Chrysler + GM = ???

Tja, was soll dabei rauskommen?

GM ist so gut wie Pleite, Chrysler eigentlich auch. So Pleite, dass der amerikanische Staat schon einen 25 Milliarden Kredit bereitstellen musste. Das ganze passierte ziemlich unbemerkt im Rahmen des großen Bailouts (CNN:House approves $630B spending bill).

Nein, ich kann mir für die US-Automobilbranche beim besten Willen keine gute Zukunft vorstellen. Zu schlecht sind die Autos, zu groß die Verspätung auf aktuelle Markttrends, zu hoch die Schulden und die Kosten. Die kann man mergen wie man will, daraus wird nix Gutes.

Am besten verstaatlichen, die USA sind ja eh auf dem Weg in den Sozialismus. Die US-Automobilbranche wäre dazu prädestiniert. Denn den Zustand, den eine Industrie normalerweise erst nach ein paar Jahrzehnten Planwirtschaft erreicht, bringt die Branche als Startkapital direkt mit ;-)

WSJ: GM Had Talks With Chrysler
Spiegel: US-Autoriesen sprechen über Fusion

Und mit Ford hat GM auch schon gesprochen, aber die Gespräche sind gescheitert.

WSJ: GM Approached Ford About Merger

Update (13.10.08)

Die FTD hat heute auch einen Artikel dazu:
FTD: US-Autobauer loten rettende Fusionen aus

Kommentare :

  1. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  2. Ich würde die amerikanischen Autobauer nicht so vorschnell abzuschreiben. Klar, die teuren und wuchtigen SUVs sind wohl Geschichte und die Autobauer ohne Regierungshilfe nicht überlebensfähig, doch es gibt Hoffung...

    Bisher haben sich die Amerikaner sehr flexibel gezeigt, wenn es darum ging neue Trends zu adaptieren. Es gibt tausende Amerikaner, die sich ein amerikanisches, günstiges, sparsames und kleineres Auto kaufen wollen (werden).
    Das erste markttaugliche Brennstoffzellenauto könnte aus Amerika kommen.

    Wenn einer der US-Hersteller auf diesen Zug aufspringt, wird er meiner Meinung nach leicht überleben können.

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  3. Bisher sind die Amis aber EXTREM dämlich. Beispiel: Open (GM) und Ford Europa stellen gute Autos her. Energieeffizient, modern, sicher.

    Und gibt es die Autos in den USA? Nöh. Das heisst, dass die nicht einmal so simple Sachen hinbekommen. Das finde ich schon erschreckend.

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  4. Brennstoffzellenautos sind eine Sackgasse.
    Interessant war das Thema meiner Meinung nach nur für den militärischen Bereich: kalte Verbrennung und daher verbesserte Nichtaufklärung durch Infrarot. Daimler (wollte fasst noch Chrysler dahintersetzen) hat nicht umsonst als Rüstungskonzern so viele finanziellen Mittel dahineingesteckt.
    BMW hat beispielsweise versucht, für Wasserstoff einen "dichten" Tank zu bauen mit allem pipapo an Abdichtungsmöglichkeiten.
    Nach wenigen Wochen ist der Tank leer, da das Gas durch jede noch so kleine Ritze im Tank kriecht :-)

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  5. Brennstoffzellen funktionieren ja auch mit Ethanol und benzin ist auch vorstellbar. Das ganze ist nur viel effektiver-und zur Zeit auch teurer.

    Dass es bis jetzt kaum effizienten Autos in Amerika gibt, liegt daran, dass die Amerikaner das einfach nicht wollten. Das wird sich meiner Meinung auf lange Sicht ändern und so werden sich auch die US-Autobauer ändern.

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  6. Also, ich kann das jetzt nur nachplappern, aber ich habe einen Cousin, der seit Jahren in Sachen Brennstoffzelle usw. in der Forschung tätig ist. Der sagt mir immer, dass im Grunde alles fertig wäre, aber seitens der Industrie nicht der entscheidende Nachfrageimpuls kommt.

    Dazu würde auch die teilweise gehörte Meinung passen, dass die Ölstaaten logischwerweise darauf bedacht sind, den Ölpreis an der Preisschwelle zu halten, dass sich alternative Energiequellen nicht nachhaltig rechnen.

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  7. @anonym:

    Glaub nicht zu leicht solchen Verschwörungstheorien. Manchmal ist was dran, aber oft auch nicht.

    Beispiel Brennstoffzelle vs. Batterie: Hier gingen vor 10 Jahren eigentlich so gut wie alle davon aus, dass die Brennstoffzelle The Way To Go sei, weil die Batterie zu schwer, zu gefährlich, zu wenig leistungsfähig sei. Aber man hat die Entwicklung bei der Akkutechnologie einfach falsch eingeschätzt. Vor 8 Jahren kostete ein AA Akku mit 1500 mAh 6 Euro, weil State of the Art. Heute gibt es keine 1500 mAh-Akkus mehr, selbst die billigen von Aldi liegen weit über 2000, die besten sogar über 3000. Und das alles für weniger als die Hälfte des Preises.

    Eine ähnliche Entwicklung hat die Brennstoffzelle nicht hinbekommen und auch die Wasserstofftanks hinken hinterher. Damit ist auf einmal eine Technologie wieder ganz vorne dabei, die vor 10 Jahren eigentlich niemand wirklich auf der Rechnung hatte. Die hat sich aber auch ohne Automobilindustrie weiterentwickelt, weil auch in jedem Handy, jedem Notebook, etc. ein Akku steckt und auch dort jeder mehr Leistung haben will.

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  8. @Anonym

    Zusätzlich zum Kapazitätsproblem, das egghat nannte, stellt sich noch die Frage wo denn der ganze Wasserstoff herkommen soll. Unter dem Namen Wasserstoffwirtschaft wurde vieles erträumt, was bisher einfach unrealistisch war. Von der Infrastruktur mal abgesehen fehlen auch noch die Quellen. Wenn da Atomkraftwerke genannt werden, dann kann man nur noch mit dem Kopf schütteln. Und die großen Solarparks in der Sahara werden wohl auch noch mindestens 20 Jahre brauchen.

    Die Probleme Wasserstoffversprödung vom Stahl der Tanks und Pipelines sowie der Diffusion durch die Tankwand sind prinzipiell simpel zu lösen: Einfach die Wandstärke dicker erhöhen. In einem Auto handelt man sich dadurch allerdings ein Gewichtsproblem ein, das bei Batterien gerade durch den Einsatz Li-Ion-statt Blei-Akkus verringert wurde

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