Staatliche Hilfe für UK-Immobilienmarkt

Die Regierung in London hat ein Programm zur Stützung des britischen Immobilienmarkts
aufgelegt.

Hauptpunkt ist die temporäre Aussetzung der Grunderwerbssteuer (Property Tax) in Höhe von 1%, die bisher alle Erwerber zahlen mussten. Ausgesetzt wird das nur für Häuser, die weniger al 175.000 Pfund (etwa 215.000 Euro) kosten. Das ist wohl der übliche soziale Aspekt, mit dem man bevorzugt den "Armen" helfen möchte.

Die Steuer für Immobilien, die teurer sind, fällt nicht weg. Vor allem nicht die 3%, die man ab 250.000 Pfund zahlen muss oder die 4% die ab 500.000 Pfund fällig werden.

Dazu kommen noch weitere Maßnahmen wie
  • Zinslose Darlehen von bis zu 30% des Kaufpreises, wenn es sich um Erstkäufer für neue Immobilien handelt
  • Verlängerung gewisser Programme, die es Organisationen ermöglichen, ein Haus vom Eigentümer und Bewohner zu erwerben, wobei der Eigentümer das Haus weiterhin bewohnt und dafür dann Miete bezahlt.
  • Verkürzung der Frist von 39 auf 13 Wochen, ab der Unterstützungsmaßnahmen für säumige Hypothekenschuldner greifen.
Angesichts des dramatischen Preisverfalls (UK-Immobilienpreise minus 10% (Rekord seit 1990)) würde ich sagen: Zu spät, zu wenig. Das sorgt nur für eine leichte Entzerrung der zeitlichen Abläufe und hilft nur wenigen Leuten. Bei einer Maßnahme geht es nur um den Teilmarkt der neuen Immobilien. Wer Großbritannien kennt, weiss, dass das Problem dort nicht die fallenden Preise für neue Immobilien sind, sondern die exorbitanten Preise für muffige Arbeiterhütten aus dem vorletzten Jahrhundert.

Zu der dramatischen Wende am englischen Immobilienmarkt findet sich im BBC-Artikel eine schöne Grafik: Von einer Preissteigerung von plus 12% ging es in weniger als 18 Monaten auf ein Minus von 11%.

BBC: Stamp duty axed below £175,000
Marketwatch: British government takes aim at housing market

Wobei ich die Grafik nicht ganz verstehe. Denn Hometrack, einer der beiden Indizes für die Preisentwicklung in Großbritannien, gab bei der letzten Meldung ein Minus von 5,3% bekannt. Nationwide aber von 10,5%. In der BBC Grafik sind beide Kurven aber sehr ähnlich ...

Marketwatch: British home prices down 0.9% in August
UK-Immobilienpreise minus 10% (Rekord seit 1990)

Außerdem verstehe ich bei den Maßnahmen auch nicht genau, was davon jetzt für England gilt und was für ganz Großbritannien. Aber das ist dann wohl auch nicht sooo wichtig ...

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