Infineon will Anleihen zurückkaufen ...

Und zwar nicht zu 100%, sondern nur zu 75% des Nennwerts. Das werden aber wohl trotzdem ein paar Anleger annehmen, denn die Kurse vorher lagen nur bei 65%.

Ich weise darauf hin, denn diese theoretische Möglichkeit war hier schon mal Thema. Und zwar im Zusammenhang mit der Bilanzierung der Banken, die den Wertverlust der eigenen Anleihen in der Bilanz aktiviert haben und so ihre Schulden reduzieren konnten (und einen Sondergewinn erzeugen konnten). Ausführlich erklärt habe ich das hier: Citigroup mit 1,6 Mrd. Fake Gewinn, gemacht hat es aber auch die BofA: Bank of Amerika mit 4,2 Mrd. Fake Gewinn.

Damals habe ich darauf hingewiesen, dass genau das, was Infineon jetzt macht, die theoretische Basis ist, mit der diese Bilanzierungsmöglichkeit begründet wird. Trotzdem halte ich es für falsch, diese Verbuchungsmöglichkeit "hellseherisch" zu ermöglichen. Wenn die Firma einen vorzeitigen Schuldenrückkauf erfolgreich durchgeführt hat, kann das selbstverständlich aktiviert werden, aber vorher halte ich die Verbuchung für etwas arg optimistische Buchführung.

Heise: Infineon will eigene Anleihen in großem Stil zurückkaufen

Update (12.05.09)

Das Programm ist am Ende doch wesentlich kleiner ausgefallen als ursprünglich geplant. Es sind am Ende nur Anleihen im Wert von knapp 40 Millionen (entspricht 52,5 Millionen Nennwert) zurückgekauft worden.

Infineon kauft weniger Anleihen zurück als geplant

Update 2 (12.05.09):

Peinlicher Fehler in der Ad-Hoc-Meldung dazu. Außerdem scheint der Finanzchef von Infineon so an und an Zahlen durcheinander zu werfen. So unwichtige wie Nennwert und den Kurswert der eigenen Anleihen ...

FTD: Schwarzer Montag für Infineon

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