LBBW will an den Rettungstopf (aber nicht wirklich)

Die LBBW füllt wie erwartet die zu dünne Eigenkapitaldecke (Tier 1: 7,3%)auf. Dabei wählt sie aber einen anderen Weg als die Konkurrenten.

Die LBBW will nämlich für die Kapitalerhöhung nur eine Bürgschaft beantragen. Das Geld (bis zu 6 Mrd. Euro) selber bringen die bisherigen Anteilseigner (Land Baden-Württemberg, Sparkassen u.a.) ein.

Der Grund für dieses interessante Vorgehen ist einfach: Es steht eine Neuordnung der Landesbanken an (eigentlich ist die schon lange überfällig) und die LBBW möchte als große Landesbank dabei eine aktive Rolle spielen. Und genau dafür wollen das Land und die Sparkassen die Zügel in der Hand behalten und sich nicht mit einem neuen Großaktionär namens Bund herumärgern müssen.

FTD: LBBW greift nach Staatsmilliarden


Kommentare :

  1. Da bin ich ja gespannt. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass der Bund für die Kapitalerhöhung bürgt. Das sieht das Finanzmarktstabilisierungsgesetzt nicht vor. Ich vermute, die Bürgschaft wird für weitere Fremdfinanzierung der LBBW eingesetzt. Das Eigenkapital müssen Land und Sparkassen irgendwo anders her bekommen.

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  2. Ach das werden die schon irgendwie biegen. Die HRE hat auch Bürgschaften bekommen bevor es überhaupt einen Rettungspakt gab.

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