Option-ARM-Pick-A-Pay-Hypothek am Ende ...

... OK, mir war klar, dass die Finanzierungsmodelle, die die amerikanischen Banken den Immobilienkäufern und -besitzern angeboten haben, teilweise sehr gewagt waren, aber dass das so extrem wurde ...

Option-ARM waren Hypotheken mit variabler Verzinsung (Adjustable Mortgage Rate, ARM) und optionaler Tilgung. So etwas bekommt man u.U. sogar in Deutschland, wenn man z.B. gutverdienender Freiberufler ist. Dann muss man in wirtschaftlich guten Jahren viel tilgen, in schlechten nichts oder wenig. Unter diesen Umständen macht das auch Sinn, aber in den USA haben diese Kredite auch Leute bekommen, die kein hohes Einkommen haben. Ehrlich gesagt gab es bei vielen Option-ARMs nie eine realistische Chance auf eine Tilgung.

Immerhin wurde auch bei "normalen" Option-ARMs noch ein Zins gezahlt, wenn auch nicht getilgt. Aber das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange an wahnsinnigen Hypothekenkonstruktionen. Denn die Wachovia Bank über ihre Tochter Golden West doch tatsächlich Hypotheken angeboten, bei denen selbst die Zinszahlung optional war! Das hat natürlich die fiese Konsquenz, dass die Hypothek immer höher wird ...

Aber einen schönen Produktnamen hatte man dafür:

Pick-A-Pay

"Zahlsse heut nich, zahlsse morgen" würde Herbert Knebel sagen.

Jetzt ist es den Leuten bei Wachovia wohl aufgefallen, dass das keine wirklich gute Idee war. Daher wird dieses Produkt jetzt eingestellt. Die Erkenntnis kommt verdammt spät, aber immerhin kommt sie ...

Marketwatch: Wachovia halts negative amortization mortgages

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