Zahl des Tages (9.2.09): 1,21

Für 34.000 Euro ist der älteste bekannte Pfennig versteigert worden. Die Münze war (etwa) 1250 Jahre alt.

34.000 Euro für einen Pfennig hört sich toll an. Ist es aber gar nicht. Denn das Ganze ist eine ziemlich miese Rendite ...

Um aus einem Pfennig 3.400.000 Pfennige zu machen, benötigt man einen Faktor von 3,4 Millionen. Ich habe die Rechnung mal mit 1,2% Rendite gemacht:

Nach Einhundert Jahren sind aus diesem 1 Pfennig bei 1,2% Rendite 3,296 Pfennige geworden.
Nach Zweihundert Jahren sind aus diesem 1 Pfennig bei 1,2% Rendite 10,866 Pfennige geworden.
Nach Dreihundert Jahren sind aus diesem 1 Pfennig bei 1,2% Rendite 35,822 Pfennige geworden.
Nach Vierhundert Jahren sind aus diesem 1 Pfennig bei 1,2% Rendite 118,087 Pfennige geworden.
Nach Fünfhundert Jahren sind aus diesem 1 Pfennig bei 1,2% Rendite 389,274 Pfennige geworden.
Nach Sechshundert Jahren sind aus diesem 1 Pfennig bei 1,2% Rendite 1283,238 Pfennige geworden.
Nach Siebenhundert Jahren sind aus diesem 1 Pfennig bei 1,2% Rendite 4.230,179 Pfennige geworden.
Nach Achthundert Jahren sind aus diesem 1 Pfennig bei 1,2% Rendite 13.944,726 Pfennige geworden.
Nach Neunhundert Jahren sind aus diesem 1 Pfennig bei 1,2% Rendite 45.968,597 Pfennige geworden.
Nach Eintausend Jahren sind aus diesem 1 Pfennig bei 1,2% Rendite 151.534,843 Pfennige geworden.
Nach Eintausendundeinhundert Jahren sind aus diesem 1 Pfennig bei 1,2% Rendite 151.534,843 Pfennige geworden.
Nach Eintausendzweihundert Jahren sind aus diesem 1 Pfennig bei 1,2% Rendite 499.532,505 Pfennige geworden.
Nach Eintausendzweihundertundfünfzig Jahren sind aus diesem 1 Pfennig bei 1,2% Rendite
2.989.789,619 Pfennige, also 29.897,89 Euro geworden

Der Zinseszinseffekt ist doch immer wieder beeindruckend!

Um die restlichen gut 4000 Euro, die noch fehlen, dazu zu bekommen, muss ich die Rendite nur von 1,20 auf 1,21% erhöhen. Dann lande ich schon bei 33.828,37 Euro.

NTV: Wer den Pfennig nicht ehrt ...34.000 Euro geboten

(Ich hoffe nur inständig, dass in der Rechnung kein Fehler ist ...)

Kommentare :

  1. keine Sorge, die Rechnung stimmt *gg*

    1,21040976 % ist der Zins ....

    Gruß

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  2. Mein Taschenrechner macht die 1250. Wurzel nicht (oder ich bin zu blöd dafür). Da kommt immer 1,0000012 raus?!? Anders herum geht es aber. Und da ich das schon schrittweise gemacht hatte, hab ich das auch direkt so gepostet ...

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  3. nimm statt der 1250.Wurzel einfach hoch (1 / 1250), also hoch 0,0008
    ;o)

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  4. Streitet Euch mal nicht um Nachkommastellen, wenn Ihr bei der Umrechnung von Pfennig in Euro um knapp den Faktor zwei verrechnet.

    Ansonsten natürlich eine sehr originelle und interessante Rechnung. :-)

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  5. Hallo egghat,
    danke für diese ermunternde Rechnung! ;-)

    Ich hätte da auch noch eine:

    Der gefundene Silberdinar ist 1,18 Gramm schwer, das entspricht etwa 4% einer Feinunze Silber.

    Diese liegt derzeit etwas unter 12€ (Geldkurse vom Ex-Dresdner Münzhandel in Frankfurt).

    4% von 12€ entsprechen 48 €-Cent, somit ergibt sich ein Aufschlag von 33999.52€ auf den Metallwert oder in Prozent ausgedrückt:

    7.083.333.33%
    (= 34000 / 0.48 *100%).

    Gruß

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  6. Frage:
    Wenn ich über Excel folgende Formel eingebe:
    =IKV(B1:B1250;0,012)
    mit B1 = -0,01; B1250 = 33828,37, restliche B = 0), dann erhalte ich das falsche Ergebnis:
    1,210974610634590000000000%

    Was mache ich falsch? Danke!

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  7. @mike: Da sagt bc tatsächlich "Runtime warning (func=(main), adr=17): non-zero scale in exponent" Der Trick geht nicht ... Im Apple Calculator hätte er allerdings geklappt ... (wobei die richtige Version auch geht).

    @Olaf: Der offizielle Umtauschkurs von Goldpfennig in Euro *war* 1:1 ;-)

    @Johannes: Da sieht man mal, wie wenig gedeckt die heutigen Währungen sind ...

    @FJ: Du benutzt Excel! Da kommen immer falsche Ergebnisse raus, wenn man den Mainstream verlässt ... Also sowas macht, wie eine Rendite für 1250 Jahre berechnet. Das ist nicht vorgesehen. (Es kann natürlich sein, dass ich die Schuld auf den Falschen lege und deine Formel falsch ist. Aber im Zweifelsfall haben meine Leser Recht ;-) ).

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  8. Ich habs:
    =IKV(B1:B1251;0,012)
    B1 = -0,01, B1251 = 34000, Rest B = 0.
    Zins dann 1,210409752085030000000000%

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  9. Man with tape recorder up his brother's nose09 Februar, 2009 20:18

    Die ganze Rechnung wär eh hinfällig wenn man 1923 das Geld bar in Deutscher Mark gehalten hätte ;-)

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  10. Wenn es um ernsthafte Dinge geht sollte man sowieso Derive, Maxima oder eine andere Algebrasoftware verwenden. Wobei ich mich immer wieder wundere, wie wenig solche Werkzeuge unter Wirtschaftswissenschaftlern verbreitet sind.

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  11. Man könnte sich aus den Rechenfehlern von Excel und den Bewertungsfehlern der strkturierten Aleihen auch eine schöne Verschwörungstheorie bauen ...

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  12. @egghat

    Ja das ist die Lösung, dann hätte man nämlich auch endlich einen schuldigen für die Krise: Microsoft!

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