Freddie Mac braucht mal wieder Geld

Natürlich braucht der inzwischen verstaatlichte US-Immobilienfinazierer nicht nur 'nen Euro, sondern ein paar Milliarden ...

Genau geht es um eine weitere Kapitalzufuhr in Höhe von 30,8 Milliarden Dollar. Grund ist ein erneuter Verlust im 4. Quartal von knapp 24 Milliarden. Interessanterweise kommt mehr als die Hälfte des Verlusts aus Verlusten mit Derivaten und nur etwa ein Viertel aus dem eigentlichen Immobiliengeschäft. Wobei die anderen drei Viertel durchaus Auswirkungen der sinkenden Preise sein können.

Eigentlich sollte man sich als verantwortungsbewusster Chef einer Firma mit Derivaten gegen die Einflüsse absichern, die ansonsten die Firma gefährden können. Im Fall von Freddie Mac also gegen sinkende Immobilienpreise. Bei Freddie Mac fallen allerdings auch die Derivate, wenn die Immobilienpreise sinken. Freddie Mac hat sich also nicht abgesichert, sondern das Risiko durch sinkende Immobilienpreise sogar noch erhöht.

Es wird übrigens auch nicht der letzte Verlust sein, denn die Immobilienpreise sinken ja immer noch. Da Freddie Mac scheinbar erst dann abschreibt, wenn es gar nicht mehr anders geht, werden die noch kommenden Immobilienpreisrückgänge auch weitere Abschreibungen nach sich ziehen.

Es ist schon erschreckend, wie viele Firmen in den USA meinten, neben dem eigentlich soliden, altererwürdigem Geschäftsteil einen Hedgefonds gründen zu müssen. Mir fallen sofort Freddie, Fannie, GE, AIG, Ambac, MBIA, ... ein. Und es gibt bestimmt nur mehr und es werden wohl auch noch mehr werden ...

FAZ: Freddie Mac mit 23,9 Milliarden Dollar Verlust
FT Alphaville: Freddie needs $31bn injection
Marketwatch: Freddie asks Treasury for $30.8 bln after big loss

Die ganze Geschichte von Freddie Mac in diesem Blog: Suche nach Freddie

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