Zahl des Tages (09.03.09): 50.000.000.000.000

Ok, ok, die Zahl kam wirklich an jeder Ecke und ich hab's heute morgen verpennt, die als Erster abzuschreiben äh zu bringen ;-)

Die asiatische Entwicklungsbank (Asian Development Bank, ADB) schätzt, dass die aktuelle Krise bereits Vermögenswerte in Höhe von

50.000.000.000.000 (50 Billionen) Dollar

vernichtet hat.

Diese Zahl ist auf den ersten Blick ziemlich unglaublich. Für alle, die sich aber etwas mit der Materie beschäftigen, kommt das nicht so überraschend. Ich habe schonmal darauf hingewiesen, dass die Verluste der US-Bürger durch die sinkenden Immobilienpreise höher sind als durch die Aktienverluste z.B. in der Krise 2001/2003. Einfach weil die US-Haushalte viel mehr Vermögen in der eigenen Immobilie haben als in Aktien. Selbst in der eigentlich aktienfreundlichen USA.

Auch wenn man die Zahlen der Geldvermögen kennt, ist die Zahl nicht so überraschend: In den USA gibt es etwa 30 Billionen Euro, im Euro-Raum etwa 14 Bill. EUR) und in Japan 10,7 Bill. EUR. Die Zahlen sind etwas älter, aber zeigen, dass die Vermögen schon da sind. Die Geldvermögen sind ja nur ein Teil der Gesamtvermögen. Und diese Vermögen machen ein Vielfaches der BIPs aus.

Eigentlich sollte man solche Zahlen auch immer mit der richtigen Größe zum Beispiel dem Vermögen als Bestandsgröße und nicht mit dem BIP als Flussgröße vergleichen. Übrigens sind die 50 Billionen etwa 75% des Welt-BIPs eines Jahres.

Tagesschau: Krise vernichtet 50 Billionen US-Dollar
Handelsblatt: Finanzkrise vernichtet 50 Billionen Dollar

Update (11.03.09)

Heute hat die FTD die Story ...
FTD: Wie AIG die US-Regierung unter Druck setzte

Kommentare :

  1. moin
    ich glaub die zahl ist im Text um 000 zu kurz

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  2. Jetzt nicht mehr. Danke für den Hinweis.

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  3. Akademisch betrachtet wurden durch die Finanzkrise 0,0 Billionen an Vermögen vernichtet. Es ist einfach nur Buchvermögen zusammengeschnurrt, Luftbuchungen werden um 50 Billionen korrigiert.
    Oder wurden etwa Häuser durch Wirbelstürme vernichtet? Sind die realen Güter in einem Erdloch verschwunden? Nein, sie sind alle noch da.

    Die Leute haben sich reich gefühlt, waren es aber nie. Gleichwohl ist natürlich ein Schaden da. Der wurde aber schon lange Jahre vorher angerichtet, durch Fehlallokation von Ressourcen in unnötige Anlagen und Güter, die jetzt kein Mensch mehr braucht. Das entscheidende ist, dass die Leute erst jetzt zu begreifen zu beginnen.

    Ich gebe gerne zu, dass diese Betrachtungsweise nur wenig zu trösten vermag. Sich reich zu fühlen, auch wenn es nur eine Illusion ist, macht einfach bessere Laune als von der bitteren Realität eingeholt zu werden.

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