G20-Gipfel: Neue Weltwährung mit Golddeckung?

Bin totmüde, aber den Linktipp bringe ich noch:

China und Russland präferieren angeblich eine neue, zumindest teilweise goldgedeckte Währung.

Viel Chancen gebe ich dieser Idee nicht. Vor allem, wenn sie von zwei Ländern kommt, denen die Vormachtstellung des Dollars schon lange auf den Keks geht. Wobei die Chinesen auch dazu beigetragen haben, denn ohne die 1,7 Billionen Dollar, die die Chinesen den Amis an Staatsanleihen abgekauft haben, hätte die US-Kreditblase nie so groß werden können.

Telegraph: Russia backs return to Gold Standard to solve financial crisis

Kommentare :

  1. Nix wird passieren. Wette drauf. Die wurschteln sich durch, bis es wieder "läuft", hinkt, oder kraucht.

    Die Merkel hat bestimmt schon einen Gipfelkoller. Dem Sarkozy macht es bestimmt Spass, daheim wartet ja schon der wütende Mob, da will man mal lieber nicht sein.
    Der Berlusconi gründet vorsichtshalber schon mal eine Einheitspartei und Gordon Brown, naja, ich weiss nicht, wie der endet, aber die Chancen stehen nicht schlecht, dass es im Tower ist.
    Der Chinese will den Rimmimimbi, der Russe irgendwas mit Gold und viel Glitzer, der Ami den Dollar, wir den Euro oder die Maaaaaaak. Dem Briten ist es egal, Hauptsache irgend etwas anderes als den Pfund. Die maulen ja, dass der Spiegel das Abschlusskommunique vorgelesen hat, jetzt müssen sie wohl nochmal die Köpfe rauchen lassen.
    Draussen tobt die Menge und droht derweil mit dem Strick und der Laterne.

    Egghat, das ist alles ein Mist. Der karren steckt tief drin und keiner will ihn rausziehen. Ehrlich. Brauchen wir sowas?
    ;)

    Gruß

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  2. Warren Buffet hat mal gesagt, dass er am liebsten in Firmen investiert, die auch ein Idiot leiten kann. Denn früher oder später wird ein Idiot die Firma leiten.

    Das kann man genauso auf Währungen anwenden. Irgendwann kommt ein Idiot (Greenspan), der die Währung ruinieren wird. Deshalb ist nur die Währung gut, die nicht manipuliert werden kann ... Gold war da immer das Mittel der Wahl.

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  3. Tzz, immer der gleiche Fehler. Irgendwas internationales fordern, was dann niemals kommt.
    China kann ja jederzeit eine goldgedeckte Währung einführen, aber selbst wenn es der Rest der Welt machen würde, müsste China seine Exporte in die USA abschreiben. Ohne das es alle machen, bringt es doch nix, oder sehe ich das falsch?

    Nee, ich glaube ich weiss was wir grundsätzlich brauchen. Europa bzw. Deutschland sollte die regelmässigen Gehaltszahlungen per Gesetz an einen Währungskorb (Zweitwährung) binden, um die Nachteile eines steigenden Euros zu verhindern. Die ausgezahlen Löhne sollten also aktuell immer nur soviel Wert sein, wie sich die anderen Währungen im Verhältnis zum Euro entwickeln.
    Dann kann man in Europa regulieren, ob mit oder ohne Golddeckung. Der Euro kann dann steigen, die Löhne orientieren sich an den anderen Währungen der Welt.

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  4. Naja, ob die Regelung realistischer ist?

    Die Löhne der Arbeiter den fiesen Devisenspekulanten auszuliefern?

    Ick wees nich

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  5. Naja, die Alternativen sind:

    1. Weiterhin Geld ausgeben um den Euro relativ billig zu halten, z.B. die EZB ausländische Staatanleihen kaufen zu lassen. Und ausserdem Geld an fragwürdige Schuldner zu verleihen.
    2. Oder den Euro steigen lassen und Arbeitsplätze verlieren.

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  6. Mitte der 1990iger hatte man ja sowas für den Euro angedacht gehabt. Da ging es um eine rund 25%ige Golddeckung.
    Keine Ahnung in wie weit der einzelne Euro in Europa heute rein rechnerisch mit Gold gedeckt sein könnte.
    Fest dürfte jedoch stehen daß weder China noch Rußland über Goldreserven verfügen die einen solchen Schritt auch nur im Ansatz erlauben würden.

    Rußland hat pro Kopf der Bevölkerung knapp 5 Gramm Gold.
    China hat pro Kopf der Bevölkerung nicht einmal ein Gramm Gold.

    zum Vergleich: Schweiz 133 Gramm; Deutschland 41 Gramm; USA 26 Gramm.

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  7. Volle Golddeckung von M1 durch Gold --> Unze = 6.000 Dollar. Volle Golddeckung von M2 --> Unze > 20.000 Dollar.

    Und was die Zahl angeht: Du musst bedenken, dass die Vermögen der Chinesen auch *viel* geringer sind als die der Amerikaner. Das Lohnniveau liegt bei einem Zehntel, die Vermögen wahrscheinlich bei einem noch kleineren Bruchteil. Auch die Geldmenge ist wahrscheinlich ähnlich viel kleiner als in den USA (müsste man aber nachschauen!). Von daher sieht das Verhältnis 1:26 vielleicht viel schlimmer aus als es bereinigt in der Realität ist.

    Aber die Geldmenge müsste man wirklich mal nachschauen. Wäre interessant!

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