Jetzt rappelt's in Spanien ...

Der spanische Immobilienkonzern Martinsa Fadesa ist insolvent. Er scheiterte an einer relativ kleinen Finanzierung über 150 Millionen Euro nachdem ein neuer Kredit von 4 Milliarden bereits gewährt wurde. Allerdings gab es die 4 Milliarden nur unter einer Auflage:Es muss der zweite Kredit über 150 Millionen gewährt werden.

Das machen Banken schonmal so: Man gewährt einen Kredit aber nur unter der Bedingung, dass eine andere Bank einen weiteren Kredit genehmigt. Dann kann sich die erste Bank etwas sicherer sein, dass die Risikoprüfung nicht ganz neben der Spur war, weil offenbar auch die zweite Bank zum selben Ergebnis gekommen ist.

Insgesamt ist Martinsa Fedesa mit 5,4 Milliarden verschuldet. Damit droht eine der größten Pleiten in der Geschichte Spanien.

Sucht euch einen Artikel aus, es steht in beiden das gleich ...

FTD: Spanischer Immobilienriese insolvent


FAZ: Der Boom ist zu Ende, die Pleiten beginnen


Update (17.7.08):

Noch zwei Artikel, die mir positiv aufgefallen sind und einen Blick auf das größere Bild in Spanien werfen:


FAZ: In Spanien schlägt die Immobilienkrise durch


Und ein sehr ausführliches Special, leider auf mehrere Seiten verteilt (wobei es dieses Mal vertretbar erscheint; manchmal macht die FTD ja nur drei Sätze auf eine Seite):

FTD: Der spanische Patient

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