Anleihen-Ausfälle steigen

Langsam, aber ...

Man kann nur hoffen, dass wir die Level von 2003 nicht wiederbekommen. Denn wenn die Finanzbranche nicht nur die Verluste aus dem Immobilienmarkt verkraften muss, sondern auch noch die (wahrscheinlich) kommenden Verluste aus den Konsumentenkredite und zusätzlich noch Ausfälle aus Firmenanleihen auf einem ähnlichen Niveau wie 2003, dann aber Gute Nacht!

FT Alphaville: No party, defaults update

Es sieht aber nicht gut aus. Merrill Lynch berechnet einen Index aus allen Anleihen, die (noch) nicht ausgefallen sind, aber trotzdem mit mehr als 10% rentieren und damit als Junk Bond gelten. Das Volumen der Anleihen, die sich für diesen Index "qualifizieren" hat sich von 4,8 auf 206 Milliarden Dollar mehr als vervierzigfacht. Und das in nur 12 Monaten.

Und um dem Ganzen jetzt noch das Sahnehäubchen aufzusetzen: Im Falle des Falles, besser des Ausfalles, gibt es heute deutlich weniger Geld als im historischen Durchschnitt:

Bondholders Lucky to Get 10 Cents in Looming Defaults (Update1)

Vor 12 Monaten war ich noch einer der wenigen einsamen Warner vor der Kreditblase auf allen Ebenen (Staat und Immobilien und Verbraucher und Unternehmen). Ich habe die Einschätzung, dass es nur um Immobilienkredite geht, nie geteilt. Wenn zum Beispiel im S&P 500 nur noch 6 Nichtfinanzunternehmen ein AAA Rating haben (oder unter allen Anleiheemittenten nur noch 2%), sind das eindeutige Warnzeichen. Und zwar keine geheimen, ich habe darüber schon Anfang 2007 geschrieben (Die Kreditprobleme in der USA werden immer schlimmer).

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