Zahl des Tages (16.12.08): 39.300.000.000

Assets im Wert von

39.300.000.000 (39,3 Mrd) Dollar

hat der quasi verstaatlichte Versicherungskonzern AIG inzwischen an die Fed (of New York) verkauft. Man kann sich fast sicher sein, dass die Sachen nicht 39,3 Mrd. Dollar wert sind, auch wenn diese Summe geflossen ist.

FT Alphaville: AIG sells $39bn of assets to NY Fed fund

Das Geschäft soll nur beispielhaft für eines der vielen Geschäfte dienen, die inzwischen - abseits der Schlagzeilen - mit dem Geld der Steuerzahler durchgeführt werden. Ohne Aufmerksamkeit, ohne Kontrolle, ohne Rechtfertigung. Es geht ja nur um 2,2 Billionen Dollar, die inzwischen in den Büchern der Fed liegen ...

Und wenn dann mal jemand wie Bloomberg versucht, Transparenz in die Geschäfte zu bekommen, gibt das zwar im ersten Schritt viel Aufmerksamkeit, am Ende kommt aber nichts dabei raus. Der Antrag ist abgelehnt worden ... Die Fed geht davon aus, dass sie das Recht hat, Informationen zurückhalten zu dürfen ....

FT Alphaville:How to handle the truth
Creditwritedowns: Latest update on Bloomberg suit against Fed
oder die Originalmeldung von Bloomberg: Bloomberg: Fed Refuses to Disclose Recipients of $2 Trillion (Update2)

Kommentare :

  1. Der schiere Wahnsinn, was die FED alles an minderwertigem Müll aufkauft. Allein der ganze Hypothekenmüll von Fannie und Freddy. Hier ist ne riesengroße Enteignung am Laufen, von der die wenigsten was wissen wollen. Zunächst ist Deflationierung angesagt im schwarzen Loch 'Liquiditätsfalle' und dann der Run auf die Sachwerte wenn sie langsam zu begreifen beginnen, dass die aufgeblähten Kredit-Dollars nicht mal mehr zum Heizen taugen

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  2. Stimme voll zu.

    Das einzige, was mich an der These stört, ist dass davon im Moment zu viele ausgehen (erst deflation, dann monsterinflation).

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  3. wie es bislang noch immer so war wenn Krisen mit Geld zugeschüttet wurden, die monströs aufgeblähte Liquidität wird viel zu lange ihre "segensreiche" Wirkung entfalten dürfen anstatt nur als Akutmedizin verabreicht zu werden. Das Geld wird sich den Weg für die nächste (finale?) Blase suchen. Und falls man überhaupt gedenkt, die Liquidität auch mal wieder einzusammeln, wird das natürlich nur völlig unzureichend passieren. Ist ja auch so schön das süße Gift.

    Deine These, dass etwas nicht passieren könne, weil alle es erwarten, hat sich mittlerweile auch in fast alle Hirne eingefressen ;)

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  4. Es erwarten ja noch lange nicht alle. Die Gefahr war nicht wirklich ernst gemeint.

    Außerdem haben alle (bis auf einen, schulterklopf) auch ein tolles Jahr 2008 erwartet. Kam dann auch ganz anders.

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  5. wenn alle ein beschissenes Jahr 2009 erwarten, kann es ja durchaus sein, dass wir tatsächlich ein solches bekommen ;-)

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  6. Ausnahmen bestätigen die Regel!

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