PUMA oder wie sichere ich mir ein paar Milliarden?

Das Thema umweltverträglicher Nahverkehr der Zukunft war schon in Zeiten, in denen ich nur 3 Leser hatte, ein Thema. Heute habe ich nach langer Zeit wieder etwas Interessantes zum Thema gefunden, auch wenn ich befürchte, dass die eigentliche Motivation dahinter eine andere ist ...

Wahrscheinlich hat Segway schon lange an diesem PUMA gearbeitet. Ich spare mir die Beschreibung, schaut einfach das Video an:



Die Rahmenparameter sind übrigens relativ einfach: 35 Meilen pro Stunde Höchstgeschwindigkeit, Reichweite 35 Meilen, Stromkosten für eine Batterieladung: 35 Cent (also in Deutschland etwa 50 Km/h, 50 Km Reichweite und knapp 1 Euro Stromkosten pro Ladung).

Nun hat GM ein paar Probleme, nämlich kein Geld und zweitens ein grauenhaftes Dinosaurier-Image: Zu große Autos, zu hoher Spritverbrauch, keine Innovation, etc. Was lag da näher als mal bei Segway anzurufen um herauszufinden, ob man da nicht eine kleine Kooperation machen könnte. General Motors zahlt ein paar Millionen, dafür muss GM mal für einen Tag Zugriff auf den neuen zweisitzigen Segway bekommen. Keine weiteren Fragen, keine weiteren Verpflichtungen.

Und taataa: GM wirkt auf einmal innovativ, öko und ein guter Partner für die Zukunft, in dem ein paar Miliarden Steuergelder gut angelegt sind (Psst, nicht verraten, dass man das auch mit ein paar Millionen an Segway das Teil auf den Markt bekommen könnte ...). So zumindest die Idee, die GM gerne transportiert hätte. Darauf fall ich aber nicht rein ;-)

Das zweite Video ist noch eindeutiger, da taucht eigentlich nur Segway auf ...



Das Teil ist übrigens trotzdem cool, auch wenn es keinen Preis und keine Verfügbarkeit gibt. Aber darum ging es ja auch nicht ...

Crunchgear: Test Drive: Project PUMA [Update]

Heise: Straßen-Aerobic: Ein Segway for Two

Kommentare :

  1. Für die Amis eine feine Sache, statt mit Fahrad oder zu Fuß zum MCD zu gelangen. ;-)

    Ansonsten ist es wohl wie beim Skateboardfahren, nett anzuschauen, in der Praxis aber schwierig.

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  2. Was ist daran cool? Das ist der gleiche alte Human Transporter, nur ein wenig aufgepeppt mit Sitz und Dach. Wird wieder floppen, auch wenn alle etwas anderes sagen, so wie Steve Jobs und Jeff Bezos seinerzeit im Jahre 2001:

    Noch geheim! IPO “Revolutionärer als das WWW”

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  3. @Anonym:

    Der Typ im Video fährt darin zum ersten Mal. So schwierig kann das Fahren da nicht sein ...

    @Olaf:

    Definiere Flop. Wenn etwas gehyped wird ohne Ende und nachher verkauft sich das so lala, ist das dann ein Flop? Die Firma Segway gibt's immerhin noch ...

    Segway schiessen

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  4. Wie soll denn damit eine Vollbremsung funktionieren? Und beim Bremsen an Schrägen (z.B. im Parkhaus) ist doch schon der Smart am Anfang nach vorne/hinten umgekippt. Wird also leider, wenn überhaupt, ein Nischenprodukt.

    Wer auf Coolness wert legt, der sollte sich dann eher das hier ansehen, ist meiner Meinung nach noch ungeschlagen.

    http://video.google.com/videoplay?docid=8600389151928430302

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  5. Der Bremsweg soll gar nicht so übel sein. Bei der in Deutschland zugelassenen Höchstgeschwindigkeit von 20 für den alten Segway lag der Bremsweg bei 3 Metern; das ist weniger als ein Fahrrad oder ein rennender Fußgänger.

    Man unterschätzt das Teil. Ein Segqay mit zwei Rädern hat zwei Räder. Ob die jetzt neben dir sind oder jeweils eins vorne und eins hinten, ist für das Bremsen (vereinfacht) erstmal egal. Man darf nie vergessen, dass man mit dem Dingen keine 1,5 Tonnen wie beim Golf abbremsen muss, sondern inkl. 2 Personen vielleicht 250 Kg.

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  6. Der Bremsweg eines Segways ist extrem kurz, wie hier eindrucksvoll demonstriert wird:

    http://www.youtube.com/watch?v=paV5jEnR2Oo

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  7. Ob die jetzt neben dir sind oder jeweils eins vorne und eins hinten, ist für das Bremsen (vereinfacht) erstmal egal.

    Tut mir leid, aber als Maschinenbauingenieur muss ich Dir sagen, dass das Quatsch ist.

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  8. @Anonym: Autsch!

    @Anonym2:

    Ich habe ja vereinfacht geschrieben. Aber ich habe mal irgendwo gelesen, dass der Bremsweg im Endeffekt nur von der Fläche abhängt, mit dem der Reifen auf der Straße liegt (bei gleichem Gewicht und Geschwindigkeit). Ob vorne oder hinten oder rechts oder links: egal.

    Natürlich hast du beim Bremsen mit dem Fahrrad vorne viel mehr "Gewicht", dafür hinten aber weniger (wenn das Hinterrad nicht sogar komplett abhebt).

    Wieso sollte die Erklärung falsch sein?

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  9. @egghat

    Beim Segway ist der Schwerpunkt oberhalb der Räder, wodurch es in auftrechter Position zum Kippen kommt, lange bevor die gesamte Mögliche Bremskraft eingesetzt wird. Allerdings setzt man sich beim Segway nach hinten beim Bremsen, so dass der Schwerpunkt beim kontrollierten Abbremsen schräg hinter die Räder verschoben wird und dadurch evtl. sogar günstiger als beim Fahrrad ist. Beim kontrollierten Bremsvorgang könnte der Bremsweg eines Segway also tatsächlich kürzer sein als bei einem Fahrrad. Wenn man aber gegen einen Bordstein fährt (unkontrolliertes Bremsen, Schwerpunkt ist nicht nach hinten verschoben), liegt man sicher schneller auf der Fresse (siehe Video mit den vier Damen).

    Mir ist jetzt aufgefallen, dass beim Kabinensegway anscheinend der Schwerpunkt beim Bremsen auch nach hinten geschoben wird. Das muss eigentlich auch so sein, denn sonst hätte man einen ewig langen Bremsweg wenn man nicht nach vorne kippen möchte (wie das Monocycle, das bei einer Vollbremsung einfach weiterkullern würde, allerdings mit sich drehendem Fahrer). Der Kabinensegway könnte also bei kontrollieren Bremsvorgängen wirklich stabil sein, gegen einen Bordstein möchte ich damit bei voller Geschwindigkeit trotzdem nicht fahren.

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  10. Der Bordstein ist echtes Problem des/der Segways. Haber ich auch woanders schon gesehen und gelesen.

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