Ich führe die Gründe nur auf, um einen Vorgeschmack zu geben. Beide Artikel sind lesenswert, deshalb gebe ich nur kurz Senf dazu ...
Marketwatch: 11 reasons Bernanke's recession lasts till 20111. Stagflation: Bernanke's no-win Achilles heel
Das, was ich immer Zwickmühle nennen: Kümmere ich mich um die Inflationsbekämpfung oder das Wachstum? Die Fed kümmert sich nur noch um das Wachstum und damit ist der Kollateralschaden klar: anziehende Inflation.
2. Housing-credit meltdown: We've got a long way to go!
Full Ack! Das Thema ist noch lange nicht vom Tisch. Ich schätze, dass beim Preisrückgang der Immobilien erst die Hälfte erreicht ist und bei den Foreclosures eher weniger (wobei die Finanzmärkte aber schon mehr eingepreist haben).
3. Commodities: World's new reserve 'currency,' not dollars
Tja, dieser Umschwung vom Dollar auf Öl und Gold ist möglicherweise wirklich nachhaltiger als manche das gerne hätten.
4. Toxic derivatives: World's $516 trillion ticking time bomb
Weapons of Mass Destruction, Massenzerstözungswaffen, hat das schon ein anderer kluger Kopf genannt.
5. Massive debt: Everywhere, trade, federal, states, local
Hierauf habe ich schon mehrfach hingewiesen: Wir sprechen nicht über *eine* Kreditblase in *einer* Assetklassen, sondern über eine breite Verschuldung. Es sind eben nicht nur die Verbraucher, die sich für Immobilien verschuldet haben. Die Verbraucher haben sich auch auf allen Ebenen verschuldet. Und auch die Bonität der Unternehmen sinkt immer weiter (egghat's Blog:
Die Kreditprobleme in der USA werden immer schlimmer).
6. America's new 'pushers:' Banks feeding consumer addicts
So ist das mit den Drogen- bzw. Konsumabhängigen: Einmal angefixt, kommen die nicht mehr los.
7. More wars: Pentagon predicts bigger, costlier conflicts
Naja, hier wird's spekulativ. Es kann auch gut sein, dass die USA ihre Lehren gezogen haben und unter Obama keinen Krieg mehr starten, für den es a) einen Grund gibt und b) den man auch gewinnen kann.
8. Greed: Wall Street and Corporate America's defining 'value'
Auch das ist eher philosophisch.
9. Democracy failing: America now run by 35,000 lobbyists!
Siehe 8). Sofern das stimmt (Anzeichen gibt es sicherlich), ist das für die kurz- und mittelfristige Börsenentwicklung irrelevant.
10. America's already in a recession, and in denial
Gut. Hierzu ein FulL Ack (=Volle Zustimmung).
11. Class warfare: Superrich vs. Main Street America
Das stimmt natürlich auch. Warren Buffet versteht auch nicht, warum er so wenig Steuern bezahlen muss.
So, starker Tobak ...
Für die Nerven daher noch was aus der FAZ:
FAZ: Die Crash-Propheten übertreiben die Krise in AmerikaDaraus:
Vier Gründe, nicht in Depression zu verfallen:
1. Trotz ihres großen Ausmaßes stellt die aktuelle Krise gemessen an der Größe der betroffenen Volkswirtschaft keinesfalls etwas nie Dagewesenes dar.
2. Ein wichtiger Unterschied der aktuellen Situation zu vergangenen Krisen ist die globale Natur des Problems. [...] Die negativen Auswirkungen auf die amerikanische Wirtschaft werden allerdings geringer ausfallen als bei einer im Ausmaß vergleichbaren, aber rein nationalen Krise.
3. Die Fed hat auf die Krise im Finanzsektor schnell reagiert und die Geldpolitik massiv gelockert.
4. Die Finanzinstitute sind die Probleme in der aktuellen Krise wesentlich offensiver angegangen als dies Anfang der neunziger Jahre in Japan der Fall war.
So, jetzt könnt ihr euch das raussuchen, was euch am besten passt ;-)
Ich bin für Rezession in Q1 und Q2 (damit ich meine Wette gewinne) und danach für eine kräftige Erholung.
