AIG verkauft erstes Asset und zwar ziemlich billig

Der so gut wie verstaatlichte Versicherer AIG, der mit 152 Milliarden Dollar Staatsgelder am Leben gehalten wird, hat einen der ersten Vermögensgegenstände zu Geld gemacht. Die Tochter Hartford Steam Boiler wurde gestern an die Münchener Rück verkauft. Der Erlös: 742 Millionen Dollar. Das erscheint nicht nur wenig, es ist auch wenig. Denn HSB wurde 2000 für 1,2 Milliarden Dollar gekauft.

Auch aus Bewertungssicht ist HSB billig. Der Gewinn lag 2007 bei 158 Millionen Dollar, auf dieser Basis ist das KGV also unter 5. Gut für die Münchener Rück, schlecht für die Aktionäre und Schuldner der AIG.

Mir schwant Übles für die US-Steuermilliarden. Die Erlöse für den Assetverkauf bei der AIG scheinen ähnlich desaströs zu werden wie bei der Auflösung von Lehman. Dabei gab es Erlöse, die zum Teil unterhalb des Immobilienwerts lagen. Das ganze Kerngeschäft in den USA ging für 1,25 Milliarden Dollar an Barclays, das europäische Investmentbanking für 1 Dollar an Nomura und die vorher auf 8 bis 10 Mrd. geschätzte Vermögensverwaltung brachte nur 2,2 Mrd. Verkaufserlös.

Ganz so extrem sieht es bei der AIG nicht aus, aber dass von den 152 Milliarden Staatshilfen
auch nur ein Cent zurückkommt, halte ich inzwischen für ausgeschlossen. Der Laden scheint mir hoffnungslos überschuldet zu sein.

Marketwatch: Hartford Steam Boiler's hot future went cold

Boerse.ard.de: MüRü greift sich AIG-Sparte

1 Kommentar :

  1. http://www.cnbc.com/id/15840232?video=974531592&play=1

    "You can't pay the taxpayer by selling assets in this market."

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