Zahl des Tages (4.2.09): 26,9

So genug der Horrorzahlen. Heute gibt's zwar erneut eine Horrorzahl, aber eine die klar macht, dass der Abschwung auch irgendwann seine Grenzen erreicht. Leider kommt diese Zahl noch nicht vom Immobilienmarkt ...

Wenn man sich die aktuellen Autoverkaufszahlen in den USA anschaut (z.B. hier:US-Automarkt im freien Fall) und diese auf die insgesamt zugelassenen Automobile umrechnet, kommt man auf eine Zahl, die im historischen Rückblick eigentlich überraschend stabil ist. Nur im Moment nicht:



Quelle: Calculated Risk

Und so kommt man auf diese Zahl: Es gibt in den USA aktuell 247,3 Millionen Autos. Die gestrigen Zulassungszahlen ergeben auf das Jahr hochgerechnet einen Absatz von 9,2 Millionen Autos. Daraus errechnen sich dann das Verhältnis von 26,9. Es würde also (theoretisch) 26,9 Jahre dauern, die gesamte Automobilflotte der USA auszutauschen. Knapp 27 Jahre halten die Autos aber einfach nicht. Vor allem nicht die von GM, Ford und Chrysler ...

Kurz: Dieser Abschwung kann *so* nicht weitergehen. Irgendwann müssen die Umsätze wieder anziehen, ansonsten sehen die Autos in den USA bald wie in Kuba aus:



Und dass die Annäherung zwischen den beiden Erzfeinden USA und Kuba so ablaufen soll, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen ;-)

Calculated Risk: Looking for the Sun (enthält übrigens auch ähnliche Rechnungen zum US-Immobilienmarkt)
Econbrowser: January auto sales

Kommentare :

  1. Wenn es 26,88 Jahre dauert die Fahrzeugflotte komplett zu ersetzen, dann wären die Autos dann im Durchschnitt 13,44 Jahre alt, was nicht sooooo unrealistisch ist.

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  2. übrigens ist es ja nicht gesagt, dass es auch in zukunft eine gesamtzahl von 247 millionen fahrzeugen in den usa geben muss..??

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  3. @Daniel:

    Die Autos in Deutschland sind etwas über 8 Jahre alt. 13,4 wäre schon extrem. Die Autos werden im Durchschnit älter, weil sie eben auch länger halten. Aber hat nicht so extrem viel länger.

    @anonym:

    Man muss immer bedenken, dass die USA eine relativ junge Nation sind, u.a. durch Zuwanderung. Die Bevölkerung wächst noch und damit auch der Bedarf an Autos. Einen Rückgang verhindern hier allein schon demografische Effekte.

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  4. Viele Familien in den USA haben 2 oder mehr Autos. Eins für den Mann, eins für die Frau vielleicht noch die Kinder? Wenns da mal eng mit dem Einkommen wird, kann ich mir denken, dass die Familien auf Neuanschaffungen verzichten werden

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  5. @ Stefan: Oder der Absturz wird so extrem dass wieder auf Sänften, Kutschen und das Fahrrad umgestiegen wird. :)

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  6. Schöne Berechnung, die gut die Unsicherheit darstellt.
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