Zahl des Tages (12.04.09): 1.953.700.000.000

China hat die größten Devisenreserven aller Länder der Welt. Dank permanenter Exportüberschüsse ersticken die Chinesen förmlich in Dollars. Das Wachstum hat aber bedingt durch die Weltwirtschaftskrise II massiv abgenommen. Nach gut 40 Milliarden Zuwachs im 4. Quartal 2008, kamen im ersten Quartal 2009 aber nur noch knapp 8 Milliarden hinzu. Die in der Vergangenheit gesammelten Milliarden sind aber immer noch sehr beeindruckend. Satte

1.953.700.000.000 (1,953 Billionen) Dollar

haben die Chinesen in den letzten Jahren gesammelt.

So beruhigend die Summe für die Chinesen auch ist (und ihnen auch ermöglicht, problemlos Konjunkturprogramme in Höhe von 100 Milliarden oder mehr zu finanzieren), ist sie doch auch ein Grund für die Krise. Denn ohne die Finanzierung durch die Chinesen hätten die Amerikaner ihre kreditfinazierte Blase niemals so weit aufblasen können. Die Zinsen wären früher gestiegen, die Wirtschaft wäre früher auf die Bremse gestiegen. Die Tiefe der aktuellen Krise hängt vorwiegend von der Größe der Blase zuvor ab.

Ganz nebenbei haben die Chinesen ein Problem damit, wenn sie ihre fast ausschließlich in Dollar gehaltenen Devisenreserven einsetzen wollen. Denn sobald die Chinesen größere Mengen der Dollaranlagen verkaufen, gerät der Dollar unter Druck. Die Verluste, die die Chinesen dann bei den restlichen Dollaranlagen verkraften müssten, würden einen Großteil der Erlöse auffressen.
Die USA und die Chinesen hängen hier wechselseitig so stark voneinander ab, dass eigentlich keine Änderung der Großwetterlage vorstellbar scheint: Die Chinesen werden also wohl auch in Zukunft große Teile des US-Defizits finanzieren müssen ...

Spiegel: China steigert seine Devisenreserven

Marketwatch: China's forex reserves rise, but growth slows

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