verkaufen“, halten 48 Prozent der Befragten für richtig.

Und satte 46% liegen daneben, wenn Sie tatsächlich glauben, dass Rentenfonds so heisse, weil sie die Rente sichern.

Naja, kein Wunder, dass 100.000 jedes Jahr auf windige Geschäfte am Graumarkt hereinfallen und bei der Pleite der Göttinger Gruppe wieder eine Milliarde oder so flöten geht.

Und nun etwas Musik

Damit hier nicht zu schlechte Stimmung aufkommt ...

Spoon: You Got Yr. Cherry Bomb

Toller Song!

99,6% Lahmärsche in Deutschland?

Nur 0,4% wollen sich ein iPhone kaufen?

Buäh.

Dann fruckelt doch weiter in euren 364-seitigen Anleitungen rum, nur um eine SMS zu schicken. Oder mit verkrüppelten Browsern. Oder mit dauernden Abstürzen, unglaublichen Menüs, die bei Nokia inzwischen bis in die 9.(!) Hierarchieebene gehen. Wer soll das kapieren?

Nach Atari, Windows und Linux auf fertigen oder selbst zusammengeschraubten PCs bin ich bei OS X auf einem Mac Mini gelandet und war nie glücklicher.

Wenn ich mir die Mediasoftware meines alten Samsung-MP3-Players anschaue, wird mir übel. Buggy, benutzerunfreundlich, halt kein Vergleich mit iTunes.

Und beim Handy werde ich nach 2x Nokia, Siemens und 2x Motorola wohl auch bei Apple landen. Auch wenn man beim iPhone schon jetzt quasi weiss, was die 2. Generation besser machen wird.

Deutschland ist halt das Geiz-ist-geil-Land. Komisch eigentlich, weil wir davon leben, dass Made in Germany für Gut-ist-geil steht.

T-Mobile sichert sich Exklusivrechte für iPhone

Solide Staatsfinanzen? Dass ich nicht lache.

Saviano schreibt heute einen Artikel zur angeblich soliden Situation der Staatsfinanzen in Deutschland: Solide Staatsfinanzen, der sich auf einen Artikel in der FAZ bezieht (Der Bund ist so solide wie seit 1973 nicht).

Ich habe schon einen Kommentar hinterlassen, verspüre aber das intensive Bedürfnis noch etwas mehr zu sagen ...

Die positive Zahl ist schnell genannt: Nur 4,6% des Haushalts kommen über Neukreditaufnahme. Das ist die niedrigste Zahl seit 1973. Das ist im Vergleich zu den Vorjahren sicherlich positiv.

Aber mal ernsthaft: Was ist daran solide, wenn man dieses Jahr nur noch knapp 5 Prozent seine Ausgaben über neue Schulden finanziert? Man macht schließlich neue Schulden und das ist NICHT solide.

Irgendwie ist zwar jeder in der Lage, den Unterschied zwischen Neuverschuldung und Gesamtverschuldung zu erklären, nur wenn die Spindoctors der Welt die passenden Flausen in den Kopf setzen, wird bei sinkender Neuverschuldung direkt so getan als wäre das die Rettung. Warum weder Saviano noch die FAZ die Gesamtverschuldung erwähnen ist mir schleierhaft.

Um das mit Zahlen zu füllen:

17.975 Euro Schulden pro Einwohner

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WIESBADEN - Trotz guter Konjunktur haben die Schulden von Bund, Ländern und Gemeinden im vergangenen Jahr einen Höchststand erreicht. Mit 1480,6 Milliarden Euro waren die öffentlichen Haushalte in Deutschland zum Jahresende 2006 am Kreditmarkt verschuldet. Dies entspricht nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden einer Schuldenlast von 17.975 Euro je Einwohner. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um 2,6 Prozent oder 481 Euro je Bundesbürger.

Das Bundesamt bestätigte damit vorläufige Zahlen, die bereits im Februar veröffentlicht worden waren. Den größten Anteil an der Pro-Kopf-Verschuldung hatten der Bund und seine Sondervermögen mit 11.128 Euro, gefolgt von den Ländern mit 5821 Euro. Die Schulden von Gemeinden und kommunalen Zweckverbänden betrugen 1104 Euro je Einwohner.


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Neben den erschreckenden absoluten Zahlen noch viel interessanter: Die Gesamtverschuldung ist 2006 um 2,6% gestiegen. Und das wird auch dieses Jahr, wenn auch deutlich langsamer, weitergehen. Die Schulden steigen. Vor allem in den Ländern und Kommunen ist überhaupt kein Zeichen von Besserung zu sehen.

Bevor ich nicht ein Jahr mit einem Etatüberschuss sehe, glaube ich weiterhin an die Staatspleite. Früher oder später. Ich halte es für EXTREM bedenklich, wenn man bei 3 Prozent Wirtschaftswachstum (wie oft hatten wir eine solch positive Zahl in den letzten 30 Jahren?) immer noch keinen ausgeglichenen Haushalt hinbekommt. Vor allem wenn man am Anfang des Jahres die Mehrwertsteuer von 16 auf 19% erhöht hat, die größte Steuererhöhung in der Geschichte der Bundesrepublik.

WANN wenn nicht jetzt sollen denn die Schulden überhaupt einmal sinken?

