Edelmetallhändler Pro Aurum macht wegen zu hoher Nachfrage vorrübergehend Dicht!

Ich zitiere mal die Webseite:


Nach den weltweiten Unruhen auf den Finanzmärkten erreichten uns heute unzählige Kaufaufträge für Edelmetalle aus der ganzen Republik. Die Anzahl der Orders übersteigt die Kapazität unseres Unternehmens in vielfacher Hinsicht.

1.) Unsere Webserver brechen unter der riesigen Anzahl an Aufrufen regelmäßig zusammen. Viele Bestellvorgänge mussten daher mehrmals wiederholt werden. Unsere Techniker arbeiten mit Hochdruck an der Verbesserung der Performance. Eine Milderung wird Anfang der kommenden Woche erwartet.
2.) Die Verfügbarkeit der Edelmetalle schränkt sich täglich ein. In der Folge steigen die Lieferzeiten für manche Artikel auf über 4 Wochen.
3.) Alle Abteilungen unseres Hauses (Handel, Abwicklung und Kasse) arbeiten seit mehreren Wochen unter Hochdruck im Zweischichtbetrieb. Dies ist nicht länger aufrecht zu erhalten.

Die Kombination aus diesen Fakten lässt für die Geschäftsleitung nur eine Entscheidung offen und zwingt uns dazu, unseren Webshop vorübergehend zu schließen. Zudem nehmen wir auch keine neuen Bestellungen per Fax oder Telefon an.



Pro Aurum: Ungewöhnliche Zeiten - ungewöhnliche Maßnahmen!

Kommentare :

  1. Westgold ging zumindest heute morgen noch ... Können aber ach nur eine kleine Auswahl liefern und das mit satten Aufpreisen ...

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  2. Seltsam, dass die hohe Nachfrage die Kurse der Minenbetreiber bisher nicht beflügelt hat.

    Hauptsache der Ölpreis fällt weiter und zieht die Ölservicegesellschaften mit runter.

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  3. Wobei es schon der Hammer wäre, wenn man Öl im Großhandel auch nur in der Nähe von 85€ bekommen würde. Keine Ahnung, irgendwie sehe ich fast täglich Hinweise, dass praktisch jeder Wert an der Böse viel zu positiv angesetzt ist.

    Das ganze erinnert mich langsam an die gute alte DDR. Besonders nachdem bei vielen großen Privatfirmen die Bürokratie ein extremes Niveau erreicht hat. Die unterbezahlten und überarbeiteten Mitarbeiter an der Basis zeigen auch eine Motivation nahe des Gefrierpunktes. Dazu eine Prise Korruption, die man auch nicht wegdiskutieren kann. Fehlt eigentlich nur noch etwas wie die BRD als leuchtendes positives Beispiel, aber das kann ich beim besten Willen nicht sehen.

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  4. Was heisst denn zu positiv? Die Kurse von Gold an den Börsen spiegeln die reale, hohe Nachfrage überraschenderweise NICHT wieder ... Wir haben einen RUN auf Gold und der Kurs bleibt einigermaßen stabil ...

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  5. Im Prinzip, wissen wir doch alle was am Gold-Future-Markt gespielt wird.

    Viele wollen es zwar nicht glauben, aber hier stehen ganz eindeutig höhere Interessen dahinter.

    Bin mir aber ziemlich sicher, dass die physische Nachfrage den Comexpreis bald sprengen wird. Ansonst wird die Comex ja ad absurdum geführt.

    Gruß

    SupaHöd

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  6. Ein hoher Goldpreis ist in meinen Augen etwas negatives. Genauso wie fallende Aktienkurse in meinen Augen negativ sind. Ich bitte diese Unklarheit zu entschuldigen. Dementsprechend habe ich gemeint, dass der Goldpreis im Moment nicht die hohe physische Nachfrage wiederspiegelt.

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  7. >>Im Prinzip, wissen wir doch alle was am Gold-Future-Markt gespielt wird.

    Viele wollen es zwar nicht glauben, aber hier stehen ganz eindeutig höhere Interessen dahinter.<<

    Kann mich da bitte mal jemand aufklären? ich bin leider nur Laie und verstehe nicht was Ihr damit meint!

    Wäre nett - Danke!

    Gruß Matthias

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  8. Hi Matthias,

    siehe hier http://www.goldseiten.de/content/diverses/artikel.php?storyid=8275

    oder einfach mal bei Google nach Goldpreis Manipulation suchen. Da findet sich jede Menge Lesestoff für den interessierten Leser.

    ;)

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  9. goldpreismanipulation, soso.

    Gold ist immernoch ein Rohstoff, der zB zur Schmuckherstellung und Elektronik gebraucht wird. Alles andere wie zB die Gold/Geld-connection ist schon lange Geschichte. Bitte mal aufwachen. Man kann jetzt eine ganz einfach Rechnung anstellen: Fällt der Bedarf in der Elektronik und der Schmuckindustrie, fällt der Goldpreis. Das einzige, was den Goldpreis hochbringen würde, wäre Inflation - aber auch nicht wirklich, weil echten Gewinn hat man so nicht gemacht.

    An alle die Gold bunkern kann ich nur sagen:
    An wen wollt ihr das denn verkaufen, wenn die Katastrophe/Rezession kommt? Schmuckhändler? Nein. Elektronikbauer? Kaum. Anderen Spekulanten? Ja.

