Warum die Welt Börsenblogs braucht ...

... damit man irgendwo noch die Worte "Meltdown", "Kernschmelze","Armagedon","freier Fall", etc lesen kann, wenn die Märkte gerade einen freien Fall hinlegen.

(ganz nebenbei kann man dann auch bereits im Juni 2007, als die Mainstreammedien noch in eitel Sonnenschein machten, schon die Warnungen lesen. z.B. Und mal wieder ein Update zur US-Immobilienkrise oder Anatomie einer Immobilienkrise oder Ist der erste Hedge-Fonds, der fällt, eine Bank? und auch lustige Fehleinschätzungen der Investmentbanker Goldman Sachs erwartet KEINE Zinssenkung mehr in den USA. Ganz nebenbei geht egghat short in China, hat demächst keine Probleme mehr mit dem Handy und freut sich über die Freilassung von Paris Hilton und lacht über den französischen Präsidenten Sarprosit. Schon lustig, in seinem eigenen Blog zurückzublättern. Aber ich schweife ab.).

Offensichtlich zensieren sich die US-Medien und selbst die angesehene "Times" selber. Bei Industrieunternehmen spricht man von Problemen mit Schulden, bei Banken aber nicht mehr.

Das Wall Street Journal will sich von Wörtern wie "Apokalypse", "Panik", usw. fernhalten. CNN will mit "Meltdown" und "Free Fall" sehr vorsichtig umgehen, etc.

Totschweigen ist also auch eine Lösung. Ich glaube, ich schreibe die Wörter ab sofort immer fett ...

NYT: Amid Market Turmoil, Some Journalists Try to Tone Down Emotion gefunden über
Gawker:Press Coddles Banks With Pulled Punches

Und wer nicht über meine Website kommt, sondern "nur" den RSS-Feed liest (und damit z.B. die häufigen Updates meiner Artikel und meine empfohlenen Artikel und meine Lieblingsblogs verpasst), bekommt hiermit mal die Liste meiner Lieblingsblogs im Bereich Wirtschaft:


Update (13:14):

The Big Picture hat die Story auch: The Big Picture: Have the Media Been Too Easy on the Finacials?

Update (30.9.08)
Marketwatch: Media shouldn't shy away from explosive language

1 Kommentar :

  1. Ich bin auch froh, dass es gute Wirtschafts- und Börsenblogs gibt. Ich würde bei der Wirtschaftspresse nicht unbedingt von Selbstzensur sprechen, aber zumindest von Beißhemmung. Davon kann in Blogs glücklicherweise keine Rede sein.
    Außerdem bekomme ich in Blogs durch die vielen Verlinkungen zu und Zitaten aus diversen Quellen ein umfassenderes Bild als in der Wirtschaftspresse. :)

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