Nein, wenn jetzt so getan wird, als wäre die Situation so gut wie 1973. Damals war die Staatsverschuldung (gesamt) VIEL niedriger und lang wahrscheinlich eher bei 5% als bei über 50% des BIPs wie heute. Wir haben heute 2302 Milliarden BIP und 1480 Milliarden Gesamtschulden der öffentlichen Haushalte (Bund + Länder + Kommunen). Daraus errechnet sich ein Schuldenstand von 64,3%. Dafür, dass man laut Maastricht-Vertrag nur 60% Schulden machen darf, beeindruckend schlecht. Und noch eine Zahl: 2006 musste allein der Bund 37,5 Milliarden für Zinsen ausgeben.

Und das alles in einer absoluten Schönwetterphase: Super-Wirtschaftswachstum, hohe Steuereinnahmen und niedrige Zinsen.

Lass mal die Zinsen nachhaltig steigen. Oder die Wirtschaft nur mit einem Prozent wachsen (und damit die Arbeitslosenquote wieder steigen). Dann ist die positive Meinungsmache nur noch Makulatur. Die absoluten Zahlen decken sich sowieso nicht mit der positiven Stimmung.

Und über die zusätzlichen Belastungen, die im Bundeshaushalt nicht drin sind, möchte ich gar nicht erst reden. Denn durch die Rentenlücke und das Gesundheitssystem drohen nicht gedeckte Lasten, die die oben aufgeführte Schuldenlast (>60%) locker verdoppelt. Daran ändert sich leider auch wenig (sieht man mal von der Rente mit 67 ab). Die Nichtreform der Pflegeversicherung zeigt es. Wenigstens bei diesem Minibaustein des Sozialsystems hätte man doch auf eine sichere, kapitalgedeckte Anlage umsteigen können. Aber nein, man erhöht einfach den Beitrag für ein kaputtes System.

Kurz: Den Staatsfinanzen geht es etwas besser als vor ein paar Jahren. Wenn man aber berücksichtigt, dass wir gerade in goldenen Zeiten leben, sind die Verbesserungen eigentlich viel zu gering, um langfristig beruhigt zu sein. Keynes, den die Linken immer gerne zu Rate ziehen, wenn sie mal wieder ein sinnloses Konjunkturprogramm auflegen wollen, hat zwar dazu geraten, Schulden zu machen, um die Wirtschaft in schlechten Zeiten anzukurbeln. Allerdings ist er bestimmt nicht von Staatshaushalten ausgegangen, die selbst bei deutlich überdurchschnittlichem Wachstum noch in den roten Zahlen stecken bleiben.

Spam again ... Tier-Spezi AG

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Von: rivespercolated@abro.spb.ru
Betreff: Informationsvorsprung
Datum: 1. Juli 2007 22:15:37 MESZ
An:

Meine Damen und Herren

Die in Zug ( Schweiz) ansaessige Tier-Spezi AG ist seit Dezember vergangenen
Jahres an der Frankfurter Boerse notiert.
Mit ihren selbstproduzierten Produkten aus Osteuropa und Asien bedient die Tier-Spezi AG den Markt der Tierartikel. Die Tierliebhaber schaetzen das breite Sortiment und das grossartige Preis-/ Leistungsverhaeltnis. Tier-Spezi vertreibt seine Produkte ausschliesslich ueber das Internet mit jaehrlichen Umsatzspruengen. Ueber das Internet wird Tierbedarf an eine wachsende Zahl von Kunden veraeussert. Die Preise liegen dabei zum Teil deutlich unter denen der Wettbewerber, ermoeglicht durch den Umstand, dass Tier-Spezi selbst in Asien fertigen laesst

Tier-Spezi AG
WKN: A0LB1T
ISIN CH0027339107
Boerse Frankfurt

Fazit: Diese Aktie wird sehr stark anziehen

Disclaimer: Diese Anlageempfehlung wurde vom Versender auf der Grundlage oeffentlich zugaenglichen Informationen erstellt. Die Mitteilungen dienen lediglich der Information und sind keinesfalls als Aufforderung zum Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers zu verstehen. Der Versender hat keine Aktien des empfohlenen Unternehmens. Der Versender erhaelt eine marktuebliche Verguetung.

Freundliche Gruesse,
Dr. Clovis BARTKIEZ
Gesellschaft f. Aktien-Analyse

--
Die haben schonmal Ende April/Anfang Mai die Postfächer geflutet Und es geht weiter)



Eigentlich müsste dieser Chart ausreichen, um auch den Blindesten vor dieser Aktie zu warnen. Die Iniatoren des Spams haben das durch den Spam angeheizte Interesse genutzt, um auf Teufel komm raus ihre Aktien abzuladen. Auch wenn der Kurs jetzt nur noch wenige Cent beträgt, werden die diesmal nichts anderes machen.

Meine alten Postings zum Thema Börsenspam


Technorati Tags: , ,

Apple vs. Tiffany

Ein interessanter Bericht über die Apple Stores und die ganze Philosophie dahinter.

Was mich wirklich umgehauen hat, war folgender Abschnitt:

And not just the architecture. Saks, whose flagship is down the street, generates sales of $362 per square foot a year. Best Buy (Charts) stores turn $930 - tops for electronics retailers - while Tiffany & Co. (Charts) takes in $2,666. Audrey Hepburn liked Tiffany's for breakfast. But at $4,032, Apple is eating everyone's lunch.


Wow! Apple macht pro Quadratmeter mehr Umsatz als Tiffany's. Und zwar mit deutlichem Abstand. Und wenn das iPhone erstmal da ist, werden die noch mehr verdienen.

Apple: America's best retailer

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