Case-Shiller-Index jetzt 17,8% runter

Die 17,8% sind berechnet vom Hoch 2006 aus. In den letzten 12 Monaten (April 2007 bis April 2008) waren es im Schnitt 15,3% Minus. Man kann daran ermessen, wie dramatisch sich der Abwärtstrend der Immobilienpreise in den USA im letzten Jahr beschleunigt hat.

Im Jahresvergleich sind alle 20 Städte und Regionen im Minus. Im Monatsvergleich sind die Preise in 8 von 20 Städten gestiegen, möglicherweise ein erstes leichtes Anzeichen dafür, dass der Rückgang jetzt etwas langsamer wird. Da die Abwärtsbewegung in den 12 Städten mit dem Minus aber deutlich stärker war als die leichte Erholung in den 8 mit dem Plus errechnet sich im Schnitt ein Minus von 2,2%. Naja, immerhin nimmt die Fallgeschwindigkeit nicht mehr zu.

Wie dramatisch das Ganze ist, wird schnell klar, wenn man sich daran erinnert, dass die durchschnittliche Beleihung einer US-Immobilie irgendwo in der Nähe der 80%-Marke liegt. In Regionen wie Las Vegas, Phoenix Arizona, Kalifornien oder Florida, die inzwischen fast 25% Preisrückgang verzeichnen mussten, ist damit die durchschnittliche Immobilie überschuldet. Diese Situation, die eigentlich die absolute Ausnahme darstellen sollte, ist also dort schon die Norm. Autsch!

Wieso der Journalist von Marketwatch aus den Zahlen oben ein "Gewinne von vier Jahren ausradiert" macht, bleibt unklar. Denn selbst die knapp 18% Minus von 2006-2008 reichen nicht aus, um den kompletten Preisanstieg von 52% (2002-2006) in den Jahren zuvor aufzuheben. (UPDATE: Ich verstehe das jetzt: Die Preise sind wieder aus dem Niveau von vor vier Jahren, sprich 2004. Die Formulierung ist trotzdem missverständlich, denn es gab ja gar keine vier Jahre mit steigenden Preisen, weil die letzten 2 schon im Minus lagen ...)

Marketwatch: Four years of home gains have been wiped out

Original Pressemitteilung (PDF!)

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