MBIA gibt den Ratingkampf auf

so titelt zumindest die FAZ.

Wer sich jetzt fragt, wie die Kreditversicherer überleben wollen, wenn die kein Triple-A-Rating mehr haben, stellt sich schon die richtige Frage. Das seltsame ist allerdings, dass die das u.U. doch schaffen.

Die Idee des MBIA Chefs ist abgebrüht, aber gar nicht so dumm. Die Top-Ratings für die Mutter und die Töchter sind weg, das ist vorbei und over and out. Aber wenn man das Geld aus den letzten Kapitalerhöhungen noch nicht verbraten hat (und das hat man noch nicht, denn die Schäden treten ja erst auf, wenn die versicherten Anleihen endgültig ausfallen), steckt man das Geld in eine *neue* Tochter und sorgt in dieser dann dafür, dass dort sinnvoll und mit vernünftigem Hebel Neugeschäft akquiriert wird. Die alte Tochter lässt man halt vor die Wand fahren (meine Prognose), MBIA hofft wahrscheinlich, dass sich die Tochter irgendwie geregelt abwickeln lässt und die drohenden Ausfälle nicht eintreffen (wie auch immer).

FAZ: MBIA & Ambac geben Kampf um Ratings auf

Interessant auch, dass Moody's die Abwertung vor allem deshalb vornimmt, weil das Neugeschäft kritisch geworden ist. Gelesen habt ihr es zuerst hier und zwar zuerst im Februar:
Vor allem beim zukünftigen Geschäft sind Zweifel angebracht. Nicht nur, dass die Kreditqualität in Wirtschaftsabschwüngen erfahrungsgemäß schlechter wird, sondern es ist auch eine neue Konkurrenz am Markt. Und zwar sehr erfolgreich und sie kommt von Warren Buffet. Dass ich die Gründung eines Kreditversicherers für das mögliche Todesurteil von MBIA und AMBC halte, habe ich bereits im Februar geschrieben (Buffet wird Kreditversicherer - Das Aus für die Konkurrenz?).
(aus MBIA ist 42 Dollar je Aktie wert)

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