Russland mit 10% Plus! Ukraine mit 28% Plus!

Ein Artikel aus der Aktion verwirrend positive Überschrift ...

Denn ich meine nicht die Aktienmarkt, sondern den Zinsaufschlag, den russische Anleihen inzwischen bieten müssen, um die Kosten für die Kreditausfallversicherung (CDS) wieder hereinzuholen.

Die Dollar Anleihe von Russland mit Laufzeit bis 2030 (WKN 109370 / ISIN XS0114288789 ) ist in den letzten 4 Monaten von fast 115 auf heute 80 heute gefallen. Trotzdem errechnet sich bei einem Kupon von 7,5% eine Rendite von etwa 9%, was nicht zu dem Aufschlag von 10% passt, den der CDS andeutet.

Kommt mir eh irgendwie komisch vor, schließlich hat Russland Devisenreserven von mehr als 500 Milliarden Dollar. So schnell gehen die nicht Pleite, auch bei einem Ölpreis von 70 Dollar nicht.

Sauberer ist die Rechnung schon bei der Ukraine. Bei der Ukraine kosten die Kreditausfallversicherungen 2.800 Basispunkte, sprich 28%. Die Anleihe (z.B. WKN 875097 / XS0170177306; Laufzeit bis 2013) rentiert dann auch mit mehr als 30%. Für die Ukraine sieht's übel aus.

CDS report: European credit default swaps hit record wides

Die FAZ meldet übrigens einen Risikoaufschlag für Russland von 591 Basispunkten
FAZ: Der russische Rubel wirkt angezählt

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