Und nochmal 5 Mrd. für die IKB

Meine letzten Postings zum Thema IKB fingen schon mit "öch nee, nicht schon wieder" an, aber diese unendliche Geschichte ist immer noch nicht zu Ende.

Nachdem die Bank mit über 10 Milliarden Euro Steuergeldern aufgepäppelt wurde, um dann am Ende für alberne 100 Millionen verschleudert zu werden, greift die IKB jetzt tatsächlich noch mal zur Staatshilfe.

Der deutsche Stabilitätsfonds SoFFin stellt der IKB einen Rettungsschirm von bis zu 5 Mrd. Euro zur Verfügung, damit die Refinanzierung der Bank nicht komplett zusammenbricht.

Damit ist der EINZIGE positive Aspekt an der IKB, nämlich die Tatsache, dass der Verkauf nach dem Motto "lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende" erfolgte, hinfällig.

Wieso hat man den Laden nicht einfach abgewickelt?

Handelsblatt: Soffin steht für IKB gerade

1 Kommentar :

  1. Die Frage nach dem "warum" dürfte - so vermute ich es - in den Kreisen derjenigen zu suchen sein, die a) einerseits mittels Hedgefonds (steuerbefreit) auf gute Rendite hofften und indirekt wie gründlich mit der IKB verbunden waren und zudem b) große Nähe zu der politischen Elite in Berlin hatten (unter besonderer Berücksichtigung des Bundesfinanzminsters Steinbrück und des Bundesbankenministers Ackermann).

    Ich mein:

    Wie würdest du an Stelle einer Minister-Imitation des Seeheimer Kreises handeln, wenn politische und tatsächliche Freunde, Verwandte oder Kinder hochnegativ von einer regulären IKB-Pleite betroffen wären? Und wo wären die fürstlichen Provisionen gelandet, die sich z.B. Rechtsanwälte (und dessen amerikanischen Freunde) gesichert haben, wenn der Laden einfach dicht gemacht hätte?

    Nicht zuletzt:

    Hätten die Herren Merk, Ackermann und Steinbrück - aber das ist NATÜRLICH noch einmal ein ganz anderes Thema - einen ruhigen Schlaf gefunden, wenn der Staat im Sinne des Allgemeinwohls im Fall der IKB eine Lösung gefunden hätte, die für uns mindestens 15 Milliarden Euro günstiger gewesen wäre?

    Hätte (ein sehr wichtiges hätte!) der Staat z. B. nur für 80% der IKB-Verluste/Einlagen eingestanden, sodass die Hedgefond (und anderen Schmarotzer) zumindest 20 Prozent der Verluste zu tragen gehabt hätten:

    Was wäre dann?

    (ich wäre froher gewesen)

    (... - und einen Garant-Satz in Höhe von 60 Prozent hätte ich auch noch für vernünftig gehalten - vernünftig in dem Sinne, dass der sich aus dem IKB-Fall speisende Teil der Finanzmarktpanik damit ausreichend abgedämpft worden wäre)

    So, wie es ist, aber jubeln die Falschen, beispielsweise Hegdefonds und ganz spezielle Freunde der hohen Politik.

    Meine Meinung:

    Es ist sehr beschämend für unser Land, dass wir von so einer Regierung regiert werden!

    Ich wünsche mir Zeiten, wo man sowohl diesen Rundumschutz für Zocker, als auch die dafür Verantwortlichen legal auf das allerübelste verfluchen dürfte.

    Ich möchte aber nichts Illegales sagen. Außer vielleicht, dass ich Steinbrück, vorsichtig formuliert, für sehr ablehnungswürdig halte, auch in seiner Eigenschaft als Zocker-Kumpan und zweistelliger Milliardenvernichter.

    Lothar Lammfromm aka John Dean

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