TV Tipp: Aus dem Leben eines Investmentbankers

Für irgendwas müssen die 18 Euro im Monat GEZ-Gebühr ja gut sein ...

FJ hat mir einen Hinweis auf eine Doku im Ersten gegeben, die heute Abend um 23:45 von meinem Festplattenrekorder aufgezeichnet werden wird ;-)

Es ist eine Doku über das Leben eines Investmentbankers, der in möglichst kurzer Zeit möglichst viel Geld verdienen wollte um danach wieder als Hippie in Indien leben zu können. Er nennt die gesamte Branche zutiefst zynisch und erzählt von Sex (Nutten), Drogen (genug Koks, um die gesamte kolumbianische Armee 2 Wochen lang bei Laune zu halten) und Geld, viel Geld.

Geraint Anderson verfasste unter der Pseudonym Citiboy auch eine sehr beliebte Kolumne in einer Londoner Zeitung. Er hat auch zwei Bücher geschrieben (Cityboy: Beer and Loathing in the Square Mile, Cityboy: 50 Ways to Survive the Crunch, deutsche Übersetzung demnächst: Cityboy: Das Buch aus dem Herzen des Londoner Finanzdistrikts) und einen Song gemacht.



Die FAZ hat eine Kritik, die die Doku nicht unbedingt als Pflicht erscheinen lässt, aber mit einem Vorspulknopf gesegnet lässt es sich hoffentlich ertragen ...

FAZ: Die Geschichte eines Verrats

Das Erste: die story: Der große Rausch (WDR)

Update (9.1.09)

horst_m hat in den Kommentaren einen Hinweis auf das Blog von Cityboy hinterlassen, den ich hier noch nachtragen möchte:

http://cityboy.thelondonpaper.com/identity/

Übrigens finden die Kommentatoren die Sendung ganz gut. Werde ich mir dann am Wochenende mal anschauen ...

Kommentare :

  1. Im Spiegel war auch schon ein mehrseitiger Artikel über ihn drin. Den fand ich ganz gut, da er deutlich ausführlicher war als der kurze FAZ-Artikel und nicht ganz so reißerisch/plakativ.
    Bin mal gespannt, ob die Sendung sehenswert ist. Tippe aber auch wie die FAZ darauf, dass sich da jemand profilieren möchte um im Nachhinein mit der Geschichte nochmal richtig Geld zu machen. Aus ökonomischen Gesichtspunkten hat er bestimmt vieles richtig gemacht. Ob diese Tour aber nun moralisch besser ist als das bisherige Leben als Investmentbanker, bezweifle ich stark. Wohl eher andersrum.

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  2. Ich muss zugeben, ich fand die Doku besser als erwartet - erklärt jedenfalls seine Entwicklung recht gut. Die Kommentare zum Shortselling oder die platte Erklärung, wie daraus eine Rezession entstehen kann waren allerdings auch "Blödsinn" (oder "Bullshit" wie es im Film hieß).

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  3. Ach mist zu spät gelesen.

    @egghat kannst du das evtl. irgendwo hochladen?

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  4. Also entweder haben die geglaubt, ihr Publikum sei zu dumm, einen Leerverkauf zu verstehen, oder sie haben es selbst nicht gerafft.

    Mehrfach wurde aus OT "short selling" einfach nur "Aktien verkauft".

    Abgesehen davon war es gut gemacht und unterhaltsam.

    An einigen Stellen kam es mir aber so vor, als ob er da auch Sachen, die er selbst gar nicht erlebt hat, in seine "Biographie" eingebaut hat.

    Er war schließlich kein Händler, sondern Analyst.

    Abgesehen davon solltest Du noch folgenden Link einbauen, dort kann man sein Blog lesen:
    http://cityboy.thelondonpaper.com/identity/

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  5. @m106:

    Hmmm, das sind aber 500 Megabyte oder so

    @horst_m: Danke für den Hinwesi, habe ich ergänzt.

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  6. http://www.youtube.com/watch?v=H7AtydfrsyQ
    Da ist er in einem CNBC Interview, der auch im Beitrag verwendet wurde.

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