In Frankfurt tickt eine Bombe ...

... behauptet zumindest der SmartInvestor in seinem wöchentlichen Update.

Die Sparzinsen, die die deutschen Banken bieten, seien nur deshalb so hoch, weil die Banken (mehr oder weniger verzweifelt) auf der Suche nach neuem Geld seien. Die Bombe werde explodieren und zwar bald. Das Tauziehen um die Postbank und die Dresdner werde damit abrupt aufhören.

Der einzige Name einer Bank, der fällt, ist "Deutsche Bank", bei der es vor Kurzem signifikante Insiderverkäufe gab. Gefährdet sei auch die Allianz über ihre Tochter Dresdner Bank. Hier sieht insbesondere die Charttechnik extrem negativ ist. Dort gibt es eine riesige Kopf-Schulter-Formation über knapp 3 Jahre mit einem Hoch bei etwa 180 und einer Nackenlinie im Bereich von 100 bis 110. Euro. Daraus würde sich nach Lehrbuchmeinung ein Kursziel von 30(!) errechnen, wenn die 100 nicht halten sollte (man nimmt den Abstand vom Top zur Nackenlinie (180 minus 110 = 70) und zieht diesen Abstand von der Nackenlinie nochmal ab (100-70=30). Der Smartinvestor kauft übrigens einen Allianz Put für sein Musterdepot.

Eigentlich sind die deutschen Banken (mit Ausnahme der IKB und der Landesbanken) bis dato relativ gut durch die Krise gekommen. In der Top-Flop-Liste der US-Banken, die ich vorgestern verlinkt hatte, lag die US-Niederlassung der Deutschen Bank auch sehr gut im Rennen (Wer ist Top oder Flop bei den US-Banken). Daher ist die Prognose/Spekulation des SmartInvestors verdammt mutig.

Damit macht sich der SmartInvestor entweder zum Deppen oder zum Guru ... Aber deshalb habe ich die Zeitschrift abonniert. Das übliche Weichspülgelaber der Mainstreammedien ödet nur an und gibt viel zu selten die nötigen Denkanstöße ...

Smart Investor Weekly 19.08.2008, 17:51 : Was Herr Jain kann - können wir auch!

Kommentare :

  1. weil ich gerade am Suchen war mit "Smart Investor", "Crack up Boom" und so

    aus der Distanz von 1 1/2 Jahren: echt beeindruckend. Ich glaube, ich werde das Heft abonnieren. Über amazon kann ich's ja nicht kaufen ;)

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  2. Zwei Hefte kann man kostenlos (?) testen.

    Man muss IMHO selber denken können, um das Heft zu verstehen. Das ist halt nicht so ein "Hej, hier ist ein Trend und dann kommen vier passende Aktien/Zertifikate oder Fonds, die man kaufen soll, um an dem Trend zu verdienen." wie Börse Online oder andere. In den Heften ist doch meistens nur ein vernünftiger Artikel drin und der beruht darauf, dass jemand Interessantes interviewt wird. Und nicht, weil die Redaktion was Interessantes zu sagen hätte ...

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  3. Ich hab mir gestern aus aktuellem Anlass mal Flierls Crack up Boom, Teil I-V, auf youtube reingezogen ;)

    Die Aktienmärkte haben sich von den PIGS-Kalamitäten wie auch vom Erschrecken darüber, dass die USA, UK und letztlich ebenso DE den PIGS nur um einige Jahre hinterherhinken bis sie denselben Verschuldungsgrad haben, erstaunlicherweise nur lächerlich gering beeindrucken lassen, in den letzten Tagen sogar wieder richtig Fahrt aufgenommen. Flierls These vom längst im Gang befindlichen Crack up Boom erklärt mit am besten diesen sagenhaft robusten Aktienmarkt.

    eggi,

    nicht vom Sessel fallen wenn du demnächst von amazon einen dicken Scheck bekommst. Ich hab da mal am Sonntag ... ;)

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  4. Verprass ich am Sonntag direkt im Stadion ;-) Hoffentlich nicht aus Frust ...

    Danke btw.

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