Chinesische *Zentral*bank braucht Unterstützung?

Huch. Ich dachte die Fed wäre eher an der Reihe. Aber die chinesische Zentralbank hat definitiv mehr Schrott in der Bilanz als die amerikanische ... Fannie und Freddie Anleihen sollte man nicht kaufen ... Zumindest nicht freiwillig. Die Fed hat den Schrott inzwischen auch in der Bilanz, die Fed musste man aber immerhin unter Androhung einer Bankenpleite dazu zwingen ...

Aber Schrott ist aus Sicht der Chinesen inzwischen sowieso alles, was in Dollar notiert ist. Weil der Dollar inzwischen um mehr als 20% gegenüber dem Yuan abgewertet hat, sind alle US-Dollar-Anleihen (auch die US-Staatsanleihen) um 20% im Wert gesunken. Da schmilzen die Kapitalrelationen in der Bilanz der chinesischen Zentralbank schneller als der Schnee in der Sommersonne. Und die 3,9 Milliarden Eigenkapital sind schnell weg.

Was jetzt passieren wird? Die Chinesen werden den Yuan wohl nicht weiter abwerten lassen. Dazu rät auch schon das deutliche zurückgehende Wirtschaftswachstum. Und der chinesische Staat wird der Notenbank Geld geben, das man ja auch schließlich einfach drucken kann ... Das wird also undramatisch ablaufen ... Eine Zentralbank macht nicht Pleite, vor allem keine, die auf 1.000 Milliarden Dollar Staatsanleihen sitzt (warum verkaufen die nicht einfach ein paar davon?!?).

Marketwatch: China central bank may need government bailout

Kommentare :

  1. Na ob das so eine gute Idee wäre, einfach so mal ein paar US-Anleihen zu verkaufen? Stell Dir die Meldung vor: "China verkauft US-Anleihen". Der Crash wäre vorprogrammiert. Dann gäbe es zwar für die Chinesen den Cash der evtl. 10 Prozent Anleihen, die sie verkauft haben, der Rest im Portfolio hingegen würde dramatisch an Wert verlieren...

    Mit einem Verkauf schneiden die sich ins eigene Fleisch. Ist eh ein Dilemma für eine Zentralbank, hohe Bestände in US-Anleihen zu halten, da Verkäufe immer sehr schwer umzusetzen sind, jedenfalls größeren Ausmaßes...

    VG,
    Torsten (ehemals kapitalmarktexperten.com)

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  2. Schön von dir zu hören. Du hast übrigens die Rezessionswette gewonnen. Saviano hat seine Flasche schon. Wenn du mir eine Adresse gibst, bekommst du auch eine.

    Und zum Verkauf: Es geht ja nicht darum, dass die chinesische Notenbank Fantastilliarden braucht. So 10 oder 20 Milliarden sollten die schoon marktschonend verkaufen können.

    Generell hast du natürlich recht: Die 1 Billionen werden die Chinesen nie mehr los ...

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  3. Hoi,
    durch Verkäufe von USD-Anleihen ließe sich das Eigenkapital auch nicht erhöhen: Da es zu jeder Forderung eine entsprechende Verbindlichkeit (und Eigenkapital wird auch als Verbindlichkeit - gegen sich selbst - aufgeführt) gibt, existieren zu den 1000 Mrd. USD Anleihen auf der Aktivseite etwa 997 Mrd. Verbindlichkeiteng gegenüber dritten....
    Einzig der Verfall der Anleihen könnte gestoppt werden, aber wenn man eh schon keine flexiblen Wechselkurse hat, warum sich die Mühe machen...? :-)

    Grüße

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  4. Die Chinese haben die Anleihen ja nicht gekauft, um sie wieder zu verkaufen. Sie haben sie gekauft, um den USA mit dem Verkauf drohen zu können. Und das werden sie in Zukunft sehr häufig machen.

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  5. @Johannes: hast recht, war ein Denkfehler von mir.
    @olaf: denke ich zwar auch irgendwie. Aber Rendite wollten die Chinesen eigentlich auch sehen.

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