MGIC, größter US-Hypothekenversicherer braucht Geld.

Nach den Kreditversicherern (MBIA, Ambac, etc), die am Anfang nur seriöse öffentliche Anleihen (Municipal Bonds) versichert haben und dann angefangen haben, auf jeden anderen Mist Triple-A-Ratings zu kleben, gibt es im Land der unbegrenzten Möglichkeiten natürlich auch Versicherer, die sich nur auf den Mist spezialisiert haben ...

OK, die haben nicht direkt Mist versichert, sondern Hypotheken. Und das war ja auch lange eine eigentlich seriöse Sache, solange nur Leute, die auch ein Einkommen haben, ein bezahlbares Haus finanziert haben. Als dann aber jeder Arbeitslose einen Kredit für eine Halbe-Mio-Hütte bekam, wurde das Konstrukt dann wackelig ...

Für das 4. Quartal wurde jetzt ein Verlust von 1,5 Milliarden Dollar gemeldet, also fast 19 Dollar je Aktie. Das sind etwa 50% mehr als der aktuelle Aktienkurs. MGIC erwartet - ohne Besserung der Märkte - auch für 2008 einen Verlust.

MGIC braucht neues Kapital, ansonsten könnte das AA-Rating kippen. Angesichts der ganzen Umstände dürfte das aber schwierig werden ...

Einige Zahlen sind aber positiver als bei den Kreditversicherern. So ist der Hebel auf das Eigenkapital nur etwa 6 (2006) bis 9 (2001); die versicherte Summe ist also "nur" sechsmal höher als das Eigenkapital. Logischerweise, denn die Ausfallraten bei Hypotheken sind um einiges höher als bei öffentlichen Anleihen (6% sind bei Hypotheken üblich). Pro Hypothek hatte MGIC noch etwa 17.000 Dollar Reserven (alle Zahlen vom 3. Quartal 07). Es wird also scheinbar angemessener gearbeitet als bei den Kreditversicherern, bei denen die Hebel eher bei 100 oder 150 liegen.

FTD: US-Hypothekenversicherer taumelt

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