Ich führe die Gründe nur auf, um einen Vorgeschmack zu geben. Beide Artikel sind lesenswert, deshalb gebe ich nur kurz Senf dazu ...
Marketwatch: 11 reasons Bernanke's recession lasts till 20111. Stagflation: Bernanke's no-win Achilles heel
Das, was ich immer Zwickmühle nennen: Kümmere ich mich um die Inflationsbekämpfung oder das Wachstum? Die Fed kümmert sich nur noch um das Wachstum und damit ist der Kollateralschaden klar: anziehende Inflation.
2. Housing-credit meltdown: We've got a long way to go!
Full Ack! Das Thema ist noch lange nicht vom Tisch. Ich schätze, dass beim Preisrückgang der Immobilien erst die Hälfte erreicht ist und bei den Foreclosures eher weniger (wobei die Finanzmärkte aber schon mehr eingepreist haben).
3. Commodities: World's new reserve 'currency,' not dollars
Tja, dieser Umschwung vom Dollar auf Öl und Gold ist möglicherweise wirklich nachhaltiger als manche das gerne hätten.
4. Toxic derivatives: World's $516 trillion ticking time bomb
Weapons of Mass Destruction, Massenzerstözungswaffen, hat das schon ein anderer kluger Kopf genannt.
5. Massive debt: Everywhere, trade, federal, states, local
Hierauf habe ich schon mehrfach hingewiesen: Wir sprechen nicht über *eine* Kreditblase in *einer* Assetklassen, sondern über eine breite Verschuldung. Es sind eben nicht nur die Verbraucher, die sich für Immobilien verschuldet haben. Die Verbraucher haben sich auch auf allen Ebenen verschuldet. Und auch die Bonität der Unternehmen sinkt immer weiter (egghat's Blog:
Die Kreditprobleme in der USA werden immer schlimmer).
6. America's new 'pushers:' Banks feeding consumer addicts
So ist das mit den Drogen- bzw. Konsumabhängigen: Einmal angefixt, kommen die nicht mehr los.
7. More wars: Pentagon predicts bigger, costlier conflicts
Naja, hier wird's spekulativ. Es kann auch gut sein, dass die USA ihre Lehren gezogen haben und unter Obama keinen Krieg mehr starten, für den es a) einen Grund gibt und b) den man auch gewinnen kann.
8. Greed: Wall Street and Corporate America's defining 'value'
Auch das ist eher philosophisch.
9. Democracy failing: America now run by 35,000 lobbyists!
Siehe 8). Sofern das stimmt (Anzeichen gibt es sicherlich), ist das für die kurz- und mittelfristige Börsenentwicklung irrelevant.
10. America's already in a recession, and in denial
Gut. Hierzu ein FulL Ack (=Volle Zustimmung).
11. Class warfare: Superrich vs. Main Street America
Das stimmt natürlich auch. Warren Buffet versteht auch nicht, warum er so wenig Steuern bezahlen muss.
So, starker Tobak ...
Für die Nerven daher noch was aus der FAZ:
FAZ: Die Crash-Propheten übertreiben die Krise in AmerikaDaraus:
Vier Gründe, nicht in Depression zu verfallen:
1. Trotz ihres großen Ausmaßes stellt die aktuelle Krise gemessen an der Größe der betroffenen Volkswirtschaft keinesfalls etwas nie Dagewesenes dar.
2. Ein wichtiger Unterschied der aktuellen Situation zu vergangenen Krisen ist die globale Natur des Problems. [...] Die negativen Auswirkungen auf die amerikanische Wirtschaft werden allerdings geringer ausfallen als bei einer im Ausmaß vergleichbaren, aber rein nationalen Krise.
3. Die Fed hat auf die Krise im Finanzsektor schnell reagiert und die Geldpolitik massiv gelockert.
4. Die Finanzinstitute sind die Probleme in der aktuellen Krise wesentlich offensiver angegangen als dies Anfang der neunziger Jahre in Japan der Fall war.
So, jetzt könnt ihr euch das raussuchen, was euch am besten passt ;-)
Ich bin für Rezession in Q1 und Q2 (damit ich meine Wette gewinne) und danach für eine kräftige Erholung.
11 Gründe, warum die Rezession übel wird und vier warum nicht