Zahl des Tages (16.02.09): 12

Hmmm, nach der großen Zahl von gestern soll wieder eine kleine folgen:

Weniger als

12

Stunden Zeit hatten die US-Senatoren, um das 1100 Seiten dicke US-Konjunkturprogramm zu lesen. (Die 1100 war erst die Zahl des Tages, aber ich wollte ja eine kleine ...)

Angesichts der Verhandlungen, die erst im Kongress und dann im Senat und dann zur Kompromissfindung zwischen beiden stattfanden und der permanenten Änderungen, die vorgenommen wurden, kann man wohl mit Sicherheit sagen, dass der folgende Senator die Wahrheit sagt, auch wenn das unter Senatoren unüblich ist ;-)



Niemand, der darüber abgestimmt hat, egal ob mit Yes oder No, hat das gelesen. Niemand. Bei dem Umfang dürfte selbst teilweise ein zu positive Formulierung sein. In Ausschnitten passt wahrscheinlich besser ...

Es geht ja auch nur um 789.000.000.000 (789 Mrd) Dollar ...

Kommentare :

  1. kommt mir bekannt vor , wie damals mit dem 700 mrd Bankenfond .

    1100 Seiten bis die alle geschrieben und gedruckt werden dauert ja ewig.

    Komisch das sie die lösungen so schnell haben .

    Mir geht alles zu schnell , man kannte die politik alles dauert jahre nun wird alles in tage und wochen abgewickelt.

    Vermutlich kommen die lösungen immer von den bildebergern

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  2. Unser nächstes Problem? Der Market Chat in FT Alpha heute voll von diesem Thema "Untergang von Osteuropa":
    http://www.nakedcapitalism.com/2009/02/will-eastern-europe-trigger-financial.html

    10% Kreditausfälle in Osteuropa würden die österreichische Volkswirtschaft auslöschen, meinte einer. Hmmm. Wenn ich jetzt die Euro-Banknoten und Münzen nur noch aus dem Prägeland Deutschland halte, kann ich diese dann wieder in DM-Neu tauschen? Wenn ich hingegen österreichische Euros halte, sind diese dann bei Umtauschzwang in Schilling-Neu wertlos. Wie will man nach einem Zusammenbruch des Euro, das Geld trennen? Geht das überhaupt?

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  3. Meine Diplomarbeit hatte damals auch 350 Seiten, wovon allerdings fast 300 Seiten gedruckter Quellcode waren (hat man damals noch so gemacht).

    Deshalb würde ich gerne wissen, was denn grundsätzlich in den 1100 Seiten steht. Geithner wird das wohl kaum am Vorabend seiner Sekretärin diktiert haben (es sei denn der Text wurde in seniorenfreundlicher Schriftgröße gedruckt).

    Aber trotzdem, das sind gerade unglaubliche Raubzüge die dort stattfinden.

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  4. @FJ

    Ich kann vielleicht ein bisschen von meinen Beobachtungen aus Bulgarien berichten (habe dort Verwandschaft). In Bulgarien gab es vorher eigentlich keine Supermärkte, aber Billa (österreichische Einzelhandelskette) hat in vielen Städten Läden aufgemacht und die Dinger sind (soweit ich das beurteilen konnte) ziemlich gut besucht.

    Anders die Malls, die an jeder Ecke , auch in Kleinstädten, entstanden sind. Wer die finanziert hat (was ich leider nicht weiß) ist definitiv am Arsch, denn so leere Geschäfte habe ich lange nicht gesehen. Und es wurden Ende 2008 immer noch neue gebaut.

    Dann die Immobilienpreise: Sofia ist extrem teuer (für das was geboten wird), allerdings hat sich in den letzen 10 Jahren die Bevölkerungszahl ungefähr verdoppelt, so dass auch Knappheit herrscht. Schlimm sieht es aber am Schwarzen Meer aus, wo unglaubliche (IHMO extrem scheußliche) Hotelburgen und Appartmentkomplexe entstanden sind. Ich war dort nur kurz, aber der Leerstand und die Ausrichtung auf Billigtouristen (Viele Ostrentner) war nicht zu übersehen. Trotz des Leerstandes wurde Ende 2008 immer noch kräftig gebaut. Die Immobilienpreise sind gesalzen, aber unter der Hand sind die Neubaupreise angeblich schon über 50% gefallen (finde ich immer noch zu hoch). Kurzum, das wird ein Desaster, wobei es mich freut, dass dieses sinnlose Betonieren der an sich schönen Landschaft erst einmal ein Ende hat.

    In Bulgarien sind übrigens die griechischen Banken sehr stark engagiert (steht nicht im ftalphaville-Artikel).

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  5. @Anonym: Sehr interessant, die Bulgarien Story.

    @Anonym: Ich dachte es sind "nur" 647 Seiten? http://www.rules.house.gov/111/LegText/111_hr1_text.pdf

    Ich habe den Käse auch nicht gelesen und die meisten Anleger, Senatoren, Mitglieder des Repräsentantenhauses wohl auch nicht. http://frwebgate.access.gpo.gov/cgi-bin/getdoc.cgi?dbname=111_cong_bills&docid=f:h1pp.txt.pdf

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