Polemisch - Machtvoll - Arrogant - Und schlecht verlinkend

Das ist die Mainstreampresse in Deutschland ...

Oder wie soll ich den Artikel im Spiegel anders beurteilen? Also wenn der nicht polemisch ist, weiss ich es nicht.

Mein Hauptkritikpunkt am Verhältnis Mainstreampresse zu Blogosphäre in Deutschland ist die mangelnde Verlinkung. Während die meisten Blogger immer sauber den Artikel verlinken, tauchen Links auf deutsche Blogs (auch wenn sie genannt werden) so gut wie nie auf. So kann man die Blogosphäre auch klein halten ...

Als wenn es eines Beweises bedurft hätte, dass die deutsche Mainstreampresse nicht vernünftig verlinkt, erscheint dann dieser Artikel: Keine einzige Domain eines Blogs verlinkt, kein einziger Artikel, nichts.

Lieber Spiegel: Das Medium, in dem die Musik spielt, heisst Hypertext. Das ist Text + Hyperlinks. Nicht nur Text. Das war einmal. Das waren tote Bäume.

Zum Schluss noch eine Prognose: Sobald die deutsche Presse lernt, Links richtig zu benutzen und beginnt, die Blogger richtig zu verlinken (und nicht nur zitiert), wird die deutsche Blogosphäre auch relevant.

Spiegel: Die Beta-Blogger

(Tschuldigung für diesen Rant. Ich werde mich auch in Zukunft zum größten Teil aus diesen Diskussionen heraushalten, weil sich die deutsche Blogosphäre IMHO eh viel zu oft und viel zu intensiv mit sich und mit dem Verhältnis zur Mainstreampresse beschäftigt. Aber wenn der Spiegel der Blogosphäre Polemik vorwirft und selber so polemisch wird, muss ein kurzes Statement dazu erlaubt sein. Wobei ich nicht einmal finde, dass Polemik eine besonders schlimme Sache ist. Im Gegenteil: Der deutschen Presse fehlt IMHO tendenziell eher Polemik und oft leider auch eine starke, eine eigene Meinung. Viel zu oft versteckt man sich dafür hinter Gastautoren.)

Kommentare :

  1. Das es keine Verlinkung gibt, könnte daran liegen, dass der Artikel zu erst im Magazin erschienen ist. Sonst verlinken die eigentlich.

    Hier aber ein wirklich guter Blogeintrag zu dem Thema, vom IHMO besten Politikblog in Deutsch:

    http://www.spiegelfechter.com/wordpress/374/beta-journalisten-und-beta-blogger

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  2. Den Spiegelfechter Artikel habe ich gelesen. Insbesondere die Relativierung der Besucherzahlen gefällt mir sehr gut.

    Dass die im Heft nicht verlinken, ist kaum eine Ausrede. Das kann man sowohl im Artikel machen (in dem man nicht von Spiegelfechter, sondern von Spiegelfechter.de spricht), wie auch am Ende des Artikels mit einer Linkliste.

    Und wenn der Spiegel es nicht für nötig hält, einen Artikel aus dem Print für das Web zu bearbeiten, unterstreicht das nur meinen Punkt, dass die das Medium nicht verstanden haben oder nicht ernst nehmen.

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