Commerzbank kauft Dresdner für 9,8 Milliarden Euro (inkl Kommentarüberblick)

Das ist zwar eine Nachricht, die allgemein breitgetreten wird und die ich daher nicht unbedingt bringen muss, aber ich finde das dann doch zu wichtig, um nicht darüber zu schreiben ...

Die Allianz hat unter die lange Leidensgeschichte einen Schlussstrich gezogen (Kaufpreis 24 Milliarden für 80% der Anteile, Verkaufspreis heute 9,8 Milliarden Euro).

Die Commerzbank kann zusammen mit der Dresdner Bank endlich der bisher unangefochtenen Nummer 1 Deutsche Bank auf Augenhöhe begegnen und die europäische Bankenlandschaft hat einen zweiten relevanten Player mit Sitz in Deutschland. Da die Allianz mit 30% am neuen Haus beteiligt bleiben will, droht auch keine Übernahme aus dem Ausland.

FTD: Commerzbank kauft Dresdner

FAZ:Eine zweite große deutsche Bank


Wer andere Quellen bevorzugt:

News.Google.de


Update (21:37)

Kommentar von Robert von Heusinger in der FR:
FR: Kleine Bank - ganz groß

FAZ: Die Details der Übernahme

Und ein FAZ Kommentar:

FAZ: Der Finanzplatz gewinnt
FAZ:
Eine zweite große deutsche Bank

Kommentare :

  1. "Da die Allianz mit 30% am neuen Haus beteiligt bleiben will, droht auch keine Übernahme aus dem Ausland."

    Wie meinste denn das?

    Die TAZ schreibt:

    "Dieser Heimatstolz ist seltsam. Dabei überrascht nicht nur, dass ausgerechnet Banken zu einer Art deutschem Kulturgut erhoben werden - noch verrückter ist, dass offenbar geglaubt wird, die deutschen Banken seien im Besitz von Deutschen. Es wird so getan, als wäre die Dresdner Bank ein trautes Familienunternehmen, dessen Besitzer gleich um die Ecke wohnen und die deswegen die Interessen der ortsansässigen Kunden stets wohlwollend im Blick behalten. Während die Chinesen im fernen Asien … man weiß ja nicht … Tatsächlich jedoch gehört die Dresdner Bank längst überwiegend Ausländern; sie halten am Mutterkonzern Allianz 71 Prozent des Grundkapitals. Genauso ist es übrigens bei der Commerzbank; auch dort sind die deutschen Aktionäre in der Minderheit."

    http://www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artikel/?ressort=me&dig=2008%2F08%2F30%2Fa0142&cHash=1e376fda10&type=98&type=98

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  2. Ich kenne andere Zahlen (und Sorry, der TAZ traue ich in Sachen Wirtschaft sehr wenig zu ...).

    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/artikel/34/148679/

    Allianz: 59% Aktionäre aus dem Ausland. Damit dürfte der Anteil der Aktionäre aus Deutschland der größte sein. Aber so super zuverläsig sind die Zahlen eh nicht. Wenn z.B. Fidelity als US-Fondsgesellschaft oder DWS Luxemburg (als deutsche Fondsgesellschaft mit Niederlassung Luemburg, weil dort die Fondsgesetze weniger streng sind) die Aktien halten, gilt das als Auslandsbesitz. Auch wenn der Fonds von einem deutschen Anleger gehalten wird.

    Und, nein, der Heimatstolz ist eh ein Gefühl, dass man als TAZ Schreiber nicht haben darf und nicht verstehen darf. Aber versuch als deutsche Bank mal eine französische Bank zu kaufen. Oder als Eon einen spanischen Versorger. Die blocken wo's nur geht.

    Und nein, dieser Heimatstolz ist nicht seltsam, denn der Kauf ist eine Stärkung der einzigen deutschen Finanzmetropole Frankfurt. Die ist eh schon unwichtig genug. Wenn sich jetzt eine französische Bank die Commerzbank schnappen würde und den Handel nach Paris zieht, wäre Frankfurt in wenigen Jahren abgehängt.

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