AIG Bailout: Die Aktionäre wollen nicht enteignet werden

Hmm hmm hmm.

Es gab viel Kritik, an der Fast-Komplett-Verstaatlichung von AIG. Viel zu großer Bailout. Viel zu viele Steuergelder. Etc. pp.

Ich sah (und sehe) das anders:
Der Zinssatz beträgt LIBOR + 850 Basispunkte also plus 8,5%(!). Das ist richtig viel und die Fed macht damit genau das, was Bronte Capital (Link in meinem Artikel von gestern) als Idee für einen Private Equity Investor vorgeschlagen hat: Man gebe der AIG viel Geld, nehme einen hohen Zins dafür, besorge sich dafür im Gegenzug eine Mehrheit am Eigenkapital und warte dann in Ruhe ab, wie das Kerngeschäft genug Geld einbringt. Damit tilgt man die Schulden und baut möglichst schnell das Risiko in den schlechten Geschäftsbereichen ab.

Das ist eine sehr clevere Lösung und es besteht aus meiner Sicht eine sehr gute Chance, dass man mit dieser Lösung die AIG stabilisiert und am Ende der Steuerzahler nicht einmal viel Geld zusteuern muss. Unter Umständen sogar gar keins. Wobei das Risiko in den schlechten Geschäftsbereichen schon hoch ist und das durchaus viel Geld kosten kann. Aber mir fällt keine Methode ein, den Laden cleverer zu retten.
Quelle:Komplett Bailout für AIG

Und was kommt heute für eine Meldung (aus der Gerüchteküche allerdings):

AIG Aktionäre sind so unzufrieden mit dem Deal, dass sie jetzt selber versuchen wollen, AIG einen Kredit zu besorgen. Die Aktionäre würden durch den Deal immerhin 80% der Anteile verlieren. Wie ich schon mal gesagt habe: Zu den Konditionen würde ich denen auch Geld leihen.

Es ist natürlich völlig unklar, ob jemand in diesem Kapitalmarktumfeld soviel Geld besorgen kann. Aber eine verdammt spannende Entwicklung ist das allemal!

WSJ: AIG Holders Push to Pay Off Loan

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