Microsoft ist verzweifelt ... Oder warum kaufen die sowas?

Microsoft hat vor ein paar Monaten den norwegischen Hersteller von Suchmaschinensoftware Fast Search & Transfer gekauft. Dafür hat Microsoft etwa 1,2 Milliarden Dollar bezahlt.

Offensichtlich hat sich Microsoft bei der ziemlich verzweifelten Jagd nach Relevanz im Suchmaschinenmarkt dabei aber eine sorgfältige Prüfung der Bilanz unterlassen und sich somit ein ziemliches Kuckucksei ins Nest gelegt. Denn Fast wird jetzt schon "Enron Norwegens" genannt. Natürlich ein paar Nummern kleiner, aber im Prinzip das Gleiche: Es wurden massig Scheinumsätze mit Firmen verbucht, die aber den gleichen Leuten wie Fast gehörten und die am Ende natürlich auch nicht gezahlt haben.

Microsoft musste inzwischen die Abschlüsse für 2006 und 2007 um etwa 6 Millionen korrigieren. Was die Insider-Dokumente aber nur für die Spitze des Eisbergs halten. Nach einem Medienbericht aus Norwegen sollen die zweifelhaften Geschäfte ein Volumen von deutlich über 100 Millionen Dollar gehabt haben. Zusätzlich soll das Management etwa 30 Millionen Dollar beiseite geschafft haben.

Naja, dann wissen wir auch, warum der Gründer so einen tollen Sportwagen fährt.

Der Hammer an der Geschichte: Eine der entscheidenden Personen in dem ganzen Skandal, der Gründer und CEO von Fast, John Markus Lervik, ist immer noch "Vice President for Enterprise Search" bei Microsoft.

Techcrunch: Did the “Enron of Norway” Pull a Fast One On Microsoft? More Details About the Mess at Fast Search & Transfer

Eine Übersetzung des Artikel: Scribd:Fast's Stock Market Bluff

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