Zahl des Tages (09.01.09): -15,9

Um

15,9%

sind die Hauspreise in Großbritannien nach Berechnung der Hypothekenbank Nationwide gefallen. Das Minus bezieht sich auf den Vergleich von Dezember 08 zu Dez. 07. Im Vergleich mit dem Vormonat ging es 2,5% nach unten, auch das Jahresminus steigt (im November waren es "nur" 13,9%). Der November, in dem es nur 0,4% nach unten ging, muss somit als positiver Ausreißer gelten.

Vom Hoch aus gerechnet beträgt das Minus inzwischen 18%.

Und wer jetzt meint, dass britische Immobilien langsam preiswert sein müssten, soll bitte mal den Chart im verlinkten Artikel anschauen. Immobilien kosten aktuell etwa das 5,5fache des Jahreseinkommens. Das ist zwar weniger als die 6,5, die am Preishoch bezahlt wurden, aber noch Mitte der 90er Jahre wurde nur etwa das Dreifache bezahlt.
Auch wenn man die Immobilienpreise mit der Miete vergleicht (was ich auch in den USA gerne mache), ergibt sich noch immer eine klare Überbewertung der Hauspreise.

Credit Writedowns: Nationwide: UK house prices down 15.9% from last year

Etwas positiver stimmt die Grafik, die FT Alphaville bringt. Diese zeigt, dass die Hauspreise in England (usw.) fast wieder auf dem langjährigen Trend angekommen sind. Das bedeutet natürlich nicht, dass der Preisverfall jetzt abrupt stoppen wird, aber es zeigt immerhin an, dass die Preise nicht mehr hoffnungslos überteuert sind. 10 oder 15% kann es aber noch locker weitergehen. Und wenn sich die Wirtschaft schlechter entwickelt als aktuell erwartet wird, auch noch mehr.

FT Alphaville: UK house prices - nearly where they should be

0 Kommentare :

Kommentar veröffentlichen

Vielen Dank für Deinen Kommentar.

Related Posts with Thumbnails

egghats Amazonstore