Das Gold gehört dem Volk!

Der Artikel ist schon etwas älter, aber ich möchte den nicht begraben. Es ist zugegeben ein Rant, aber auch dafür muss manchmal Zeit sein.

Durch Saviano bin ich auf einen Artikel in der Zeit aufmerksam geworden, der den Verkauf des Bundesbankgolds fordert. Das könnte man jetzt unter "olle Kamelle" abtun, da das ein Standardidee des Sozis ist, wenn das Geld mal gerade wieder richtig knapp wird (richtig knapp heisst nicht, dass man mehr ausgibt als man hat (das ist Usus), sondern dass man richtig viel mehr ausgibt, als man hat ...). Ich will aber trotzdem mal darauf eingehen, wil ich es an dieser Stelle glaube ich noch nicht gemacht habe ...

Aus dem Zeit-Artikel (Weg mit dem Gold):

Es muss allerdings auch sichergestellt werden, dass die Erlöse sinnvoll ausgegeben werden. Im Fall der Bundesbank kann das nur heißen: Das Parlament muss darüber entscheiden, was mit den Mitteln geschieht. Denn das Budgetrecht der Volksvertreter ist eine der zentralen Säulen der Demokratie. Sicher wäre es sinnvoll, die Erlöse in einen Fonds einzubringen, so dass künftige Generationen etwas davon haben. Aber entscheiden müssen diese Frage die Politiker und nicht die Notenbanker.

Also so viel Staatsvertrauen hätte ich auch gerne! Man möchte die Kontrolle über das Gold einer unabhängigen Institution entziehen und denen geben, die alle 4 Jahre wiedergewählt werden wollen und daher möglichst populistisch agieren werden.

Ich fände es total gut, das Geld in die Kontrolle unserer Volksvertreter zu geben. Die gehen ja bekanntlich sehr solide mit dem ihnen anvertrauten Geld um. Machen keine Schulden, geben nicht das Geld der nächsten Generation aus, haben ein stabiles und funktionierendes Gesundheits- und Bildungs- und Rentensystem geschaffen und würde nie auf die Idee kommen, einen langfristiges Konstrukt wie den Nachhaltigkeitsfaktor der Rente zugunsten von milden Gaben kurz vor einer *Landtags*wahl zu opfern.

Nee, finde ich gut! Mehr Macht für die Politiker! Die können es!

ROTFL.

Ganz nebenbei kommen die Forderungen nach dem Verkauf des Staatsgolds immer von den gleichen Leuten. Und die haben den Verkauf auch bei 250 Dollar je Unze gefordert. Wäre mal spannend gewesen, wie sie damals den Erlös für das Gold besser angelegt hätten. Wahrscheinlich hätten die Telekom Aktien gekauft. Volksaktie, sicheres Ding, Telekommunikation ist die Zukunft!

ROTFLMAO.

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