    Die einzige Möglichkeit mit einem steigenden Goldpreis Geld zu verdienen, ist also einen anderen Spekulant zu finden. Das nennt man auch Bigger-Fool-Theory. Imho bewegt sich der Goldpreis - nachdem Öl enorm abgestürzt ist in Blasenterretorium. Der derzeitige Run auf Gold und Silber scheint mir eine Dienstmädchenhausse zu sein.

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  10. Nun, ich bin nun wirklich nicht der "Zocker", sondern war in der Vergangenheit eher Anleger und ein bisserl Spekulant. Allerdings lässt sich zum intraday-Goldpreischart tatsächlich ein Bild ableiten, was auf Manipulation hindeutet (gibt es ausreichend im Netz, einfach mal googlen).

    Längerfristig sehe ich derzeit eigentlich keine echte Manipulation, sondern vielmehr für einige Länder (z.B Russland) eine willkommene Möglichkeit, Stützungskäufe für Aktien zu bezahlen (auch dazu gibt es Presseberichte im Netz). Ist also eigentlich keine Manipulation, sondern vielmehr wirtschaftliches handeln.

    Ein anderer Umstand ist wirklich, dass im Augenblick der Goldpreis nachfragebedingt garnicht steigen kann, da tatsächlich diverse Interessierte (wie auch ich) kein Gold kaufen können, einfach weil es nicht verfügbar ist. Ob das nun von 'langer Hand' geplant ist oder nur die Schmelzen/Münzprägungen nicht so schnell reagieren können, das läßt sich nicht herausfinden. Was wir mit Bestimmtheit sagen können ist, dass der Kurs eigentlich höher wäre (sieht man ja an den -sorry- Irren, welche bei Ebay jetzt das Gold den wirklichen Spekulanten abkaufen, und das zu 20-100% über dem aktuellen Goldpreis.) Das das funktioniert, also dass man einfach mal das doppelte verlangen kann zeigt mir, wie viel Angst im Markt ist.

    Ich habe mein Gold auf der Bank bestellt, mit 4 Wochen Lieferzeit. Dank der Bundesregierung, G7, IWF und co werden die Banken ja noch bis zur Auslieferung überleben. Panik ist also fehl am Platze.

    Gold wird aber auch für industrielle Prozesse benötigt. Da wir uns in einer Rezession befinden, also die Industrieproduktion nachgibt, braucht man nicht mehr soviel Rohstoffe (das erklärt ja auch den Preisverfall z.B. bei Öl). Platin ist wohl mittlwerweile seit 3 Monaten um 55% gefallen, ebenso Silber. Insofern haben wir schon einen deutlichen Goldpreisanstieg zu verzeichnen, es merkt nur keiner!

    Was will ich eigentlich mit Gold? Die Frage kam ja auch , ob ich es einem anderen Spekulanten verkaufen will. Nein, ich lasse meinen Goldanteil (entspricht ca. 10% meines Barvermögens) liegen. Ich halte es sogar für möglich, dass der Goldpreis auf 700 $ in den nächsten Monaten fällt. Weil mehr Regierungen und Banken Liquidität brauchen (s.o. Russland). Aber das macht nichts, ich bin ja kein Spekulant. Ich will das Gold entweder in 5 Jahren verkaufen (da reicht mir dann auch ein Preis von 1.000 $) für eine gute Verzinsung. Ich hoffe nicht, dass ich es dafür brauche, wofür ich es wirklich einkaufe: Als Tauschmittel, wenn Lebensmittel knapp werden (siehe aktueller Bericht Island) oder um günstig ein Haus zu übernehmen.

    Insofern sehe ich mein Gold als eine Art "Versicherung". Hoffentlich habe ich die 'Versicherungsprämie' in Form von Zinsertragsausfall umsonst bezahlt. Ich hoffe es wirklich, denn sonst war es womöglich die beste Investition meines Lebens.

    Fazit: Gold kaufen? Nach meiner Ansicht ja, aber nicht überstürzt und überteuert! Es gibt zigtausend Tonnen Gold und wer will wird es bekommen, auch wenn es einige Tage Lieferzeit gibt.

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  11. Genau. Gold ist eine Versicherung. Eine bei der es gute Chancen darauf gibt, dass sie nichts kostet, weil der Preis von Gold mit der Inflation mitsteigt. Klar, man kann auch beim Gold 50% Underperformance zum Geld haben, aber eben auch 50% Überperfomance.

    Ganz nebenbei kann man man Gold mitnehmen (wenn man mal weg muss, soll ja im Laufe von Jahrzehnten mal vorkommen) und dann ist es auch im Zielland was wert.

    Das komische ist, dass Stefan eigentlich Gold kritisieren möchte, aber genau beschreibt, wie Geld funktioniert. Am Ende gilt das auch für Aktien. Es ist alles das Gleiche.

    Für Gold spricht die Geschichte. Zeige mir eine Währung, die es so lange gibt wie Gold. Zeige mir eine Währung, die über die letzten 20, 50, 100 oder 300 Jahre ihren Kaufwert so behalten hat wie Gold.

    Die Wahrscheinlichkeit beim Gold, dass ich jemand finde, der mir das abkauft, ist einfach höher als bei Papier.

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  12. In solch turbulenten Tagen sieht man, was ein Edelmetallhändler taugt. Macht er dann zu, ist er von der Nachfrage überrollt und kauft ggf. auch seinen Kunden nichts mehr ab, - das ist dann wenig hilfreich. Gottseidank gab es noch zahlreiche Händler, die den Kopf über Wasser gehalten haben.

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  13. Es gab aber genügend andere Goldhändler, die sowohl die noch verfügbaren Münzen verkauft haben, als auch liebend gerne jeden Ankaufswunsch erfüllt haben ...

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