516.000 neue Arbeitslose in den USA

Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich die Zahlen im Rahmen meiner Rezessionswette beobachtet habe und darauf wartete, dass die Zahl endlich die magische Grenze von 350.000 überschritt. Jetzt sind es sogar über 500.000 Amerikaner, die einen Antrag auf Arbeitslosenhilfe stellen mussten. Das ist der höchste Wert seit den Terroranschlägen von September 2001.

Auch damals habe ich schon darauf hingewiesen, dass die wöchentliche Zahl eigentlich unwichtig ist, weil sie viel zu stark schwankt. Ich bevorzuge daher den 4-Wochen-Durchschnitt. Wer jetzt aber hofft, dass der 4-Wochenschnitt besser aussieht, irrt. Hier ist der Wert von 481.000 zwar etwas niedriger, aber durch die Durchschnittsbildung wird auch das Wochenhoch aus dem September 2001 relativiert. Man muss schon bis 1991(!) zurückschauen, um einen höheren Wert für den 4-Wochen-Durchschnitt zu finden.

Für deutsche Augen üblicher ist allerdings die Zahl der Leute, die zum wiederholten Mal Arbeitslosenhilfe beantragen müssen. Denn damit zählt man nicht nur die Leute, die arbeitslos werden, sondern die, die arbeitslos bleiben. Auch hier nehme ich lieber einen 4-Wochen-Durchschnitt. Dieser liegt nun bei 3,79 Millionen und das ist sogar der höchste Wert seit 1983.

Marketwatch: Highest initial jobless claims since September 2001

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