US-Gebrauchtimmobilienumsätze: April 09 +2,9%

Die annualisierte Rate liegt bei 4,68 Millionen in der Größenordnung der ersten vier Monate des Jahres.

Im spannenderen Teil der Einfamilienhäuser stieg der Umsatz um 2,5%, der Preis ganz leicht gegenüber dem Vormonat, gegenüber dem Vorjahr ist das Minus aber immer noch bei -14,9%.

Wie ich in dem Zusammenhang schon mehrfach betont habe, kann es eine Stabilisierung nur geben, wenn der Lagerbestand sinkt. Also nicht permanent neue Häuser auf den Markt kommen und die Umsätze weiter sinken. Die Umsätze scheinen sich nun zu stabilisieren und interessanterweise gibt es trotz steigender Zahl von Insolvenzen kein steigendes Angebot. Der Lagerbestand gerechnet in Monatsumsätzen sank für die Einfamilienhäuser von 9,38 auf 9,18 Monate im April. Im langjährigen Durchschnitt liegt der Wert bei 7,1, bleibt also noch hoch (vor allem im Vergleich zu 4,x Monaten, die noch 2006 üblich waren).

Allerdings ist der Lagerbestand auf alle Häuser (also inkl. Mehrfamilienhäuser) gesehen auf 10,2 Monate gestiegen. Damit scheint sich der Markt der Mehrfamilienhäuser, der als erstes Stabilisierungszeichen sendete, auf einmal wieder zu verschlechtern. Über die Gründe kann man nur spekulieren. Mangelndes Kapital für die Bauherren (Mehrfamilienhäuser sind ja zur Vermietung gedacht)? Keine Lust auf das Risiko mehr? Eigentlich müsste die Nachfrage nach Mietwohnungen doch steigen durch die ganzen Leute, die ihr Haus verlassen müssen. Hmm?

Generell lebt der Markt im Moment vom Niedrigpreisbereich. Auch deshalb sinkt der durchschnittliche Hauspreis. Besonders auffällig: Häuser mit Preisen von mehr als 750.000 Dollar sind scheinbar komplett unverkäuflich. Der Lagerbestand beträgt 40(!) Monate.

Marketwatch: Home sales rise 2.9%, boosted by bottom fishing

Kommentare :

  1. Das sind so minimale Verschiebungen, dass ich sie eher als Grundrauschen abtun würde. An den grundlegenden Problemen hat sich nichts geändert, und mit Kreditkarten und anderen Schulden werden die auch nicht besser. Und solange die Hauspreise fallen, ist jeder dumm, der jetzt kauft: Schliesslich ist das bei weiteren 10% Wertverlust bis zur Bodenbildung so, als würde man dafür einen Kredit mit 16, 17% aufnehmen.

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  2. Hab's im Artikel vergessen, aber die Zahlen der ersten 4 Monate sind alle ziemlich konstant. Ob's jetzt 2% Plus oder Minus sind, ist egal. Wichtig ist, dass es nicht mehr nach unten geht. Die ersten vier Monate hatten eine Schwankungsbreite von nur 5%. Da kann man schon mal Gedanken an eine Bodenbildung verschwenden. Vor allem, weil wie *deutlich* unterhalb der normalen Raten sind. Wir haben Umsätze, die auf einem Niveau sind wie seit 25 Jahren nicht mehr. Damals hatten die USA allerdings auf 50 oder 70 Millionen Einwohner weniger. Bereinigt man die Zahl der verkauften Häuser um das Bevölkerungswachstum, ist das aktuelle Tief noch viel tiefer ... Kurz: Irgendwo muss sich ein Boden bilden.

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  3. Nun ja, wenn die Zahlen halt stimmen würden...

    http://www.businessinsider.com/newsflash-the-housing-crisis-is-getting-worse-2009-5

    Im letzten Absatz ist dann die böse Überraschung, das gleiche Spiel wie immer: Ein Monat später werden die Zahlen nach unten revidiert, nix war´s mit dem anziehenden Häusermarkt, aber die Börse hat die Gewinne auf Basis falscher Zahlen gemacht, und ein Monat später interessiert nur noch der erneute Zuwachs - dann wieder auf Basis der schlechteren Zahlen. Immer der gleiche Mist bei den Freunden in Amerika. Ein grosser Haufen verrotteter Lügner.

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