Musterdepot: Unicredit will den Squeeze Out (sofort und ohne Nachbesserung)

ob sie damit durchkommen, ist fraglich.

Die Unicredit will die Kleinaktionäre loswerden. Die Kleinaktionäre wollen mehr Geld, weil Sie überzeugt sind, dass die Bank Austria mehr Geld gebracht hätte, wenn die Unicredit-Tochter HVB diese nicht an die Unicredit verkauft hätte. Kurz: Der Preis war nicht fair, weil die Unicredit den Preis bestimmt hat und nicht die HVB. Das gefällt natürlich weder den Bank Austria-Aktionären noch den HVB Aktionären. Und beide klagen.

Die Unicredit hat natürlich keine Lust, mehr zu bezahlen und auch keine Lust, Jahre auf die Entscheidung zu warten. Die Kleinaktionäre haben aber (bisher einmalig) einen Sonderprüfer bestellt, der die Bücher prüfen darf. So ziemlich alles, was in Zusammenhang mit dem Bank Austria Verkauf so an Unterlagen und Protokollen angefallen ist. Das wird spannend.

Die Unicredit will jetzt den Squeeze Out durchführen, auch wenn die Verfahren noch nicht eingestellt sind. Das würde bedeuten, dass die HVB Aktie nicht mehr an der Börse gehandelt wird. Was dann nicht heißt, dass die Aktie wertlos ist, sondern "nur", dass sie komplett illiquide wird und auch im äußersten Notfall nicht zu Geld gemacht werden kann.

Ich halte die Spekulation auf eine Nachbesserung bei der HVB für so aussichtsreich, dass ich wohl auch durch diese, möglicherweise ziemlich lange Zeit, durchhalten werde. Das dürfte aber nicht jedermanns Sache sein ...


Exklusiv HVB knöpft sich Restaktionäre vor

Update (8.1.08):

Zumindest bis jetzt reagiert die Hypovereinsbank Aktie nicht negativ, im Gegenteil: Die Aktie steigt sogar leicht. Der große Teil der Anleger hält die Nachricht entweder für ein Non-Event oder hatte sowieso schon immer vor, die Aktie bis zum finalen Gerichtsbeschluss durchzuhalten.

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