Zahl des Tages (22.02.09): 46

Ein kurzer Rückblick auf das, was die aktuelle Krise ausgelöst hat: Immobilienpreise, die durch die Decke gingen. Befeuert durch niedrige Zinsen und durch Subprime-Kredite neu erschlossene Käuferschichten. Auch wenn es Märkte gibt, in denen sich die Preise langsam wieder sinnvollen Größenordnungen annähern, gibt es zumindest in Teilbereichen noch Preise, die deutlich zu hoch sind.

Zum Beispiel in Manhattan, einem der Immobilienmärkte, der lange stabil blieb. Dort waren es auch nicht die "neu erschlossenen" Käuferschichten, die die Preise trieben, sondern schlicht ein begrenztes Angebot das auf genügend viele zahlungskräftige Investmentbanker traf. Nur haben diese inzwischen auch ein Problem ...

Das Angebot an höchstpreisigen Appartments in New York steigt: Aktuell werden 795 (nach 518 vor einem Jahr) Appartments angeboten, die mehr als 5 Millionen Dollar kosten sollen. Die Nachfrage sinkt parallel zu den sinkenden Boni der Investmentbanker (sofern diese überhaupt noch einen Job haben).

Der Preisverfall hat aber gerade erst begonnen. Wenn man sich das Verhältnis von durchschnittlichem Appartmentpreis zum durchschnittlichen Einkommen anschaut, ist dieses mit 7,7 immer noch sehr hoch. Das langfristige Mittel in New York liegt bei etwa 4 (landesweit bei etwa 3). Und daraus berechnet sich die heutige Zahl des Tages ...

Sollten die Preise in New York auf das langfristige Mittel zurückfallen, ergibt sich ein Korrekturpotenzial von

46%.

(wobei zu dieser Rechnung noch Nachkommastellen gehören müssen, dann eigentlich ist 7,7 --> 4,0 ein Minus von 48%; aber so genau will ich es mal nicht nehmen. Ich bin heute so großzügig wie die Stürmer RWO, die es tatsächlich geschafft haben, nicht nur den 8. Sieg der Saison, sondern auch den ersten(!) mit 2 Toren Vorsprung einzufahren)

Creditwritedowns: Manhattan real estate in freefall

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