Noch ein Hedgefonds Betrug

Laut Handelsblatt der "größte aller Zeiten". Kann ich aber nicht nachvollziehen ...

Greenwood und Walsh heißen die beiden Fondsmanager, die 1,3 Milliarden Dollar eingesammelt haben. Anleger waren u.a. die Carnegie Mellon University (49 Mio.), die University of Pittsburg (65 Mio.), ein Pensionsfonds der Angestellten des Bundesstaats Iowa (339 Mio.) und einer für die Angestellten von Sacramento (90 Mio.).

Dummerweise haben die Manager von den 1,3 Milliarden Dollar mindestens 553 Mio einfach für private Zwecke verballert. Und die Aktionäre schauen jetzt in die Röhre.

Aber warum das der größte Betrugsfall sein soll, ist mir schleierhaft. Madoff und Stanford dürften größer sein. OK, vielleicht ist es korrekt, weil die Schadensumme im Fall Greenwood und Walsh schon feststeht, aber irgendwie erscheint mir das eher der verzweifelte Versuch zu sein, eine knallige Überschrift hinzubekommen.

"Der größte Hedge-Fonds-Betrugsfall aller Zeiten" vs. "Noch ein Hedgefonds Betrug".

Handelsblatt: Der größte Hedge-Fonds-Betrugsfall aller Zeiten
FT Alphaville: The teddy bear fraud
Marketwatch: Futures traders charged in alleged $1.3 bln scam
Original-Anklage der CFTC

Kommentare :

  1. "Aber warum das der größte Betrugsfall sein soll, ist mir schleierhaft."

    Weil die anderen beiden Fonds keine Hedge-Fonds waren!?

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  2. Das stimmt natürlich! Irgendwie aber auch nur. Wer die Beschreibung von Madoff und Stanford mal gelesen hat, weiss, dass das eigentlich auch Hedgefonds waren. Also auf dem Papier. Nenn es "Managed Futures".

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  3. In den USA technisch korrekt. Habe neulich einen Vortrag über die Aufsicht verschiedener Fonds-Formen gehört und in den USA gilt Madoff zum Beispiel als "Investment Advisor" und unterliegt damit praktisch gar keiner Aufsicht, sein Depothändler (der ja wohl auch zu ihm gehörte) hingegen sehr wohl, als "Broker/Custodian". Hedge-Funds sind wiederum eine andere Kategorie. Sagt die Haarspalterin vom Dienst.

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  4. Macht es einen Unterschied was es nun genau war, ob Hedge-Fonds oder eine andere Art, die in den USA wieder anders heißen...völlig egal....auch der titel im handelsblatt stört mich weniger, doch umso mehr das Verhalten dieser Menschen und ihren Betrug. Leider laufen solche Gestalten noch frei rum. Die müssten auch nicht ins Gefängnis, sondern lebenslang Strafarbeiten, bis sie das Geld, was sie den Anderen "gestohlen" haben wieder erstattet haben...doch bei 550 mio.müssten sie lange Knüppeln....

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